Alles unter Kontrolle

Lieber Extrem Unlimited Leser(in)!

Alles unter Kontrolle – Wie jetzt genau?

In der Aufregung unseres Umzuges in eine neue Wohnung, habe ich trotzdem Zeit gefunden mit einer guten Freundin aus Berlin zu skypen (wenn Berlin anruft MUSS einfach Zeit sein). Diese Frau ist für mich das Sinnbild von Tugend und Moral, ohne dabei aber spießig oder verklemmt zu sein. Eine Frau Mitte dreißig, verheiratet, mit Zwillingsmädchen im Alter von 13 Jahren,  und mit dem klassischen Haus und Garten in der Nähe vom Grunewald. Also das perfekte Leben wie man es aus Filmen kennt. Wie man es sich vielleicht schon manchmal selbst gewünscht hat. Ich muss zugeben, dass ich mich selbst manchmal ertappt habe, wie ich sie still beneidet habe um diese innere Ruhe und diese Ruhe die sie auch ausstrahlt. Diese „Erdung“ habe ich immer gemünzt auf DAS perfekte Beziehungsleben, dass sie für sich selber führt.

Oder auch nicht

Mein Erstaunen war jedoch ziemlich groß, als sie mir fast „nebenbei“ erzählte, dass sie mit einem Kollegen, den sie auch schon ziemlich lange kennt, geknutscht hätte, aber mehr ist nicht passiert. Aber hallo – was heißt hier „nicht mehr“? Wir sind ja immer der Meinung, dass ein Kuss immer intimer ist als ein Geschlechtsakt. Der ist nur der fortlaufende „rote Faden“ des Knutschens (wenn das auch gut genug war um es fortzuführen 😉 ). Wie sie mir das so erzählte (jeder von uns mit einem Glas Wein in der Hand vor dem Bildschirm) versicherte sie mir ungezählte Male „Alles unter Kontrolle“ zu haben. „Es sei ja nichts passiert, und sie will das „Wohlfühlgefühl“ gar nicht abstreiten, aber das da sicher nicht mehr passieren wird als eben diese Knutscherei. Also „Alles unter Kontrolle“.

alles unter kontrolle
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Das Bild gerät ins Wanken

Abgesehen davon, dass ich beim ungezählten Male „Alles unter Kontrolle“ bereits Ausschlag bekam, erweckte es in mir eindeutig den Eindruck, dass da gar nichts unter Kontrolle war. Habe ich mich von meinem eigenen gemachten Bild dieser tugendhaften Frau täuschen lassen. JA! – und das war ein Fehler, denn die – nach außen hin – perfekteste Beziehung kann Risse haben, die Ausstehende nicht mal ansatzweise wahr nehmen, und vielleicht nicht mal die Betreffende Person erahnt. Es fehlt etwas in einer Beziehung, wenn man plötzlich (verzeiht mir die dramatische Darstellung) in den Armen eines anderen liegt, und dann dieses Szenario noch geniest. WAS ist „schief gelaufen“, dass man es selbst nicht bemerkt hat. Es ist doch alles so wie man es sich immer erträumt hat?, oder gerät das eigene gemachte Bild einer Beziehung plötzlich ins Wanken?

Du funktionierst

Meine liebe Freundin tat genau das in unserer Unterhaltung, was mich noch hellhöriger werden ließ. Sie erzählte mir auf einmal in allen bunten Facetten wie toll ihr Mann ist, dass „alles in Ordnung sei“, und das mit der Knutscherei eben nur ein emotionaler Ausrutscher. Da ich sie für eine sehr kluge Frau halte, sah ich sie via Videochat an, als ob mich gerade der Bus überfahren hätte, denn es konnte nicht ihr Ernst sein, mir das wirklich verkaufen zu wollen. Sie musste doch selber wissen, dass etwas nicht stimmen konnte, wenn einem so etwas „passiert“. Ich fragte sie auf den Kopf zu ob sie das wirklich so meint, oder ob sie sich das nur selber einredet um sich besser zu fühlen? Dann stellte ich die Kardinalsfrage, die zwar unangenehm ist, aber wenn man sie sich nicht selber stellt, müssen es eben gute Freunde tun. „Sag mal lebst und liebst du noch wirklich, oder funktionierst du nur mehr?“.

