Abstinenz macht geil

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Abstinenz macht geil – klingt jetzt mal wieder seltsam. Der Titel dieses Beitrages kommt mal wieder von P. Warum? Weil er es mal wieder vom Stapel gelassen hat. Natürlich wie immer in der unpassendsten Situation. Nämlich dann wenn ich mal wieder scharf wie eine Rasierklinge bin, und er den Eindruck erweckt, dass er es eben nicht ist. Aber die Aussage regt auch zum nachdenken an. Macht Abstinenz wirklich geil? Ist die Enthaltsamkeit förderlich für die Lust, oder macht sie ab einem gewissen Zeitpunkt frustig?

Abstinenz macht geil? Einmal so und einmal so

Es ist mal so und mal so bei mir. Ich kann nur die Meinungen wieder geben die mir zugetragen wird, bzw die ich selber empfinde. Abstinenz macht mich nur bis zu einer gewissen Grenze geil und scharf. Wenn man in dieser Zeit mit Worten, Phantasien und Neckereien miteinander spielt, dann ist die Abstinenz von schwitzenden geilen Körpern kein Problem. Allerdings wenn dieses Spielereien ausbleiben, dann fängt es an zuerst nur unangenehm zu werden, dann steigert sich das ganze schon in sozialer Unverträglichkeit gegenüber der Umwelt (was wir demnächst noch in einem Beitrag genauer erklären werden), und der Höhepunkt wird dann erreicht, wenn – wie in meinem Fall – P. mal wieder keinen Mucks bezüglich Sex äußert, und mir die Geilheit schon aus jeder Pore dringt. Wenn das Ganze dann noch von einem blöden Spruch von ihm garniert wird wie „Mach dich rar, dann wirst Du interessant“ würde ich am liebsten aus der Haut fahren.

Geil und zickig

Ich bin in solchen Phasen geil und zickig. Da ich aber dazu neige meine Zickigkeit nicht mit schreien oder streiten auszuleben, sondern eher mit spitzen und scharfen Bemerkungen wie zum Beispiel : “ Naja, der Wunsch mit mir zu ficken ist offensichtlich gerade nicht so hoch im Kurs.“ Worauf ein gegrunztes „Mmmmm“ kommt. Jede aufmerksame Leserin wird vielleicht selber jetzt ein leicht kochendes Gefühl in der Brust spüren, und sich denken „Poah, ich würde explodieren.“ Ja, meine Lieben – BIN ICH AUCH! Mein Bedürfnis in solchen Situationen mit P. überhaupt zu sprechen hält sich dermaßen in Grenzen, da ist ein Kanaldeckel eine Quasselstrippe gegen mich.

Männer, Sex und darüber reden

Drei Dinge die mir persönlich noch nie untergekommen sind: Männer, Sex und darüber reden. Männer können länger abstinent beim Sex bleiben als wir Frauen (traurig aber wahr), sie treten es nicht breit. Wie es ist, so ist es eben. Die Frage die sich mir dann immer aufdrängt : WARUM, können sie mal nicht auch jammern? Weil es schlicht und einfach „unmännlich“ sich zu beklagen. Punkt. Schlicht und einfach. Das ist natürlich nur meine Theorie. Ich habe das daran bemerkt, je mehr ich mich beklage über mangelnden Sex, desto einsilbiger wird P. Geredet wird erst dann darüber wenn wir wieder mal vögeln das die Schwarte kracht. ERST DANN kommen Sätze wie „Das war jetzt aber mal schon längst überfällig, und so lange warten WIR (man beachte die Wortwahl „wir“) nicht mehr.

Kopf voll, Penis nicht vorhanden

Männer sind Denker, vor allem wenn es um das Berufliche oder Existentielle geht. Läuft es im Job unrund, oder gibt es andere Probleme zu bewältigen die die Existenz sichern, dann ist der Penis für den Mann quasi gar nicht vorhanden. Sprechen wir Frauen dann über Sex, oder noch schlimmer über das Dringende Bedürfnis mal wieder Sex haben zu wollen (oder müssen), dann  ist es ungefähr so wie wenn man nach einem Urlaub verlangt,  obwohl kein Geld am Konto ist. Für den Mann (zumindest für P.) ist in solchen Augenblicken Sex so ziemlich das Unwichtigste , was man (oder Frau) sich nur vorstellen kann.

Wie damit umgehen?

Wie soll man mit so einer Situation umgehen als Frau? Ich kann jetzt nur aus meinen Erfahrungen sprechen. Auf gar keinen Fall sollte man von vorne herein annehmen, dass man für den Liebsten sexuell völlig uninteressant  geworden ist (in den meisten Fällen ist es nämlich gar nicht so). Ich habe am Anfang den Fehler begangen, Druck zu machen. Mit Sätzen wie “ na wann denn endlich?“, oder „Ich will vögeln, wann bist du da?“ habe ich die Sache nur noch schlimmer gemacht. Wisst Ihr was ich jetzt mache – NICHTS. Ich warte einfach ab. Druck macht Gegendruck, und dann artet es meistens in Frust und eisernen Schweigen aus. Das klingt jetzt banal, ist aber das Effektivste, denn eines ist immer noch ein Gesetz der Evolution – Männer sind Jäger, und wenn die merken, dass Frau es „gar nicht so nötig“ hat, dann wird sehr schnell das Interesse oder bzw die Priorität für Sex wieder geweckt. Dann ist das mit der Abstinenz rasch beendet. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Sperma fliest nach unten

Lucky Chief und Bad working!

