Einfach ICH

Ich habe mein Leben geändert. Ich habe mich jetzt nicht hin gesetzt, und habe gesagt „So ab heute wird alles anders“. Nein, es kam plötzlich und von ganz alleine. Dir ist das Wort Egoismus fremd? Du bist immer für anderen da, und stehst immer parat? Wann hast Du das das letzte Mal für Dich getan? Nicht nur für ein paar Stunden, sondern ….

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Einfach ich sein

Ich habe mein Leben geändert. Ich habe mich jetzt nicht hin gesetzt, und habe gesagt „So ab heute wird alles anders“. Nein,es kam plötzlich und von ganz alleine. Ich greife aber schon wieder vor. Diesen Beitrag schreibe ich ausnahmsweise ohne das P. seinen Senf dazu gibt. Hier geht es nur um MICH, und auch um DICH, falls Du dich bei einigen Dingen wieder erkennen solltest. Es geht darum nur einfach ich zu sein, ohne dabei die Angst zu haben etwas dabei zu verlieren.

Wann denkst Du wirklich nur an Dich?

Wann hast Du das letzte mal wirklich nur an Dich gedacht? Ich meine das jetzt nicht in Bezug auf ein paar Stunden, oder mal ein Wellness Wochenende, sondern wenn Du neue Dinge für Dich entdeckst, die Du nicht geahnt hättest, dass sie Dich ausfüllen. Die den Alltag leichter machen. So als hätte man sich neu verliebt. Ich persönlich habe bis jetzt (bzw bis vor ein paar Wochen) an mich immer zu aller Letzt gedacht. Alle anderen waren immer wichtiger als ich selber. Das war gut so für mich, weil ich dachte man muss auch etwas für andere tun, und nicht immer Egoist sein.

Egoist? – Was ist das?

Egoismus war mir immer zu Wider. Ich empfand ihn als Feind jedes Mitgefühls und sah solche Menschen immer als kleine „Narzissten“ deren Gedanken nur um sich selbst kreisen, und die sich einen Dreck darum kümmern wie es anderen in ihren Umfeld geht. Ich war ganz weit davon entfernt, und sah  mich selber als „guten“ Menschen an. Das war ich auch sicher, und ein Idiot. Leider musste ich das erkennen, bzw. habe ich Freunde die mich behutsam, aber bestimmt darauf hinwiesen, dass es keine Schande ist mal an sich zu denken, und auch lernen „Nein“ zu sagen.

Echte Freunde und Egoist – Ja das geht

Ich war immer der Ansicht, dass  – wenn ich mal egoistisch bin – meine Freunde sich von mir abwenden werden, und auch mein Partner. Es ist für andere sehr bequem wenn man immer da ist, immer parat steht um zu helfen, um zuzuhören oder bei anderen Dingen behilflich ist. Ist es auch für mich bequem? NEIN – das ist es nicht. Es verursacht Stress, und raubt Zeit die mir eigentlich zustehen würde, aber wo zieht man denn die Grenze zwischen Egoist und „helfen bis zum umfallen“? Das geht ganz einfach. Fange bei Dir selber an. Frage Dich doch selber mal „Was tut mir gut? Was will ich heute tun?“ und zwar jeden Tag.

Da wäre ja noch der Sex den man nicht hat

Jetzt muss es auch in diesem Beitrag um Männer oder um unseren Liebsten gehen. Kennst Du das Gefühl wenn es überall schon unangenehm kribbelt, weil dir die Hormone bereits bei den Ohren raus kommen, und deine Libido mehr als bereit wäre? Leider hat der Liebste aber nur einmal im Quartal Lust und Laune, oder er ist gestresst, oder was auch immer……..Auf jeden Fall brauchst Du dringend Sex um dich wieder in Gleichklang zu bringen, aber den hast Du nun mal nicht, und für einen ONS bist Du nicht bereit. Du wirst sicher auch schon so eine Phase durchlebt haben, und auch die Auswirkungen. Gereizt, nervös, unbefriedigt, ungeliebt, und ausgepowert. Je mehr Du dich bemühst den Liebsten zu ein wenig Matratzensport zu verführen, blockt dieser ab, und meint „Vielleicht am Wochenende“. (Das ist eine Antwort wie lauwarmes Bier).

