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Devot? Ich doch nicht!

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Devot? Ich doch nicht!

Eine liebe Freundin und ich, haben sich letzte Woche zu einen Spaziergang in der Stadt getroffen, und habe über einiges gesprochen, weil wir selten Zeit dafür haben. Bei einem Eis sprachen wir dann über dies und das und kamen auf eine Bekannte zu sprechen,  die wir beide kennen. Obwohl diese Frau absolut taff und mit beiden Beinen im Leben steht, habe ich persönlich geäußert, dass ich schwer vermute, dass sie devot veranlagt ist. Meine Freundin fragte nach wie ich auf das komme. Ich sehe aus ihrem Verhalten, wie sie mit ihrem Mann spricht, und wie sie sich benimmt wenn er in der Nähe ist. Meine Freundin konnte es sich nicht wirklich vorstellen, dass es so ist. Kann man devot sein und es nicht wissen?

Schulfernsehen

Der berühmte Dreiteiler aus dem Kino ist jetzt nicht unbedingt Schulfernsehen in Reinkultur, oder ein Workshop  – frei nach dem Motto – So funktioniert es, und nicht anders! Devot zu sein, dass fühlt man, und es macht einen keine Angst oder Unbehagen wenn man daran denkt. Man hat den Drang danach, und doch weiß man nicht woher das kommt, oder wie es entstanden ist. Das kann man auch nicht wirklich erklären. Wie erklärt man, dass man plötzliche Erregung empfindet, wenn man sieht wie sich eine Frau freiwillig einem Mann im Bett unterwirft, oder sich fesseln lässt.

Irgendwie ist da so ein Kribbeln

Ich wusste auch nicht, dass ich devot bin, bis ich dann mal einen Beitrag im Fernsehen sah über BDSM. Da gab es eine Szene, wo der Mann erklärte, wie viel Verantwortung man gegenüber der Frau hat wenn sie sich einen hingibt. Zum besseren Verständnis zeigte er dann mit seiner Partnerin wie er sie vorbereitet, wie das ist mit dem fixieren und auch,  wie sich das devot sein äußern kann. Es hat viele Facetten, und ist immer eine Sache der Absprache der Beteiligten. Wie ich das so sah im Fernsehen,  machte sich ein gewisses Kribbeln in meinen Bauch breit. Es war diese Art von Kribbeln, die man nicht erklären kann. Vorfreude gemischt mit Neugierde, und ein klein wenig Erregung, die man am wenigsten an sich selbst versteht, weil man noch nie auf die Idee gekommen ist, dass einen „so etwas erregen könnte“.

Ich bin doch nicht devot

Menschen (da ist es egal ob Mann oder Frau), die im Leben stehen, Verantwortung tragen oder auch eine gewisse Dominanz ausstrahlen, die sind meistens schockiert, wenn man sie fragt oder andeutet, dass sie devot sein könnten. Sie sind der Ansicht, dass man Ihnen eine gewisse Schwäche anlastet, dass sie den Anschein erwecken nicht „stark“ genug zu sein (egal ob für Beruf, Familie oder andere Dinge). Devot sein wird oft mit Schwach verwechselt von Menschen die sich damit noch nie auseinander gesetzt haben, und sie empfinden auch dabei oft ein Gefühl von Scham.

Eine Sub ist oft stärker als sie selber weiß

In diesem Fernsehbeitrag hat der Mann einen Satz gesagt, den ich damals nicht verstanden habe, aber den ich jetzt nur unterschreiben kann. „Eine Sub oder ein devoter Mensch sind stärker als sie wissen, und es ist die Aufgabe des Doms ihnen genau das zu zeigen“. Für mich war das damals ein Widerspruch. Heute ist es für mich völlig klar. Denn der devote Part lernt ständig dazu, auch über sich selbst und seine Grenzen. Diese Grenzen werden stetig erweitert, dass heißt aber auch, dass er eine Grundstärke besitzen muss, denn sonst würde er das niemals wollen bzw durchhalten können.

Ein Rohdiamamt

Ein bekennender Devoter wird eine devot veranlagte Person relativ schnell erkennen. Es ist das Verhalten in gewissen Situationen, die Art zu sprechen oder sich zu benehmen. Ich gebe zu, dass ich es auf keinen bestimmten Punkt festmachen kann. Es ist das Gesamtbild, dass mich dazu veranlasst hat anzunehmen, dass die gemeinsame Bekannte eine devote Ader besitzt. Vor allem bei Frauen finde ich, ist es so, dass sie wie Rohdiamanten sind wenn sie erkennen dass sie devot sind, und es auch leben wollen. Sie haben diese gewisse Grundstärke, aber sie gehören noch genauso geschliffen, dass sie die volle sexuelle Erfüllung erfahren können. Für mich persönlich war es der schönste und aufregendste Moment, als ich erkannte, dass ich devot bin, es in allen Ausmaßen akzeptiere, und mich das erste Mal von P. führen ließ.

Wenn Du Dich erst jetzt fragst, ob Du vielleicht devot veranlagt bist, dann denke einmal genauer darüber nach. Male Dir die Situationen aus, und höre in dich hinein, ob es dich erregt. Falls Du erkennen solltest, dass es so ist, dann stehe dazu, sprich mit deinem Partner darüber, aber empfinde keine Scham, denn devote Menschen sind meistens stärker als sie selber wissen.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Erotische Traumvorstellung

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir haben aus unseren Fundus der erotischen Geschichten eine Story wieder hervor geholt, die uns persönlich sehr gut gefallen hat, und die einer der ersten Geschichten war die uns eine Leserin unseres Blogs zu gesendet hat. Wir wünschen Dir viel Spaß beim lesen, und beim träumen 😉

Die (Traum) Vorstellung

Es war so langweilig. Wenn wir die Karten für die Oper nicht zum Hochzeitstag geschenkt bekommen hätten, würden wir jetzt sicher Zuhause diesen Tag feiern, oder in einem schicken Restaurant. Auf jeden Fall ohne dieses Gejohle auf der Bühne. Ich hatte wenigstens die Möglichkeit das lange silberne Kleid zu tragen, dass nur dünne Träger und einen hohen Bein Schlitz hatte, aber sonst sehr schlicht geschnitten war.

Ich sah kurz zu meinem Manne hinüber. Er war auch noch nach 15 Jahren einer der attraktivsten Männer die ich je kennen gelernt habe. Er sieht mit seiner sportlichen Statur, den schlanken Händen, und den noch immer haselnussbraunen, vollen Haaren weitaus jünger aus als wie er wirklich ist. 

Himmel, die Frau auf der Bühne singt sich ja die Seele aus dem Leib. Ich bemerke aus dem Augenwinkel wie mein Mann tief durchatmete. Ihm nervte diese Vorstellung genauso wie mich. Wenigstens saßen wir alleine in einer Loge, und ich war verschont von Sitznachbarn die ständig ihren Ellenbogen in meine Rippen knallten. Ich spürte plötzlich wie mein Mann seine Hand auf mein Knie legte, und sanft meinen Oberschenkel entlang streichelte. 