Die Wahrheit ist nicht immer easy

Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Sie funktionierte, als Ehefrau, Mutter, Hausfrau. Sie stellte keine Anforderungen, und genau da lag aus meiner Sicht das Problem. Sie forderte nichts für sich als FRAU ein. Etwas das nur ihr gehörte, dass sie wollte, und auch benötigte, – nämlich die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, ohne eine Gegenleistung geben zu müssen. Diese Knutscherei mit dem Kollegen den man schon jahrelang kennt (und wo eine Vertrautheit vorhanden ist) war genau das. Er gab ihr die Aufmerksamkeit, das Gefühl begehrt und gewollt zu werden, und sich die ZEIT jetzt zu nehmen – für SIE. Das war der Knackpunkt.

Glückwunsch

Ich konnte sie zu diesem Schritt nur beglückwünschen, denn sie holte sich etwas, dass sie offensichtlich mehr als dringend benötigte. Zuneigung, das Feeling begehrt zu sein, Lippen wieder mal auf sich zu spüren, die nicht nach 2 Sekunden wieder verschwinden, sondern die „mehr wollen“ – von IHR mehr wollen – SIE wollen. Das ist legitim. Jeder Partner(in) sollte sich jetzt bei der Nase nehmen und sich selber die Frage stellen „Was habe ich nicht bemerkt, dass er/sie es sich von einer(m) anderen holt? Warum küsse ich ihn/sie nicht mehr so wie früher?“ Es wäre jetzt leicht mit dem Finger auf die Person zu zeigen und zu sagen „wie kannst Du nur deinen Mann hintergehen?“ VORSICHT vor solchen Anschuldigungen, denn oft steckt hinter so einer Geschichte eine ganz andere, längere Geschichte die dazu geführt hat, und wenn man Freund(in) ist, sollte man sich die Zeit nehmen und auch genau zuhören bevor man urteilt.

Alles unter Kontrolle – es geht weiter

Das mit „Alles unter Kontrolle“ endet nicht mit einer wilden Knutscherei, sondern hat eine Fortsetzung, aber ich habe sie mal in dem Glauben gelassen, die Situation völlig im Griff zu haben. Ich dachte es bringt jetzt gar nichts, ihr zu sagen, dass das noch nicht der Schlusspunkt war. Sie braucht die Sicherheit noch immer diejenige zu sein die alles im Griff hat. Sie wird noch früh genug dahinter steigen, dass sie nur mal gekostet hat von dem Dopamin Cocktail, und bekanntlich will man dann sehr oft das ganze Glas austrinken.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Der Rest ist Schweigen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der Rest ist Schweigen bei einer Trennung

Der Rest ist Schweigen–oder so ähnlich gestaltet es sich manchmal wenn eine Trennung plötzlich präsent ist. Ich greife aber schon wieder vor. Beginnen wir von Vorne. Trennung ist immer schwer. Trennung tut immer weh, und hinterlässt oft dicke Narben oder seelischen Schmerz den es zu überwinden gilt. Manche Menschen scheitern an diesem Überwinden des Schmerzes. Sie hören auf zu Vertrauen, und lassen keinen Menschen (oder Partner) in ihren emotionalen Bereich. Sie werden oft kalt, unnahbar, vielleicht sogar abstoßend durch ihre Art und für das andere Geschlecht äußerst unattraktiv.

Greif mich nicht an

Die „Unattraktivität“ äußert sich oft schon wie man einen anderen ansieht. Immer Kampfbereit, immer in Abwehrstellung – frei nach dem Motto „Greif mich ja nicht an“. Ich selber habe gelernt, dass dieses abwehrende Verhalten immer dann entsteht, wenn die Trennung von einem Partner nicht vorhersehbar war. Wo keine Szenen, Exzesse oder Streitereien den Alltag bestimmten, und eine Beendigung der Beziehung abzusehen war. Die Trennung spürte ich nicht, ahnte sie nicht mal auf mich zukommen, und doch plötzlich war sie da. Kurz, knackig, und mit vielen unbeantworteten Fragen. Fragen die einen quälen und innerlich auffressen. Man sieht sich selber zu wie man zerfällt, und auseinander bricht wie eine hauchdünne Glasflasche.

