Träume sind nur Schäume?

Das Bizarre an der Situation ist , dass wir im realen Leben überhaupt keine Lust auf Sex haben, aber kaum machen wir die Augen zu, haben wir den „Ritt unseres Lebens“. Nichts ist unmöglich, wir können uns ausleben,…..

Träume sind nur Schäume?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Hattest Du schon mal einen Traum der Dir so real vorgekommen ist, dass Du in 1.) nie vergessen wirst, und 2.) der klar und deutlich in seiner Aussage war? Also nicht einer dieser Träume wo irgend jemand als grünes Männchen herum läuft, alle meine Entlein singt und sich dann als Dein Ex heraus kristallisiert. Ich meine einen Traum, der Dir deinen eigenen Spiegel der Angst, der Befürchtung oder auch der Hoffnung zeigt. Ein Traum der Dich so sehr beschäftigt, dass Du nicht umhin kommst über Dich selber nach zu denken, und auch über die Angst mit der Du vielleicht „schwanger“ gehst. Bei den meisten Frauen – bei denen ich nach gefragt habe – geht es um Bindungsangst, Verlustangst oder aber auch Versagensangst. Auf jeden Fall hat es sehr oft mit Angst zu tun. Ist es aber die Angst vor der Situation selbst, oder aber die Selbsterkenntnis, dass man seine eigene Wunsch Vorstellung überdenken muss.

Schöner als die Wirklichkeit

Ich habe, seit ich P. kenne,  fast täglich des gleichen Traum. Er dauert immer nur Sekunden, aber er kann in den meisten Lebenssituationen sehr schön und beruhigend sein. Es kann Sicherheit vermitteln, aber auch gleichzeitig einem vor Augen führen was man vermisst. P. sitzt auf einer Bank, ich habe den Kopf  in seinem Schoß gelegt  und er streichelt mir die Haare. Das war es. Nichts spektakuläres, nichts was einem vom Hocker wirft, aber für mich immer wunderschön. Allerdings nur wenn die alltäglichen Umstände auch passen. Sonst ist es ein Erwachen mit dem Gefühl „Ein schöner Traum, aber eben nur ein Traum“.

Filme sind Träume

Filme die wir uns immer wieder ansehen, weil sie uns einfach ein gutes Gefühl vermitteln, dass sind auch Träume. Träume die auf Zelluloid (gibt es das noch, oder ist jetzt alles schon digital?) fest gehalten sind. Ich sah mir mit meiner Freundin letzte Woche den zweiten Teil von Shades of Grey an, weil sie ihn noch nicht kannte, und ich mich ehrlich gesagt auch nicht mehr daran erinnern konnte. Bei einigen Szenen seufzten wir beide gleichzeitig, oder nickten wissend. Diese Filme spiegeln das wieder, was wir gerne selber hören, oder wieder mal fühlen möchten. Es zeigt uns selbst was uns fehlt, und auch was wir begehren, es aber nicht in Worte ausdrücken können. Shades of Grey ist jetzt aber nicht der einzige Film der mir dazu einfällt. Der klassische Weihnachtsfilm „Tatsächlich Liebe“ ist auch ein „Wunsch und Traum Film“.

Es kann auch böse sein

Träume können, und sind auch oft, mehr als böse und unangenehm. Diese Art von Träumen, wo wir schweiß gebadet aufwachen. Träume die wir hoffen dass sie niemals Realität werden. Ja – es sind NUR Träume, aber sie zeigen uns auch vor was wir uns fürchten und Angst haben. Vor dem verlassen werden, vor der Zukunft, der Exfrau des Partners, oder aber auch eben „nicht genug“ zu sein. Das soll jetzt keine Psychoanalyse werden, aber ich muss zugeben, dass meine Libido bei einer Anhäufung solcher schlechter Träume darunter leidet. Meine Lust auf Sex sinkt rapide, und ich fühle mich allgemein nicht wohl in meiner Haut. Nichts gefällt mir an mir selber, und ich habe an allen etwas auszusetzen. Das was wir nachts in unseren Kopf irgendwie verarbeiten, macht uns entweder glücklich, oder traurig, oder aber auch wir haben Angst davor.

