Nur nicht festlegen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Nur nicht festlegen

Nach einem langen Gespräch mit einer guten Bekannten, habe ich mich heute lange hin gesetzt, und darüber nach gedacht,  wie das ist mit Menschen die sich nie wirklich festlegen können. Ich meine jetzt das nicht bei Kleinigkeiten, sondern bei Dingen die für einen anderen Menschen wichtig sind. Hier geht es nicht darum „Kaufe ich heute lieber das Waschmittel im Angebot, oder das No Name Produkt beim Discounter?“  Hier handelt es sich um Menschen,  die bei einem „nicht festlegen“ andere verletzen, und derjenige der sich nicht festlegen will,  oder kann,  es oft selber nicht mal bemerkt.

Unzuverlässig oder nur schlau?

Meiner Meinung nach ist es immer so, wenn man sich festlegt (egal ob bei Terminen oder Versprechen) gibt man sein Wort auf etwas, oder aber auch einen anderen Menschen. Mir wurde bei gebracht, dass man sich an sein Wort das man gegeben hat, auch halten sollte, denn es kann sonst sehr schnell passieren, dass man als unzuverlässig oder inkorrekt abgestempelt wird. Also sind Menschen die sich nicht an ihr Wort oder Versprechen halten nur unzuverlässig, oder einfach schlauer als alle anderen? Denn man kann auch etwas implizieren ohne wirklich etwas zu versprechen. Ein Beispiel gefällig?

Hast du das Wochenende frei?

Wenn Du gefragt wirst von deinem Liebsten (oder der Liebsten), ob Du am Wochenende frei hast, und er (oder sie) Dir dann so nebenbei erzählt, dass es irgendwo eine Veranstaltung gibt die doch interessant wäre sich anzusehen, was DENKST du dir dann??? Er (oder sie) impliziert einen Gedanken in Dir, aber ohne sich dabei wirklich fest zu legen. Er (oder sie) kann immer noch sagen „Ich habe Dich ja nur so gefragt, ich habe ja nicht gesagt das wir dort hinfahren“. Ich finde diese Art ziemlich schlau. Ich bekunde Interesse, und lege mich trotzdem nicht fest.

Es ist feig

Ein anderes Beispiel aus meinen näheren Umfeld? Habe ich! (Wann gehen mir schon die Beispiele aus 🙂 ) . Stelle Dir vor Du gibst den Menschen den Du liebst nach langer Zeit deinen Wohnungsschlüssel. Was ist der Beweggrund dafür? Ich denke mal, Du willst ihm (oder ihr) zeigen, dass er (oder sie) sich wie zu Hause fühlen soll. Du schenkst damit ein Stück Freiheit und Vertrauen. Was passiert? Derjenige klopft oder klingelt trotzdem an deine Türe. Der Schlüssel wird nicht genutzt, und somit legt sich der Mensch auch nicht fest. Derjenige will gar nicht hier sich zu Hause fühlen, aber anstatt es laut auszusprechen wird der Schlüssel einfach irgendwo immer „vergessen“. Das ist feige, und gemein. Weil auch Taten können einen anderen verletzen.

Nur kein Kopfweh haben müssen

Für mich sind solche Menschen Egoisten. Sie wollen sich selber kein Kopfweh machen, und bereiten den anderen es aber ohne  nur mit der Wimper zu zucken. Hauptsache sie haben keine Probleme, oder Streitereien die ihnen das Leben schwer machen. Ich gehe sogar soweit, dass es Menschen sind,  die sich im Notfall von einem Partner trennen, als sich mit ihm auseinander zu setzen. Weil das würde eventuell, unter Umständen, wenn es ganz „schlimm“ läuft voraussetzen, dass man sich doch festlegen muss. Bei Kompromissen ist das nämlich manchmal so (ja, das war jetzt sarkastisch). 

