Bitte warten – Hold the Line please

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte warten – Hold the Line please

Normalerweise schreibe ich (wir) immer über das was ich höre, sehe, oder meine (unseren) persönlichen erotischen und/oder witzigen Erlebnisse. Ich habe bis jetzt noch nie einen Beitrag geschrieben, um es als reinen Tagebucheintrag („Auskotzmodus“) zu verwenden, weil ich der Meinung bin, dass Dinge die mich privat belasten hier nichts verloren haben. (Auskotzen – Bitte warten Hold the Line please). Allerdings mache ich heute mal eine Ausnahme, denn das was ich heute zu schreiben habe, dass schleppe ich mit mir bereits fast ein ganzes Jahr mit mir herum, und das muss einfach mal raus. Es hat mit den eigenen Vorsätzen zu tun, und auch mit Mut. Den Mut zu haben – auch wenn es für einen selbst unangenehm ist – einen Vorsatz den man sich selbst schon lange vorgenommen hat auch durch zu ziehen.

Irgendwann…

Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Jede Art von Konflikt im privaten Bereich macht mich unrund. Also vermeide ich sie soweit es mir möglich ist. Ich bin immer der Ansicht, dass man sich alles „ausreden“ kann. Das funktioniert aber nur so lange, so lange der andere auch reden will, oder bereit ist auf Fragen EINDEUTIG zu antworten. (Bitte warten auf Antworten -Hold the Line please!) Wenn er das nicht tut, dann geht einem irgendwann die Puste aus. Man versucht es immer wieder, und immer wieder, aber es nützt nichts. Das Einzige was man bekommt ist entweder gar keine Antwort oder ein Witz, der in diesem Moment für einen gar nicht lustig ist. Oft will man schon alles hinwerfen, aber man probiert es ja dann doch immer wieder. Denn irgendwann war es ja mal möglich – neben allen Spaß und Witz – den anderen ernst zu nehmen.

Denn es fühlt sich noch immer richtig an..

Man sieht sich (natürlich nur wenn man alleine ist) die alten Fotos an, und denkt sich „Ab wann fing es an, dass mein Raum in seinem Leben nicht mehr größer war als ein Mülleimer?“ Man schreit, tobt, weint Eimer voll, (natürlich auch alleine) – die Antworten bleiben aber trotzdem aus. Also rafft man sich auf, und fragt mal vorsichtig nach. Fragt nach Zeit für einen, vielleicht mal nach einen Kaffee, oder zumindest nach einem! fixen Tag im MONAT. Es kommen immer die gleichen Antworten :“ Heute nicht, schauen wir mal wann es sich ausgeht. Du weißt doch das es nicht am „wollen“ liegt, sondern am können.“ (Bitte warten auf Zeit – Hold the Line please) Weiß ich das???? Am Anfang wusste ich das noch, denn da hast Du mir den Eindruck vermittelt noch wichtig für dich zu sein, aber irgendwann bemerkte ich, dass immer weniger Nachrichten kamen, die Telefonate immer weniger wurden, und jegliche Art von verbaler Gefühlsregung im Keim erstickt wurde mit „Na sowas schmalziges“.

..und doch wieder nicht

Also verkneift sich Frau irgend welche Bemerkungen wie „Du fehlst mir“, „Ich vermisse Dich“, „Schön wenn Du jetzt da wärst“, denn es kommt entweder ein „mmmm“, oder ein „Na bist sentimental?“. Meine Frage: Ist die Zeit irgendwann vorbei wo man sich so etwas sagen kann? Ist es nicht mehr „nötig“? Überflüssig? (Bitte warten auf Gefühl – Hold the Line please) .Ich finde nicht, dass die Zeit für Gefühl irgendwann vorbei sein sollte. Das geht immer, auch wenn man schon länger ein Paar ist. Da komme ich schon zum nächsten Punkt. Was sind wir überhaupt GEMEINSAM? Sind wir ein Paar? Sehen tun wir uns alle heiligen Zeiten mal, telefonieren im Durchschnitt einmal am Tag, und wenn es hoch kommt haben wir 5 Mal im Jahr Sex (und das auch mit Zeitdruck). Wenn man nach dem „Beziehungsstatus“ fragt bekommt man die Antwort „Muss man immer alles benennen?“. DAS fühlt sich jetzt nicht richtig an, denn jeder Mensch will wissen wo er steht.