Der heiße Sex im Kopf

Das Bizarre an der Situation ist , dass wir im realen Leben überhaupt keine Lust auf Sex haben, aber kaum machen wir die Augen zu, haben wir den „Ritt unseres Lebens“. Nichts ist unmöglich, wir können uns ausleben, und wenn dann noch der Mann deines Lebens mit Dir im Traum den heißen Sex lebt, den es im realen Leben vielleicht mal alle 3-4 Monate gibt, dann ist es ein Traum aus dem man nicht mehr erwachen will. Die Wunschvorstellung nimmt so viel Platz ein, dass wir es uns in der Nacht „zusammen spinnen“ (das Aufwachen ist in so einem Fall nicht gerade der Knaller). Da kann es schon mal passieren, dass man feucht zwischen den Beinen ist, weil der Traum so real war, dass unsere Hormone mit einem durchgehen.

Alles Illusion?

Sind die Dinge die wir träumen alles nur Illusion, oder steckt auch in jeden Traum auch ein kleiner Funke Wahrheit? Die Tatsachen vor denen wir im Alltag die Augen verschließen, gegen die wir uns wehren, die wir nicht  wahr haben wollen. Diese Dinge gegen die man sich auflehnt, und mit Trotz und Kampfansage reagiert (Bsp: “ Wer braucht schon Sex, wird eh nur überbewertet“ – ja sicher 😉 ). Jeder von uns hat Wünsche, Bedürfnisse, und auch Sehnsüchte die danach gieren befriedigt zu werden. Wenn wir von etwas träumen, dass wir selber schon so lange begehren, dann sollten wir auch ehrlich sein zu uns selber, und selber etwas dafür tun, dass die Träume nicht nur Schäume sind.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Zeit für Sex?

Irgendwann platzte ihr der Kragen, und gleichzeitig auch in das Büro ihres Göttergatten. Sie schlug verbal ziemlich auf den Tisch, und je mehr sie sich die aufgestaute Wut der letzten Monate von der Seele redete, desto schärfer……

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

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Mein Terminplaner

Wir leben in einer wahnsinnig hektischen Zeit. Wir haben eigentlich nie Zeit für irgendwas. Aber wir packen trotzdem alles mögliche in einen einzigen Tag. Wir haben alle Handys, Laptops und (so wie ich noch ganz altmodisch) einen Timer, der dicker und fetter ist als ein Lexikon. Ohne diesen bin ich völlig hilflos – er ist mein zweites Gehirn. Er ist vollgestopft mit Post It’s und anderen Aufklebern. Samstags mach ich mir immer meine Planung für die kommende Woche. Wenn ich dann damit fertig bin, dann denke ich jede Woche das Gleiche – ok? Wo presse ich noch den Brunch mit der Freundin rein? Wo bleibt Zeit für P. und mich? Und wo bitte schön erhole ich mich mal einen Tag lang OHNE Termine und Verpflichtungen (egal ob geschäftlich oder privat).

Die Zeit, die wir alle so großzügig verplanen ist sehr knapp, und für Sex bleibt nur begrenzt bis gar keine „freie Stunde“. Alleine schon die Definition lässt mir die Gänsehaut aufsteigen. „Freie Stunde“ – bitte – Wirklich jetzt? Für die schönste Sache der Welt planen wir nichts an zeitlichen Ressourcen ein? Ist das dann nicht der Grund dafür warum so viele Beziehungen, Partnerschaften und Ehen in ihrer wunderschönen Planung untergehen, und sich verlieren? Ich merke es bei P. und mir genauso. Sein Termine, meine Dienste, und dann der Blog, der natürlich auch sehr viel Pflege und Liebe benötigt. Bis wir mal ein Zeitfenster für uns finden vergehen oft Wochen. Mich deprimiert das sehr. Kann ich es ändern?

Ja, natürlich. Ich bin aber oft so fest gefahren in meinen Gewohnheiten, dass ich mir keine Zeit für die Zeit zu Zweit nehme. Das soll sich jetzt ändern, und ich habe auch schon damit angefangen. Ich nehme ab 20 Uhr keine Anrufe mehr entgegen, die ich nicht möchte. Ich beantworte keine Mails mehr nach 18 Uhr,  die können warten. Ich nehme mir die Zeit am Abend wenn ich alleine bin, und P. bei sich schläft, für meinen Blog, und er für seine Dinge die er gerne tut. Wir streiten selten, aber wenn, dann geht es immer um das Gleiche. WIR HABEN KEINE ZEIT FÜREINANDER! Ein Quickie kann ja hin und wieder ganz nett sein, aber als Dauerlösung ist das sicher gar nichts (und schon gar nicht, wenn dann einer von uns auf die Uhr dabei schaut 😦 ). Das ist ungefähr so geil wie lange Angora Unterhosen.

