Ich lasse los, ich lasse nicht los!

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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der heutige Beitrag wird sicher so manchen Psychologen oder auch Therapeuten sauer aufstoßen, weil unsere Ansicht oder auch das was uns Menschen (vor allem Frauen) erzählt haben, nicht ganz in die klassische Variation von Verarbeitung, oder um genauer zu sein, die Verarbeitung einer Trennung passt (soll ja nach Expertenmeinung sein wie ein Trauerjahr – ja wie auch immer!!) Auch gute Freunde – wirklich gute Freunde – können nicht wirklich helfen. Sie wollen es, aber sie können es in so einer Situation nicht. Redewendungen wie „andere Mütter haben auch schöne Söhne“, „denke jetzt mal nur an dich“, „die Zeit heilt alle Wunden“ (also bei dem Spruch könnte ich kotzen), oder aber auch ein Klassiker „in ein paar Monaten lachst du darüber“ (jaaaaa—-ganz sicher). Allerdings haben wir auch schon gehört „Du musst loslassen.“ Das ist der einzige Spruch, den wir ernsthaft aufgreifen möchten. Loslassen???– Wie funktioniert das?

Jeder kennt das. Die Beziehung (egal wie kurz oder lang sie gedauert hat), geht zu Ende. Im Idealfall im beiderseitigen Einvernehmen, weil man zu Zweit zu dem Entschluss gekommen ist, dass ein Leben getrennt voneinander besser ist. Was passiert aber, wenn es keine ausgesprochene Trennung gibt, sondern einer sich vom anderen immer weiter entfernt, und die Beziehung zum anderen einfach einschlafen lässt, bis der eine sagt „Was soll das alles überhaupt noch?“. In so einem Fall finden wir, dass es sich der eine Part sehr einfach macht, denn eigentlich will er/sie sich trennen, spricht es aber nicht aus, sondern zieht sich soweit zurück, bis der andere Part nicht „mehr kann“, sämtliche Bemühungen und Versuche sich zu nähern wieder gescheitert sind, und dem/derjenigen die Puste ausgeht, und das Handtuch wirft. Der Knaller ist dann aber, wenn derjenige der sich immer weiter zurückgezogen hat dann von sich gibt „Naja, Du hast dich ja von mir getrennt“.

Noch schlimmer (ja – es gibt noch eine Steigerung!) ist die oben beschriebene Situation, wenn man das Gefühl hat seinen Seelenpartner gefunden zu haben. Der skeptische und kritische Therapeut wird jetzt sagen „Das glaubt man nur, dass man ihn gefunden hat, denn sonst würde es so eine Trennung ja gar nicht geben“, aber wir sind – wie könnte es anders sein – anderer Meinung. Wir sprechen hier nicht davon, dass man dasselbe mag, oder die gleichen Vorlieben für Dinge hat, sondern von so einer Art von Verbundenheit, dass man das Gefühl hat, auch wenn mir der Partner weh tut, ist doch er der Einzige der mich trösten kann. Auch hier wird die hochgezogene Augenbraue des Psychologen zum zucken beginnen, denn in seinen Augen wird es dann (vermuten wir mal so ins Blaue hinein) sicher eine Art Abhängigkeit sein, die man unbedingt behandeln lassen sollte. Meine lieben Psychologen und Therapeuten – ein guter Ratschlag mal von uns – redet nicht mit, wenn ihr ES noch nie erlebt habt. Das gilt auch für alle guten Freunde, und das ist jetzt nicht böse gemeint.

Ihr alle könnt Betroffenen nicht helfen, denn sie schwanken ständig zwischen rebellischer Auflehnung und gleichzeitig schwindender Kraft und dem Bedürfnis sich genau an denjenigen anlehnen zu wollen, von dem man sich versucht emotional zu lösen. Da sind die einzelnen Umstände (außer es handelt sich natürlich um psychische oder physische Misshandlung) völlig unerheblich. Ihr könnt keinen erklären „Das er/sie es eh nicht wert war oder ist ihm/ihr eine Träne nachzuweinen“. Vergesst das, denn das was diese Menschen empfinden – glaubt mir – ist ihnen selbst fremd und unheimlich, weil sie sich noch niemals in ihrem Leben so gefühlt oder aber auch verhalten haben. Sie erkennen sich selber nicht, denn vor IHM/IHR war eine Trennung oder das loslassen von einem Partner eine Geschichte von maximal ein paar Monaten und dann war das Thema durch.