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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Sperma fließt nach unten? Klingt jetzt wieder mal sehr kryptisch und auch irgendwie (auf eine sehr verdrehte Art 😁) logisch, und trotzdem fragt man sich was P. und ich wieder mal damit meinen. Also um es mal ganz klar zu sagen, kam der Titel dieses Beitrages wieder mal von P. (in einer kreativen Phase die er zur Zeit hat). Wenn man aber seinen Gedankengang kennt, und die nicht nur rein physikalischen Aspekte, wo es ja aufgrund der Schwerkraft klar ist, dass auch Sperma nach unten fließt bedenkt, dann macht diese Überschrift absolut Sinn.

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in der Arbeit. Wir haben in den meisten Berufen ständig Kontakt mit unseren Kollegen und auch oft mit unseren Vorgesetzten. Das muss jetzt nicht der Firmen Inhaber selbst sein. Das kann der Teamleiter, der Abteilungsleiter oder sonst wer sein, dem man als Mitarbeiter zugeteilt ist. Die Zeit in und bei der Arbeit kann sehr intensiv sein (vorausgesetzt man liebt seine Arbeit und macht sie nicht nur wegen des Geldes).

Natürlich tauscht man auch in der Arbeitszeit hin und wieder mal ein privates Wort aus, oder es haben sich auch schon Freundschaften entwickelt. Es kann aber genauso gut passieren (meistens bei berühmt, berüchtigten Firmenfeiern), dass der direkte Vorgesetzte sympathischer ist, als man im Arbeitsalltag wahr genommen hat. Er hat ein nettes Lachen, einen mitreißenden Humor, und wenn er Dir beim Zuprosten in die Augen sieht fällt Dir das erste Mal auf wie schön blau sie sind. Umgekehrt ist es genauso, denn dir fällt auf, dass sich der Chef jetzt des öfteren in deiner Nähe aufhält als bisher, und kleine Berührungen – die klarerweise nur zufällig sind – Dir gar nicht unangenehm sind.

Du weist sicher schon auf was wir hinaus wollen? Du fühlst dich plötzlich und ohne das du es jemals geahnt hättest, sexuell erregt wenn dein Boss in deiner Nähe ist. Wir reden da jetzt nicht davon, dass du dich verliebt, sondern es geht um simple Lust und Geilheit auf einen Mann der halt zufällig Dein Vorgesetzter ist. Punkt! Selbstverständlich gibt man sich dieser Lust nicht gleich hin und reißt sich die Bluse vom Körper, und schreit „Nimm mich du geiler Hengst“.

Aus meiner Erfahrung (ja, ich kenne das Szenario 😉), staut sich diese Lust langsam aber stetig immer mehr auf. Als erster bemerkt man, dass Frau morgens viel leichter, mit viel mehr Freude und Motivation in die Firma fährt, und sich plötzlich ein blöder Grinser am Gesicht abzeichnet, dass die Kollegen annehmen, dass man Reste von Ecstasy vom Wochenende noch im Blut hat (das ist natürlich ein Scherz). Die Arbeit geht einem viel leichter von der Hand, man läuft wie auf Schienen, und dann betritt ER den Raum, und zwischen den Beinen fängt es an zu pochen. Es nützt auch nichts, wenn man weg sieht, ignoriert, oder sich selber ermahnt den Kopf einzuschalten. Man will mit dem Boss vögeln – und AUS.

Dann kommt eine Gelegenheit wo die Lust und die Geilheit schon schon so hoch ist, beide wollen es auch, und es passiert. Es wird gevögelt das die Aktenschränke wackeln. Ohne Hemmungen, man hat auch das Gefühl sich sexuell schon ewig zu kennen. Ich habe mit einigen Frauen gesprochen die mal mit ihrem Boss einen ONS oder eine Affäre hatten. Alle sagten dasselbe – Es war heiß, aber nach einer bestimmten Zeit (die variieren kann von ein paar Wochen bis zu einigen Monaten) schmeckte die Affäre etwa so wie abgestandenes Bier. Selbst im Idealfall, dass niemand von beiden gebunden oder verheiratet ist, bleibt noch immer die Tatsache das ER der Boss ist, und es sich ergeben kann, dass man geschäftliche Kritik einstecken muss.

Blöder Arsch und Firmenmatratze

„Dieser blöde Arsch, gestern lässt er sich von mir im Kopier Raum einen Blasen, spritzt mir in den Mund (Sperma fliest nach unten – du erinnerst Dich? 😉 ) , und jetzt macht er mich zur Sau, weil irgendein Papier nicht zu finden ist. “ Das oder so ähnlich denkt man sich. Das Dienst „Verhältnis“ ist nicht mehr das Gleiche was es vor dem heißen Sex war, und wenn man Pech hat, und die lieben Kollegen auch noch etwas mitbekommen haben von der Affäre, dann zerreißen sich diese auch noch das Maul. Leider ist es oft so, dass man dann als Büro oder Firmenmatratze gilt. Der Boss allerdings ist nur der Lucky Chief,  und für Dich kann die Arbeit sich als Bad Working enden.

