Vintage Porno?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir haben ja schon einmal einen Beitrag über Pornos gebracht, und die Frage aufgeworfen, ob sie denn nur eine Wixvorlage sind. Das Thema Porno ist aber damit noch nicht abgeschlossen, denn jetzt interessiert uns, was unterschiedet den Porno von heute den Porno von damals? Wir meinen mit „Damals“ nicht die kleinen schwarz Weiß Bildchen die man sich vor 90 Jahren heimlich unter dem Tisch in irgendeiner Spelunke zugesteckt hat. So weit in der Zeit wollen wir dann doch nicht zurück gehen, aber es stellt sich doch die Frage, was war an Pornos oder extremen Erotik Filmen in den 70er, 80er Jahren so anders als an den Filmen von heute.

Zuerst einmal musste man vor zwanzig Jahren noch in eine gute alte Videothek gehen um sich einen „Schmuddelfilm“ auszuleihen. Diese waren hinter einem Vorhang versteckt, wo darüber ein vergilbtes Schild hing mit dem Hinweis „Eintritt erst ab 18 Jahren“.

Eintritt ab 18
Bildquelle

Es gab einem das Gefühl des „Verruchten“ oder „Verbotenen“. Dann stand man vor einer Reihe von Filmen, wo es auch schon  Filme mit einschlägigen sexuellen Vorlieben gab. Egal ob BDSM, Natursekt, Kaviar, oder aber auch die Pornofilme mit historischen Hintergrund wie „Katherina die Große“. Die Cover der Videos waren oft schon mehr als abgegriffen, und man hatte oft das Bedürfnis sich Handschuhe anzuziehen, wenn man eine Hülle in die Hand nahm.

Die Damen auf den Coverbildern waren noch nicht rasiert, die Brüste waren alle echt, und retuschiert wurde nur selten , was einem die Möglichkeit gab über etliche Hautunreinheiten im Intimbereich zu stolpern die man sich gerne erspart hätte. Wenn man sich dieses befremdliche Erlebnis ersparen wollte, konnte man noch auf die guten alten Pornokinos ausweichen, die heute (zumindest in Wien) fast ausgestorben sind. Das älteste und beliebteste Kino war das RONDELL Kino im 1. Wiener Gemeindebezirk. Es war seit 1955 nicht nur das einzige Raucher Kino sondern in Zeiten der sexuellen Freiheit in den 60er und 70er Jahren auch das 1. Sexkino in Wien. Nachdem es 1991 völlig abgebrannt ist, ist dort heute ein Jazzclub zu finden. Ich habe mit einer Dame jenseits der 65 Jahre gesprochen, die mir erzählte, dass ein Besuch im Rondell immer etwas besonders war, denn dort sah man noch Pornos in hoher Qualität, und man durfte rauchen. 😉  Aber was sind Pornos in „hoher Qualität“? Kommt es dabei auf Dialoge an, auf die Handlung, oder aber auch die Popularität eines Filmes.

Emmanuelle pose sylvia-kristel
Bildquelle Emmanuelle

Es war uns eine Freude im Pornokino Fundus zu stöbern, und der Klassiker mit allen oben genannten Kriterien war sicher EMMANUELLE. Es gab zwischen 1974 und 1993 sieben Emmanuelle Filme, fünf davon mit der Hauptdarstellerin der ersten Stunde Silvia Kristel. Der erste Film dieser Serie (1974) lockte fast 3 Millionen Menschen in die Kinos (Also ist es doch kein Mythos dass Menschen wegen eines Pornos in Kinos gingen). Wir haben sich den ersten Teil angesehen, und ich muss sagen der Film hat alles was man sich erwartet. Er hat Handlung, er hat eine Menge Erotik, es gibt harten und soften Sex (auch im Flugzeug – jetzt blicke ich endlich durch von wo die Frage immer kommt ob ich denn schon im Flugzeug auf der Toilette Sex hatte),  unschuldigen Sex, Lesben Sex, Polyamory, und es gibt den Wandel der Hauptakteurin von der leicht naiven hingehend zur selbstbewussten Frau. Der ganze Film lässt nichts an Wünschen offen und strotzt dabei voller Ästhetik. Bitte jetzt nicht falsch verstehen – P. und ich sehen uns auch gerne harte „Rein/Raus“ Filme an, aber Erotik in so einem Format das hat schon Klasse.

Die GEschichte der O
Bildquelle Geschichte der O.

