Sub(optimal)

„Frei sein, heisst wählen zu können, wessen Sklave man sein will.“

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Mein letzter Beitrag „Rien na va plus“ ist erst der Anfang gewesen meiner persönlichen Dramatik die sich gerade in meinen Leben abspielt. Ich wusste, dass dies noch nicht das Ende war, aber ich glaubte daran das WIR das wieder hin bekommen. Es wird vielleicht dauern, es wird uns einiges abverlangen, aber ich glaubte an UNS, – an unser gemeinsames Wollen dass wir auch Krisen überstehen können. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass dieser Mann bei seiner Entscheidung bleibt. Ich dachte, dass er es so wie ich empfindet,- dass die vielen schönen, positiven und auch erregenden Momente überwiegen.

Ich habe mich gründlich geirrt. Wir hatten gestern Abend das erste Telefonat seit ich aus dem Auto am Donnerstag ausgestiegen bin. Das Gespräch war gut, es dauerte fast zwei Stunden, und ich fühlte mich wohl dabei seine Stimme zu hören. Ich versuchte ihm meinen Standpunkt zu erklären, er sagte dass er sich „bestraft“ fühlte durch mein eisernes Schweigen, und dass dies in ihm sehr unangenehme Erinnerungen aus seiner Vergangenheit hoch brachten. Ich hatte das nicht bedacht. Ich entschuldigte mich – nicht nur einmal, versicherte ihm, dass ich niemals so „grausam“ wäre, bewusst und gezielt etwas zu tun ,nur um ihm weh zu tun, sondern dass ich es aufgrund meiner Selbsteinschätzung für besser hielt zu schweigen,- eben weil ich sonst vielleicht in der angespannten Situation was gesagt hätte was mir leid tat.

Wir verblieben neutral, und ich schöpfte ehrliche Hoffnung, dass wir es hinbekommen. Das zu schaffen was wir uns immer versprochen haben – das wir daran denken, dass wir uns lieben. Gott habe ich mich geirrt!!! Heute gab es einen regen Whats App Verkehr, und es kristallisierte sich heraus, dass er nicht mal andenkt seinen „Entschluss“ zu überdenken. Es kamen Sätze wie “ es war eine gute Zeit für mich“, „ich will mal das du akzeptierst was passiert ist“, oder „aus dir sprechen verletzte Gefühle“. Ja ich bin verletzt,- genau so wie er. Egal was ich entgegnete oder versuchte richtig zu stellen, es kam immer auf das Gleiche raus, – ICH habe ihn verletzt,- Punkt. Was ist mit mir? Habe ich es mir selber zuzuschreiben – Pech gehabt? Oder wie jetzt?

Ich hatte das Gefühl, dass mir jemand endgültig den Boden der Sicherheit unter den Füßen weggezogen hat. Er „Will aber das es mir gut geht“. Wie soll das gehen? Wie soll es mir gut gehen, wenn ich wie ein Patient auf dem Op Tisch mit offenen Bauraum liege und jemand Salzsäure immer wieder reinkippt?? Da schlimmste für mich ist, dass er den Eindruck vermittelt, dass ihm das alles völlig egal ist. Hauptsache – er ist geschützt vor eventuellen neuerlichen Verletzungen. Würde man das glauben von einem Mann – einem DOM, dem man sich völlig ausgeliefert hat, der dieses Vertrauen das man ihm entgegen gebracht hat niemals missbraucht hat? Ich hätte es nicht geglaubt, denn nach diesem schriftlichen „Gespräch“ erschien mir eine Strombehandlung auf der höchsten Stufe in meinen Anus als äußerst angenehm.

Ich war soweit, dass ich bereit war mich von einer Decke hängen zu lassen, und er mich mit dem Paddel züchtigt, nur um mich zu bestrafen. Diese Art von Bestrafung allerdings geht über alles hinaus, was ich mir nicht mal in meinen irrsten Alpträumen ausmalen hätte können. Wo habe ich versagt? -Als Frau, als Mensch, als Sub? Wo lag mein Fehler? – Das ich überhaupt einen gemacht habe? – Ja das denke ich. Die Bestrafung allerdings endet nicht- wie in einer Session – in einem fest halten, auffangen, Wärme und Zärtlichkeit. Sie endet in einem nicht enden wollenden Schmerz, in Kälte, Härte, Unerbittlichkeit und vor allem in Leere und Unsicherheit.

Unsicherheit die sich nicht so schnell reparieren lässt, die nicht einfach verschwindet. Unsicherheit die sich wie ein zu schwerer Mantel anfühlt, und den man nicht einfach ablegen kann. Er wollte immer das ich mich sicher und geborgen fühle, dass es mir gut geht,- das er mich glücklich macht. Das tat er auch, aber so wie ich das sehe jetzt in diesem Moment- ich konnte ihm dieses Gefühl nie vermitteln, denn wenn es so wäre, dann würde er den Wunsch genauso wie ich haben, unsere Probleme in den Griff zu bekommen.

Spannend fand ich nur, dass mir beim durch scrollen durch unseren What App Verlauf mir ein Satz von IHM in die Hände gefallen ist, dem ich ihn dann noch geschickt habe:

“ Ich bin auch nicht immer einfach..aber es liegt an UNS das zu meistern…Und eines ist klar wir sind starke Charaktere…aber eigentlich müssen wir uns in kritischen Situation nur bewusst werden wie sehr wir uns lieben.“

Die kritische Situation wäre dann da. JA ich habe das nicht vergessen, er – denke ich – schon, denn auf diese Nachricht die ich ihm zu Erinnerung geschickt habe, kam nichts mehr. Also im Augenblick läuft es eher Sub(optimal) bei mir. Ich werde damit beschäftigt sein, meinen Trümmerhaufen irgendwie wieder auf die Reihe zu bekommen, aber das wird dauern, und nicht ohne Narben die erheblich sind (und ich denke er unterschätzt das sehr) für mich ablaufen. Zur Zeit vermittelt er eigentlich nur den Eindruck, dass ihm das alles ziemlich egal ist. Wo ist nur ein Paddel oder ein Stromstab wenn man ihn braucht?