Lust und Begehren

Ich sah ihn an, und erst jetzt stellte ich fest, dass er mich mit seinen Augen fixierte. Es war ein Blick den ich schon länger nicht mehr bemerkt hatte. Ich kannte diesen Blick. Er spiegelt Lust und Begehren. Er beugte sich knapp zu meinem Ohr und flüsterte mir zu: “ Ich will Dich hier und jetzt ficken.“ Meine Augen weiteten sich ungläubig, und als ich ihn ansah, nickte er mir nur stumm zu. Er nahm meine Hand und dann führte er mich in den hinteren Teil der Loge die im Halbdunkel lag. 

Die Wände waren mit roten Samt tapeziert, und in einer Ecke stand ein goldener barocker Stuhl. Er drückte mich mit dem Rücken an die Wand, hielt mich mit seinen Händen an den Hüften fest und küsste mich fordernd. Ich konnte mich plötzlich nicht mehr daran erinnern wann er mich das Letzte mal so geküsst hatte? Seine Lippen waren noch immer weich, und seine Zunge in meinen Mund noch immer so samtig wie ich es in Erinnerung hatte. Ich war gefesselt von der Atmosphäre und der gesamten Situation. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl etwas Verbotenes zu tun.

„Nur nicken, oder den Kopf schütteln“

Er hielt mich noch immer an die Wand gedrückt fest, und als ich gerade dabei war das Ganze zu genießen, löste er sich von mir. Er sah mich an, kam mit dem Gesicht ganz nah an Meines und flüsterte leise aber sehr bestimmend:“ Ich will, dass Du Dich jetzt mit dem Gesicht zur Wand drehst. Ich werde Dir die Augen verbinden. Du wirst leise sein und keinen Ton von Dir geben. Du wirst mir vertrauen, und alles über Dich ergehen lassen – egal was geschehen wird. Du wirst bei Fragen – die ich an Dich stelle – nur mit dem Kopf nicken, oder schütteln, falls Du etwas wirklich gar nicht möchtest. Das tust Du aber nur im äußersten Notfall. Hast Du mich verstanden?“ Ich wollte antworten, aber er hielt mir nur den Mund zu, sah mich mit starren Blick an, und sagte:“ Nur nicken, oder den Kopf schütteln:“ 

Ich nickte. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, denn so bestimmend und fast herrisch kannte ich meinen eigenen Mann nicht. Er war doch derjenige, den ich immer an seinen Zahnarzt Termine, oder an das nächste Service beim Auto erinnern musste. Mich hat das nie gestört. Ihn jetzt so dominant zu erleben war für mich ein völlig fremdes Gefühl. Er drehte mich mit einer Handbewegung um, sodass ich mit dem Gesicht zur Wand sah. Ich hörte wie er etwas aus seiner Hosentasche zog, und im nächsten Augenblick spürte ich etwas Kühlendes um meine Augen. Kurz darauf sah ich nichts mehr. Meine anderen Sinne waren sofort geschärft. Der Tenor sang für mein Empfinden noch lauter als noch vor einigen Sekunden, und ich nahm einen Geruch von der roten Wand Tapezierung wahr, die mich an Theater Schminke erinnerte. 

Träume ich nur?

Seine Hände glitten an dem langen Bein Schlitz entlang, und ich fühlte seine Hände auf meinen nackten Oberschenkel.  Er schob das Kleid vollständig über meine Hüfte, und mit einem Ruck zerriss er meinen schwarzen Stringtanga. Ich bemerkte an mir selber wie mein Atem immer schwerer wurde, aber ich auch wusste, dass ich keinen Ton von mir geben durfte. Die gesamte Situation war für mich surreal. Es erregte mich, ich spürte wie meine glatt rasierte Möse bereits nass war. Er drückte sich an meinen Rücken und ich spürte seinen harten Schwanz an meiner Hüfte. 

Er leckte mit der Zunge über meinen Hals, und ich bemerkte, dass sich meine Härchen im Nacken aufrichteten. Ich nahm aus, wie er den Reißverschluss seiner Hose öffnete. „Ich werde Dich jetzt hart ficken. Hast du verstanden?“ Ich nickte. Ich spürte wie mein Mund bereits ganz trocken war. Er stieß mit einem Ruck in meine nasse Spalte. Er unterdrückte sein Stöhnen indem er seinen Mund an meine Schulter presste. Seine Stöße wurden immer härter. Ich gab mich völlig diesem Genuss hin. Ich vergaß wo wir waren, und mir war es auch in diesem Augenblick egal ob dieses Szenario von jemanden beobachtet wurde. Ich streckte mich ihm entgegen. Ich wollte mehr. Jetzt. Ich wollte es noch härter. Ich wollte es fester. Ich spürte seinen Schwanz in mir und wie er pulsierte. In meinen Unterleib begann sich alles zusammen zu ziehen. Der Orgasmus rollte gleich über mich. Das fühlte ich. 

Panik steigt  in mir hoch

Im selben Augenblick erstarrte er in der Bewegung. Mein Atem kam nur mehr stoßweise. Ich drehte meinen Kopf leicht zur Seite, und obwohl ich nichts sehen konnte versuchte ich auszumachen warum er aufhörte. Ich wollte gefickt werden. Ich wollte nicht das er damit aufhörte. An meinen Unterschenkel fühlte ich Hände. Es konnten nicht die Hände meines Mannes sein, denn der stand hinter mir. Panik kam plötzlich in mir hoch. Wer war das? Wie kam er hier herein? War es überhaupt ein „er“? In meinen Kopf fing das Gedanken Karussell zu laufen an. Der Mund meines Mannes musste ganz knapp bei meinem Ohre sein, ich hörte seinen schweren Atem, und leise seine Stimme:“ Du wirst jetzt geleckt und gefickt.“ Mein ganzer Körper fühlte sich an wie wenn ich ihn nicht mehr kontrollieren konnte. 

„Hast du verstanden?“ Mein Kopf nickte wie automatisch. An meinen inneren Oberschenkel bemerkte ich Hände. Zarte Hände. Es müssen die Hände einer Frau sein. In meinen ganzen Leben hat mich noch nie eine Frau so angefasst, und schon gar nicht in einer Situation wo ich fast nackt war. In meiner Möse pulsierte der Schwanz meines Mannes, und mein Kitzler drohte fast zu bersten. Der Saft lief mir den Schenkel hinunter.