Auch wenn es jetzt Sentimental klingt…

Wo bist DU mir abhanden gekommen? – der, der mich bis zu zwanzig mal am Tag angerufen hat? Der mir hunderte von verrückten, irren und wunderbaren Nachrichten geschrieben hat. Der es geschafft hat mit mir gemeinsam zwei Drittel des Tages zu lachen? Ist wirklich alles für Job, Erfolg, und Firma auf der Strecke geblieben? Interpretiere ich wieder mal zuviel hinein? (Bitte warten auf Antworten- Hold the Line please) Ich kann nur vermuten ….nein das kann ich auch nicht nicht. Ich habe KEINE AHNUNG. Wenn du das allerdings für NORMAL hältst was wir seit Monaten praktizieren, dann tut es mir leid. Das verstehe ich nicht mehr, und DU erklärst es mir nicht. Du glaubst es ist alles ok, solange ich nicht „zicke“. Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist – ich zicke seit Monaten nicht mehr, denn es hätte keinen Sinn. Ich würde trotzdem nur ein „mmmm“ zu hören bekommen.

Du bist grausam und stolz darauf

Jeden Menschen kann man mürbe machen. Der Stärkste Mensch knickt ein, wenn man ihn lange genug als „gegeben“ sieht. Ich bin da. Bereit auf vieles einzugehen, auf vieles Rücksicht zu nehmen, auch dir zu helfen wenn es nötig sein sollte, aber Du nimmst es nicht an – Warum? Du bist oft stolz darauf dass Du kein gefühlsduseliger Mensch bist. Das du das alles nicht brauchst. Du bist stolz darauf das Du niemanden brauchst. Kannst Du auch, und es ist dir dabei auch völlig egal ob ich nun da bin oder nicht. Denn Du bist der „Meister“. Du kannst stolz darauf sein mich mürbe gemacht zu haben. Nur mehr nach deinen Spielregeln zu spielen. (und trotzdem weiß ICH das Du auch eine ganz andere Seite hast)

Gutmütig, noch immer verliebt, aber nicht mehr blöd

JA, ich weiß, ich kann Deine Nummer aus meinen Telefon löschen und dich vergessen. Leider ist da meine dumme, unrationale, völlige schmalzige Gefühlswelt. Gegen die kann man leider nichts tun. Ich kann Dir aber sagen was ich will (Du hast ja mal zu mir gesagt, du magst Frauen die sagen was sie wollen!) . Ich will, dass Du Dir Zeit nimmst, wenn ich noch immer wichtig sein sollte in deinem Leben. Wenn ich das nicht mehr bin, dann kannst Du meine Nummer aus deinem Telefon löschen. Denn (im Gegensatz zu Dir wie Du mir ja mal gesagt hast) bin ich noch immer in dich verliebt, schäme mich auch nicht dafür, bin noch immer da, und bereit mit Dir jeden Blödsinn zu machen, aber sicher nicht mehr unter deinem Motto „Bitte warten – Hold the Line please“. Ich will ein Leben mit Dir, aber keines in deiner – auf Abruf bereit stehenden Warteschleife. Für das bin ich zu wertvoll.

Bis dahin alles Liebe

(ausnahmsweise nur) C.

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Liegt es an mir?

