Zweifelnde Unterwerfung im Schatten

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Zweifel, Unterwerfung, Schatten?

Zweifelnde Unterwerfung im Schatten mag Dir als Titel etwas schwülstig und ungewöhnlich erscheinen, und erinnert eher an einen Romantitel aus dem vorigen Jahrhundert. Das mag so sein, aber Du wirst gleich erkennen, dass da eine dreifache Problematik enthalten ist, die vielleicht auch Dich betrifft. Jede Frau zweifelt (schüttel jetzt nicht den Kopf 😉 ). Was passiert aber,  wenn eine Frau zweifelt die in einer BDSM Beziehung steckt und devot ist? noch schlimmer – Was geht in einer Frau vor, die zweifelt, in einer devoten Rolle einer BDSM Verbindung steht, und auch noch Schattenfrau ist? (Wir haben darüber bereits ausführlich einen Beitrag geschrieben Die Schattenfrau ).

Der Reihe nach….Der Zweifel

Da sich meine Gedanken schon wieder überschlagen wenn es um dieses Thema geht, möchte ich es auseinander halten, und jedes Thema einzeln beleuchten. Wie gesagt, wir Frauen zweifeln sehr gerne (das war jetzt sarkastisch gemeint) . Frauen zweifeln an ihrem Aussehen, an ihrer Qualifikation im Job, zweifeln an sich als Mutter oder aber auch als Geliebte (egal ob des eigenen Mannes oder bei wechselnden Partner) . Mit diesem Zweifel umzugehen ist schon unter „normalen“ Umständen nicht leicht. Wir bilden uns ja immer ein, es gibt eine Andere die noch besser, schöner, attraktiver oder geiler ist als wir selbst. Wo kein Busen hängt, keine Cellulite sich abzeichnet, oder die einfach das gesamte Kamasutra im Bett drauf hat. Selbst die selbstbewussteste Frau zweifelt irgendwann an sich selbst oder an ihren Qualitäten. Warum gerade Frauen dazu neigen, ist sicher eine Frage die es sich lohnt zu erforschen.

Unterwerfung

Wenn eine Frau bekennend devot ist,  und in einer BDSM Verbindung steckt, dann gibt es auch hier Abstufungen. Man kann nur im Bett devot sein, oder aber auch eine 24/7 Beziehung mit seinem Dom führen. Frau geniest die Unterwerfung, lässt sich in ihrer Devotheit liebend gerne fallen, und will gefallen, entweder durch ihr Aussehen oder aber auch durch ihr Gehorsam gegenüber ihrem Dom. Also ich persönlich verspüre – wenn ich in meiner devoten Position bin – immer die größten Zweifel. Ich möchte gefallen, – IHM gefallen. SEIN ein und alles sein, und das absolute sexuelle Vergnügen für IHN darstellen. Obwohl P. und ich wunderbar harmonieren, überkommen mich hin und wieder noch immer Zweifel, und meine Frage im Kopf „Genüge ich ihm wirklich?“ zieht oft eine wieder kehrende Schleife. Nur sein Verhalten mir gegenüber gibt mir dann die Sicherheit, und schiebt die dunklen Wolken weg.

Schattenfrau

Die Schattenfrau – ein Thema für sich. Manche verteufelt sie, und behauptet sie ist eine Männer Diebin und eine Schlampe, die einer anderen den Mann wegnimmt. Andere wiederum gehen davon aus, dass der Mann der Schuldige ist, der eben fremdgeht und nicht treu sein kann. Egal welchen Standpunkt man vertritt, und wie viel man auch verurteilt  – die Schattenfrau weiß auf was sie sich einlässt, aber das bedeutet nicht, dass eine Schattenfrau keine Gefühle hat die man nicht verletzten kann. Im Gegenteil – eine Schattenfrau ist oft schon aus ihrer Position heraus eher „devot“ (das meinen wir jetzt nich im sexuellen Sinn). Eine Schattenfrau hält sich länger und auch „stiller“ mit Kritik oder Vorwürfen zurück, denn sie fürchtet den Geliebten dann völlig zu verlieren. Sie stecken eher zurück, und „schlucken“ mehr hinunter. (BITTE – diejenigen die jetzt meinen „selber Schuld, wieso lässt sie sich das gefallen“ sollten nach unserer Meinung bitte erst dann mitreden, wenn sie selber mal in diesem Gefühlschaos gesteckt sind). 