Es ist eine Sache die man nicht benennen kann mit einem klugen Titel, oder aber auch mit schlichten Liebeskummer. Wir haben dafür auch keinen Namen, aber so etwas gibt es. Eine liebe Freundin von mir, macht das gerade durch, und glaub mir – die steht normalerweise mit beiden Beinen im Leben, ist ein durchwegs positiver und humorvoller Mensch –  aber der Humor ging bei ihr in den letzten Wochen irgendwo verloren, denn alleine der Umstand, dass sie sich selber in so einem emotionalen Zustand nicht wieder erkennt, macht ihr mehr als zu schaffen. Die innere Ruhe ist dahin, die Konzentration fährt schon seit Wochen U-Bahn, und auch die automatische Handlung zum Telefon zu greifen, weil man die lustigen oder auch traurigen Dinge des Alltags dem anderen sofort erzählen will – weil man es immer so getan hat – zehrt an den eigenen Kräften.

Gute Ratschläge sind hier so unnötig wie ein Solarium in der Wüste, einfach DA SEIN und vor allem zuhören ist da die Devise, und das Einzige was vielleicht den Schmerz – den man selber nicht in den Griff bekommt – lindern kann, ist demjenigen zu sagen „Ich habe so etwas leider (oder Gott sein Dank) noch nie erlebt, aber ich bin da für Dich“, denn der Betroffene  – glaub mir – liegt jeden Abend zu Hause in seinen Bett und schwankt zwischen „Ich lasse los, ich lasse nicht los…..“

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

Müde und erschöpft

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du wirst Dich gestern sicher gewundert haben, dass nicht wie gewohnt der Montagsbeitrag in der Früh online war. Das hatte einen Grund. Ich hatte am Wochenende Dienst und P. ebenso. Wir waren müde und erschöpft. Wir waren erledigt. Ausgelaugt. Jeden Beitrag den wir online gestellt hätten, wäre eine lauwarme aufgewärmte Suppe gewesen,  ohne Witz und ohne Inhalt. Unsere Themen sind normalerweise im Vorfeld eingeplant, oder zumindest die groben Umrisse. Das war auch dieses Mal so, nur die Worte wollten nicht fließen, wie sie es sonst tun.

Warum? Weil im Augenblick alles und jeder von uns die volle Aufmerksamkeit einfordert. Die Arbeit, die Firma, und unseren eigenen Probleme miteinander, die sich aufgrund des immer stärker werdenden Zeitmangels auch bei uns schon in gegenseitiger Unverträglichkeit niederschlägt. Jedes Zeitfenster die wir uns vereinbaren, wird im letzten Augenblick immer wieder von irgendwelchen (auf beiden Seiten) unaufschiebbaren Dingen okkupiert. Ja ,– wir wissen was Du jetzt sagen willst. „Die schreiben vor nicht mal einer Woche, dass man sich Zeit füreinander nehmen soll und muss, und bekommen es selber nicht auf die Reihe“.

Auch wir haben Zeiten und Phasen wo es bei uns absolut nicht rund läuft, wo alles auf der Strecke bleibt, und wo sich bei mir immer die Angst einschleicht, dass dieser Zustand eventuell so bleiben könnte, und wir einander in dem Strudel aus Zeitmangel, Stress und sonstigen Dingen „verlieren“. Das dieser Zustand so lange anhalten könnte, bis wir zu einem Punkt kommen, wo wir einander gar nicht mehr wissen was wir einander erzählen sollten, weil wir über das geschäftliche „ganz wichtige, unaufschiebbare“ sich eine unerträgliche Sprachlosigkeit breit macht.

Und ja,- auch wir haben nicht für alles eine Lösung. Es ist so wie bei anderen  Dingen auch im Leben. Bei anderen weiß man immer was man zu raten hat, aber bei einem selber ist man oft so in seinen Gewohnheiten gefangen, dass man seine eigenen Ratschläge und Tipps gar nicht mehr weiß, oder etwas logisches, zielführendes erkennt. Wir laufen seit Wochen auf tausend Touren. Unsere ganze Kraft, unsere ganze Energie (die uns ja auch beflügelt) ging für unsere Projekte und auch unsere Arbeit dahin. Wir lieben all diese Dinge. Die Liebe füreinander ist sicher noch da, nur sie hat sich wie ein kleines Kind in sich zurück gezogen und trotzt.