Es kiegt an mir
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wie oft haben sich Frauen schon diese Frage gestellt, oder aber auch ihren Liebsten? Wenn jetzt eine Frau unter den Leserinnen sein sollte, die behauptet sie hätte diese Frage noch nie gestellt, dann gratulieren wir recht herzlich. Du bist Gewinnerin des „Nicht  – Selbstzweifel – Preises! Aber wie kommt es, dass wir Frauen uns immer wieder diese Frage stellen, und im Gegenzug nur ganz wenig Männer (vielleicht ist aber auch die Dunkelziffer so hoch und nicht erfasst, dass wir jetzt völlig falsch liegen?). 

In diesem Fall kann ich nur von mir ausgehen (bitte um andere Ansichten wenn Du sie parat hast). Ich denke, wenn ein Problem auftaucht, eine Situation die unangenehm ist, oder P. mal keine Lust auf Sex hat, dann muss ich es bereinigen, eine Lösung finden, oder das ich nicht mehr so attraktiv und begehrenswert bin. Also was tut Frau? Sie bereinigt ein Problem, sucht Lösungen (und findet sie auch meistens),  wandert ins Fitness Studio und ernährt sich mal wieder ausschließlich von Smoothie’s. Aber ist das der Richtige Weg. Was, wenn sich trotz aller Bemühungen nichts ändert? SEIN Interesse an meiner Person nicht mehr so groß ist, oder noch schlimmer,  ich an seinen Handlungen bemerke, dass ich in der Wertigkeitsskala nach unten gerutscht bin? Auf einmal jeder Termin, jedes andere Freizeit Vergnügen (wie das wahnsinnig wichtige Skirennen im Fernsehen zum Beispiel) wichtiger ist, als mit mir Zeit zu verbringen? Sätze wie „Ach, Du das geht sich heute nicht aus.“ Meine lieben Männer – das Lösungswort heißt  Zeitmanagement? – FANGT AN ES ZU LERNEN. (Wir können es ja auch!). Oder bin ich es? Will er gar keine Zeit mit mir verbringen?

Da kann sich nur die Frage aufdrängen „LIEGT ES AN MIR“?

Wenn man dann als Frau (weil man ja nicht über hysterisch sein will) mal versteckt nachfragt „Du, im August haben wir uns fast jeden Tag gesehen. Wahnsinn oder, wenn man bedenkt wie wenig wir jetzt dazu kommen.“ , und dann nur ein lapidares „ja, ja lang ist es her.“, dann hat man zuerst das Bedürfnis und den fast unbändigen Wunsch irgend eine Vase oder einen Aschenbecher auf seinen Kopf zu zerschmettern, aber dann stellt sich die Enttäuschung ein, und die immer sich drängender Frage „Kann ich etwas daran ändern, dass er sich ändert, oder bzw wieder mehr Interesse an mir hat.“ (Das klingt wie eine Frage aus dem Frauenmagazin ..igitt).

Der absolute Höhepunkt an Selbstzweifel wird dann noch erreicht, wenn beim Sex nichts mehr läuft. Jede schelmische Doppeldeutigkeit die SIE am Telefon oder per Whats App abgibt, wird mit einem grummelnden  „Mmmmmm“ kommentiert, und dann wird das Thema gewechselt. Charmant! Ach ja–und wenn es dann endlich mal Sex gibt, dann wird anschließend nicht mehr darüber geredet, gelacht oder geschwärmt, sondern auf Aussagen von IHR wie :“ Wahnsinn wie kompatibel wir noch immer sind, und wie viele neue Ideen wir haben, die wir auch mal ausleben sollten,oder?“ nur ein schwammiges „JA ist eh nichts neues das das passt bei uns.“ (Ach ja nicht neues? Na dann werde ich mich nächstes Mal vielleicht vom Luster hängen!) 