Wenn Sperma schon nach unten fließen soll, dann aber ohne das es irgendwann bitter schmeckt. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Untervögelt?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du kennst das als Frau sicher, dieses Gefühl. Du wachst in der Früh auf, es ist alles eigentlich so wie immer, nur mit dem kleinen Unterschied, dass Du schon geil bist wie Nachbars Dackel. Du könntest sofort, immer wieder , und dieses Ziehen im Unterleib lässt einfach nicht nach. Ist ja eigentlich kein Problem, denn der Liebste liegt ja daneben, oder ist nur einen Anruf entfernt um ihm auf laszive Art ins Bett zu locken und endlich das Jucken zwischen den Beinen zu stillen.

An diesem Punkt fängt es oft an zu scheitern dass die Lust gestillt wird, denn plötzlich sagte der Mann neben einen oder am Telefon „Nicht jetzt, ich habe noch hundert Termine heute.“ , oder aber auch „Das ist jetzt kein günstiger Zeitpunkt, aber wir machen uns einen schönen Abend aus, wenn wir beide ausreichend Zeit haben“. Diese Variante ist auch eine Möglichkeit das heiße Höschen erkalten zu lassen. Wenn das nur einmal passiert, da sagen wir ja Frauen noch nichts, aber wenn es immer öfters passiert, und wir immer mehr Lust auf „IHN“ haben, und er aber keine auf uns, dann stellen sich Fragen, die sich nicht stellen sollten.

Fragen wie „Bin ich noch attraktiv“?, „Hat er eine andere“? “ Hat er nur bei mir keine Lust, weil er eine andere vielleicht geil findet“?. Klassisches Frauen Denken einfach. Es ist aber viel simpler als wir uns zusammen reimen. Frauen werden ab einen gewissen Alter aktiver beim Sex bzw. beim sexuellen Verlangen. Wir reifen, sind mit uns zufrieden, wissen was wir wollen, und wie man es uns so richtig besorgen kann. Sprich wir gehen gerade auf unser Ziel zu und erlegen die Beute oder besser gesagt wir lassen uns erlegen. Seit ich auf die 40 Jahre zugegangen bin, konnte es nicht heiß, wild und ausgefallen genug sein. Es musste aber vor allem eines sein – OFT oder mindestens regelmäßig.

Bekomme ich das nicht, werde ich zusehends unruhiger, unverträglicher für meine Umwelt, und ich kann mich selber gar nicht mehr leiden. Auf den Punkt gebracht – Ich bin untervögelt, und das ausreichend. Die Frage was mich lange Zeit beschäftigt hat war, wie kann es möglich sein, dass der Mann der am Anfang nicht genug von mir bekommen konnte, der mitten am Tag alles liegen und stehen gelassen hat, nur um mich (und wenn es nur 20 Minuten war) gleich im Vorzimmer zu ficken, jetzt einen „Termin“ mit mir vereinbaren muss. Sinke ich in der Wertigkeit? Unabhängig von der Attraktivität – verliert der Mann mit dem Jagd Instinkt auch das sexuelle Interesse?

Ich meine das jetzt nicht böse, aber ich sage – JA! Er verliert das sexuelle Interesse, weil wir – als Frau – sind spätestens in einer Beziehung sexuell ja greifbar, erreichbar und verfügbar. Also ist es nicht jetzt, dann ist es eben später. Wir sind ja DA! Warum ich das weiß? – Bin gerade in einer intensiven Phase von Untervögelt sein. P. ist ständig geschäftlich unterwegs, und bevor jetzt jemand auf falsche Gedanken kommen sollte – nein, ich habe keine Befürchtung dass er sich eine andere Spielgefährtin gesucht hat, denn ich vertraue, und außerdem – wie in einem anderen Beitrag von uns schon ausführlich besprochen – kennen wir beide so etwas wie Eifersucht nicht. Aber es fehlt mir,- er fehlt mir, obwohl er da ist.

Immer wieder hängen meine Gedanken an den unzähligen Stunden wo wir uns stundenlang lüsternd und geil in den Laken gewälzt haben, wo ich schon wund war, und trotzdem nicht aufhören konnte mich von ihm bespringen zu lassen. Natürlich kommen selbst mir da gewisse Zweifel auf, ob ich da noch interessant bin, bzw ob wir beide schon unser sexuelles Pulver verschossen haben? Aus eigener Erfahrung bin ich dahinter gekommen,- je mehr Druck ich ausübe, desto uninteressanter wird dieses Thema bei uns (bzw. Ihn). Wenn ich aber das Thema Sex nicht wirklich – in Bezug auf uns – erwähne, dann fällt ihm das natürlich auf, und er kommt von ganz alleine auf dieses Thema zu sprechen in der Art „Wie langen haben wir jetzt schon nicht mehr gevögelt?“. Aha, also der Mann hat doch Interesse und auch Lust. Ich denke schon, es kommt sehr wohl darauf an, dass man sich nicht zu sehr an „ihn“ klammert, denn dann wird auch die Lust auf ihn eher Frust für eine selbst – je öfter man ein „Nein“ hört.