Warum sprichst Du nicht mit mir?

Plötzlich bekommt man in einen Anruf, einen Brief oder aber auch bei einem  kurzen Treffen die Trennung präsentiert. Wenn dann noch der Nachsatz kommt „Es hat nichts mit Dir zu tun“, dann ist man knapp davor entweder zu explodieren, oder innerlich abzusterben. Hier geht es nicht um eine „Andere“, oder das die Beziehung langweilig geworden ist. Es gibt für Dich keine erklärbare Rechtfertigung für diesen drastischen Schritt. Bevor man dann auch noch irgendwelche klärenden Fragen bzw Antworten bekommt, ist der Andere schon weg. „Warum sprichst Du nicht mit mir?“ Man steht da, und die Welt beginnt still zu stehen. Dafür arbeitet das Gehirn wie auf Hochtouren. Tausend Fragen überschlagen sich, und man schafft es nicht irgend etwas zu ordnen oder auf die Reihe zu bekommen.

„Wie geht’s Dir?“ – Danke, ich funktioniere!

Was tut Frau in so einer Situation? Klar, die beste Freundin oder der beste Freund muss herhalten. Können sie auch helfen? – Ich bin der Meinung NEIN!. Keiner kann Dir helfen. Der Einzige der Dir helfen könnte, ist derjenige der Dich verlassen hast. Wenn Dich jemand fragt „Wie geht’s Dir“?, dann antwortest Du meistens „Gut, oder es geht so“, aber eigentlich funktionierst Du nur. Man isst, schläft, arbeitet, aber innerlich ist man wie gelähmt. Ich spreche hier nicht von Liebeskummer der in ein paar Wochen vorbeigeht, sondern davon wenn man seine „Zweite Hälfte“ verloren hat, und die man vielleicht lange gesucht hat. Wo alles funktioniert hat, und offensichtlich war doch der andere nicht so glücklich wie man selbst.

Kein Ratgeber der Welt hilft etwas

Kann man das wirklich übersehen haben? Ist es denkbar, dass man in seiner eigenen „Glücksblase“ nicht mit bekommen hat, dass der andere nicht so happy war? Diese und andere tausend Fragen kann kein „Trennungsratgeber“ beantworten. Diese  Ratgeber die man in jeder Buchhandlung kaufen kann,  finde ich so hilfreich wie eine Klimaanlage im Winter. Ja, sind nett zu lesen. Man findet tausend Tipps wie man wieder zu sich selber findet, und dass die Beziehung ja dann doch nicht das „Wahre“ war, und dass der Schmerz auch vorbei gehen wird (super,- aber wann schreiben sie nicht dazu), dass man sich nicht hängen lassen soll, und alles Alte auch etwas Neues in sich birgt. Kurze Frage? – Hat Dir das jetzt geholfen? Also mir nicht!

Was hilft?

Ich weiß es nicht! Ehrlich! Reden hilft sicher, auch wenn Freunde einen  nicht aktiv helfen können, aber das immer wieder erzählen des „Dramas“ hat sich etwas reinigendes an sich. Man kann sich versuchen irgendwie abzulenken, oder auch unter Menschen zu gehen, aber vor allem finde ich, dass man mal über sich nach denkt. In sich geht, und versucht mit dem Schmerz umgehen zu lernen. Das ist sicher bei jeden Menschen anders, und NEIN – da gibt es auch kein Universalrezept! Wenn eine Glasvase kaputt geht, wird man sie vielleicht versuchen zu kleben, aber es wird trotzdem nie wieder so sein wie man es geliebt, und sich in Sicherheit gewiegt hat.