Klare Anweisungen

Mein Mann fing sich an zu bewegen. Zwischen meinen Schenkel streichelte mich ein Atem. Die Lippen dieses „anderen Wesens“ küssten sich meine Innen Schenkel entlang und erreichten meinen Kitzler. Die Stöße meines Mannes wurden intensiver und tiefer. Ich vernahm wie er dem „anderen Wesen“ sagte „Schleck Sie. Lecke sie aus. Trinke ihren Saft.“ Diese Anweisungen machten mich noch geiler. Mein ganzer Unterkörper entwickelte ein Eigenleben. Mein Kopf war leer. Ich fühlte nur mehr meine Geilheit und das ich kommen wollte. Hinten wurde gestoßen, und vorne wurde geleckt. Ich spürte den Orgasmus auf mich zurollen. Es pulsierte, und es fing an sich alles zusammen zu ziehen. Jetzt, jetzt, ……

Erotische Traumvorstellung?

Romana? Romaaannnnnaaaa?……..jemand fasste an meine Schulter und schüttelte mich vorsichtig. Ich öffnete die Augen und sah meinen Mann wie er neben mir stand, mich ansah und sagte „Du bist eingeschlafen mein Schatz, aber Du musst ja was sehr Aufregendes geträumt haben. Du hast hin und wieder richtig gestöhnt.“ Er lächelte mich zärtlich an. Die Enttäuschung das alles nur ein Traum war füllte mich völlig aus. Er reichte mir die Hand und half mir beim Aufstehen. Meine Beine fühlten sich ganz steif an. Mein Mann schlang den Arm um meine Hüfte und als ich kurz an ihn herabblickte, bemerkte ich, dass etwas aus der Seitentasche seines Anzuges herauslugte. Ich erkannte es …es war mein String Tanga.

Leider wollte die Autorin anonym bleiben. Wir können Euch aber soviel verraten…Sie kommt aus Deutschland und ist 43 Jahre alt. Sie ist verheiratet, und hat eben auch so Ihre Träume – oder eben auch nicht. 🙂 

Curvy Frau, 40+ sucht….

 

 

curvy
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Ein Gespräch das ich letztes Mal in Der U-Bahn mit anhören musste, bringt mich dazu – und das sage ich gleich vorweg – diesen sehr emotionalen Beitrag zu schreiben. Es ist wirklich unglaublich, was manche Menschen (und leider sehr oft Frauen) für Blödsinn verzapfen, dass man das Gefühl hat gleich kotzen zu müssen. Unterhalten sich zwei Frauen, ca. 168-175 cm groß, beide sicher Konfektionsgröße 34-36 und in der Altersschätzung von mir zwischen 40-45 Jahre alt. Also eigentlich Frauen im besten Alter, wenn da nicht so viel Faules aus den Mündern kommen würde. Die zwei Damen unterhielten sich zuerst im Allgemeinen über Frauen die ab 40 Single sind, eine  Mann suchen, und was man als Basics so braucht um in „diesem Alter“ überhaupt noch ein halbwegs Attraktives Exemplar ab zu bekommen.

dann ging es weiter mit der Haarlänge und Haarfarbe.“Also kurze Haare gehen ja gar nicht, außer ein Mann ist leicht homo und will in raspel kurzen Haaren wühlen, und wenn sie schon mal kurz sind MÜSSEN sie aber unbedingt wenigstens blond sein. Es ist halt so dass Männern Blonde viel eher ins Auge springen, aber wenn sie sonst aussieht wie eine Vogelscheuche hilft ihr das auch nichts“ (HAHAHA…). Wenn Du jetzt glaubst das war schon alles, dann irrst Du. 

„Und Ehrlich…Frauen ab Größe 40 die haben ja auch weniger Chancen einen Job im mittleren Management zu bekommen, denn die gelten ja eh eher als antriebslos. Naja kein Wunder, wenn das ganze Blut im Magen ist wegen der Verdauung, da ist der Kopf eben nicht auf Hochleistung“. (Schenkel klopfen HAHAHA…). Weil es gerade ach so lustig war, geht es noch einen Tick tiefer „Stell dir doch vor, mit so einer die aussieht wie eine Tonne, da kann ja der Mann eh nur einen Quickie machen, die ist ja nach 3 Minuten fertig mit ihrer Welt, und bekommt keine Luft mehr, außerdem für den Mann ist es eh eine Erleichterung wenn er es hinter sich bringt, und er die Schwabbelmasse nicht mehr anfassen muss.“

Leider ist dieser Dialog aus keinem schlechten Film (ich wünschte es wäre einer), denn diese Meinung wird von unserer Gesellschaft auch noch unterstützt. Nur wer Schlank, sportlich, erfolgreich mit langen, blonden Haaren ist, kann mit 40+ noch einen Mann abbekommen. Alles andere wird zwar geduldet, aber nicht versucht die Meinung bei Gesellschaft, Wirtschaft, Werbung zu verändern. Wir Menschen schwimmen in einem Strom von EINER Meinung, die uns diktiert wird, was gut und was schlecht ist. Ich selber habe in den letzten Jahren 35 kg abgenommen, habe meine Haare wachsen lassen, und betreibe jetzt Sport, ABER nur weil ICH es wollte. Ich hatte auch mit fast 95 kg einige geile Liebhaber, hatte stundenlang Sex, und auch damals schon einen erfolgreichen Job.

Weiteres finde ich diese Sendungen mit Abnehm Camps (ich will da jetzt kein spezielles nennen) für völligen Blödsinn. Dieses Gruppendynamik Ding, Menschen die mir erklären was ich darf, was ich nicht darf, und wenn ich einen Fehler mache, sofort der LOOSER bin, das finde ich sehr fraglich, und es ist nur auf das aufgebaut möglichst „schlechtes Gewissen“ zu implizieren, und die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben. Es wird der Eindruck vermittelt, dass diese Menschen ihr Leben bis jetzt nicht in den Griff bekommen haben (was das abnehmen betrifft), dieses Camp die letzte Möglichkeit für sie darstellt ihr Leben noch in eine halbwegs „attraktive“ Schiene zu bringen.

IHR VERDAMMTEN SELBSTGERECHTEN …….

(OOPS–jetzt hätte ich fast meine gute Erziehung vergessen)

Aber ehrlich jetzt,- wie kommen einige Menschen darauf anderen Menschen – die eben nicht dem gesellschaftlichen Normen entsprechen – den Eindruck zu vermitteln, dass ihr bisheriges Leben zwar funktioniert hat, aber eigentlich eine Belastung für andere, und auch nicht wirklich lebenswert war? Ich weiß, ich drücke das jetzt ein wenig überspitzt aus, aber es kotzt mich echt an, wie manche selbsternannte Schönheits,- und Schlankheits Gurus über andere urteilen und anderen vorschreiben wollen was schön ist und gesellschaftlich akzeptabel ist.