Ja eh, nach diesem wirklich erschöpfenden Dialog, ist man dann soweit, dass man sagt „Warum sage ich noch was? Ist ungefähr so unnötig wie Oliven in den Griechenland Urlaub mit zu nehmen.“ Du wunderst Dich jetzt dass ich das so genau schildern kann? Mir passiert das mit P. sehr oft, und das Beste was ich in so einem Fall tun kann, ist NICHTS zu tun. Es kommen keine Anspielungen auf Sex, keine neugierigen Fragen wie sein Tag war, alles wird irgendwie besprochen, aber von meiner Seite nur halbherzig. Denn ich bin nach endlosen Tagen, und Wochen darauf gekommen, dass es NICHT AN MIR LIEGT, sondern SEIN Problem ist.

Frauen neigen ja fast oft schon manisch dazu Probleme von anderen lösen zu wollen (und sie können es auch meistens), und eine Entlastung für den anderen zu sein und keine zusätzliche Belastung. Aber genau da sind wir beim Paradoxen. Männer wollen keine „leichte“ Frau die einen alles abnimmt. Sie wollen sich anstrengen, und müssen immer irgendwie den Eindruck haben – alles ist erkämpft. (wie pervers ist das denn?) Aber auch nicht zuviel anstrengen, sonst wird es mühsam. Also wie jetzt?

Die Abende und Nächte die ich meinen Freunden schon die Ohren voll gesungen habe, die gehen auf keine Kuhhaut, aber entscheiden was man tut, kann man nur individuell und von sich selbst heraus. Ich höre auf ,SEINE Bedürfnisse über meine zu stellen, SEINE Wünsche größer werden zu lassen als meine sind, und vor allem mir nicht das Gefühl vermitteln zu lassen „Es läge an an mir.“ Nur weil ihm gerade ein Tampon quer im Arsch sitzt, und er gerade nicht weiß „Was denn mit ihm  los sei“, ja dafür ist niemand verantwortlich. Man kann da sein und ihm das Ohr leihen, aber SEIN Problem lösen — NEIN! Ich oder Du bist ja nicht seine Mutter. (Natürlich muss gesagt werden, ER verlangt ja nicht, dass wir Seine Probleme lösen, aber ganz angenehm ist es natürlich schon!)

Ich kann jetzt nur MEINE Vorgehensweise schildern (und die ist sicher nicht das Universal Rezept). Überlegt mal wie ihr „VOR IHM“ wart? Was habt ihr getan, und was habt ihr in der Zeit mit IHM vernachlässigt? Lasst das wieder aufleben! Stellt EUCH in den MITTELPUNKT Eures Lebens. Versteht mich bitte nicht falsch–Die Liebe zu einem Menschen –die bleibt, und man kann sich auch nicht vorstellen ohne IHN zu sein, aber man sollte hin und wieder nicht vergessen, dass man nicht die ganze Last eines Problems auf sich laden sollte.

„Liegt es an mir“? – Nein! Er soll sich das Tampon aus dem Arsch ziehen, und sich mal ganz genau überlegen, was er an euch hat, und vor allem wenn DU ganz genau weißt was DU WERT bist, dann wird er diesen Wert auch erkennen, und wenn er das nicht tut – ja dann ist das SEIN Problem, und mach es ja nicht zu DEINEM.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und (nur abschnittweise) P.

 

Müde und erschöpft

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du wirst Dich gestern sicher gewundert haben, dass nicht wie gewohnt der Montagsbeitrag in der Früh online war. Das hatte einen Grund. Ich hatte am Wochenende Dienst und P. ebenso. Wir waren müde und erschöpft. Wir waren erledigt. Ausgelaugt. Jeden Beitrag den wir online gestellt hätten, wäre eine lauwarme aufgewärmte Suppe gewesen,  ohne Witz und ohne Inhalt. Unsere Themen sind normalerweise im Vorfeld eingeplant, oder zumindest die groben Umrisse. Das war auch dieses Mal so, nur die Worte wollten nicht fließen, wie sie es sonst tun.