Natürlich finde ich es absolut nicht prickelnd und befriedigend so lange keinen Sex zu haben, und an manchen Tagen hasse ich es, es mir dreimal am Tag selber zu machen, weil es eine reine körperliche Stillung der Lust ist, aber keine seelische. Wenn P. und ich dann aber miteinander schlafen, dann hat es an Wertigkeit nichts verloren. Es ist nicht lau, nicht langweilig, nicht monoton. In solchen Momenten denke ich dann immer,- ok, ich bin sicher manchmal untervögelt, aber wenn wir dann trotzdem noch vor lauter Geilheit die Bettbezüge zerfetzen, dann kann es so falsch nicht sein.

Mein weiblicher Rat – es ist manchmal nicht verkehrt sich ein wenig rar zu machen, um seinen Jagdinstinkt zu wecken. Ich gebe zu, es ist dann schwer „nein“ zu sagen, wenn er dann spontan mal Zeit hat, aber glaube mir – einmal „nein“ sagen, bringt dir im Endeffekt ein stöhnendes „Ja, Jaaaa, Jaaaaaaa“. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

Geh aus meinen Kopf

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Kennst du das? – Du warst längere Zeit Single, deine letzte Beziehung ist seit seiner Beendigung schon einige Zeit her, und nach dem üblichen Trauerprozeß, der sich meistens in der Abfolge von Wut, Rachegefühle, Weinkrampf Attacken gefolgt von innerer Aufmüpfigkeit, wobei man sich selber meistens komplett neu erfindet (was sich oft darin äußerst, dass Frauen zum Friseur gehen und sich einen Haarschnitt verpassen lassen, den sie dann monatelang bereuen) , um dann endlich das erste Mal nach gefühlten Jahren (obwohl es vielleicht nur Wochen sind), wieder aufzuwachen und an etwas anderes denkt als an IHN.

Nachdem dieser schmerzhaften und Substanz raubender Zeit, ist man endlich wieder bereit für etwas Neues. Man versucht sich langsam wieder  an den Gedanken zu gewöhnen sich zu öffnen, und wieder auf die Suche zu gehen nach Mr. Right. Also was tut die Frau – sie geht mal wieder mit Freunden aus, ihre Antennen auszufahren, und neue Kontakte zu knüpfen. Wenn man allerdings noch nicht so weit ist, sucht man vielleicht im Internet, und sieht sich mal um. UND – lernt einen Mann kennen, der nicht nur sympathisch ist,  bei der „Gesichtskontrolle“ nicht nur nicht durchfällt, sondern der ein angenehmes Gefühl im Magen auslöst.

Frau ist vorsichtig, ist noch zurückhaltend, und tastet sich nur langsam daran,  auch Dinge von sich preis zu geben. Also ich hab mich meistens wie ein geprügelter Hund sehr langsam „heran geschnüffelt“. Wenn man mir eine  vertrauliche Frage gestellt hat, war ich immer sehr allgemein in meinen Antworten, nur um zu vermeiden zu viel hinter meine – mir selbst errichtete Mauer – zu sehen. Aber natürlich wurde ich bei hartnäckigen Interesse , und nach endlosen Telefonaten und What’s App Nachrichten „weicher“ ,und lies mir etwas hinter die Kulissen blicken. Dann kam bei mir immer erst das erste Date.

Wenn auch da alles super lief, man gemeinsam gelacht und Spaß gehabt hat, verabredet man sich noch einmal, und noch einmal. Ja,- und dann küsst man sich, schmust miteinander, und landet im Bett. Alles bestens, man bebt fast vor Geilheit, will nur noch eines – gefickt werden (nach dem Motto „ficken bis ich abwinke“). Inmitten dieser Extase (wo Frau denkt „endlich ein Mann der mich durch vögelt bis ich wie eine Katze anfange zu miauen“), kommt es wie ein Blitz Einschlag – das BILD VOM EX IM KOPF. Er taucht plötzlich vor dem inneren Auge auf, und wie ein Film im Schnell Vorlauf spielt einem der Kopf all die geilen, aufregenden, lustigen und voller Liebe erfüllenden Szenen ungewollt ab.

Na ganz toll – da liegt man voller Geilheit im Bett mit einem tollen Mann, der nichts falsch macht, und trotzdem nistet sich der Ex ein wie eine kleine Zecke. Je mehr man ihn dann aus der Gedankenwelt vertreiben will, desto präsenter wird er. Bitte – wie kann das passieren? Ist es eine Situation, ein Witz den der andere macht, oder auch eine Geste (z.Bsp über das Haar zu streicheln) , wo sich die Erinnerung wie ein gut geöltes Uhrwerk einschaltet? – ES KANN ALLES SEIN, und nein wir sind nicht Schuld daran. Es ist etwas das uns in positiver Erinnerung geblieben ist. Noch schlimmer (oh ja es kommt noch dicker) wenn plötzlich auch alte Gefühle für den EX auftauchen. Sich wieder daran erinnert, wie das war, als man sich gefetzt hat, und dann der wilde, aufregende und leidenschaftliche Versöhnungssex mit anschließenden Schmusen und lachen im Bett war.