Wenn jemand an sich etwas verändern will wird der das sicher tun, und wenn er das nicht will dann eben nicht, was aber nicht bedeutet, dass andere den Freibrief dafür bekommen diesen zu beleidigen oder über ihn zu urteilen. Den zwei Schnepfen in der U-Bahn habe ich dann mit einem charmanten Lächeln im Gesicht gesagt, dass „ich persönlich dafür schwarz sehe, dass sie noch einen Mann abbekommen, denn sobald sie den Mund aufmachen wird derjenige weg sein, weil ein Mann mit Stil und Klasse wird sich diese Scheiße (Verzeihung!- dafür gibt es keinen besseren Ausdruck!) sich nicht länger als drei Minuten anhören,- also sehe ich da nur Chancen auf einen Quickie.“ (Ich denke mal sie überlegen noch wie ich das gemeint habe 🙂 ) 

Bleibt so wie Du Dich  wohlfühlt, macht das was dich glücklich macht, und sei einfach ganz Frau,- nach Deinen Vorstellungen,- nicht nach den Vorstellungen oder Wünschen von anderen.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Bad Boy und Softie

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)

Eine liebe Kollegin und ich unterhielten uns unlängst – na wie kann es anders sein – über unsere Männer. Ihre Eigenheiten, ihre Ticks, Dinge die wir an ihnen lieben obwohl wir sie nicht immer ganz verstehen. Irgendwann kamen wir auf die Frage, wenn die Männer (und nicht unsere im Speziellen sondern allgemein), sich im Lauf einer Beziehung, Partnerschaft oder Ehe vom Bad Boy zum Softie mutieren. Das Ganze auch noch ohne unser zu tun. Noch schlimmer wird die Situation, wenn wir als Partnerin uns nur geringfügig verändern, und dann unseren Partner selbstverständlich lieben, aber auch feststellen, dass er sich zum richtigen Familienmensch entwickelt hat, und vom Bad Boy den wir kennen gelernt haben nicht mehr viel über ist.

P. und ich haben mal so ansatzweise gesprochen, denn auch er hat sich verändert, allerdings ist er noch immer genug Bad Boy geblieben, in einer etwas abgespeckteren Version 😉 , aber nicht so das ich ihn nicht wieder erkennen würde. Was passiert mit Männern, die auf einmal zum Moralapostel werden, obwohl sie früher nichts „anbrennen“ haben lassen, es auf einmal nicht mehr spannend finden sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, oder aber auch es gar nicht „amused“ finden wenn die Liebste mal einmal alleine um die Häuser zieht (wobei aber nicht die Eifersucht im Vordergrund steht). 

Meine Kollegin hat einen „Bad Boy“ geheiratet, mit ihm eine Familie gegründet, und seine eigene  Familien Vorgeschichte ist weit weg von Perfekt, sondern fällt eher in die Kategorie „schwierig“. Wenn man als Kind in einer problematischen Familie aufwächst, selber dann als Jugendlicher nichts auslässt – egal ob es sich um Alkohol, Zigaretten oder Frauen handelt – , dann aber DIE FRAU kennen lernt, die einen zeigt, dass es auch andere Wertigkeiten gibt im Leben, dass man sich gegenseitig ohne Scham zeigen kann, das man sich liebt, ohne das Gefühl zu haben etwas für Zuneigung „leisten“ zu müssen. Unserer Meinung nach, und wenn man darüber nachdenkt, kann es passieren, dass dieser Bad Boy plötzlich päpstlicher wird wie der Papst.

Wir meinen nicht, dass er seine Frau unterdrückt – sondern eher alles das tut, was er in seiner eigenen Kindheit gerne gehabt hätte, aber nie erfahren hat. Wie beispielsweise alles mit der Partnerin aus zu diskutieren, gemeinsame Dinge zu unternehmen, sich ein stabiles Hobby zu suchen und auch auszuüben. Das ist alles eine positive Entwicklung. – ABER…….Alles hat seine zwei Seiten. Denn was für ihn jetzt das PERFEKTE ist, erhofft er sich auch von seiner Partnerin. Das Fortgehen mit Freundinnen wird mit schmollenden Gesicht zwar akzeptiert, aber er verabsäumt es nicht uns unter die Nase zu reiben das es ihm nicht gefällt, weil es für ihn keine Wertigkeit mehr hat. Wer in der Annahme ist, dass er Angst hat das man fremd geht, dann irrt Frau gewaltig. Auch wenn man ihn fragt ob  er mitkommt, lehnt er fast angeekelt ab.

Es geht um das Familienleben, die Perfektion seiner Frau (und das sieht er wirklich, und es ist ja auch das SCHÖNSTE KOMPLIMENT das er geben kann) , seiner Familie. Wozu braucht man da ausgehen, vielleicht noch dazu Alkohol trinken oder eine rauchen? Alles unnötig! Das Universum – sein Universum ist in seine Frau, sein Kind, sein Haus und das Hobby. Er ist ausgefüllt, und benötigt nichts mehr anderes. Das ist ja auch völlig in Ordnung. Wenn es aber die Partnerin einengt, dann wird es zum Problem. Man fürchtet sich vorher schon etwas von „Mädchenabend“ zu erwähnen, weil man jeder Debatte ausweichen will. Der Nachteil dabei – die Unzufriedenheit in einem selbst steigt. Natürlich ist der Mann und das gemeinsame Kind wichtig und auch das Haus, aber will man sich jetzt völlig kasteien und gar nicht mehr hin und wieder ausbrechen, weil ER das nicht mehr braucht und will?

Meine Kollegin macht es sehr klug – sie informiert, sie redet mit ihrem Liebsten, aber das sie weggeht steht nicht zur Debatte. Sie geht – und aus. Denn nur weil der Liebste jetzt Softie ist, und es ablehnt hin und wieder mal wieder zum Bad Boy zu werden bedeutet nicht, dass sie das Gleiche tun muss. Wir denken solange beide Seiten akzeptieren das man sich verändert, und auch nie wieder der Bad Boy im Liebsten zum Vorschein kommt, muss auch ER akzeptieren, dass Frau halt hin und wieder Bad Girl ist. Wichtig ist doch nur, dass sie dann auch zu ihrem  Softie gerne wieder nach Hause kommt. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Untervögelt?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du kennst das als Frau sicher, dieses Gefühl. Du wachst in der Früh auf, es ist alles eigentlich so wie immer, nur mit dem kleinen Unterschied, dass Du schon geil bist wie Nachbars Dackel. Du könntest sofort, immer wieder , und dieses Ziehen im Unterleib lässt einfach nicht nach. Ist ja eigentlich kein Problem, denn der Liebste liegt ja daneben, oder ist nur einen Anruf entfernt um ihm auf laszive Art ins Bett zu locken und endlich das Jucken zwischen den Beinen zu stillen.