Jeder Tag ist eine Herausforderung

Jeder Tag wird eine neue Herausforderung sein. Du wirst vielleicht an einem Tag wach werden und es wird Dir „leichter ums Herz sein“, aber genauso wird es Tage geben wo es genauso sehr weh tut wie in der ersten Stunde. Du kannst nur kleine Schritte tun, und dich mit deiner gefühlsmäßigen Tagesverfassung anfreunden und sie auch akzeptieren. Falls Du gerade in so einer Situation bist und jemanden zum auskotzen brauchst, kannst Du Dich gerne an unsere „Kotzbox“ wenden, aber den Schmerz werden wir Dir leider nicht abnehmen können. Wir können Dir nicht die Stunden abnehmen, wo Du in Tränen ausbrichst, weil Du in einen Supermarkt gehst, und die Quarktaschen die im Regal liegen,  Dich in einen Zustand der absoluten Bodenlosigkeit stürzen, weil „Ihr beiden die immer so gerne gegessen habt“. 

Der Rest ist Schweigen

Fragen die nicht beantwortet wurden, Antworten nach denen du förmlich schreist, und dieser immer wiederkehrende Schmerz den kann Dir niemand nehmen. Man kann nur versuchen Dir das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein, aber der Rest ist eben Schweigen……

Bis dahin alles Liebe

Eure C.und P.

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Abstinenz macht geil

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Abstinenz macht geil – klingt jetzt mal wieder seltsam. Der Titel dieses Beitrages kommt mal wieder von P. Warum? Weil er es mal wieder vom Stapel gelassen hat. Natürlich wie immer in der unpassendsten Situation. Nämlich dann wenn ich mal wieder scharf wie eine Rasierklinge bin, und er den Eindruck erweckt, dass er es eben nicht ist. Aber die Aussage regt auch zum nachdenken an. Macht Abstinenz wirklich geil? Ist die Enthaltsamkeit förderlich für die Lust, oder macht sie ab einem gewissen Zeitpunkt frustig?

Abstinenz macht geil? Einmal so und einmal so

Es ist mal so und mal so bei mir. Ich kann nur die Meinungen wieder geben die mir zugetragen wird, bzw die ich selber empfinde. Abstinenz macht mich nur bis zu einer gewissen Grenze geil und scharf. Wenn man in dieser Zeit mit Worten, Phantasien und Neckereien miteinander spielt, dann ist die Abstinenz von schwitzenden geilen Körpern kein Problem. Allerdings wenn dieses Spielereien ausbleiben, dann fängt es an zuerst nur unangenehm zu werden, dann steigert sich das ganze schon in sozialer Unverträglichkeit gegenüber der Umwelt (was wir demnächst noch in einem Beitrag genauer erklären werden), und der Höhepunkt wird dann erreicht, wenn – wie in meinem Fall – P. mal wieder keinen Mucks bezüglich Sex äußert, und mir die Geilheit schon aus jeder Pore dringt. Wenn das Ganze dann noch von einem blöden Spruch von ihm garniert wird wie „Mach dich rar, dann wirst Du interessant“ würde ich am liebsten aus der Haut fahren.

Geil und zickig

Ich bin in solchen Phasen geil und zickig. Da ich aber dazu neige meine Zickigkeit nicht mit schreien oder streiten auszuleben, sondern eher mit spitzen und scharfen Bemerkungen wie zum Beispiel : “ Naja, der Wunsch mit mir zu ficken ist offensichtlich gerade nicht so hoch im Kurs.“ Worauf ein gegrunztes „Mmmmm“ kommt. Jede aufmerksame Leserin wird vielleicht selber jetzt ein leicht kochendes Gefühl in der Brust spüren, und sich denken „Poah, ich würde explodieren.“ Ja, meine Lieben – BIN ICH AUCH! Mein Bedürfnis in solchen Situationen mit P. überhaupt zu sprechen hält sich dermaßen in Grenzen, da ist ein Kanaldeckel eine Quasselstrippe gegen mich.