Liebe Dich selber -dann läuft es

Wir Frauen neigen dazu,  uns viel zu wenig selbst zu mögen,  und schon gar nicht zu lieben. Das wäre ja dann wieder narzisstisch in den Augen der Anderen. Kümmere Dich nicht um andere, denke dir einfach  – wenn der Liebste wieder mal keinen Sex will oder die Initiative nicht ergreift – „Du weißt ja gar nicht was Du verpasst Du armer Tropf“. Lasse mal alles beiseite was Dir nicht gut tut, und liebe Dich selber. Kümmere Dich um Dich so wie Du es bis jetzt bei anderen getan hast. Echte Freunde werden Dich dabei unterstützen und Dich bestärken das zu tun, denn sie mögen und lieben Dich genau so wie Du bist, und nicht was Du leistest.

Dir gehört der ganze Kuchen und nicht nur Krümmel

Ich habe mich immer nur mit Krümmel zufrieden gegeben. Habe immer Verständnis aufgebracht, wenn man mich wieder mal in letzter Minute versetzt hat, oder  wieder nicht zurück gerufen hat, obwohl es vereinbart war. Ich habe nie auf den Tisch geschlagen und gesagt „Ich will aber den ganzen Kuchen“. Nach dem ich mich wohnungstechnisch verändert habe, alles eingerichtet war, und ich mal zum durchschnaufen gekommen bin, haben zwei liebe Freunde zu mir gesagt „Jetzt genieße es einfach,  und kümmere Dich nur um Dich.“ Also übersetzt – nimm dir den Kuchen einfach.

Auf einmal ging es ganz einfach

Ich dachte lang und ausgiebig darüber nach. Ich wog ab, und fragte mich oft „Wie soll das gehen? Nur an mich denken?“ Dann ging es aber ganz von alleine, ohne das ich viel dazu tun musste. In einer meiner letzten Umzugskartons waren meine alten Laufschuhe mit denen ich so viel gelaufen bin, dass sich bereits die Sohle aufgelöst hatte. Ich entsorgte sie schweren Herzens, und dachte an die Zeit wo ich noch regelmäßig Sport betrieben hatte. Einige Tage später fiel mir ein Prospekt in die Hand (die ich normalerweise ungelesen wegwerfe 😉 ), mit einem Angebot für Laufschuhe von Nike. Also ging ich wie selbstverständlich und kaufte sie mir.

Der erste Schritt hat gereicht

Da ich immer Probleme hatte außerhalb vom Fitnesscenter zu laufen (weil ich immer zu schnell unterwegs war und außer Puste kam) , wagte ich mich ganz langsam an die Sache heran. Ich holte mir Rat von Läufern und diversen Foren. Dann war der Tag da,  wo ich den ersten Schritt tat, und dieser reichte aus um mich frei zu laufen und Egoist zu werden. Wenn ich laufe will niemand etwas von mir (selbst wenn, es ist mir egal). Ich muss niemanden gefallen, oder jemand schmeicheln um etwas zu bekommen das mir gut tut (wie Sex 😉 ). Da ist der Weg, oder die Strasse,  und ICH mit meiner Lieblingsmusik im Ohr. Diese Zeit am Tag gehört mir, und ich nehme sie mir wann immer ich sie brauche und möchte.

Es lebt sich freier

Egal was Du tust, denke jeden Tag an Dich selber. Hab Dich selber lieb. Leute oder Menschen die Dir nicht gut tun, verbanne aus deinem Leben. Umgebe Dich mit ECHTEN Freunden, die Dich in deinen „gesunden“ Egoismus bestärken, und Dich unterstützen. Falls Dein Partner das nächste mal doch wieder Lust auf Dich hat, dann nimm Dir ruhig die Freiheit „Nein Danke“ zu sagen, wenn DU mal keine Lust hast. (Du wirst sicher interessanter für ihn werden). Ich lebe jetzt freier als noch vor einem Monat, und ich habe meine Mitte gefunden. Falls mich doch ab und zu noch Gewissenbisse plagen, dann sage ich mir „Das bin Einfach ICH“.

Bis dahin alles Liebe

Deine C.

Emotionale Abhängigkeit

Menschen die von so einem Szenario betroffen sind, sitzen in einem Käfig aus dem sie nicht alleine raus kommen. Es wäre aber auch ratsam, heraus zu finden ob sie das überhaupt wirklich wollen, denn nur dann kann man als Freund, Kollege oder Familienmitglied denjenigen beim aufstehen und……….