Warum? Weil im Augenblick alles und jeder von uns die volle Aufmerksamkeit einfordert. Die Arbeit, die Firma, und unseren eigenen Probleme miteinander, die sich aufgrund des immer stärker werdenden Zeitmangels auch bei uns schon in gegenseitiger Unverträglichkeit niederschlägt. Jedes Zeitfenster die wir uns vereinbaren, wird im letzten Augenblick immer wieder von irgendwelchen (auf beiden Seiten) unaufschiebbaren Dingen okkupiert. Ja ,– wir wissen was Du jetzt sagen willst. „Die schreiben vor nicht mal einer Woche, dass man sich Zeit füreinander nehmen soll und muss, und bekommen es selber nicht auf die Reihe“.

Auch wir haben Zeiten und Phasen wo es bei uns absolut nicht rund läuft, wo alles auf der Strecke bleibt, und wo sich bei mir immer die Angst einschleicht, dass dieser Zustand eventuell so bleiben könnte, und wir einander in dem Strudel aus Zeitmangel, Stress und sonstigen Dingen „verlieren“. Das dieser Zustand so lange anhalten könnte, bis wir zu einem Punkt kommen, wo wir einander gar nicht mehr wissen was wir einander erzählen sollten, weil wir über das geschäftliche „ganz wichtige, unaufschiebbare“ sich eine unerträgliche Sprachlosigkeit breit macht.

Und ja,- auch wir haben nicht für alles eine Lösung. Es ist so wie bei anderen  Dingen auch im Leben. Bei anderen weiß man immer was man zu raten hat, aber bei einem selber ist man oft so in seinen Gewohnheiten gefangen, dass man seine eigenen Ratschläge und Tipps gar nicht mehr weiß, oder etwas logisches, zielführendes erkennt. Wir laufen seit Wochen auf tausend Touren. Unsere ganze Kraft, unsere ganze Energie (die uns ja auch beflügelt) ging für unsere Projekte und auch unsere Arbeit dahin. Wir lieben all diese Dinge. Die Liebe füreinander ist sicher noch da, nur sie hat sich wie ein kleines Kind in sich zurück gezogen und trotzt.

Wir bemühen uns so sehr nicht gegenseitig anzuschnauzen, dass ich manchmal das Gefühl habe, die Last dieser Höflichkeit zueinander, liegt auf mir wie ein Hinkelstein. Wenn er gereizt ist, sage ich nichts, sondern lächle und schweige. Wenn ich gereizt bin versucht er mich krampfhaft aufzuheitern indem er alles relativiert. Genau das macht mich aber noch wütender, und ich lächle noch mehr, dass ich den Eindruck gewinne, ich müsste bereits aussehen wie eine aufgespritzte Botoxqueen der das Lächeln eingefroren ist. Wir tun alles um nicht zu streiten, und wir vermeiden alles das es uns mal Luft macht. Streiten!!!! Richtig fetzen!!

Ich kann in diesem Fall nur für mich sprechen, aber die Angst die Situation durch den Streit noch schlimmer und verfahrener zu machen,  bringt mich jedes mal dazu meinen Mund zu halten. (Und zu lächeln). Ihn, glaube ich, macht aber unrund, dass ich immer alles weglächle, aber gleichzeitig ist er darüber auch ganz froh, weil er sich auch nicht streiten will, und ihn das noch mehr nerven würde. Männer und Frauen denken vielleicht über das gleiche Problem nach, reden aber nicht darüber oder nur wenig. Die Zeit die man nämlich miteinander hat, will man dann nicht noch mit unnötigen Befindlichkeiten des anderen vollstopfen.

Ich denke, ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass wir eifrigen Bienchen sogar für Sex zu müde sind. Nicht das uns die Lust aufeinander fehlt, aber selbst für das sind wir zu erschöpft, und ich denke das ist auch legitim. Soll aber jetzt nicht heißen, dass es prickelnd ist. Im Gegenteil. Es macht mich noch unverträglicher und aggressiver, und bei diesem Punkt lächle ich jetzt mal gar nicht mehr. Noch dazu wenn es dann um das Thema mit P. geht, und er es relativiert. Also ist es für ihn nicht mehr wichtig? Bin ich vielleicht nicht mehr interessant genug oder hab ich die sexuelle Anziehungskraft verloren? Zu all dieser kühlen Stimmung kommen jetzt noch diese Fragen auf, die ich natürlich nicht stelle, wegen der oben beschriebenen Situation. Ist das jetzt ein Dauerzustand?