Fast zeitgleich (1975) kam ebenfalls ein „Porno“ in die Kinos der für die damalige Zeit ein Raunen in der Gesellschaft verursachte. Der Regisseur Just Jaeckin (ebenfalls der Regisseur von Emmanuelle) drehte nach der Roman Vorlage die GESCHICHTE DER O. Dieser Film ist ein echter Klassiker und für Freunde oder Interessierte von BDSM ein absolutes must have. Die Geschichte der O. galt als Liebesfilm über die freiwillige Unterwerfung einer jungen Frau. Es gab einige Szenen im Film – obwohl ich bekennender Freund von BDSM bin – da zuckte ich sogar zusammen, aber nicht weil mich die Szene nicht erregte, sondern weil mir die Hiebe auf den Arsch mit der Gerte doch heftig vorkamen. In dem Film handelt es sich um die Modefotografin O. die sich freiwillig in einem Schloss in Roissy zu einer perfekten Sub ausbilden lassen will, sich aber trotz allem ihrer Macht über Männer bewusst ist und bleibt. Sie lässt sich sogar am Ende des Films als Liebesbeweis zur Sir Stephan brandmarken. Der Film war – obwohl auf der Romanvorlage von Domenique Aury – einerseits ein Erfolg, andererseits auch als perverses, frauenfeindliches, und auf Hochglanz getrimmtes Machwerk abgetan. Es gab etliche Kontroversen zu diesen Film, und in einigen Ländern ist er nach wie vor verboten auszustrahlen, oder in einem anderem Format zu vertreiben.

Wir finden beide Filme als echte PORNOS, denn Porno kommt aus dem altgriechischen und bedeutet Darstellung nicht züchtiger Handlungen, und das findet man bei beiden Filmen. Man kann sich jetzt darüber streiten ob die Pornofilme aus den 70igern oder die aus dem Jahr 2017 besser sind, wir sind der Meinung, dass die Porno Industrie das tut und produziert was verlangt wird – schnelles Vergnügen mit Befriedigung – also wie der Coffee to go. Schnell – Heiß – befriedigend. Gibt es auch bei Pornos das Wort Entschleunigung? Das ist eine Frage die nur jeder für sich beantworten kann, aber egal ob man sich jetzt einen Porno im Netz rein zieht, oder aber einen Pornofilm auf DVD (egal aus welchen Jahr), Hauptsache ist es doch, dass man ihn geniest – vorzugsweise gemeinsam.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Pornos!-Nur Wixvorlage?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Unlängst hatte ich eine kurze Unterhaltung mit einer Freundin, die mir sagte, dass sie unsere Beiträge immer extra auf ihren Handy speichert, (was uns natürlich mega freut 🙂 ) Ich fragte sie,  ob sie die Beiträge nicht gemeinsam mit ihrem Mann liest? Da gab sie mir die Antwort, dass sich ihr Mann nicht dafür interessierte, und Pornos auch nicht mit ihr gemeinsam ansieht, mit dem Argument, diese verwendet er nur als Wixvorlage. Diese Aussage sorgte bei uns dafür darüber nach zu denken. Wir haben die Angewohnheit Pornos gemeinsam aber auch getrennt voneinander zu sehen. Bei vielen Paaren ist es aber anders, und uns interessiert WARUM?

Eines müssen wir mal vorweg schicken. Viele Frauen wollen sich mit ihrem Partner keinen Porno ansehen, weil sie der Meinung sind, dass sie es als unerotisch finden, wenn er noch zusätzliche Stimulation braucht, und Sie als solche nicht ausreicht. Einige Männer die wir gefragt haben, ob sie sich gerne mit ihren Frauen Pornos ansehen würden, sagten uns, dass sie sehr froh darüber wären, denn dann würde vielleicht der 08/15 Sex endlich ein Ende haben. Liebe Männer  – das ist nicht das Schulfernsehen. Die Partnerin wortlos an den Fernseher zu setzen, den Porno einzuwerfen, und dann darauf zu warten, dass sich das Sexleben von jetzt auf gleich ändert, oder die Frau auf einmal Interesse z.Bsp. an Analverkehr entwickelt, nur weil sie es jetzt in einem Porno gesehen hat, also das könnt ihr vergessen. Das wird unter Garantie nicht funktionieren.