Plötzlich ist der Mann der einen gerade mit den Hände, der Zunge oder seinem Schwanz verwöhnt irgendwie falsch. Es fühlt sich nicht mehr richtig an. Nicht mehr neu und aufregend, sondern nur eine schlechte Kopie von? – ja irgendwas. Man will nur raus aus dieser Situation, denn je mehr man sich bemüht sich fallen zu lassen, desto weniger funktioniert es. Sex ja, aber nicht mit dem Mann den man sich gerade unter oder über sich liegen hat. (Ich habe mal ausprobiert in so einer Situation den Ex mit Gewalt weg zu blenden, und mir ist es dann sogar passiert – in der Exstase – dass ich den Namen voller Geilheit raus gebrüllt habe, nur nicht den von dem Mann mit dem ich im Bett war 😉 )

Manchmal kann man den Eindruck haben, man hat den Ex überwunden, und Dein Leben läuft endlich wieder in halbwegs geordneten Bahnen, und trotzdem schleicht sich der Verflossene in dein Gehirn ein. Ich habe versucht mir nie zu sehr den Kopf darüber zu machen (was mir nicht wirklich gelungen ist). Solche Situationen zeigen uns nur, dass wir uns einfach noch nicht vollständig vom Ex Liebsten gelöst haben, und das kann verschiedene Ursachen oder Gründe haben. Es ist nicht leicht, denn man hat immer kurzfristig dann das Gefühl, man kann sich nie wieder wirklich bei einem anderen fallen lassen, und den Sex mit einem neuen Mann genießen, weil der „andere“ die Messlatte einfach ziemlich hoch gesteckt hat, und uns Wünsche und sexuelle Phantasien erfüllt hat, die wir uns nicht mal zu träumen gewagt haben. Der Nachfolger hat es schwer, und manchmal ist es sogar für ihn unmöglich uns wirklich sexuell zu befriedigen.

Auch eine emotionale Lösung einer Beziehung (egal wie kurz oder wie lang sie gedauert hat) braucht seine Zeit. Die Sexuelle Verbindung kann die Stärkste sein die es gibt, denn hier zeigt es sich ob man sich von Anfang an ohne Worte versteht, und darum dauert die Auflösung dieser Beziehung oft länger als unsere Entscheidung sich eine neue Frisur machen zu lassen. Lass Dich nicht entmutigen wenn so etwas passiert, denn irgendwann wird der Moment kommen wo Dein Ex beim Sex mit einem anderen auch aus deinem Kopf verschwunden ist.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Lass uns streiten und vögeln

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Die Vorweihnachtszeit sollte ja die besinnliche Zeit sein. Wo alles friedlich und harmonisch ist. Meistens ist es aber nicht so. Die Erwartungshaltung ist bei einigen Menschen so hoch, dass sich dann bei den kleinsten und nichtigsten Anlässen die Spannung entlädt und der Streit vorprogrammiert ist. Das war es dann mit Harmonie und besinnlich. Aber auch wenn nicht Weihnachten ist, ist oft eine Partei einer Beziehung oder Partnerschaft so bemüht, jeden Streit zu vermeiden, dass sich der Frust zu einem Zeitpunkt zeigt, wobei der Anlass nur eine Kleinigkeit ist. Der andere Teil der Partnerschaft ist dann meistens so überfordert, und reagiert FALSCH.

Also ist ein Streit notwendig? JA! Es muss sein, obwohl sicher keiner gerne streitet, aber es ist nun mal so, dass es sein muss, um Spannung abzubauen, und seinen Frust Luft zu machen. Egal um was es geht. Je länger man versucht den Unmut hinunter zu schlucken, desto höher wird die Unzufriedenheit, bis einem dann schon jede Kleinigkeit am anderen auf die Nerven geht, und man (oder meistens Frau) explodiert. Ich bin immer diejenige die Streit vermeiden will, weil ich mir immer denke, die kostbare und kurz bemessene Zeit mit P. will ich nicht mit streiten vergeuden. Ist das klug, obwohl ich selbst an mir bemerke, dass es schon länger unter meiner Oberfläche brodelt? Es muss sein. Ich muss ihm mal sagen was mir höllisch auf die Nerven geht, und er mich damit in den Wahnsinn treibt.

Kann man aber einen Streit auch in etwas positives verwandeln? JA! Beim streiten ist der Vorteil, dass die Energie nur so fließt, und diese kann man sehr wohl in etwas angenehmes umwandeln. Jeder schreibt ja immer man muss eine Streitkultur pflegen. Bitte was ist eine Streitkultur (gibt es einen Knigge für sich befetzende Pärchen?). Wenn man sich streitet, dann tut man das eben, und es ist klar dass man verletzende Wörter vermeiden sollte, aber wer tut das schon? Es sprudelt alles aus einem raus, was sich angestaut hat, und man den anderen endlich mal an den Kopf werfen sollte. Ich gebe aber zu, dass Frauen da ein Gedächtnis wie ein Elefant haben. Die kramen dann Sachen hervor, die Monate zurück liegen und die Mann schon längst vergessen hat, und dann meistens nur mit einem Fragezeichen vor einem sitzt, und keine Ahnung hat von was das weibliche Geschlecht da überhaupt redet.