Wie im Leben so auch im Bett

Diese Menschen legen sich aber auch meistens im Bett nicht fest. Das ist ja generell nicht schlecht, weil sie einfallsreich und mit Phantasien (seien sie noch so ausgefallen und geil) voll gestopft sind, und meistens die Gabe besitzen dir den geilsten Sex deines Lebens zu bescheren. Allerdings hat die Sache auch da einen Haken. Wenn diese halt zur Zeit keinen Sex mit Dir haben wollen (weil es zu heiß ist, oder zu kalt, oder der Hamster vom Nachbar gerade eine Prostata OP hinter sich hat – ja auch das war jetzt sarkastisch), dann fangen sie an „dich zu vertrösten“. Sie können das sehr geschickt, denn sie sind sich ihrer sexuellen Anziehung absolut bewusst. Das nennt man auch „am ausgestreckten Arm“ verhungern lassen. Hier beginnt es unschön zu werden, und der Partner fängt an zu leiden.

Ihr seit nicht so schlau

Ich möchte allen denen die so agieren mal was sagen. Ihr seit nicht so schlau wie ihr glaubt. Weil Menschen die sich festlegen, die haben ein ganz besonderes Gespür für Menschen die sich so durch das Leben mogeln. Weil etwas anderes ist es nicht, dass ihr da tut. Ich finde es nur ziemlich sch….., dass ihr da mit Gefühlen und Emotionen spielt als wie wenn es kein „morgen“ geben würde, denn einmal wird euch dieses „Nur nicht festlegen“ verdammt auf den eigenen Kopf fallen. Warum? Weil es dann jemand vielleicht mit Euch tut, wo ihr es am wenigstens erwartet.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Du brauchst mich nicht

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du brauchst mich nicht

Das Gefühl gebraucht zu werden ist in uns Menschen irgendwie von Geburt an verankert. Egal ob Männer oder Frauen – jeder will auf irgend eine Art gebraucht werden. Im Beruf, in der Familie, in der Partnerschaft – das Gefühl gebraucht zu werden verschafft uns auch einen gesteigerten Selbstwert. Das ist auch gut so, solange es sich nicht um einen Missbrauch handelt, oder wir selber unseren Selbstwert vom „gebraucht werden“ abhängig machen.

Kontrollfreak

Es gibt aber auch beim „gebraucht werden“ zwei Extreme die absolut ungesund und stellenweise auch gefährlich werden können. Die einen, die von Anfang an einer beginnenden Beziehung alles kontrollieren wollen. Man findet das zu Beginn in der ersten Verliebtheit ja noch charmant, dass der Liebste wissen will wo und mit wem man unterwegs ist, aber dann fängt es an sehr anstrengend zu werden, und falls man dann Kritik an dem Partner übt, kann es auch zu Gewalt kommen (das gilt natürlich auch umgekehrt, dass Frauen zu Kontrollfreaks werden). Meistens sind das Menschen die sich nur dann sicher und im Selbstwert gesteigert fühlen, wenn sie alles unter Kontrolle haben, und ständig das Gefühl bekommen „ohne sie kann der andere nicht leben“.

Lascher Sack

Es gibt aber auch das extreme Gegenteil. Die Menschen denen alles egal ist, sich nie den Kopf über etwas bzw über den Partner machen, und alles mal so laufen lassen. Sie verstecken sich meistens dann hinter Sätzen wie „Du bist erwachsen und kannst tun und lassen was Du willst.“  Das soll nicht bedeuten, dass sie sonst inaktiv, oder im Beruf nicht erfolgreich sind, aber alles was den/die Partner/in betrifft, da ist alles immer easy. Sie brauchen nie etwas von der Partner/in, sie checken alles alleine, und fühlen sich sauwohl in der Rolle „alles alleine zu stemmen“. Diese Menschen stört es auch nicht, wenn der andere mal nicht da ist, um mit ihr/ihm die Probleme oder Sorgen des Alltags zu besprechen.

Verhungern vor dem vollen Teller

Wir wollen eher auf den zweiten beschriebenen Fall eingehen. Wenn man mit jemanden zusammen ist, der einen das Gefühl gibt, nicht gebraucht zu werden, neben dem verhungert man wie vor einem vollen Teller ohne Besteck. Er /Sie kommt und geht wie es gefällt, ruft an wann es ihm/ihr passt, teilt mit einem nur die Dinge, die er/sie teilen will, und man giert fast danach mehr zu erfahren, und auch gebraucht zu werden. Das Gefühl zu haben, dass der andere auch Wert legt auf die Meinung von einem selbst, oder einen Ratschlag benötigt, oder aber einfach nur ein Ohr zum zuhören. Man will mit einbezogen werden, denn wenn man das bekommt, hat man auch das Gefühl der Sicherheit. Die Sicherheit, dass man wichtig für den anderen ist. Er /Sie legt WERT auf mich als Person.