Wir sehen sicher beide ein, dass dies kein Dauerzustand ist, und wir wissen, dass sich (so wie immer) plötzlich und unerwartet für uns beide der „Knoten“ zwischen uns lösen wird, und wir auch im nach hinein über alles in Ruhe und auch mit der nötigen Gelassenheit reden können. Bis dahin weiß aber niemand von uns beiden wie lange es noch dauern wird, und dass macht auch müde und erschöpft. Darum verzeihe uns wenn wir nicht den geplanten Montagsbeitrag gepostet haben. Vielleicht hast DU ja für uns einen guten Ratschlag (wäre mal was anderes 😉 ). 

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Zeit für Sex?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

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Mein Terminplaner

Wir leben in einer wahnsinnig hektischen Zeit. Wir haben eigentlich nie Zeit für irgendwas. Aber wir packen trotzdem alles mögliche in einen einzigen Tag. Wir haben alle Handys, Laptops und (so wie ich noch ganz altmodisch) einen Timer, der dicker und fetter ist als ein Lexikon. Ohne diesen bin ich völlig hilflos – er ist mein zweites Gehirn. Er ist vollgestopft mit Post It’s und anderen Aufklebern. Samstags mach ich mir immer meine Planung für die kommende Woche. Wenn ich dann damit fertig bin, dann denke ich jede Woche das Gleiche – ok? Wo presse ich noch den Brunch mit der Freundin rein? Wo bleibt Zeit für P. und mich? Und wo bitte schön erhole ich mich mal einen Tag lang OHNE Termine und Verpflichtungen (egal ob geschäftlich oder privat).

Die Zeit, die wir alle so großzügig verplanen ist sehr knapp, und für Sex bleibt nur begrenzt bis gar keine „freie Stunde“. Alleine schon die Definition lässt mir die Gänsehaut aufsteigen. „Freie Stunde“ – bitte – Wirklich jetzt? Für die schönste Sache der Welt planen wir nichts an zeitlichen Ressourcen ein? Ist das dann nicht der Grund dafür warum so viele Beziehungen, Partnerschaften und Ehen in ihrer wunderschönen Planung untergehen, und sich verlieren? Ich merke es bei P. und mir genauso. Sein Termine, meine Dienste, und dann der Blog, der natürlich auch sehr viel Pflege und Liebe benötigt. Bis wir mal ein Zeitfenster für uns finden vergehen oft Wochen. Mich deprimiert das sehr. Kann ich es ändern?

Ja, natürlich. Ich bin aber oft so fest gefahren in meinen Gewohnheiten, dass ich mir keine Zeit für die Zeit zu Zweit nehme. Das soll sich jetzt ändern, und ich habe auch schon damit angefangen. Ich nehme ab 20 Uhr keine Anrufe mehr entgegen, die ich nicht möchte. Ich beantworte keine Mails mehr nach 18 Uhr,  die können warten. Ich nehme mir die Zeit am Abend wenn ich alleine bin, und P. bei sich schläft, für meinen Blog, und er für seine Dinge die er gerne tut. Wir streiten selten, aber wenn, dann geht es immer um das Gleiche. WIR HABEN KEINE ZEIT FÜREINANDER! Ein Quickie kann ja hin und wieder ganz nett sein, aber als Dauerlösung ist das sicher gar nichts (und schon gar nicht, wenn dann einer von uns auf die Uhr dabei schaut 😦 ). Das ist ungefähr so geil wie lange Angora Unterhosen.