An diesem Punkt fängt es oft an zu scheitern dass die Lust gestillt wird, denn plötzlich sagte der Mann neben einen oder am Telefon „Nicht jetzt, ich habe noch hundert Termine heute.“ , oder aber auch „Das ist jetzt kein günstiger Zeitpunkt, aber wir machen uns einen schönen Abend aus, wenn wir beide ausreichend Zeit haben“. Diese Variante ist auch eine Möglichkeit das heiße Höschen erkalten zu lassen. Wenn das nur einmal passiert, da sagen wir ja Frauen noch nichts, aber wenn es immer öfters passiert, und wir immer mehr Lust auf „IHN“ haben, und er aber keine auf uns, dann stellen sich Fragen, die sich nicht stellen sollten.

Fragen wie „Bin ich noch attraktiv“?, „Hat er eine andere“? “ Hat er nur bei mir keine Lust, weil er eine andere vielleicht geil findet“?. Klassisches Frauen Denken einfach. Es ist aber viel simpler als wir uns zusammen reimen. Frauen werden ab einen gewissen Alter aktiver beim Sex bzw. beim sexuellen Verlangen. Wir reifen, sind mit uns zufrieden, wissen was wir wollen, und wie man es uns so richtig besorgen kann. Sprich wir gehen gerade auf unser Ziel zu und erlegen die Beute oder besser gesagt wir lassen uns erlegen. Seit ich auf die 40 Jahre zugegangen bin, konnte es nicht heiß, wild und ausgefallen genug sein. Es musste aber vor allem eines sein – OFT oder mindestens regelmäßig.

Bekomme ich das nicht, werde ich zusehends unruhiger, unverträglicher für meine Umwelt, und ich kann mich selber gar nicht mehr leiden. Auf den Punkt gebracht – Ich bin untervögelt, und das ausreichend. Die Frage was mich lange Zeit beschäftigt hat war, wie kann es möglich sein, dass der Mann der am Anfang nicht genug von mir bekommen konnte, der mitten am Tag alles liegen und stehen gelassen hat, nur um mich (und wenn es nur 20 Minuten war) gleich im Vorzimmer zu ficken, jetzt einen „Termin“ mit mir vereinbaren muss. Sinke ich in der Wertigkeit? Unabhängig von der Attraktivität – verliert der Mann mit dem Jagd Instinkt auch das sexuelle Interesse?

Ich meine das jetzt nicht böse, aber ich sage – JA! Er verliert das sexuelle Interesse, weil wir – als Frau – sind spätestens in einer Beziehung sexuell ja greifbar, erreichbar und verfügbar. Also ist es nicht jetzt, dann ist es eben später. Wir sind ja DA! Warum ich das weiß? – Bin gerade in einer intensiven Phase von Untervögelt sein. P. ist ständig geschäftlich unterwegs, und bevor jetzt jemand auf falsche Gedanken kommen sollte – nein, ich habe keine Befürchtung dass er sich eine andere Spielgefährtin gesucht hat, denn ich vertraue, und außerdem – wie in einem anderen Beitrag von uns schon ausführlich besprochen – kennen wir beide so etwas wie Eifersucht nicht. Aber es fehlt mir,- er fehlt mir, obwohl er da ist.

Immer wieder hängen meine Gedanken an den unzähligen Stunden wo wir uns stundenlang lüsternd und geil in den Laken gewälzt haben, wo ich schon wund war, und trotzdem nicht aufhören konnte mich von ihm bespringen zu lassen. Natürlich kommen selbst mir da gewisse Zweifel auf, ob ich da noch interessant bin, bzw ob wir beide schon unser sexuelles Pulver verschossen haben? Aus eigener Erfahrung bin ich dahinter gekommen,- je mehr Druck ich ausübe, desto uninteressanter wird dieses Thema bei uns (bzw. Ihn). Wenn ich aber das Thema Sex nicht wirklich – in Bezug auf uns – erwähne, dann fällt ihm das natürlich auf, und er kommt von ganz alleine auf dieses Thema zu sprechen in der Art „Wie langen haben wir jetzt schon nicht mehr gevögelt?“. Aha, also der Mann hat doch Interesse und auch Lust. Ich denke schon, es kommt sehr wohl darauf an, dass man sich nicht zu sehr an „ihn“ klammert, denn dann wird auch die Lust auf ihn eher Frust für eine selbst – je öfter man ein „Nein“ hört.

Natürlich finde ich es absolut nicht prickelnd und befriedigend so lange keinen Sex zu haben, und an manchen Tagen hasse ich es, es mir dreimal am Tag selber zu machen, weil es eine reine körperliche Stillung der Lust ist, aber keine seelische. Wenn P. und ich dann aber miteinander schlafen, dann hat es an Wertigkeit nichts verloren. Es ist nicht lau, nicht langweilig, nicht monoton. In solchen Momenten denke ich dann immer,- ok, ich bin sicher manchmal untervögelt, aber wenn wir dann trotzdem noch vor lauter Geilheit die Bettbezüge zerfetzen, dann kann es so falsch nicht sein.

Mein weiblicher Rat – es ist manchmal nicht verkehrt sich ein wenig rar zu machen, um seinen Jagdinstinkt zu wecken. Ich gebe zu, es ist dann schwer „nein“ zu sagen, wenn er dann spontan mal Zeit hat, aber glaube mir – einmal „nein“ sagen, bringt dir im Endeffekt ein stöhnendes „Ja, Jaaaa, Jaaaaaaa“. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

Liebe, Lust und Leiden

 

liebe augen
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Heute morgen als ich bei meinen Morgen Kaffee saß, und wie gewöhnlich meine Tweets auf Twitter durch sah,- fiel mir ein Tweet einer ganz lieben Twitter Freundin ins Auge. Sie stellte die Frage „Was ist Liebe“? Diese Frage war so simpel, und obwohl ich mich (auch wissenschaftlich) schon hundert mal damit befasst habe, musste ich für mich darüber nachdenken, was für mich Liebe ist. Natürlich kann man für viele Menschen Liebe empfinden – Familie, Freunde, Kinder , Geschwister oder aber auch natürlich Tiere oder Pflanzen, aber die Liebe zu einem Partner, die kann man am schwersten beschreiben.

Ich habe auf die Frage geantwortet : „Wie wenn man in eine Decke gehüllt ist, die man nicht mehr ablegen möchte“. Jetzt denke ich, dass diese Beschreibung nicht mal annähernd reicht. Es ist viel mehr….Ich habe mir immer die Frage gestellt, warum ich gerade die Romane verschlinge, und die mir auch eine innere Zufriedenheit geben, wo es um Lust und unvorhergesehene Liebe geht. Warum wird mir warm ums Herz wenn ich so etwas lese? Warum werden die Augen der Protagonisten immer so genau beschrieben, und immer wieder betont? Ich habe angefangen – ausgelöst durch die Frage meiner Twitter Freundin – ernsthaft darüber nach zu denken, wann habe ich in meinen Leben von fast 49 Jahren ernsthaft nach gedacht.