Wie im Leben so im Bett

Falls es so ist wie beschrieben, dann spürt man das auch beim Sex. Irgendwann bemerkt man, dass die Initiative von einem selbst ausgeht, und das das Verlangen vom anderen eher verhalten bis gar nicht vorhanden ist. Irgendwann bekommt man den Eindruck, dass man in einer „Bettelstellung“ ist. Alles muss man sich erkämpfen. Jedes Wort, jede Zärtlichkeit, jede Zuneigung. Man wird nicht gebraucht, und dieser Eindruck wird – je länger dieser Zustand anhält – immer stärker. Ein Teufels Kreislauf beginnt, denn dieser anhaltender Zustand verschlimmert das „ausgehungert“ sein, und ein angeknackster Selbstwert.

Man liebt ihn/sie ja trotzdem

Das Wort Trennung wabbert in der Luft – immer wieder, und trotzdem liebt man den anderen (oft für andere aus unerklärlichen Gründen). Man fokussiert sich immer stärker auf den anderen, und vergisst dabei völlig auf sich selbst. Die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Träume verblassen im Hintergrund. Genau da liegt der FEHLER. Ich kann natürlich jetzt nur aus der Sicht der Frau sprechen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es leider so ist, wenn man immer auf Abruf steht, immer da ist, und sogar sich selber darüber vergisst, dann wird man zur Selbstverständlichkeit für den anderen. Dieses hinaus manövrieren aus diesem Kreislauf ist schwer, tut weh (und nicht nur für ein paar Tage), aber es ist dringend notwendig.

Wo anfangen?

Wo soll man anfangen, denn immerhin hat man sich seine Zukunft ja ganz anders vorgestellt. Die Frage die man sich als erster stellen sollte – Was wollte ICH bevor das mit ihm/ihr begann? Wo wollte ich in meinen Leben hin? Es gab ja doch einiges VOR ihm/ihr. Ich bin ja in so einem Fall jemand der sich für ein paar Tage zurück zieht, und intensiv nachdenkt, und meistens führt das auch zu etwas. Ich entspanne mich, lese, esse, versuche viel zu schlafen (was mir nicht immer gelingt), und dann bemerke ich selber nach einigen Tagen wie ich mich neu ordne. Ich habe einen Plan, und das gibt mir auch dann die Dosierung an inneren Frieden  den ich notwendig brauche.

Du brauchst Dich

Ich verspüre dann die Motivation etwas Neues zu beginnen, und stürze mich da mit vollem Eifer hinein, tüfftle herum, organisiere, führe aus. Er/Sie rückt immer mehr in den Hintergrund, aber verschwinden tut er/sie natürlich nicht. Es gibt dann immer wieder Momente, Augenblicke und Situationen wo er/sie fehlt. Dieses Gefühl kann man auch nicht abstellen. Das Gefühl nicht gebraucht zu werden ist schrecklich und mindert das eigene Selbstwertgefühl. Es gibt aber immer jemand der DICH braucht – nämlich DU dich selbst. Das sollte er/sie nie vergessen.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Bitte nicht küssen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte nicht küssen

Bitte nicht küssen? Ja du hast richtig gelesen! Der Kuss – so oft wurde er beschrieben, er kommt in jeden guten (oder auch weniger guten) Film, Buch oder in einem Gedicht vor. Er wird ausführlich beschrieben. es wird gezeigt wie der „perfekte“ Kuss zu sein hat. Ein Kuss ist  intimer als jeder Geschlechtsverkehr. Jedes nur erdenklich positive Gefühl, dass man für einen Menschen empfindet, legt man vielleicht in nur einen einzigen Kuss. Der erste Kuss in seinem Leben von einem Menschen den man liebt, den vergisst man niemals, oder aber auch den ersten Kuss von seiner „großen Liebe“. Man kann Jahre später noch ausführlich beschreiben wie er sich angefühlt hat, wie er geschmeckt hat, und was daran so besonderes war, dass man ihn nie vergessen wird können.