Umgekehrt kann aber auch ein Schuh daraus werden. P. macht es schon nervös, dass wir sehr selten bis nie streiten. (frei nach dem Motto – da muss was im Busch sein!). Macht euren Liebsten doch die Freude und streitet euch mit ihm. Aber was ist nachher? Nachdem Du alles rausgekotzt hast? Schweigen? Ärgerliche Gesichter? Auch wenn Dir nicht danach ist, aber versuche mal nach einen ordentlichen Gewitter deinen Liebsten spontan zu küssen (natürlich nur, wenn Du selber wirklich das Gefühl hast, es ist wirklich alles gesagt!). Diese Energie die noch immer im Raum ist, kann nämlich jetzt in etwas positives umgewandelt werden. Küsse voller Leidenschaft, denn auch wenn man sich streitet liebt man sich ja noch immer (sollte zumindest so sein!). Natürlich muss man damit rechnen, dass man sich einen Korb einfängt, aber vielleicht auch nicht, und der Kuss wird stürmisch erwidert, und meistens endet dann so ein Streit oft im Bett.

Die Versöhnung ist ja bekanntlich das Schönste an einen Streit, und so ein Versöhnungsfick kann voller Leidenschaft sein, wie man ihn schon lange nicht mehr erlebt hat, und wo man an sich selber auch bemerken kann, dass man sich auf einmal Dinge traut, die man in der Zeit der Anspannung lieber unterlassen hat, weil es sich Frau verkniffen hat. Dein Partner wird sich sicher wundern, wenn Du ihn einen nicht nur zur Overtüre mal „schnell einen bläst“, sondern es zelebrierst. Es selber auch geniest, und es dir auch ein Gefühl gibt dass Du das Einzige bist, was ER jetzt braucht und benötigt. Ich spüre in solchen Situationen immer wie ich entspannter und „weicher“ werde, und das schönste Kompliment bekomme ich wenn P. zu mir nachher sagt „Lass uns bald mal wieder streiten“.

Bis dahin eine besinnliche und streitlustige Zeit

Eure C. und P.

Zeit für Sex?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

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Mein Terminplaner

Wir leben in einer wahnsinnig hektischen Zeit. Wir haben eigentlich nie Zeit für irgendwas. Aber wir packen trotzdem alles mögliche in einen einzigen Tag. Wir haben alle Handys, Laptops und (so wie ich noch ganz altmodisch) einen Timer, der dicker und fetter ist als ein Lexikon. Ohne diesen bin ich völlig hilflos – er ist mein zweites Gehirn. Er ist vollgestopft mit Post It’s und anderen Aufklebern. Samstags mach ich mir immer meine Planung für die kommende Woche. Wenn ich dann damit fertig bin, dann denke ich jede Woche das Gleiche – ok? Wo presse ich noch den Brunch mit der Freundin rein? Wo bleibt Zeit für P. und mich? Und wo bitte schön erhole ich mich mal einen Tag lang OHNE Termine und Verpflichtungen (egal ob geschäftlich oder privat).

Die Zeit, die wir alle so großzügig verplanen ist sehr knapp, und für Sex bleibt nur begrenzt bis gar keine „freie Stunde“. Alleine schon die Definition lässt mir die Gänsehaut aufsteigen. „Freie Stunde“ – bitte – Wirklich jetzt? Für die schönste Sache der Welt planen wir nichts an zeitlichen Ressourcen ein? Ist das dann nicht der Grund dafür warum so viele Beziehungen, Partnerschaften und Ehen in ihrer wunderschönen Planung untergehen, und sich verlieren? Ich merke es bei P. und mir genauso. Sein Termine, meine Dienste, und dann der Blog, der natürlich auch sehr viel Pflege und Liebe benötigt. Bis wir mal ein Zeitfenster für uns finden vergehen oft Wochen. Mich deprimiert das sehr. Kann ich es ändern?

Ja, natürlich. Ich bin aber oft so fest gefahren in meinen Gewohnheiten, dass ich mir keine Zeit für die Zeit zu Zweit nehme. Das soll sich jetzt ändern, und ich habe auch schon damit angefangen. Ich nehme ab 20 Uhr keine Anrufe mehr entgegen, die ich nicht möchte. Ich beantworte keine Mails mehr nach 18 Uhr,  die können warten. Ich nehme mir die Zeit am Abend wenn ich alleine bin, und P. bei sich schläft, für meinen Blog, und er für seine Dinge die er gerne tut. Wir streiten selten, aber wenn, dann geht es immer um das Gleiche. WIR HABEN KEINE ZEIT FÜREINANDER! Ein Quickie kann ja hin und wieder ganz nett sein, aber als Dauerlösung ist das sicher gar nichts (und schon gar nicht, wenn dann einer von uns auf die Uhr dabei schaut 😦 ). Das ist ungefähr so geil wie lange Angora Unterhosen.

Wie ändert man so eine Situation? Ich kenne ein Pärchen, die haben das für sich auf eine ganz eigene Art gelöst. Die sind beide sehr eingespannt beruflich. Er ist Anwalt, sie Betriebsanalyistin. Beide mit einem Terminkalender so dick wie ein Telefonbuch (kennen das noch alle unserer Leser(innen) 🙂 ). Irgendwann mal erzählte sie mir, dass – wenn überhaupt – Sex nur alle zwei bis drei Monate ein Thema war, und sie an sich selbst schon einen hohen Grad an „sozialer Unverträglichkeit“ bemerkte. Sie motzte herum, und zwar an allen. Irgendwann platzte ihr der Kragen, und gleichzeitig auch in das Büro ihres Göttergatten. Sie schlug verbal ziemlich auf den Tisch, und je mehr sie sich die aufgestaute Wut der letzten Monate von der Seele redete, desto schärfer wurde ihr Mann. So scharf, dass er (wie im Film) den Schreibtisch abräumte, und sie hart auf dem Tisch vögelte.