Bis dahin alles Liebe

Eure C.

Liebesbrief an 2017

Da heute Dein letzter Tag ist, ist es an der Zeit Dir einige Dinge – die ich verabsäumt habe Dir im Laufe Deiner Tage (aus was für Gründen auch immer) zu sagen. Es ist wichtig für mich, diese Dinge mal auszusprechen, denn ich möchte das neue Jahr 2018 unbelastet …..

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Bildquelle

 

Musikuntermalung zum Abschied 2017 

https://extremunlimited.files.wordpress.com/2017/12/sc3b6hne-mannheims-das-hat-die-welt-noch-nicht-gesehen-official-video.wav  

(sollte man sich dazu anhören!)

Liebes Jahr 2017!

Da heute Dein letzter Tag ist, ist es an der Zeit Dir einige Dinge – die ich verabsäumt habe Dir im Laufe Deiner Tage (aus was für Gründen auch immer) zu sagen. Es ist wichtig für mich, diese Dinge mal auszusprechen, denn ich möchte das neue Jahr 2018 unbelastet und frei von negativen angehen.

Ich danke Dir für 365 Tage die ausgefüllt waren. Ausgefüllt mit Lachen, Liebe und auch Gemeinsamkeiten. Deine Tage im neuen Jahr begannen mit neuen Ideen und Projekten, die wir beide voller Tatendrang umsetzten. Wir sprühten beide über voller Energie und Enthusiasmus. Wir beide konnten die Welt erobern,wenn wir wollten, davon waren wir überzeugt – und wir taten es auch. Wir gingen die Dinge immer in Absprache an, und kein Gedanke blieb unausgesprochen. Je mehr wir unsere Gedanken miteinander teilten, desto enger wuchsen wir zusammen. Unsere Tage waren auch stressig und hektisch, aber Du hast mich mit deinen Tagen auch über diese Zeiten getragen.

Deine Tage im Februar allerdings – das muss ich dir sagen – haben mich geschwächt und verletzt. Du warst fordernd und auslaugend, und ich musste flüchten vor Dir, aber wie es halt so ist für ein Jahr das noch so jung war, hast Du mich eingeholt und auch zurückgeholt. Du hast mir in stillen Stunden  -wenn wir beide für uns waren – wieder die Zuversicht gegeben, die ich so dringend gebraucht habe. Du hast nicht gelogen, Du hast dich an alle Versprechen gehalten. Wir lernten uns fast neu kennen, und wir waren enger miteinander verwoben als vorher.

Du hast mich mit deinen Tagen, deinen Sonnenschein, und deiner warmer Luft des Frühlings eingehüllt in einen Mantel der Sicherheit. Den Sommer den Du mir geschenkt hast war der Schönste Sommer meines Lebens. Wir entdeckten sogar ein gemeinsames Lied, dass wir bis zum heutigen letzten tag deines Daseins immer wieder spielten. Du bist mit mir durch Gegenden gefahren, wo kein Mensch wohnt, und das wir als „unseren“ Ort bezeichneten. Du konntest Ausfahrten so gestalten als wären wir auf Urlaub, und für uns sollte dieser Urlaub auch nicht enden. Wir hatten Zeit noch mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken, als wir ohne hin schon hatten.

Der Herbst kam immer näher, und Du hast mir gezeigt dass die Bäume nicht ewig im saftigen Grün stehen. Du wurdest kühler, und die leichte Brise der Kühle wurde zur Kälte. Je wärmer ich mich einpackte, desto kälter wurdest du. Selbst wenn du die Sonne hast scheinen lassen, und die Farben des Herbstes sich darin gespiegelt haben, war es kalt. Es gab keine Ausfahrten mehr, keine Träume und keine Gemeinsamkeiten. Ich bat und bettelte um ein wenig Wärme die auf mich abstrahlt, aber alle meine Bitten wurden ignoriert. Ich wehrte mich gegen dich und deine Jahreszeitenstimmung, ich lehnte mich auf gegen den eisigen Wind den du mir immer wieder ins Gesicht gepeitscht hast. Dann kam das was kommen musste.

Ich wurde müde, und immer müder. Vielleicht so wie Du auch im Winter. Müde vom Jahr. Erschöpft vom tun und machen. Du hattest deine Aufgaben, und ich ebenso. Du und ich – wir haben uns verloren in deinen Tagen. Es gab keine Pläne und Projekte und Träume mehr miteinander. Wir redeten nicht mehr miteinander. Du hast deine gezählten Tage versucht irgendwie über die „Bühne zu bringen“. Ich war nur mehr Statist in deinen letzten Tagen und Stunden. Und dann – irgendwie hast du mich doch noch in eine warme Decke gewickelt mich umschlungen, und mir gezeigt, dass die vergangenen 365 Tage mit Dir als Jahr 2017 wundervoll waren. Ich danke Dir, aber jetzt heißt es Abschied nehmen. So schwer es mir auch fällt, so weh es mir auch tut, aber eines kannst Du Dir sicher sein- ich werde Dich NIEMALS vergessen.

Prosit Neujahr 2018