Der Kuss

Gustav Klimt hat ihn auf einen Bild dargestellt, und dieses Bild ist fast jeden bekannt, oder man hat zumindest schon davon gehört. Ich habe mich sehr lange mit dem Kuss im Allgemeinen beschäftigt. Es gibt so gar eigene Tutorials die zeigen die intimsten, geilsten, aufregendsten und innigsten Küsse, und wie man sie richtig ausführt. Ich finde das etwas übertrieben. Ich kann in einen Kuss ALLES hineinlegen. Mein Herz, meine Seele, meine Leidenschaft, mein ganzes Gefühl für einen Mann. Je besser der Kuss, desto inniger empfinde ich die Verbundenheit mit einen Mann. Wenn jemand jetzt erwartet, dass ich Ratschläge für den „besten“ Kuss seines Lebens gebe, den muss ich enttäuschen. Weil man so etwas eben nicht beschreiben kann.

Die Liebe in einem Kuss

Ich sehe förmlich die Frage in deinen Kopf herum schwirren. Wenn das küssen so toll ist, warum will man es sich abgewöhnen? Geht das denn überhaupt? Ich denke ich sollte hier mehr ausholen, denn ich rede hier nicht von den Küssen an Freunde, oder Verwandte, sondern von dem küssen als Zeichen von Liebe und Zuneigung zu einem Mann. Die große Liebe die man eben nicht nur einmal geküsst hat,  sondern mehrmals, oft, unersättlich. Wo jeder Kuss immer besser wurde. Kein Kuss dem anderen gleichte , und doch vertraut war – er nie an Spannung nach gelassen hat, und sich bei jedem Kuss noch immer die Gewissheit breit machte „JA, genau auf diesen Menschen habe ich (vielleicht) mein Leben lang gewartet.“

Mit dem Kuss wächst das Vertrauen

Ich weiß, das klingt jetzt sehr weit her geholt, weil zur Gewinnung von Vertrauen natürlich viel mehr gehört als ein Kuss. Aber es beginnt mit ihm. Ein Kuss kann nach jeden Streit etwas erlösendes sein, einen die Sicherheit wieder geben die ins wanken geraten ist. Er kann heilend für die Seele sein. Wenn aus irgendeinen Grund die (nehmen wir mal an), Deine große Liebe auf einmal endet, und du machtlos gegen diese Entscheidung bist, dann beginnst Du (so wurde es uns geschildert) zu „zerfallen“. Wie ein hauchdünnes Glas das in tausend Scherben zerspringt. Genauso zerspringst auch Du.

Auf einmal ist alles weg

Dein Leben ändert sich von einer Sekunde auf die andere. Es scheint so,  als ob du in einem Karussell sitzt, dass sich immer schneller dreht, und du nicht in der Lage bist es anzuhalten. Dein Halt, deine Sicherheit, und dein Vertrauen – ALLES WEG! Von jetzt auf gleich! Du hast das Gefühl ewig zu brauchen, um es zu realisieren was passiert ist. Du schwörst Dir niemanden mehr so nah an sich heran zu lassen. Da ist der Knackpunkt, denn wo lassen wir jemanden an uns das erste Mal körperlich heran – beim Kuss.

Im Chaos erscheint ein Punkt der Klarheit

Du versuchst  – für dich selber – (das ist sicher bei jedem anders) ein Sicherheitsseil zu finden, indem Du nie wieder in so eine Lage kommst. In die Lage der absoluten Bodenlosigkeit in die Du fällst. Du entscheidest Dich dafür (auch wenn es so unwahrscheinlich für andere klingt, und auch undurchführbar), NIE wieder einen Mann zu küssen. Du erstickst damit jede aufkeimende Vertrautheit und auch ein „Wohlfühl Gefühl“ im Keim. Verstehe mich nicht falsch – Küsse auf dem Körper oder aber auch im Intimbereich, alles kein Thema, aber der Kuss auf dem Mund das geht nicht ohne sich fallen zu lassen, und auch sich irgendwie hinzugeben. Plötzlich hast du einen Punkt der Klarheit und Sicherheit dich selber zu „schützen“.