Wir bemühen uns so sehr nicht gegenseitig anzuschnauzen, dass ich manchmal das Gefühl habe, die Last dieser Höflichkeit zueinander, liegt auf mir wie ein Hinkelstein. Wenn er gereizt ist, sage ich nichts, sondern lächle und schweige. Wenn ich gereizt bin versucht er mich krampfhaft aufzuheitern indem er alles relativiert. Genau das macht mich aber noch wütender, und ich lächle noch mehr, dass ich den Eindruck gewinne, ich müsste bereits aussehen wie eine aufgespritzte Botoxqueen der das Lächeln eingefroren ist. Wir tun alles um nicht zu streiten, und wir vermeiden alles das es uns mal Luft macht. Streiten!!!! Richtig fetzen!!

Ich kann in diesem Fall nur für mich sprechen, aber die Angst die Situation durch den Streit noch schlimmer und verfahrener zu machen,  bringt mich jedes mal dazu meinen Mund zu halten. (Und zu lächeln). Ihn, glaube ich, macht aber unrund, dass ich immer alles weglächle, aber gleichzeitig ist er darüber auch ganz froh, weil er sich auch nicht streiten will, und ihn das noch mehr nerven würde. Männer und Frauen denken vielleicht über das gleiche Problem nach, reden aber nicht darüber oder nur wenig. Die Zeit die man nämlich miteinander hat, will man dann nicht noch mit unnötigen Befindlichkeiten des anderen vollstopfen.

Ich denke, ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass wir eifrigen Bienchen sogar für Sex zu müde sind. Nicht das uns die Lust aufeinander fehlt, aber selbst für das sind wir zu erschöpft, und ich denke das ist auch legitim. Soll aber jetzt nicht heißen, dass es prickelnd ist. Im Gegenteil. Es macht mich noch unverträglicher und aggressiver, und bei diesem Punkt lächle ich jetzt mal gar nicht mehr. Noch dazu wenn es dann um das Thema mit P. geht, und er es relativiert. Also ist es für ihn nicht mehr wichtig? Bin ich vielleicht nicht mehr interessant genug oder hab ich die sexuelle Anziehungskraft verloren? Zu all dieser kühlen Stimmung kommen jetzt noch diese Fragen auf, die ich natürlich nicht stelle, wegen der oben beschriebenen Situation. Ist das jetzt ein Dauerzustand?

Wir sehen sicher beide ein, dass dies kein Dauerzustand ist, und wir wissen, dass sich (so wie immer) plötzlich und unerwartet für uns beide der „Knoten“ zwischen uns lösen wird, und wir auch im nach hinein über alles in Ruhe und auch mit der nötigen Gelassenheit reden können. Bis dahin weiß aber niemand von uns beiden wie lange es noch dauern wird, und dass macht auch müde und erschöpft. Darum verzeihe uns wenn wir nicht den geplanten Montagsbeitrag gepostet haben. Vielleicht hast DU ja für uns einen guten Ratschlag (wäre mal was anderes 😉 ). 

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Sexsucht – nicht so wie Du sie kennst!

…sondern ganz anders!

Hallo liebe Extrem Unlimited Leserin!

Du hast sicher schon mal über Sexsucht gehört, gelesen, oder irgend etwas darüber im Fernsehen oder Internet gesehen? Als Sexsucht wird Hypersexualität bezeichnet. Also einfach übersetzt: Man muss immer Sex haben, je öfters am Tag umso besser, egal ob mit dem eigenen Partner oder auch mit Anderen. Bei Frauen nennt man es auch Nymphomanie. Aber von der Art von Sexsucht wollen wir heute nichts schreiben, denn da gibt es genügend andere kluge Leute, die sich damit besser auskennen.

Heute geht es um die Sucht nach dem Einen. Dem Einen von dem man nicht loskommt. Der das eigene Leben auf den Kopf gestellt hat. Der alles was man bisher erlebt hat in den Schatten stellt. Einfach so! Und egal wie sehr man auch versucht,  sich mit anderen Männern zu vergnügen oder vielleicht auch zu verlieben, es funktioniert nicht. Aber hat das überhaupt etwas mit Liebe zu tun, oder ist es einfach nur bombastischer Sex in der strengen Version noch gepaart mit dem gleichen Sinn für Humor oder Vorliebe für gemeinsame Dinge wo alles stimmig ist, und man seinen Schlüssel für das doch empfindliche Schloss gefunden hat?