Die Kombination

Wenn man jetzt alle drei Punkte zu einer Kombination zusammen führt, dann hat man den emotionalen Supergau. Devot sein, Schattenfrau und Selbstzweifel ob man denn „genug“ ist? Der Wahnsinn! Trotzdem passiert diese Kombination, und man kann nichts dagegen tun, weil man sich das nicht aussucht. Es passiert einfach. Ich habe das alles schon mal erlebt, und das ist wirklich ein Lebensabschnitt auf der Hochschaubahn. Man ist ganz oben und dann wieder ganz unten. Es ist eine Mischung aus Schweben und ins Bodenlose fallen. Die Pragmatische unter Euch wird jetzt sagen „Das tue ich mir nicht an“. Gratuliere, wenn Du das so einfach kannst, bist du wirklich taffer als ich,  oder andere Frauen, und das meine ich jetzt nicht sarkastisch. Das Problem bei der Geschichte ist meistens, dass man sexuell seine zweite Hälfte gefunden hat, die Gefühle und die Interessen die Gleichen sind, und ER der Einzige ist der unsere Zweifel ausräumen kann, aber ER ist auch derjenige,  der bereits einer anderen „gehört“.

Die Lösung

Es gibt keine! Naja keine ultimative Lösung die ich hier aufzeigen kann, aber es gibt sehr gute Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen. Das Problem ist nicht der Mann, nicht die Situation, sondern WIR SELBER!. Unsere Zweifel sind das Problem. Warum glaubt Frau dass sie NUR die ZWEITE ist? Weil wir es uns einbilden! Warum sollte sich ein Mann, bei dem in der Ehe oder Beziehung alles super läuft eine Affäre antun? Eben! Er tut es nicht, wenn alles Ok ist, sondern weil eben einiges im Argen liegt. Warum „geraten“ wir Frauen an so einen Mann? Weil wir uns das nicht aussuchen, sondern es passiert einfach, dass wir uns verlieben oder uns devot hingeben. Wir sind außergewöhnlich, einzigartig, und offensichtlich für einen Mann so hinreißend,  dass er alle Bedenken über Board wirft und sich nicht nur als Liebhaber anbietet, sondern auch als Dom.

Jeder verantwortungsvolle Dom wird niemals etwas tun, dass einer Sub schadet. Weder körperlich noch emotional. Wir geben Dir recht – wenn ein Dom nicht verantwortungsvoll ist, dann ist er definitiv in allen Bereichen nicht zu empfehlen. Er wird sich um unsere Zweifel oder Ängste nicht kümmern, sondern ein Egomane sein, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Dann ist er aber auch als Mensch im Allgemeinen nicht gut für das Seelenheil.

Zweifel nicht

Unser Rat für Dich kann nur lauten – zweifel nicht an dir selbst, denn das brauchst du nicht. Du bist als Frau wunderbar, einmalig und hinreißend. Egal wie viele Mängel Du auch an dir selber entdeckst, oder wie viele Fehler Du an dir suchst. Du suchst Dir nicht aus in welchen Mann Du dich verliebst, welchen Mann Du dich ergibst und auslieferst. Es ist eben so, und manche Dinge kann man nicht ändern. Genieße jeden Moment, jede Berührung und jeden demütigen Moment, denn DU BIST EINZIGARTIG!