Männer, Sex und darüber reden

Drei Dinge die mir persönlich noch nie untergekommen sind: Männer, Sex und darüber reden. Männer können länger abstinent beim Sex bleiben als wir Frauen (traurig aber wahr), sie treten es nicht breit. Wie es ist, so ist es eben. Die Frage die sich mir dann immer aufdrängt : WARUM, können sie mal nicht auch jammern? Weil es schlicht und einfach „unmännlich“ sich zu beklagen. Punkt. Schlicht und einfach. Das ist natürlich nur meine Theorie. Ich habe das daran bemerkt, je mehr ich mich beklage über mangelnden Sex, desto einsilbiger wird P. Geredet wird erst dann darüber wenn wir wieder mal vögeln das die Schwarte kracht. ERST DANN kommen Sätze wie „Das war jetzt aber mal schon längst überfällig, und so lange warten WIR (man beachte die Wortwahl „wir“) nicht mehr.

Kopf voll, Penis nicht vorhanden

Männer sind Denker, vor allem wenn es um das Berufliche oder Existentielle geht. Läuft es im Job unrund, oder gibt es andere Probleme zu bewältigen die die Existenz sichern, dann ist der Penis für den Mann quasi gar nicht vorhanden. Sprechen wir Frauen dann über Sex, oder noch schlimmer über das Dringende Bedürfnis mal wieder Sex haben zu wollen (oder müssen), dann  ist es ungefähr so wie wenn man nach einem Urlaub verlangt,  obwohl kein Geld am Konto ist. Für den Mann (zumindest für P.) ist in solchen Augenblicken Sex so ziemlich das Unwichtigste , was man (oder Frau) sich nur vorstellen kann.

Wie damit umgehen?

Wie soll man mit so einer Situation umgehen als Frau? Ich kann jetzt nur aus meinen Erfahrungen sprechen. Auf gar keinen Fall sollte man von vorne herein annehmen, dass man für den Liebsten sexuell völlig uninteressant  geworden ist (in den meisten Fällen ist es nämlich gar nicht so). Ich habe am Anfang den Fehler begangen, Druck zu machen. Mit Sätzen wie “ na wann denn endlich?“, oder „Ich will vögeln, wann bist du da?“ habe ich die Sache nur noch schlimmer gemacht. Wisst Ihr was ich jetzt mache – NICHTS. Ich warte einfach ab. Druck macht Gegendruck, und dann artet es meistens in Frust und eisernen Schweigen aus. Das klingt jetzt banal, ist aber das Effektivste, denn eines ist immer noch ein Gesetz der Evolution – Männer sind Jäger, und wenn die merken, dass Frau es „gar nicht so nötig“ hat, dann wird sehr schnell das Interesse oder bzw die Priorität für Sex wieder geweckt. Dann ist das mit der Abstinenz rasch beendet. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Ungesagte Worte…

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Kennst du diese Situation? – Du willst jemanden deine Liebe gestehen, dich von ihm/ihr trennen, deinem(r) Liebsten einmal das sagen was dir auf der Seele brennt, weil es dich belastet, und dir schlicht auf die Nerven geht?  Ja reden miteinander – das wäre eine Option, aber sind wir uns doch mal ehrlich – wir finden doch selber immer wieder Ausreden um das Unangenehme von uns weg zu schieben, oder? Es ist zu spät, zu kalt, zu unpassend, zu müde, hat sich nicht ergeben, wollte keinen Streit vom Zaun brechen Momente?

Ich habe mir angewöhnt alles auf zu schreiben, und dann P. so zu übermitteln. Ich habe nämlich genau die Ausreden immer parat die oben beschrieben sind. Ich habe Angst vor der eigenen Courage, und auch vielleicht vor der Reaktion des anderen. (was ist wenn er mich jetzt für eine Zicke hält, mich dann nicht mehr mag, sich von mir trennt, er/sie gar nicht in mich verliebt ist so wie ich?). Alles Fragen die im Kopf schwirren, und man es dann doch nicht in Worte fassen kann um es dem anderen zu sagen. Dann gibt es auch das krasse Gegenteil. Man schreit alles heraus was in einem selber schon Wochen oder Monate gekocht hat, und dann explodiert der Vulkan. Dann ist aber auch der Streit, oder das eiserne Schweigen des anderen absolut sicher. Macht noch frustrierter (ich weiß wovon ich rede).