Wie ändert man so eine Situation? Ich kenne ein Pärchen, die haben das für sich auf eine ganz eigene Art gelöst. Die sind beide sehr eingespannt beruflich. Er ist Anwalt, sie Betriebsanalyistin. Beide mit einem Terminkalender so dick wie ein Telefonbuch (kennen das noch alle unserer Leser(innen) 🙂 ). Irgendwann mal erzählte sie mir, dass – wenn überhaupt – Sex nur alle zwei bis drei Monate ein Thema war, und sie an sich selbst schon einen hohen Grad an „sozialer Unverträglichkeit“ bemerkte. Sie motzte herum, und zwar an allen. Irgendwann platzte ihr der Kragen, und gleichzeitig auch in das Büro ihres Göttergatten. Sie schlug verbal ziemlich auf den Tisch, und je mehr sie sich die aufgestaute Wut der letzten Monate von der Seele redete, desto schärfer wurde ihr Mann. So scharf, dass er (wie im Film) den Schreibtisch abräumte, und sie hart auf dem Tisch vögelte.

Ab dem Zeitpunkt planten sie jede Woche einen Tag ein, der nur ihnen gehörte. Egal ob Wellness, oder einfach im Bett bleiben. Egal – Hauptsache sich Zeit füreinander nehmen. Da wurde auch nicht von seiner oder ihrer Arbeit gesprochen, da wurden keine Telefonate entgegengenommen, oder Mails beantwortet. Sie redeten miteinander, sie nahmen sich gegenseitig wahr, entdeckten sich neu aber doch vertraut. Wie machen wir Menschen es wenn wir einen neuen Mann/Frau kennen lernen? Es rückt alles andere in den Hintergrund. Nichts ist so wichtig für uns – in der Phase des Verliebtseins – als das was der andere denkt, fühlt, will oder sich wünscht. Wir bringen unser Gegenüber in den Fokus unseres ganzen Interesses. Wir nehmen uns die Zeit einfach.

Irgendwann (von Experten wird immer von einen Zeitrahmen von ca. 6 -12 Monate gesprochen) normalisiert sich dieser Zustand wieder, und die alltäglichen Dingen gewinnen wieder mehr und mehr an Bedeutung. Die Zeit für den Anderen wird weniger und weniger, weil wir der festen Überzeugung sind, dass wir eh schon SO VIEL vom anderen wissen. Das ist der Punkt wo ich persönlich aufschreie – NEIN. Wir glauben nur sehr viel vom anderen zu kennen und zu wissen, aber wir vergessen dabei, dass auch bei unseren Liebsten sich die Bedürfnisse und Wünsche verändern können. Die Wertigkeiten sich vielleicht verschieben. Das was „er“ vielleicht beim ersten Sex mit Dir toll fand, heute nicht mehr das ist, was im Vordergrund steht, sondern eventuell der Wunsch mit Dir etwas neues im Bett zu entdecken.

Auch wenn wir uns da immer wieder wiederholen – reden miteinander ist hier die Einzige Lösung. Zeit füreinander nehmen, auch fragen ob der Sex noch immer geil und aufregend ist, oder ob der Wunsch nach etwas anderem oder neuen da ist. Probiert Euch aus, entdeckt Euch neu – egal wie! Wann habt ihr das Letzte mal einen ganzen Tag im Bett verbracht (von der letzten Magen Darm Grippe mal abgesehen)? Hast Du schon mal überlegt was DU vielleicht anders haben möchtest? Was ist für dich im Laufe zur Zeit zur Routine geworden, und Du tust es nur mehr aus lieber Gewohnheit? Aber bei der Ganzen Sache ist eines wichtig – ZEIT!

Zeit die man sich nehmen muss, wenn man einander wichtig ist. Du beherrscht heute mit allen Hilfsmittel (Handy, Laptop…) die Zeit? Nein,- die Zeit beherrscht dich – NOCH! Wir sind sicher, dass Du genauso wie wir dahinter kommen, dass die Zeit füreinander die Wichtigste ist.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.