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P

Im Schatten

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Die heutige Geschichte kommt aus der Feder von C. Die Idee kam ihr, als wir den Beitrag von Die Schattenfrau schrieben. Der Inhalt ist stellenweise von Ihr selbst erlebt, und teilweise erfunden. Ich finde die Geschichte toll, und wir hoffen du natürlich auch. Sogar ich als hart gesottener Macho musste manchmal schlucken. Aber liest selber…

Erotische Geschichten

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Die Schattenfrau

Hallo liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

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Bildquelle : Google

Die Geliebte, die Mätresse, die Konkubine, die ewig Zweite Frau. Und auch wieder nicht. Zum besseren Verständnis für alle. Ich schreibe hier nicht aus der reinen Theorie, ich war die Schattenfrau, über viele Jahre. Ich will auch nichts schön reden, es war immer eine Hochschaubahn der Emotionen. Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt. Natürlich könnte ich jetzt zu meiner Verteidigung sagen, ich war jung und auch noch unerfahren, und das mir so etwas heute nicht mehr passieren könnte. Doch es könnte. Und es kann jeder Frau passieren, dass sie sich wieder jeglicher Vernunft und Verstandes in einen verheirateten Mann verliebt. Umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus, denn auch der Mann (obwohl verheiratet) kann sich verlieben in seine Schattenfrau, nämlich dann wenn es nicht nur ums Sexuelle geht.

Fangen wir aber der Reihe nach an (schon wieder greife ich mir selber vor). Ich lernte diesen Mann – nennen wir ihn mal A. – auf meinen damaligen Arbeitsplatz kennen. Ich öffnete die Türe, er stand auf der anderen Seite, und wir liefen fast ineinander. Tja, da war der Blick, der Duft der von ihm ausging, und der lockere Spruch „Das wäre jetzt der schönste Unfall  geworden, der mir je an einem Montag passiert wäre“. Da wir uns noch nicht kannten stellten wir uns vor. Den ganzen Tag kreisten wir umeinander wie zwei Adler die sich nicht aus den Augen ließen. Dann war Feierabend. Er verabschiedete sich und ging. Irgendwie war ich schon enttäuscht, aber naja- auch nicht tragisch. Da unmittelbar in  der Nähe eine Kneipe war, wo sich viele Kollegen nach Feierabend trafen, ging ich eben mal alleine auf einen Absacker hin. Und als ich das Lokal betrat – das saß ER.

Konnte nur Zufall sein, denn ich habe mit keinem Wort diese Kneipe erwähnt. Er kam auf mich zu, und meinte „ich habe gehofft, dass Du heute hier herkommst. Deine Kollegen haben mir verraten, dass ihr hier öfters seid.“ Wir setzten uns an die Bar, und fingen an zu reden. Das nächste mal das ich auf die Uhr sah, war es weit nach Mitternacht, und der Wirt wollte Feierabend machen. Als ich mich verabschieden wollte, hielt er mich fest, und sagte „Ich muss Dir was sagen. Ich bin verheiratet.“ Kein – ach ich bin ja so unglücklich, meine Ehe läuft nicht oder sonstiges. Einfach kurz und knackig „ich bin verheiratet“. Die Logischen unter Euch werden jetzt aufschreien. JA – ich hätte Danke sagen sollen und gehen – ALLEINE. Tat ich aber nicht. Ich sagte nichts, ich nahm einfach seine Hand. Er zog mich an sich und küsste mich.

Er verließ um vier Uhr morgens meine Wohnung, und ich kann jetzt nicht sagen, dass ich da schon Hals über Kopf verliebt war. Da war ich noch so realistisch, dass ich mir sagte „Ja war toll, aber der ist vergeben und hat sicher immer wieder was nebenbei laufen“. Es blieb nicht bei diesem einen Mal. Ich wurde die „Montagsfrau“. Der Montag war unser Tag, und es war auch nicht so, dass wir uns nur trafen zum vögeln. Im Sommer gingen wir baden, wir gingen ins Kino (Ja ok – wir schmusten mehr als wir uns den Film ansahen 😉 ), oder wir kochten etwas zusammen. Er wollte, dass ich mit entscheiden sollte, was er sich für ein Auto als nächster kaufte, usw. Ich war TEIL seines Lebens, weil er mich dazu machte, und auch umgekehrt.  Ich vermisste nichts – fast ein Jahr lang. Ich war immer schon selbstständig, und daher genoss ich auch die Zeit alleine, und freute mich auf Montag.