Es befremdet andere

Du wirst jetzt nicht gerade auf Freudentaumel stoßen, wenn Du ihm offenbarst, dass er Dich überall küssen darf, nur nicht auf den Mund, denn immerhin ist das küssen ist ja auch irgendwie ein Vorspiel beim Sex. Ja, das stimmt, aber in der Angst verletzt zu werden nimmt man auch in Kauf, dass man den anderen ein wenig vor den Kopf stößt. Man findet dann auch Ausreden, oder man lenkt vom Kuss einfach ab. In der Art von:  „Du ich mag das nicht so auf den Mund geküsst zu werden“, oder “ Ich bin so geil, steck mir deinen Schwanz einfach rein“. Man will Sex, geilen Sex, aber ja nur nicht auf den Mund küssen. Das ist Dir zu nah, zu viel, zu vertraut.

Die Mauer steht

Wenn Du das oft und auch lange genug machst, dann wächst eine Mauer um dich die dich beschützt. Natürlich werden jetzt diejenigen sagen, die diese Methode zu extrem finden „Du weißt ja dann gar nicht was dir alles entgeht? Du verbaust Dir selber vielleicht die nächste „große Liebe“.“  Ich sage nicht, dass das falsch ist, aber man will es nicht ausprobieren, und „große Lieben“ – die gibt es nur einmal im Leben, die ist nicht austauschbar. Die Mauer die einmal steht, die verschafft einen Sicherheit und Vertrauen – nämlich in sich selbst. Auch wenn man in tausend Scherben zersprungen ist, versucht man weiter zu leben, und man tut es auch, aber eben  SEHR VIEL vorsichtiger.

Noch immer das Schönste

Der Kuss ist und bleibt etwas wunderbares, einmaliges, und auch inspirierendes. Man sollte aber akzeptieren, dass Menschen (egal ob Mann oder Frau),  die so verletzt und verlassen wurden,  jeder auf seine eigene Art damit umgehen, um sich selber zu schützen,  und das für sich zu bewahren was ihnen heilig war und ist – DER KUSS DER GROßEN LIEBE.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Der Rest ist Schweigen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der Rest ist Schweigen bei einer Trennung

Der Rest ist Schweigen–oder so ähnlich gestaltet es sich manchmal wenn eine Trennung plötzlich präsent ist. Ich greife aber schon wieder vor. Beginnen wir von Vorne. Trennung ist immer schwer. Trennung tut immer weh, und hinterlässt oft dicke Narben oder seelischen Schmerz den es zu überwinden gilt. Manche Menschen scheitern an diesem Überwinden des Schmerzes. Sie hören auf zu Vertrauen, und lassen keinen Menschen (oder Partner) in ihren emotionalen Bereich. Sie werden oft kalt, unnahbar, vielleicht sogar abstoßend durch ihre Art und für das andere Geschlecht äußerst unattraktiv.

Greif mich nicht an

Die „Unattraktivität“ äußert sich oft schon wie man einen anderen ansieht. Immer Kampfbereit, immer in Abwehrstellung – frei nach dem Motto „Greif mich ja nicht an“. Ich selber habe gelernt, dass dieses abwehrende Verhalten immer dann entsteht, wenn die Trennung von einem Partner nicht vorhersehbar war. Wo keine Szenen, Exzesse oder Streitereien den Alltag bestimmten, und eine Beendigung der Beziehung abzusehen war. Die Trennung spürte ich nicht, ahnte sie nicht mal auf mich zukommen, und doch plötzlich war sie da. Kurz, knackig, und mit vielen unbeantworteten Fragen. Fragen die einen quälen und innerlich auffressen. Man sieht sich selber zu wie man zerfällt, und auseinander bricht wie eine hauchdünne Glasflasche.

Warum sprichst Du nicht mit mir?