Ich sage dir – ich bin richtig erschrocken, denn wirklich GELIEBT habe ich nur zweimal in meinen Leben, mit allen was dazu gehört, genauso wie in einem der unzähligen Romane , die wir Frauen so gerne lesen. Natürlich habe ich alle meine Partner sehr gerne gehabt, war in sie verliebt, und mich auch wohl gefühlt, aber wenn es vorbei war,- war es eben vorbei. Ohne großes Leiden oder Frust. Es war eben ein Abschnitt in meinen Leben, aus dem ich all meine Erfahrungen heute schöpfe. Warum ich das jetzt weiß? (und ich denke ich weiß es jetzt erst seit einigen Stunden).

Ich kam dahinter, dass es eine Sache gab, die ich nur zweimal gemacht habe. Ich habe den Männern die ich wirklich geliebt habe, ohne Schamgefühl, oder das es mir unangenehm war beim Sex in die Augen  gesehen, und zwar von der ersten Sekunde an. Instinktiv, ohne darüber nach zu denken. Ich konnte und kann mich in den Augen verlieren, und ich lasse sie in meine Seele blicken. Das klingt jetzt vielleicht sehr einfach und für einige sicher zu simpel gestrickt, aber bitte denke mal darüber nach. Man sagt doch immer die Augen sind die Spiegel der Seele. Wie oft hast du einen Mann schon von der ersten Sekunde an beim Sex in die Augen gesehen, hast nicht den Blick abgewandt, oder es mit einen doofen Spruch abgetan (nach dem Motto – „ich hab mir gerade die Lider straffen lassen, darum starre ich dich so an“)? 

Du dich ihm/ihr öffnest, und dieses in die Augen sehen, sich verlieren in dem anderen, dass ist etwas, dass man nicht leichtfertig tut, oder wenn – dann versucht man es doch auszukorrigieren, indem man den Blick abwendet, oder die Augen fort an immer geschlossen hält. Man macht sich ja selber damit verletzbar, denn in dem Blick eines Menschen sieht man die Dinge die er oder auch sie nicht ausspricht. Es sagt „Ich liebe Dich“ ohne Worte. Der Mund kann lügen oder besser gesagt, dass von sich geben was das andere hören möchte, (oder zu glauben was der andere hören will) aber die Augen die sagen, dass was man selber fühlt und spürt. Natürlich kannst du jetzt sagen „Ja das ist schon tausend mal in irgendeiner Frauenzeitschrift gestanden“. Ja das ist richtig, ABER, das ganze hat natürlich auch eine Kehrseite.

Wenn man einen Menschen so tief in sein Innerstes sehen lässt, und das auch noch beim Sex, (oder sollte ich sagen beim „liebe machen“?) wo man bekanntlich (oder meistens 😉 ) nackt ist, sich öffnet, alle Sinne geschärft sind, alle Lust Lucken offen stehen, und man sich körperlich öffnet bis zur Schmerzgrenze, dann ist die Gefahr umso größer, dass wenn es mal zu einer Trennung kommt (aus was für Gründen auch immer), diese nicht nur schmerzhaft, sondern unheimlich lange dauert, bis man es verdaut hat (bei mir hat es fast zwanzig Jahre gedauert, obwohl ich andere Partner hatte). Der Skeptiker wird natürlich jetzt einwenden, dass ist alles Einbildung, man redet sich das dann alles schön, man sieht die schlechten Dinge nicht mehr. Doch die schlechten Dinge bleiben genauso lebhaft in Erinnerung wie die Guten, aber durch Umstände oder andere Ereignisse hat die Beziehung nicht gehalten, aber das schmälert doch nicht die Liebe für einen Menschen?

Ich hatte Glück, denn mir ist es zweimal passiert, dass ich wirklich liebe. Als ich heute darüber nach gedacht habe „Was ist Liebe“, ist es mir bewusst geworden, dass das für mich persönlich die Erklärung ist. Der eine oder andere wird jetzt sagen „Quatsch, das hat mit den Augen gar nichts zu tun“, und es ist sicher eine Frage die jeder Mensch für sich individuell beantwortet, denn diese Frage löst seit tausenden von Jahren Diskussionen, Konflikte und sogar Kriege aus. Ich kann sagen,- auch heute noch – wenn ich P. in und bei der Lust in die Augen sehe, dann will ich den Blick noch immer nicht abwenden, im Gegenteil – da gibt es sicher noch einiges zu sehen, was sein Mund nicht ausspricht.

„Was ist Liebe“? – ich will meine Antwort von heute morgen ergänzen.  Es ist die Erfüllung, es ist der Gipfel der Lust, der Abgrund des Leidens, aber auch die Erkenntnis, dass man ohne das Ganze  nicht sein möchte. DAS IST für mich LIEBE.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Die Spalte im Gesicht

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du brauchst jetzt nicht in Dein Gesicht fassen ob Du vielleicht einen Schönheitsfehler hast. 😉 Wir (bzw ich, denn P. ist bis jetzt da anderer Meinung als ich) haben sich darüber Gedanken gemacht und nächtelang darüber schon diskutiert, wie wichtig die Spalte im Gesicht – sprich der Mund ist- bzw. der KUSS. Der Kuss ist für mich persönlich die Eintrittskarte (oder eben nicht) zum Fick. Wenn es da schon hackt, ist das Vögeln meistens auch nicht der Knaller.

Seien wir uns doch mal ehrlich. Wir sehnen ihn herbei – den Kuss. Wir Frauen wollen wissen, wie sich die Lippen auf unseren anfühlen, wie sich die Zunge erotisch und genüsslich sich den Weg in unseren Mund bahnt, wie der andere schmeckt, und sich anfühlt. Wir Frauen wollen sich in diesen Kuss fallen lassen, und uns dabei auch vorstellen, wie sich die Zunge dann in der Spalte die sich weiter unten befindet anfühlt, und was sie schönes und geiles mit uns anstellt. Der KUSS ist das WICHTIGSTE überhaupt. Es ist die Generalprobe für alles was anschließend kommt.

Leider können es viele (Männer wie auch Frauen) einfach nicht. Es gibt da einige Exemplare wo man nachher eher das Gefühl hat ein Boxerhund mit zuviel Speichelfluss hätte einen abgeschlabbert. Oder aber auch diejenigen, die die Lippen so fest zusammen pressen, dass man sich anschließend  an den Mund fasst, um zu erkunden ob man nicht einen blauen Fleck hat. Am schlimmsten finde ich die Küsser, die meinen sie müssen mit der Zunge quer übers Gesicht lecken, einschließlich Hals und Ohren, dass man fast taub ist weil sich der ganze Sabber im Gehörgang sammelt.