Ab dem Zeitpunkt planten sie jede Woche einen Tag ein, der nur ihnen gehörte. Egal ob Wellness, oder einfach im Bett bleiben. Egal – Hauptsache sich Zeit füreinander nehmen. Da wurde auch nicht von seiner oder ihrer Arbeit gesprochen, da wurden keine Telefonate entgegengenommen, oder Mails beantwortet. Sie redeten miteinander, sie nahmen sich gegenseitig wahr, entdeckten sich neu aber doch vertraut. Wie machen wir Menschen es wenn wir einen neuen Mann/Frau kennen lernen? Es rückt alles andere in den Hintergrund. Nichts ist so wichtig für uns – in der Phase des Verliebtseins – als das was der andere denkt, fühlt, will oder sich wünscht. Wir bringen unser Gegenüber in den Fokus unseres ganzen Interesses. Wir nehmen uns die Zeit einfach.

Irgendwann (von Experten wird immer von einen Zeitrahmen von ca. 6 -12 Monate gesprochen) normalisiert sich dieser Zustand wieder, und die alltäglichen Dingen gewinnen wieder mehr und mehr an Bedeutung. Die Zeit für den Anderen wird weniger und weniger, weil wir der festen Überzeugung sind, dass wir eh schon SO VIEL vom anderen wissen. Das ist der Punkt wo ich persönlich aufschreie – NEIN. Wir glauben nur sehr viel vom anderen zu kennen und zu wissen, aber wir vergessen dabei, dass auch bei unseren Liebsten sich die Bedürfnisse und Wünsche verändern können. Die Wertigkeiten sich vielleicht verschieben. Das was „er“ vielleicht beim ersten Sex mit Dir toll fand, heute nicht mehr das ist, was im Vordergrund steht, sondern eventuell der Wunsch mit Dir etwas neues im Bett zu entdecken.

Auch wenn wir uns da immer wieder wiederholen – reden miteinander ist hier die Einzige Lösung. Zeit füreinander nehmen, auch fragen ob der Sex noch immer geil und aufregend ist, oder ob der Wunsch nach etwas anderem oder neuen da ist. Probiert Euch aus, entdeckt Euch neu – egal wie! Wann habt ihr das Letzte mal einen ganzen Tag im Bett verbracht (von der letzten Magen Darm Grippe mal abgesehen)? Hast Du schon mal überlegt was DU vielleicht anders haben möchtest? Was ist für dich im Laufe zur Zeit zur Routine geworden, und Du tust es nur mehr aus lieber Gewohnheit? Aber bei der Ganzen Sache ist eines wichtig – ZEIT!

Zeit die man sich nehmen muss, wenn man einander wichtig ist. Du beherrscht heute mit allen Hilfsmittel (Handy, Laptop…) die Zeit? Nein,- die Zeit beherrscht dich – NOCH! Wir sind sicher, dass Du genauso wie wir dahinter kommen, dass die Zeit füreinander die Wichtigste ist.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Dating Plattformen = Restplatzbörse?

Hallo liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Das heutige Thema brennt uns schon lange in den Fingern (wegen dem schreiben 😉 ). Du wirst heute zwei Ansichten hören: Die von P. und die von mir. Unsere Erfahrungen mit Dating Plattformen. Wir wollen keine Ratschläge geben, oder Namen von Plattformen nennen die gut oder schlecht sind. Es geht uns generell um die Erfahrungen die wir unabhängig voneinander gesammelt haben. (Wir möchten gleich klar stellen, dass wir niemanden der auf solchen Plattformen registriert ist lächerlich machen wollen.)

In der heutigen Zeit, wo sich die Hälfte des Lebens im Internet abspielt, liegt es irgendwie auf der Hand, dass man sich als Single irgendwann mal auf einer Dating Plattform registriert. Es geht schnell, und meistens findet man per Chat sehr schnellen Anschluss, und wenn es nur zum Quatschen ist. Man stellt sich vor, dass man sich virtuell annähert, und wenn die Chemie stimmt, ein Treffen vereinbart. So weit  – so gut. Die Realität ist nüchterner. Das Registrieren funktioniert wirklich einfach, allerdings wenn man dann mal vor den Fragebögen mit dem Hinweis  – „je mehr Du von Dir verrätst, desto höher deine Chancen“ – steht, und die unzähligen Fragen über dein Privat,- Berufs,- und Sexualleben sieht, und diese auch beantworten solltest, dann artet das fast in Arbeit aus. (So viele Fragen hat mir nicht mal mein Gynäkologe gestellt).

Allerdings bei der ersten Plattform denkt man sich ja noch nichts dabei. Man ist motiviert, und egal ob es sich um eine kleine oder große Plattform handelt, das eigene Sexleben fängt an zu verstauben, und ich hatte schon hin und wieder das Gefühl – ich werde nie wieder Sex haben und Staub „unten“ ansetzen – wenn ich diese Fragen nicht gewissenhaft ausfülle. Also ran an die Fragen. Privatleben (was tue ich gerne, was esse und trinke ich, welchen Kleidungsstil bevorzuge ich…..)  – alles im grünen Bereich.  Auch was ich vom Beruf mache, ob ich es gerne mache, usw. war okay. Der Sexfragebogen war dann schon etwas diffiziler, und manchmal musste ich über die eine oder andere Frage echt nachdenken. Fragen wie „Magst du es lieber zärtlich oder leidenschaftlich beim Sex?“ ist ja noch nicht so außergewöhnlich, aber das man sich für eine Antwort entscheiden musste, mit dem Verweis „Beide Antworten sind leider nicht möglich“ (wie jetzt? – also ich darf nur zärtlichen oder leidenschaftlichen Sex haben wollen. Na bumm – hoffentlich merk ich mir das bis zum ersten Date!) 