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Emotionale Abhängigkeit

In meinen Freundeskreis spielt sich gerade ein „Drama“ der besonderen Art ab, nämlich das der emotionalen Abhängigkeit von einem Partner. Diese Frau um die es geht, ist mir sehr ans Herz gewachsen, und ich leide jedesmal mit ihr mit, wenn sich wieder mal so ein Drama abspielt. Diese emotionale Abhängigkeit ist zwar ständig präsent, nur kommt sie negativ zum Vorschein, wenn ihre „bessere“ Hälfte mal wieder den egomanischen, narzisstischen, unsensiblen Vollidioten raus hängen lässt, und sie sich die Augen aus dem Kopf weint.

Was ist das überhaupt

Was hat es damit auf sich, dass man – obwohl man es sich so sehr wünscht – emotional nicht in der Lage ist sich von einem Menschen zu trennen, der einen nicht gut tut, und der es fast schon genießt einen leiden zu sehen. Es gibt sicher hundert fachmännische Berichte zu diesen Thema, aber wie immer interessieren uns die nur nebenbei. JA – es gibt so etwas  – eine emotionale Abhängigkeit, entweder einseitig oder beidseitig. Wie bei allen, ist es in Ordnung wenn keiner darunter leidet. Wenn aber ein Teil es ausnützt, dass der andere – egal was man tut – eh immer wieder kommt, weil er nicht „ohne“ kann, dann ist das ein Machtmissbrauch der Sonderklasse.

Es kann keiner erklären

Außenstehende werden so eine emotionale Abhängigkeit nicht verstehen oder nachvollziehen können. Sie sehen das Ungleichgewicht zwischen zwei Menschen, sehen auch, dass einer von Beiden leidet, und der andere es fast schon diabolisch genießt, den „Leidenden“ an der Leine zu haben. Er braucht diese Macht, dieses „oben auf“ Gefühl um sich selber aufzuwerten. Diese Menschen sind um keine Lüge oder „schleimige“ Erklärung verlegen. Jeder andere erkennt das ,- nur nicht der Betroffene. Im Gegenteil – Es werden abstruse „logische“ Erklärungen gesucht, zurecht gebogen, dass der „Liebste“ weiterhin in einem strahlenden Licht dasteht. Das ist Liebe???

Ein Kampf ohne Gewinner

Oft halten solche Verbindungen Jahre an. Man reibt sich auf, versöhnt sich wieder, gelobt Besserung, und es passiert NICHTS. Alles fängt wieder von vorne an, und im Endeffekt,  wo außer verschwendende Lebenszeit nichts dabei rauskommt, vergehen Lebensjahre die man nicht wieder bekommt, und dabei auch vielleicht nie kennen gelernt hat wie sich echte Liebe und Zuwendung von einen Partner anfühlt. Auch der Teil der leidet,  ist vernebelt mit einem Bild der Liebe, die gar keine ist. Es ist ein Kampf wo es keinen Gewinner geben kann.

Verlust auf der ganzen Linie

Wenn man als Betroffene nicht aufpasst, verliert man alles was einem lieb und teuer ist. Freunde, Kollegen und Familie die sich immer wieder aufs Neue das Schauspiel der Trauer, Wut und Enttäuschung ansehen und anhören. Die trösten,  Taschentücher reichen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Irgendwann aber einmal kapituliert der beste Freund oder Familienmitglied vor so viel Gutgläubigkeit. Demjenigen geht einfach die Luft aus, und er/sie macht eigentlich dann das was der Betroffene vom „Machtpartner“ machen sollte – er löst sich von ihm.

Rat gibt es keinen

Im Grunde genommen kann man solchen Menschen nur beistehen aber nicht helfen, denn sie sind oft schon viel zu tief in dieser emotionalen Abhängigkeit gefangen, kennen es nicht anders und wollen da vielleicht auch gar nicht wirklich raus. Wenn man aber als Familienmitglied oder Freund fair sein will, dann sollte man auch hier die eigenen Grenzen aufzeigen und sagen „Du mir gehen die Ratschläge aus. Du musst wissen was du tust“, auch wenn man weiß, dass der nächste negative emotionale Supergau schon wieder vor der Türe steht.

Hilfe nur wenn man sie annimmt

Menschen die von so einem Szenario betroffen sind, sitzen in einem Käfig aus dem sie nicht alleine raus kommen. Es wäre aber auch ratsam, heraus zu finden ob sie das überhaupt wirklich wollen, denn nur dann kann man als Freund, Kollege oder Familienmitglied denjenigen beim aufstehen und beim Neubeginn wirklich helfen. Einer Abhängigkeit setzt auch immer ein wenig ein Suchtverhalten voraus, und eine Sucht kann man überwinden wenn man das wirklich möchte. Du hast es in der Hand,- Du hast die Macht, und kein anderer über Dich.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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