Wie sollte der perfekte Kuss sein? Der perfekte Kuss soll ein Spiel sein, ein aneinander tasten, ein langsames öffnen der Lippen, ein vorsichtiges Zungen spitzen berühren, dass sich dann in einen Tanz auswirkt. Ein dabei Augen schließen, und mit dem Kuss setzt sofort das Kopfkino ein, was dazu führen sollte, dass man die Auswirkung eines richtig guten Kusses sofort zwischen den Beinen fühlen sollte. Eigentlich gibt es eine einfache Regelung (für mich zumindest): Je feuchter Frau wird, desto besser ist der Kuss. Ganz einfach und simpel.

Der Kuss alleine auf den Mund ist der Anfang, aber wenn Mann klug und geübt ist, weitet er die Region auch aus. Zwischen den Küssen (wo Frau dann schon leicht die Lippen kribbeln sollten 😉 ), kann Mann sich mit leichten Küssen den Weg zum Hals bahnen, was nicht nur zur Folge hat, dass Frau noch bereiter wird für das was nachher kommt, sondern er noch einen riesen Pluspunkt einsammelt, denn immerhin ist der Hals einer der erogensten Zonen der Frau. Wenn eine Frau den Hals einen Mann „anbietet“, ist das intimer als wie wenn sie sich mit gespreizten Beinen vor ihm hinlegt. Wir könnten jetzt noch einen „Kurs für Körpersprache“ hier einfügen, aber das finden wir nicht für nötig, denn immerhin liegt ein guter Kuss immer auch im Sinne des Betrachters.

P. hat ja doch noch was dazu zu sagen (sieh mal einer an 😉  ). Für einen Mann ist es eigentlich genauso wie C. es beschrieben hat. Mit einem kleinen Unterschied (weil wir Männer da nicht so viel Geduld haben) . Wir Männer können,  und tun es auch bei einer schlechten Küsserin – wir brechen ab. Frauen sind da weit aus hartnäckiger und mühen sich mit schlechten Küssern noch eine ganze Weile ab, um ihnen eventuell doch noch etwas positives an „Kuss“ heraus zu locken. Wenn aber eine Frau wirklich gut küssen kann, dann sind wir genauso butterweich wie eine Frau. Auch wir Männer können uns in einen Kuss verlieren, und natürlich denkt  auch immer unser Schwanz beim küssen mit. 🙂 Da geht auch bei mit uns die Phantasie durch, denn auch wir denken daran wie sich diese weichen Lippen wohl auf unserer Eichel anfühlen.

Leider wird oft im Laufe einer Beziehung das Küssen vernachlässigt. Warum? Weil man denkt eh alles schon zu kennen und zu wissen. NEIN – das tut man nicht. Wir glauben es nur. Der Kuss wird zum – oft sehr kurzen – Vorspiel, nach dem Motto „naja gehört halt dazu“. Wir (Frau genauso wie Mann) vernachlässigen den Kuss sträflich. Wer von Euch hat mit seinem Partner das letzte Mal länger als – sagen wir mal – 10 Minuten nur geknuscht, und ihn oder sie mit den Lippen, der Zunge und leichtem Stöhnen zum Wahnsinn getrieben?

Der Kuss mit einem geliebten oder begehrten Menschen kann viel positives bewirken. Der Mund ist das sexuelle Hilfsmittel dass wir immer mit uns herumtragen, – also sollten wir es auch öfters benutzen.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

Was Frau will?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du kennst die Geschichte sicher – Frau lernt Mann kennen, die Chemie stimmt, es wird über die gleichen Dinge gelacht, man findet sich attraktiv. Dann kommt der erste gemeinsame Sex. Hier fängt es an manchmal etwas unrund zu laufen. Denn was will Frau in Bett bzw was erwartet sie von einem Mann. In den Zeiten der sexueller Belästigung (mit allen Facetten die manchmal etwas abstrus auf mich wirken) kann es schon sein, dass Mann sich etwas zurück hält. Das bedeutet, er ist besonders langsam in seinen Tun, will nicht zuviel, oder überlässt der Frau gänzlich die Führung – nach dem Motto – Ich lasse mal sie machen wie sie es will, dass kann nicht falsch sein. So, und jetzt wird es interessant. Ich habe mit einigen Frauen gesprochen, und die meinten „Na, wenn der so langsam in die Gänge kommt, und ich womöglich die ganze Zeit was tun muss, dann wird aus ihm und mir bestimmt nix draus“

Die Kehrseite der Medaille ist, dass Mann ordentlich zu packt, führt, weiß was er will die Frau sich fallen lassen kann. Ja, aber das ist nun auch wieder nicht richtig, denn dann heißt es „aber hallo was glaubt er wer er ist. Bin ja nicht sein Besitz, oder ein  Loch wo er ihn reinsteckt, und ich ihm nachher noch sagen muss wie toll er ist.“

Was will Frau? Was wünscht sie sich beim Sex? Die Männer können beim ersten Mal nur raten, oder sich auf ihren Eindruck den wir ihnen vermitteln, und den sie von uns haben verlassen. Ein lieber Freund hat mir erzählt, dass er eine Frau gedatet hat, und es war alles toll. Sie machte auf ihn den Eindruck einer absolut taffen und smarten Frau die weiß was sie will, und die sicher auch mal die „härtere Gangart“ bevorzugt. WEIT GEFEHLT. Die gute Dame war ein absoluter Blümchen Sex Fan, weil sie das „mit dem ganzen Sex Kram“ für nicht so wichtig hält. So kann man sich täuschen. (ich muss jetzt nicht dazu sagen, das es keine Fortsetzung mit den beiden gab) 

Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, ob es nicht auch daran liegt, dass seit „Shades of grey“ und den daraus folgenden Büchern wir Frauen einfach davon ausgehen, dass die Männer wissen auf welche sexuelle Art wir es besorgt bekommen wollen. Ich finde diese Bücher toll, die Phantasie schlägt Kapriolen, das Kopfkino läuft auf Hochtouren, und nicht nur bei den detaillierten Fick Szenen. Auch wie sich der männliche Protagonist verhält, wie er sich gegenüber der Frau benimmt, und meistens ist es doch ein Mann mit einer harten Schale und einem butterweichen Kern, der seine Liebste dann auf Händen trägt, und er es ihr immer gerade so besorgt wie sie es sich wünscht oder benötigt, ohne dabei auch nur ein Wort darüber zu verlieren.