Natürlich durften auch die obligatorischen Fragen über Stellungen, Techniken und der Beziehungsstatus nicht fehlen. Nachdem ich alles ausgefüllt hatte, brauchte ich nicht lange warten. Die ersten Chat Verläufe starteten von ganz alleine mit „Hallo, neu hier?“ (Wie wenn man das nicht aus dem Profil heraus lesen könnte 😉 ) , oder aber auch gleich mit „Lust zu ficken?“ (unterstrichen von einem ungefragten zugesendeten Bild mit steifen Schwanz). Es gab wirklich ganz selten Männer die mich mit Witz, Charme und Humor angeschrieben haben, aber ich hatte auch ein oder zwei  nette Gespräche und lange Unterhaltungen. Das waren genau die, die so wie ich einfach ein Gespräch suchten, und sich die Zeit nehmen wollten, jemanden kennen zu lernen, und auch darauf zu hoffen das der Funke überspringt.  

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Ich traf mich auch mit einem Mann mal. Wir hatten lange geschrieben, uns Fotos (mit Gesichtserkennung!) zugeschickt, telefoniert, und uns dann getroffen. Es passte alles! Der Abend war nett, wir gingen essen, und dann kam der Knaller. Als ich sagte, ich müsste mal zur Toilette fragte er mich „Welche Farbe hat deine Unterwäsche?“ Ich – voller Freude, dass ER es offensichtlich nicht mehr abwarten könnte mich nach Regeln der Kunst zu vögeln – antwortete „Rot“. Dann beugte er sich über den Tisch (da dachte ich er will lüstern in den Ausschnitt meiner Bluse sehen) und flüsterte  „Kannst du bitte auf der Toilette deine Unterwäsche ausziehen und mir dann heimlich zustecken. Ich werde dann auf die Toilette gehen und sie mir anziehen.“ (ich dachte echt der macht einen Witz!). Als ich ihm ins Gesicht sah, wusste ich, dass er keinen Scherz machte. Er dürfte mein – zugegeben strotzdummes Gesicht bemerkt haben – und „erklärte“ mir warum er das wollte. „Weißt Du, ich liebe Frauen Unterwäsche, ich steh drauf sie zu tragen, und an mir zu fühlen, aber vögeln können wir trotzdem.“ (na, das ist aber großzügig 😦 )

Nicht nur, dass der Typ bei -1 Grad Außentemperatur echt den Nerv hatte, mich ohne Unterwäsche nach draußen gehen zu lassen, wollte er meine Wäsche auch noch behalten. (Entschuldigung, bin ich Rent Dessous??). Ich stand wortlos auf, beugte mich über den Tisch und flüsterte ihm auch etwas ins Ohr  (was ich hier aber nicht wiedergeben möchte) , und stellte noch klar, dass die Rechnung für das Essen natürlich auf ihn ging. Für mich war in dieser Sekunde klar, dass ich das nie wieder tun werde. Mich mit einem Mann aus dem Netz zu verabreden. Es hatte den Reiz und den Flair verloren. Für Frauen ist eine Dating Plattform meistens kostenfrei, aber dass soll noch lange nicht bedeuten, dass man sich auch alles gefallen lassen muss.

P. hatte wieder die Erfahrung gemacht, dass er ziemlich viel berappen musste auf Plattformen, dafür aber wenig bis gar keine Antwort bekam auf Anfragen (klar dass ich den Irren abgekriegt hab mit der Unterwäsche). Er hatte den Eindruck, dass die Frauen die im Netz waren nur „Lockvögel“ waren. Das heißt, sie schrieben zwar ein – bis zweimal zurück, aber dann war auch schon wieder Schluss, und sie verschwanden auf nimmer wieder sehen. P. erzählte mir, dass er dann dahinterkam, dass sich diese Damen von Plattform zu Plattform chatteten, und das auch nicht sehr originell, denn sie verwendeten fast überall den gleichen Wortlaut, oder „Wortspielerein“. Getroffen hat er sich übrigens nie mit einer Frau. Es kam nie dazu.

Unser Fazit ist eindeutig: Dating Plattformen sind für uns „Restplatzbörsen“. Einen schnellen Fick dort zu finden kann klappen (man sollte nur an seiner Unterwäsche festhalten 😉 ), aber da sollte man auch vorsichtig sein, und von einer Beziehung oder Partnerschaft ist hierbei  echt nicht zu reden. Nach so einem Erlebnis kommt einen der Besuch in einer Bar oder Disco, mit platten Anmachsprüchen wie „Kennen wir uns nicht?“ wie Balsam auf der Seele vor, obwohl ich vermute, dass man dabei auch alleine nach Hause geht.

Was hältst Du von solchen Plattformen? Hattest Du auch schon mal so ein irres Erlebnis?

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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