Jeder hat keinen Blog wo er alles in Worte fassen und veröffentlichen kann, aber wir können euch die Möglichkeit anbieten Eure Worte bei uns zu posten. Alles was man aufschreibt tut man überlegt. Da flutscht meistens kein unbedachtes Wort heraus, denn man liest sich die Worte die man geschrieben hat noch ein,- oder mehrmals durch. Hier könnt ihr es in die Welt schreien ohne wirklich dabei zu schreien, und wenn ihr es einfach nur los werden wollt.  Oder aber ihr schnappt Euch Papier und Stift und schreibt es auf. Bitte verfasst so etwas nicht in einer Mail, oder womöglich in einer Whats App Nachricht an den anderen (unpersönlicher geht es ja dann schon nicht mehr). Es sollte was persönliches sein, oder aber eben es nur mal los zu werden.

Ich gebe P. die Nachrichten nie persönlich, sondern verpacke sie in unseren Blog (den er aber fast nie liest wenn der Beitrag fertig ist) , aber manchmal geht er mir so auf die Nerven oder ist auch verletzend, dass ich mir alles von der Seele schreibe. Ich verarbeite die unangenehmen Dinge besser, oder betrachte beim Schreiben Dinge plötzlich nicht mehr so dramatisch. Natürlich ist das persönliche Gespräch noch immer das Beste, aber wenn man so wie ich oft nur ein „Mmmm“, oder eine „Schauen wir mal“ zu hören bekomme, also der Dialog eigentlich nur mehr ein Monolog ist, dann kann ich es genauso gut aufschreiben, posten und da bekomme ich oft Feedback, dass mir über mein „Down“ hinweg hilft.

Für ein Down ist unsere Zeit viel zu kostbar. Schreibe es auf was dich belastet, gib es ihm/ihr, oder schreie es lautlos auf unseren Blog hinaus. Hilft ungemein! 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Der Countdown läuft..

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir haben es Dir ja schon im Dezember angekündigt und auch versprochen. Es gibt Neuerungen auf unseren Blog. Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir das wirklich machen sollen, bzw ob Dir das gefällt? Da wir aber anders als andere Blogs sind (das behauptet sicher jeder Blogger 😉 ) , und noch immer unser größtes Anliegen ist, so viele Meinungen, Ansichten und Erfahrungen von Dir zu erfahren, haben wir uns aber auch gedacht, dass es für viele Frauen (und auch Männer die unseren Blog lesen) eine Bereicherung ist,  sich nicht nur „auszukotzen“, sondern einen Ratschlag oder Tipp von uns zu bekommen. Du kennst das sicher, – ein Fremder hat oft eine objektivere Sicht der Dinge und ist rationaler im Denken, weil er emotional nicht verwickelt ist. Der Kummer der uns Frauen oft quält kommt oft durch – na klar – von oder durch Männer! (umgekehrt ist es aber nicht anders!)

Wir meinen das nicht böse, sondern einfach aus den Erfahrungen die wir (bzw nur ich C. gemacht habe) . Wenn es keine Männer gebe, gebe es keine Frauen Nachmittage, oder Nächte wo stundenlang darüber geredet wird warum ER SIE nicht versteht. Aber auch in Beziehungen kann es nicht nur kurz krachen, sondern echt eng werden, wenn es überall aneckt, vor allem im Bett. Dafür gibt es jetzt unsere

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Extrem Kotz Box

Hier kannst Du uns alles anonym sagen, und wenn wir selber keinen Rat haben sollten der Dir weiter hilft, dann stellen wir die Frage einfach an unsere Leser weiter. Hier ist auch die Möglichkeit, dass sich Freundschaften entwickeln. (So habe ich einige Freunde bei Twitter gefunden!). Aber es reicht ja oft schon das man sein Problem irgendwo „parken“ kann.

Die zweite Seite die es geben wird ist

 

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Extrem Event

An dieser Seite bzw deren Inhalt haben wir sehr lange gefeilt und gebastelt. Eine genaue Beschreibung was Extrem Event ist erfährst Du am Freitag 12.1.2018 auf der Seite. Wir können aber soviel verraten – es ist eine andere Form von Events als Du vielleicht denken magst.

Also der Countdown beginnt jetzt. Es sind nur mehr 4 Tage bis die neuen Seiten online sind. Auch hier sind wir für jedes Feedback dankbar.