Die Probleme fingen erst an, als er mit seiner Frau auf Urlaub fuhr  – 3 WOCHEN lang. Handy, Whats App etc. das gab es noch nicht, und die drei Wochen wurden zur Ewigkeit. Als er dann endlich wieder da war meldete er sich erst ein paar Tage später. Ich war sauer und verletzt und beendete die Sache. Ich weinte tagelang, denn auch wenn es logisch ist die Geschichte zu beenden, weh tut es trotzdem. Ab da fing das „Auf und Ab“ Spiel an. Er kam, wir stritten das die Fetzen flogen, wir versöhnten uns wieder, und dann nach ein paar Wochen ging das Theater von vorne los. Erst als er eines Tages vor meiner Türe stand – es war KEIN Montag – mir sagte, ich soll mich anziehen, denn wir hätten einen Termin, da spürte ich das er sich entschieden hatte, und zwar ohne das ich etwas dazu tat. Wir fuhren gemeinsam zum Scheidungsanwalt, und er reichte die Scheidung ein. Leider begann dann auch der Rosenkrieg. Er und seine Frau waren ziemlich vermögend, und der Streit ums Geld zog sich über ein Jahr. Dieses ewige hin und her, die Attacken seiner „noch“ Frau hielt unsere Beziehung aber nicht aus, und wir trennten uns endgültig – friedlich, aber schmerzvoll für uns BEIDE.

Heute noch denke ich manchmal an ihn –  denn obwohl ich die Schattenfrau, war ich doch unglaublich glücklich in diesem Lebensabschnitt, und ich erlebte Dinge, die ich niemals bereue. Das Witzige war, dass wir uns im Laufe der letzten zwanzig Jahre immer wieder über den Weg gelaufen sind, wir wärmten die Geschichte aber nur einmal kurz wieder auf. Es war nicht mehr das Gleiche. Beim letzten Mal als wir uns zufällig in einem Freibad über den Weg liefen, da konnten wir über die letzen zwanzig Jahre reden, und er versicherte mir, ebenso wie ich ihn, dass es die Beste Zeit seines Lebens war, aber eben der Zeitpunkt für uns nicht bestimmt war. Zum Abschluss gaben wir uns die Hand und gingen getrennte Wege.

Ob ich es heute anders machen würde? Nein! Ich klage nicht und jammere auch nicht. Es war so wie es war.  Ob mir so etwas wieder passieren könnte? – SELBSTVERSTÄNDLICH, denn in wen man sich verliebt das kann man nicht bestimmen. Auch wenn jetzt ganz viele taffe Frauen sagen „Mir kann das nicht passieren, so blöd bin ich nicht“, dann können sie das nur sagen weil es ihnen noch nie passiert ist, und mit blöd hat das gar nichts zu tun. Und eines ist mir persönlich ganz wichtig zu sagen: Die Geliebte ist nicht der Grund warum eine Ehe auseinander geht,- sie ist maximal der Auslöser, denn die Geliebte gibt es erst dann,  wenn die Beziehung schon einen Sprung hat. Hätte sie das nämlich nicht, dann hätte die Geliebte gar keine Chance.

Also verurteilt nicht die Schattenfrauen sonst fragt euch selber „kann ich steuern,  in wen ich mich verliebe?“ (Diejenige die diese Frage mit JA beantwortet, würde ich aber dann sehr gerne kennen lernen 😉 ). Es gibt sicher die notorischen Fremdgeher, aber die haben nicht nur eine Geliebte, sondern immer wieder wechselnde Gespielinnen, und die fallen jetzt sicher nicht unter die Kategorie „Mr. Charming“, aber es gibt wie man an meinen Beispiel sieht, auch Männer die irgendwann zugeben, dass die Geliebte zur Liebe geworden ist, und handeln auch dementsprechend.

Manchmal wenn Montag ist, da denke ich noch an diese Augen, diesen Duft……

Alles Liebe

Eure C. und P.