Plötzlich bekommt man in einen Anruf, einen Brief oder aber auch bei einem  kurzen Treffen die Trennung präsentiert. Wenn dann noch der Nachsatz kommt „Es hat nichts mit Dir zu tun“, dann ist man knapp davor entweder zu explodieren, oder innerlich abzusterben. Hier geht es nicht um eine „Andere“, oder das die Beziehung langweilig geworden ist. Es gibt für Dich keine erklärbare Rechtfertigung für diesen drastischen Schritt. Bevor man dann auch noch irgendwelche klärenden Fragen bzw Antworten bekommt, ist der Andere schon weg. „Warum sprichst Du nicht mit mir?“ Man steht da, und die Welt beginnt still zu stehen. Dafür arbeitet das Gehirn wie auf Hochtouren. Tausend Fragen überschlagen sich, und man schafft es nicht irgend etwas zu ordnen oder auf die Reihe zu bekommen.

„Wie geht’s Dir?“ – Danke, ich funktioniere!

Was tut Frau in so einer Situation? Klar, die beste Freundin oder der beste Freund muss herhalten. Können sie auch helfen? – Ich bin der Meinung NEIN!. Keiner kann Dir helfen. Der Einzige der Dir helfen könnte, ist derjenige der Dich verlassen hast. Wenn Dich jemand fragt „Wie geht’s Dir“?, dann antwortest Du meistens „Gut, oder es geht so“, aber eigentlich funktionierst Du nur. Man isst, schläft, arbeitet, aber innerlich ist man wie gelähmt. Ich spreche hier nicht von Liebeskummer der in ein paar Wochen vorbeigeht, sondern davon wenn man seine „Zweite Hälfte“ verloren hat, und die man vielleicht lange gesucht hat. Wo alles funktioniert hat, und offensichtlich war doch der andere nicht so glücklich wie man selbst.

Kein Ratgeber der Welt hilft etwas

Kann man das wirklich übersehen haben? Ist es denkbar, dass man in seiner eigenen „Glücksblase“ nicht mit bekommen hat, dass der andere nicht so happy war? Diese und andere tausend Fragen kann kein „Trennungsratgeber“ beantworten. Diese  Ratgeber die man in jeder Buchhandlung kaufen kann,  finde ich so hilfreich wie eine Klimaanlage im Winter. Ja, sind nett zu lesen. Man findet tausend Tipps wie man wieder zu sich selber findet, und dass die Beziehung ja dann doch nicht das „Wahre“ war, und dass der Schmerz auch vorbei gehen wird (super,- aber wann schreiben sie nicht dazu), dass man sich nicht hängen lassen soll, und alles Alte auch etwas Neues in sich birgt. Kurze Frage? – Hat Dir das jetzt geholfen? Also mir nicht!

Was hilft?

Ich weiß es nicht! Ehrlich! Reden hilft sicher, auch wenn Freunde einen  nicht aktiv helfen können, aber das immer wieder erzählen des „Dramas“ hat sich etwas reinigendes an sich. Man kann sich versuchen irgendwie abzulenken, oder auch unter Menschen zu gehen, aber vor allem finde ich, dass man mal über sich nach denkt. In sich geht, und versucht mit dem Schmerz umgehen zu lernen. Das ist sicher bei jeden Menschen anders, und NEIN – da gibt es auch kein Universalrezept! Wenn eine Glasvase kaputt geht, wird man sie vielleicht versuchen zu kleben, aber es wird trotzdem nie wieder so sein wie man es geliebt, und sich in Sicherheit gewiegt hat.

Jeder Tag ist eine Herausforderung

Jeder Tag wird eine neue Herausforderung sein. Du wirst vielleicht an einem Tag wach werden und es wird Dir „leichter ums Herz sein“, aber genauso wird es Tage geben wo es genauso sehr weh tut wie in der ersten Stunde. Du kannst nur kleine Schritte tun, und dich mit deiner gefühlsmäßigen Tagesverfassung anfreunden und sie auch akzeptieren. Falls Du gerade in so einer Situation bist und jemanden zum auskotzen brauchst, kannst Du Dich gerne an unsere „Kotzbox“ wenden, aber den Schmerz werden wir Dir leider nicht abnehmen können. Wir können Dir nicht die Stunden abnehmen, wo Du in Tränen ausbrichst, weil Du in einen Supermarkt gehst, und die Quarktaschen die im Regal liegen,  Dich in einen Zustand der absoluten Bodenlosigkeit stürzen, weil „Ihr beiden die immer so gerne gegessen habt“. 