Wie ändert man so eine Situation? Ich kenne ein Pärchen, die haben das für sich auf eine ganz eigene Art gelöst. Die sind beide sehr eingespannt beruflich. Er ist Anwalt, sie Betriebsanalyistin. Beide mit einem Terminkalender so dick wie ein Telefonbuch (kennen das noch alle unserer Leser(innen) 🙂 ). Irgendwann mal erzählte sie mir, dass – wenn überhaupt – Sex nur alle zwei bis drei Monate ein Thema war, und sie an sich selbst schon einen hohen Grad an „sozialer Unverträglichkeit“ bemerkte. Sie motzte herum, und zwar an allen. Irgendwann platzte ihr der Kragen, und gleichzeitig auch in das Büro ihres Göttergatten. Sie schlug verbal ziemlich auf den Tisch, und je mehr sie sich die aufgestaute Wut der letzten Monate von der Seele redete, desto schärfer wurde ihr Mann. So scharf, dass er (wie im Film) den Schreibtisch abräumte, und sie hart auf dem Tisch vögelte.

Ab dem Zeitpunkt planten sie jede Woche einen Tag ein, der nur ihnen gehörte. Egal ob Wellness, oder einfach im Bett bleiben. Egal – Hauptsache sich Zeit füreinander nehmen. Da wurde auch nicht von seiner oder ihrer Arbeit gesprochen, da wurden keine Telefonate entgegengenommen, oder Mails beantwortet. Sie redeten miteinander, sie nahmen sich gegenseitig wahr, entdeckten sich neu aber doch vertraut. Wie machen wir Menschen es wenn wir einen neuen Mann/Frau kennen lernen? Es rückt alles andere in den Hintergrund. Nichts ist so wichtig für uns – in der Phase des Verliebtseins – als das was der andere denkt, fühlt, will oder sich wünscht. Wir bringen unser Gegenüber in den Fokus unseres ganzen Interesses. Wir nehmen uns die Zeit einfach.

Irgendwann (von Experten wird immer von einen Zeitrahmen von ca. 6 -12 Monate gesprochen) normalisiert sich dieser Zustand wieder, und die alltäglichen Dingen gewinnen wieder mehr und mehr an Bedeutung. Die Zeit für den Anderen wird weniger und weniger, weil wir der festen Überzeugung sind, dass wir eh schon SO VIEL vom anderen wissen. Das ist der Punkt wo ich persönlich aufschreie – NEIN. Wir glauben nur sehr viel vom anderen zu kennen und zu wissen, aber wir vergessen dabei, dass auch bei unseren Liebsten sich die Bedürfnisse und Wünsche verändern können. Die Wertigkeiten sich vielleicht verschieben. Das was „er“ vielleicht beim ersten Sex mit Dir toll fand, heute nicht mehr das ist, was im Vordergrund steht, sondern eventuell der Wunsch mit Dir etwas neues im Bett zu entdecken.

Auch wenn wir uns da immer wieder wiederholen – reden miteinander ist hier die Einzige Lösung. Zeit füreinander nehmen, auch fragen ob der Sex noch immer geil und aufregend ist, oder ob der Wunsch nach etwas anderem oder neuen da ist. Probiert Euch aus, entdeckt Euch neu – egal wie! Wann habt ihr das Letzte mal einen ganzen Tag im Bett verbracht (von der letzten Magen Darm Grippe mal abgesehen)? Hast Du schon mal überlegt was DU vielleicht anders haben möchtest? Was ist für dich im Laufe zur Zeit zur Routine geworden, und Du tust es nur mehr aus lieber Gewohnheit? Aber bei der Ganzen Sache ist eines wichtig – ZEIT!

Zeit die man sich nehmen muss, wenn man einander wichtig ist. Du beherrscht heute mit allen Hilfsmittel (Handy, Laptop…) die Zeit? Nein,- die Zeit beherrscht dich – NOCH! Wir sind sicher, dass Du genauso wie wir dahinter kommen, dass die Zeit füreinander die Wichtigste ist.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.