 

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

ONS, Seitensprung, Fremdgehen, Affäre, Verhältnis – 5 Unterschiede die Dich erstaunen werden

Hat alles mit Untreue zu tun?

Nein, hat alles mit falsch verstandener Treue zu tun. Was bedeutet Treue eigentlich wirklich bzw. wie wird es definiert. Treue bedeutet „fest sein“, „sicher sein“, „hoffen, glauben, wagen“. Und Vertrauen! – wir haben es nicht vergessen. Was geschieht wenn der Partner eines der oben genannten Dinge tut? Er missbraucht unser Vertrauen? Ja, wenn er uns davon nicht erzählt schon. Aber sonst? Was ändert es? Oder wärst Du dadurch vielleicht in der Situation Deine eigene Beziehung zu hinterfragen, und auch auf Deine Fehler zu schauen?

P. und ich reden immer wieder über dieses Thema, und haben viel recherchiert. Du wirst staunen, Männer verzeihen einen ONS oder sonstiges (vor allem wenn SIE sich „nur“ einen Callboy geleistet hat) viel eher als wir Frauen Warum? – weil sie so viel Selbstbewusstsein besitzen, um sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, und nicht so schnell eine äußerliche Bedrohung wittert. Für die Männer wird es erst dann heikel, wenn die Bedrohung besteht, dass seine Liebste ihn wegen eines Anderen verlässt. Frauen sind da leider nicht so einfach gestrickt (ja, wir sind wirklich manchmal ein wenig verbohrt). Es gibt meistens Szenen, Tränen, gekränkte Eitelkeit, und eben das Gefühl „Ich kann diesem Mann nie wieder vertrauen“.

Und leider in den wenigsten Fällen wird von uns Frauen die entscheidende Frage gestellt „Warum?“. Wir meinen damit nicht die Frage „Warum tust Du mir das an?“, sondern die Frage „Warum hast Du es getan?“. Wenn wir Frauen unseren Liebsten die Möglichkeit geben es uns zu erklären, ohne dass sie die Angst haben müssen bei jedem zweiten Wort angebrüllt zu werden, erfährst Du nicht nur die Motivation des Anderen, sondern vielleicht auch wo es bei Euch beiden eben nicht mehr einwandfrei funktioniert.

Wir wollen aber mal versuchen Dir unsere Sichtweise und Unterschiede der sogenannten „Untreue“ zu zeigen:

One- Night – Stand: Passiert meistens ungeplant, aus einer spontanen Laune heraus (weil es gerade so lustig ist, und man vielleicht etwas beschwipst ist). In der Realität ist der One-Night-Stand oft nicht mal eine „One Night Hour“. Man geht „geknickt“ nach Hause und hat schon die Frage an sich selbst im Kopf „Was habe ich mir dabei gedacht?“ und „Wie war der Name von Ihr/Ihm noch mal?“

Fremd gehen/Seitensprung: Bei diesen zwei Begriffen haben wir fast immer die gleichwertige Erklärung gefunden. Hier handelt sich meistens um ein sogenanntes „Strohfeuer“. Mann/Frau findet plötzlich Gefallen an jemanden, den man schon besser kennt und auch eine gewisse Vertrautheit besteht. Das kann ein Kollege/in sein, oder ein Bekannte/r. Plötzlich knistert die Luft, man fühlt sich lebendig, und hat den Eindruck das Leben und den Sex neu zu erfinden. Dauert oft nur ein paar Wochen in unregelmäßigen Intervallen, und schläft dann wieder ein. Zurück bleibt ein unangenehmes Gefühl, und oft ein großes Schamgefühl allen Beteiligten gegenüber.