Frauen wieder würden sich manchmal gerne Pornos mit ihrem Partner gemeinsam ansehen, als Stimulation, oder aber auch zu ergründen was Ihn besonders reizt, aber noch nie gesagt hat. Vielleicht um das Sexleben etwas aufzupeppen, oder aber auch die versteckten Wünsche des Liebsten zu erfahren, weil er nicht gerne darüber redet (so wie die meisten Männer). Da sind es oft die Männer, die das nicht so toll finden, und da waren wir dann schon leicht erstaunt (Wenn man uns kennt, weiß man, dass wir keine Ruhe gaben bis wir einige Antworten hatten, und einige Männer zu diesem „Phänomen“ befragt haben). Die häufigste Antwort war, dass die Pornos für die Männer etwas war und ist, dass sie alleine genießen können, und sich für ihr untreues Kopfkino nicht „schämen“ mussten. Ein Mann sagte uns, dass seine Frau sofort bemerken würde, dass er beim Sex nicht an sie denkt, sondern irgendeine schmutzige Phantasie aus dem laufenden Porno im Kopfkino ablaufen lässt.

Wir sind (und auch das kennst Du sicher auch schon von uns 😉 ) mal wieder diejenigen die sagen, – kann man das Eine nicht mit den anderen verbinden? Schmutziges Kopfkino und Partnerin? Mann und Porno, und trotzdem das Gefühl haben „ICH“ bin diejenige die ihn scharf macht? Das geht, und wir haben uns da etwas einfallen lassen, die Frau wie Mann befriedigt (na, nicht so wie Du jetzt schon wieder denkst – das müsst ihr schon alleine machen). Redet doch einfach mal über das Thema Porno im allgemeinen. Was hält der andere von Pornos, welche mag er besonders, und auch warum? Fragt nach welche Art von Pornos sich der andere gerne ansieht, und liebe Frauen – sagt mal euren Liebsten dass ihr euch auch Pornos anseht  (da kommt bei einigen Männern sicher ein AHA?- Effekt). 

Oft genügt schon ein Gespräch darüber, dass man die Neugierde am anderen entdeckt, oder wieder entdeckt. Es ist sicher auch für den anderen nett und auch überraschend, wenn man mal vorsichtig nachfragt „Sag mal, darf ich mal mit dir gemeinsam schauen, oder willst du das lieber alleine für dich tun?“  Diese Frage alleine kann schon bewirken, dass der Partner begeistert ist, oder aber auch die Möglichkeit hat (ohne sich vor dem Schmollen des Partners fürchten zu müssen) „nein“ zu sagen. Wenn allerdings doch das Interesse da ist, dass man dieses Vergnügen mal gemeinsam erlebt, dann ist die Auswahl des Pornos schon wie ein kleines Vorspiel. Stöbert gemeinsam im Internet nach passenden Seiten, und sucht vielleicht mal für den Anfang nur einen kurzen Clip aus. Der verpflichtet nicht dazu vielleicht 90 Minuten „durchzuhalten“, obwohl er nicht den gewünschten Effekt bei einem selbst auslöst, den man sich erwartet hat.

Wir klicken uns immer durch mehrere Clips, bis wir den passenden finden der uns beiden gefällt und uns auch gemeinsam geil macht. Wir lassen uns dann beide in den Porno reinkippen, spielen manchmal an uns selbst, und dann auch am anderen (wenn er das mag). Wir genießen oft gemeinsam nebeneinander und doch jeder für sich. 😉 Beobachtet auch (verstohlen aus dem Augenwinkel) was ihn besonders anmacht in dem Clip. Auf gar keinen Fall sollte man den Fehler machen, einen Porno nach zu machen. Man wirkt verstellt wie eine Schauspielerin, und nichts anderes sind Pornosternchen – Schauspieler. Man kann sich Anregungen holen, oder mal auch etwas gemeinsam ausprobieren, wenn es beiden gefällt und reizt es zu erleben, aber ich habe es immer vermieden (auch wenn ich weiß, das es P. besonders scharf macht) etwas zu tun, nur um ihn zu gefallen. Er würde das sofort bemerken, und dann wäre es nicht mehr geil, sondern nur mehr peinlich.

Auch wenn Du jetzt den Kopf schüttelst, und sagst „Hat alles keinen Sinn, Meiner mag das nicht.“ – probiert es trotzdem. Männer rechnen mit vielen Dingen, aber nie mit dem Unerwarteten. Alleine schon das, bewirkt manchmal Wunder!!! 🙂

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.