Der Rest ist Schweigen

Fragen die nicht beantwortet wurden, Antworten nach denen du förmlich schreist, und dieser immer wiederkehrende Schmerz den kann Dir niemand nehmen. Man kann nur versuchen Dir das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein, aber der Rest ist eben Schweigen……

Bis dahin alles Liebe

Eure C.und P.

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Ich lasse los, ich lasse nicht los!

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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der heutige Beitrag wird sicher so manchen Psychologen oder auch Therapeuten sauer aufstoßen, weil unsere Ansicht oder auch das was uns Menschen (vor allem Frauen) erzählt haben, nicht ganz in die klassische Variation von Verarbeitung, oder um genauer zu sein, die Verarbeitung einer Trennung passt (soll ja nach Expertenmeinung sein wie ein Trauerjahr – ja wie auch immer!!) Auch gute Freunde – wirklich gute Freunde – können nicht wirklich helfen. Sie wollen es, aber sie können es in so einer Situation nicht. Redewendungen wie „andere Mütter haben auch schöne Söhne“, „denke jetzt mal nur an dich“, „die Zeit heilt alle Wunden“ (also bei dem Spruch könnte ich kotzen), oder aber auch ein Klassiker „in ein paar Monaten lachst du darüber“ (jaaaaa—-ganz sicher). Allerdings haben wir auch schon gehört „Du musst loslassen.“ Das ist der einzige Spruch, den wir ernsthaft aufgreifen möchten. Loslassen???– Wie funktioniert das?

Jeder kennt das. Die Beziehung (egal wie kurz oder lang sie gedauert hat), geht zu Ende. Im Idealfall im beiderseitigen Einvernehmen, weil man zu Zweit zu dem Entschluss gekommen ist, dass ein Leben getrennt voneinander besser ist. Was passiert aber, wenn es keine ausgesprochene Trennung gibt, sondern einer sich vom anderen immer weiter entfernt, und die Beziehung zum anderen einfach einschlafen lässt, bis der eine sagt „Was soll das alles überhaupt noch?“. In so einem Fall finden wir, dass es sich der eine Part sehr einfach macht, denn eigentlich will er/sie sich trennen, spricht es aber nicht aus, sondern zieht sich soweit zurück, bis der andere Part nicht „mehr kann“, sämtliche Bemühungen und Versuche sich zu nähern wieder gescheitert sind, und dem/derjenigen die Puste ausgeht, und das Handtuch wirft. Der Knaller ist dann aber, wenn derjenige der sich immer weiter zurückgezogen hat dann von sich gibt „Naja, Du hast dich ja von mir getrennt“.

Noch schlimmer (ja – es gibt noch eine Steigerung!) ist die oben beschriebene Situation, wenn man das Gefühl hat seinen Seelenpartner gefunden zu haben. Der skeptische und kritische Therapeut wird jetzt sagen „Das glaubt man nur, dass man ihn gefunden hat, denn sonst würde es so eine Trennung ja gar nicht geben“, aber wir sind – wie könnte es anders sein – anderer Meinung. Wir sprechen hier nicht davon, dass man dasselbe mag, oder die gleichen Vorlieben für Dinge hat, sondern von so einer Art von Verbundenheit, dass man das Gefühl hat, auch wenn mir der Partner weh tut, ist doch er der Einzige der mich trösten kann. Auch hier wird die hochgezogene Augenbraue des Psychologen zum zucken beginnen, denn in seinen Augen wird es dann (vermuten wir mal so ins Blaue hinein) sicher eine Art Abhängigkeit sein, die man unbedingt behandeln lassen sollte. Meine lieben Psychologen und Therapeuten – ein guter Ratschlag mal von uns – redet nicht mit, wenn ihr ES noch nie erlebt habt. Das gilt auch für alle guten Freunde, und das ist jetzt nicht böse gemeint.