Affäre: Von der Definition her ist es dem Seitensprung gleich zu setzen, aber mit dem Unterschied, dass sich hier ein Gefühl von „Liebe“ bilden kann. Wir setzen den Begriff Liebe absichtlich in Anführungszeichen, denn bei einer Affäre ist man in einer Art Rausch. Meistens sexueller Natur. Der/Die Andere machen Dinge mit uns im Bett die wir nicht für möglich gehalten hätten zu erleben. Wir wollen dieses „Feeling“ nicht verlieren, weil es sich einfach so verdammt geil anfühlt, und das wird dann oft mit Liebe verwechselt. Bei einer Affäre gaben die meisten in einer Studie Befragten an, dass sie wissen, dass es nicht richtig ist den Partner zu „betrügen“, aber sie „nicht anders konnten“. Jeder Rausch hat nur mal irgendwann sein Ende, und das ist dann auch das Ende der Affäre.

Verhältnis: Bei dieser Form der „Untreue“ wird es kompliziert. Bei einem Verhältnis kommen ECHTE Gefühle ins Spiel. Man verliebt sich! Der Rausch der Affäre lässt nach, aber trotzdem will und kann man sich nicht vorstellen es zu beenden. Spätestens JETZT ist es an der Zeit mit dem Beziehungspartner/in zu reden. Hier geht es nicht mehr um eine Laune oder eine Möglichkeit die sich einfach mal so bietet. Dabei geht es um drei Menschen die darauf zusteuern unglücklich zu werden.

REDEN! REDEN! REDEN!— das ist das größte Sicherheitsnetz gegen „Untreue“. Leider mussten wir feststellen, dass das Reden zu aller erst verloren geht in einer Beziehung. Alles wird zur Routine, auch der Sex. Auch wenn Du jetzt vielleicht „aufschreien“ wirst, aber wenn es im Bett nur mehr Routine ist, dann ist deine Partnerschaft auch nur mehr Routine. Das höchste Glücksgefühl haben die Menschen, wenn sie Sex haben (das war immer so, und das wird sich auch nicht ändern, weil beim Menschen Essen und Sex die höchste Glückshormon Ausschüttung bewirkt). Leider ist der Mensch auch darauf programmiert, wenn dieses Glücksgefühl lange (oder auch sehr lange), nicht mehr in ihm ausgelöst wurde, dass er es unbewusst „sucht“. Jeder braucht dieses Feeling – abzuheben, wegzufliegen, nicht mehr „Ich selbst zu sein“.

P. und ich haben von Anfang an geredet, geredet und geredet. Gerade wir können ganz genau beschreiben wie sich ein Seitensprung, Affäre und dann ein Verhältnis anfühlt, denn das ist unsere Geschichte. Wir redeten am Anfang vor allem über die unangenehmen Dinge. Die Themen waren eben auch Eifersucht, Untreue, usw. Aber vor allem was wir wollen und was wir nicht wollen. Trotzdem war es schwierig, und wir hatten auch Probleme, aber Missgunst, Untreue und Eifersucht waren nicht dabei. Unser Gefühl von Treue ist, wenn man (auch wenn man nicht ständig zusammenlebt) der Routine keinen Raum gibt und sich ALLES erzählt. Wir meinen WIRKLICH ALLES! Wir führen keine offene Beziehung, wie viele annehmen. Wir sind uns treu, denn wir „sind fest und sicher“ und wir „hoffen, glauben und vor allem wagen“ – GEMEINSAM.

Wenn Dir „Untreue“ in deiner Beziehung passiert – egal ob Dir oder Deinem Partner (und ES KANN JEDEM passieren), dann bedeutet das nicht, dass Deine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist, sondern nur überarbeitet gehört. Und das Wort Treue hat nichts damit zu tun das Dich jemand mehr oder weniger liebt, sondern das man ehrlich genug zu sich selbst ist, und gemeinsam darüber spricht was Treue für den jeweils anderen bedeutet.
Genieße Deine Zeit mit Deinem Liebsten, und auch wenn Ihr schon Jahre zusammen seid, dann frag ihn doch einfach mal entspannt „Schon mal Lust auf Sex mit einer anderen gehabt?“ Alleine diese Frage – vielleicht begleitet von einem Glas Rotwein auf der Couch – beschert Euch sicher einen Abend von Gedankenaustausch und vielleicht MEHR. 😉

Apropos „Mehr“ –

Blowjob? Wirklich ein JOB oder Vergnügen, und 5 Tipps wie es für Dich zu einem wird!

Bis dahin alles Liebe
C. und P