Es beginnt damit, dass man nachher das Gefühl hat,  nie wieder mit einem anderen Mann Sex haben zu wollen und auch zu können, aber dann haben wir Frauen ja noch unseren klugen Kopf (der sich auch hin und wieder in so einer Situation einschalten sollte) , der uns zu verstehen gibt, dass wir das alles jetzt völlig überbewerten. Der Kopf sagt uns : „Es ist halt phänomenaler Sex mit allen was wir uns je gewünscht haben, dieser Einer hat halt zufälligerweise genau gewusst welche Knöpfe er drehen muss, dass wir abgehen wie ein Zäpfchen. Tja, schön…alles kein Problem. Er wird uns in schöner Erinnerung bleiben, und das war es dann.“

Sagt uns der Kopf! — Ja! Leider hat der Kopf in so einer Situation nicht die Oberhand, sondern unser Bauch, oder besser gesagt unser gesamter Körper. Denn der hat seinen eigenen Plan. Er braucht dieses perfekte Zusammenspiel, denn es hat sich ja so geil angefühlt, es war perfekt (und mal ohne das du eine Anleitung geben musstest). Du hast Dich sicher gefühlt, konntest alles los lassen.  Unser Körper merkt sich so etwas, und leider merkt er es sich auch, wenn das Objekt der Begierde nicht zur Verfügung steht (weil es vielleicht ein ONS war, oder jemand den Du aus den Augen verloren hast, oder er sich einfach nicht mehr gemeldet hat).

Hier fängt es an, sich für Dich zum Problem zu entwickeln. Denn DEIN Körper braucht es. DU brauchst es! Dringend! (Und ich muss Dir die Illusion rauben, dass die Zeit alles verblassen lässt. Nein — in so einem Fall nicht). Deine Konzentration fährt auf Notstrom, deine Leistungsfähigkeit lässt vielleicht nach, und jeder der nur annähernd so lacht, so spricht oder so riecht wie ER, der hat Deine volle Aufmerksamkeit. Du fängst an zu schwitzen, Dein Herz klopft bis zum Hals und dein Mund wird trocken (die Sucht nach der nächsten Dröhnung meldet sich hier gerade!!), und dann kommt die bittere Erkenntnis, das es nur eine gewisse Ähnlichkeit ist, aber eben nicht das Original.

Kennst Du dieses Gefühl? 

Hast Du so etwas schon mal erlebt? Wenn Du jetzt „JA“ sagst, weiß ich nicht, ob ich Dich beglückwünschen, oder Mitgefühl für Dich empfinden soll. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Du nicht nur einfach guten Sex hattest, sondern Dein sexuelles Gegenstück gefunden hast, ist sehr gering und auch selten. Also eigentlich toll! Aber Du brauchst es dann auch in einer Regelmäßigkeit, und wenn diese ausbleibt (aus welchen Gründen auch immer), dann fängt es an weh zu tun. Das hat nicht immer etwas mit Liebe zu tun, sondern mit der Emotion der Verzweiflung. Verzweifelt, dass man den Einen nicht mehr ersetzen kann bzw. den Sex mit ihm, und auf der anderen Seite diese ungestillte Begierde.

(Hier habe ich heute einen wirklich zum Thema passenden Song gefunden)

 Sarah Connor „Versprochen“

Du erwartest jetzt von mir einen Ratschlag? Den gibt es nicht. Gegen so etwas ist man machtlos. Natürlich werden jetzt einige klugen Leute sagen „Das ist alles nur Einbildung, jeder ist ersetzbar, alles nur eine Frage der Zeit, die Zeit heilt alle Wunden…….“ . Ja, da müsste ich jetzt darauf antworten :“ Jeder, der so etwas noch nie erlebt oder empfunden hat, kann nicht wirklich mitreden.“ Dem ist so ein Feeling bis jetzt verborgen geblieben. Du kannst nur eines versuchen — jeden Tag versuchen damit zu leben. Du kannst versuchen deine Sucht nach ihm zu ergründen, alles auf zu rollen was denn Dein Verhalten in irgend einer Weise erklären könnte, und zu versuchen ohne ihn zu lachen. Das ist das Wichtigste!! (Und das Schwierigste!)

Aber eine Illusion muss ich Dir jetzt nehmen. Auch wenn Jahre vergehen, vergessen wirst Du IHN nie, und wenn Du das Glück (oder Pech) hast, ihn jemals wieder zu begegnen, dann kannst Du nur zwei Dinge tun: Dich umdrehen und so schnell Du nur kannst davon laufen, oder das Risiko eingehen wieder der Sucht zu erliegen, denn etwas anderes ist es nicht. Eine Sucht — nach dem EINEN.

Bitte sei nicht enttäuscht, dass dieser Beitrag etwas „ernster“ war als Du es vielleicht gewohnt bist von uns, aber wir versprechen wir bessern uns ;). Und wir fangen auch gleich damit an: Es geht nicht um Dirty Talk, aber trotzdem trägt unser nächster Beitrag den Titel:

Beschimpfe mich oder ich wechsle das Bett

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.