Ihr alle könnt Betroffenen nicht helfen, denn sie schwanken ständig zwischen rebellischer Auflehnung und gleichzeitig schwindender Kraft und dem Bedürfnis sich genau an denjenigen anlehnen zu wollen, von dem man sich versucht emotional zu lösen. Da sind die einzelnen Umstände (außer es handelt sich natürlich um psychische oder physische Misshandlung) völlig unerheblich. Ihr könnt keinen erklären „Das er/sie es eh nicht wert war oder ist ihm/ihr eine Träne nachzuweinen“. Vergesst das, denn das was diese Menschen empfinden – glaubt mir – ist ihnen selbst fremd und unheimlich, weil sie sich noch niemals in ihrem Leben so gefühlt oder aber auch verhalten haben. Sie erkennen sich selber nicht, denn vor IHM/IHR war eine Trennung oder das loslassen von einem Partner eine Geschichte von maximal ein paar Monaten und dann war das Thema durch.

Es ist eine Sache die man nicht benennen kann mit einem klugen Titel, oder aber auch mit schlichten Liebeskummer. Wir haben dafür auch keinen Namen, aber so etwas gibt es. Eine liebe Freundin von mir, macht das gerade durch, und glaub mir – die steht normalerweise mit beiden Beinen im Leben, ist ein durchwegs positiver und humorvoller Mensch –  aber der Humor ging bei ihr in den letzten Wochen irgendwo verloren, denn alleine der Umstand, dass sie sich selber in so einem emotionalen Zustand nicht wieder erkennt, macht ihr mehr als zu schaffen. Die innere Ruhe ist dahin, die Konzentration fährt schon seit Wochen U-Bahn, und auch die automatische Handlung zum Telefon zu greifen, weil man die lustigen oder auch traurigen Dinge des Alltags dem anderen sofort erzählen will – weil man es immer so getan hat – zehrt an den eigenen Kräften.

Gute Ratschläge sind hier so unnötig wie ein Solarium in der Wüste, einfach DA SEIN und vor allem zuhören ist da die Devise, und das Einzige was vielleicht den Schmerz – den man selber nicht in den Griff bekommt – lindern kann, ist demjenigen zu sagen „Ich habe so etwas leider (oder Gott sein Dank) noch nie erlebt, aber ich bin da für Dich“, denn der Betroffene  – glaub mir – liegt jeden Abend zu Hause in seinen Bett und schwankt zwischen „Ich lasse los, ich lasse nicht los…..“

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

Info zu Facebook

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir wollen Dich darüber informieren, dass wir uns jetzt doch endgültig dazu entschlossen haben uns von Facebook zu trennen. Es kann nicht angehen, dass wir bei jeden Beitrag die Angst haben müssen, dass wir zensiert werden (aufgrund unserer Beitragsbilder oder auch Beitragsinhalte) die für Facebook nicht den „Richtlinien“ entspricht. Es ist für uns noch immer nicht nachvollziehbar, wieso wir ständig zittern müssen ob wir nicht für geraume Zeit von Facebook gesperrt werden, und andere User frisch und fröhlich Nacktfotos von sich posten ohne irgendwelche Sanktionen zu erwarten. Vielleicht ist es aber auch so, dass unsere Kritik die wir auch schon mehrmals öffentlich verbreitet haben, Facebook nicht so recht in das allzu „freie“ Social Media Konzept gepasst hat.

Von unserer Seite ist ganz klar, das Facebook als Social Media Möglichkeit keine Option für uns ist, und für uns dieses aufgeblasene Netzwerk mehr als nur eine Doppelmoral vertritt, von der wir uns hiermit GANZ KLAR DISTANZIEREN. Extrem Unlimited Erotik steht für freie Meinung zum Thema Sex und Erotik, und wenn das von Facebook als verwerflich angesehen wird, dann möchten wir damit nichts zu tun haben. Es gibt für Dich auch noch andere Möglichkeiten uns zu Liken oder zu kontaktieren, und der direkte Kontakt mit Dir liegt uns mehr am Herzen als ein unpersönliches Social Netzwerk. Wir hoffen trotzdem, dass Du uns treu bleibst, denn WIR bleiben mit unseren Beiträgen die Gleichen.

Wir danken allen unseren Leser(innen), und wir freuen uns immer wenn Du bei uns rein liest. 🙂

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.