NEIN – das gibt es in Büchern, in Filmen, aber im realen Leben kommt das so gut wie nie vor (obwohl wir es natürlich nicht gänzlich ausschließen). Aber wie funktioniert es dann jetzt dass wir Frauen genau den Sex bekommen den wir wollen und uns wünschen? Als ich noch Single war, und es hat sich so entwickelt, dass ich mit meiner Bekanntschaft das dritte Date erreicht habe, habe ich das Thema auf Sex gelenkt, und zugehört. Nur mal zugehört, was der Mann mir erzählt, und ja es waren Männer dabei, die sprachen über dieses Thema gar nicht („über so etwas redet man nicht, so etwas tut man“). Aus meiner Erfahrung waren es genau diese Männer wo  der ganze Sexualakt eher einem Rein/Raus al‘ a Hasen Stall abzeichnete und nicht länger als 10 Minuten dauerte. Ohne Phantasie und ohne irgendeinem Gefühl. (Guter Tipp – Am besten austrinken und alleine die Heimreise antreten)

Männer die auf Fragen oder Anspielungen auf Sex immer wieder nachfragen „Was magst Du denn?“ sind – nach meiner Erfahrung –  eher die passiven im Bett. Also die „Mach nur“ Abteilung. Das ist völlig in Ordnung wenn man als Frau selber gerne die Führung übernimmt, und bestimmt wie es läuft. Männer die aber eher nicht so auf Blümchen Sex stehen, und wirklich dominant sind, die brauchen eigentlich gar nichts sagen, denn solche Männer strahlen eine Dominanz aus – egal was sie tun. Sie treten so auf, sie bewegen sich so, sie reden in einer Selbstsicherheit, und haben eine ausgewogene Mischung aus Fürsorglichkeit und Strenge.

Es gibt aber auch leider hier oft Männer die nur so tun als ob, weil sie der Meinung sind, Frauen lieben es den Arsch versohlt zu bekommen – und dann ist es auch gut. Da habe ich immer sofort die Bremse gezogen, -denn das ist die gefährlichste Gattung, denn das sind Blender, die sich mit einer sexuellen Spielart Gefühle und Zuneigung erschleichen.

Wir könnten die Liste jetzt noch endlos weiter führen, aber das Fazit aus allen Aufzählungen sollte doch sein, dass Frau sagen sollte was sie will, und vor allem WAS SIE NICHT WILL, ohne mit der Angst im Hinterkopf „Schon wieder ein Reinfall“. Ich habe gelernt, dass es kein Reinfall ist, wenn man sich selber treu bleibt, und auch mal so viel Egoismus an den Tag legt, um sich das LEIDEN NACHHER zu schenken.

Ich hätte mir diese Worte schon viel früher ins Gedächtnis rufen sollen, denn dann hätte ich mir auch viel erspart, aber es war zumindest immer eine Erfahrung aus der man lernen konnte. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Bist Du rasiert?

 

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Bildquelle: Google

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte verstehe die Frage jetzt nicht falsch, aber in meiner Zeit als Single auf diversen Internet Plattformen, wo ich auch gerne mal einen Mann kennen lernte für die „schnelle Nummer“, blieb die oben gestellte Frage nicht aus. Nach einer gewissen Zeit dachte ich schon ich befinde mich in einer Art „Bewerbungsmodus“ nach dem Motto „so und jetzt zu meiner letzten Frage bevor ich eine Entscheidung treffe. Bist du rasiert?“ Irgendwann gab ich schon im Vorfeld zu verstehen, dass ich „unten rum“ haarlos bin, und bei den meisten Anwärtern war förmlich ein schriftliches aufatmen zu hören. Warum bloß ist das so wichtig (abgesehen von hygienischen Gründen) ?

In guten alten NENA Videos (zur Info für die jüngeren Leser(innen) – Nena/Sängerin/ bereits in den 80igern) wo sie voller Stolz und ohne Scham in ihrem Rolling Stone T-Shirt die Arme auf der Bühne hoch gerissen hat, und man den RIESEN Busch unter ihren Achseln sehen konnte, da war das noch kein Igitt Effekt bei Männern oder Frauen. In der heutigen Zeit gilt man ja schon als ungepflegt, wenn man ein 2 mm Härchen irgendwo entdeckt. An diesen Punkt muss ich jetzt eine kleine Korrektur vornehmen. Das haarlos sein gab es schon vor tausend Jahren, allerdings aus hygienischen Gründen. In dem jetzigen Zeitalter ist es ein Schönheitsmerkmal. Haare am Kopf und auch im Intimbereich waren nichts abstoßendes, vor allem ab den 60iger Jahren, wo sich jeder aus Protest die Haare wachsen ließ (egal ob Männer oder Frauen, und egal an welcher Körperstelle). 

Es war die Zeit des Aufbruches und der Revolution, und wenn man sich das mal antun will,  und sich einen Porno aus den 70igern zu Gemüte führt (mit Dialoguntermalung – sehr spannend 🙂 ), meine Lieben – da sprießt es nur so aus allen Poren – das HAAR. Erst in den Achtzigern wurden die Haare im Intimbereich immer weniger, und das sah man natürlich zuerst in den Pornofilmen. Dieser Boom kam aus Amerika in den europäischen Raum, und heute ist er nicht mehr weg zu denken. Aber warum lieben es Männer wenn man glatt ist, und fast schon jungfräulich aussieht? Bei einigen spielt eventuell ein gewisser „Lolita“ Effekt mit, aber der Hauptteil der Männer gibt – ganz Mann einfach gestrickt an – dass die Haare beim lecken einfach nur stören, und es „hübscher“ aussieht.

Meine lieben Herren – HÜBSCHER!!!!! – Echt jetzt? Es kann sich vielleicht besser anfühlen, geiler, aufregender, es kann geil aussehen oder auch scharf, aber HÜBSCHER (das hat mir mal ein Mann so geschrieben). Na wehe der Frau, die zum besten Stück des Mannes sagt „das sieht aber da unten hübsch aus.“ Also ich möchte diese Reaktion dann nicht sehen ;). Vielleicht gehört es aber auch schon zum guten Ton als Mann, dass man die Frage stellt ob SIE rasiert ist? Vielleicht glauben sie ja auch, dass dies von ihnen erwartet wird? Also ich sage als Frau, die Frage ist flüssig – überflüssig. Lasst euch doch überraschen, dass wäre doch mal eine Idee, oder nicht?

Ich als Frau muss sagen, dass ich es liebe glatt zu sein. Ich empfinde viel mehr, spüre viel mehr, und jede noch so winzige Berührung fühlt sich gleich ganz anders an. Glatt rasiert zu sein hat bei mir aber auch etwas mit Ästhetik zu tun. Ich fühle mich sauberer, reiner, und attraktiver, aber wie bei allen Dingen ist das natürlich Geschmackssache. Ich habe mich noch nie Waxen lassen, nur weil es ein Mann von mir erhofft oder erwartet hat. Das wäre auch in meinen Augen völliger Quatsch. Das sollte man tun, weil man sich dabei selber wohler und gepflegter fühlt, und aus sonst keinen Grund. Für mich persönlich gehört es schon dazu wie duschen oder Haare waschen, und die Methode wie man die Haare los wird ist jeden überlassen (rasieren, enthaaren, epilieren oder waxen).

Für diejenigen Frauen, die diese Frage auch schon öfters gehört haben, und denen das auf die Nerven geht, kann ich einen Tipp geben. Sagt doch einfach beim nächsten Mal auf die Frage „Bist du rasiert?“, „Wieso, darf ich deinen Rasierer benutzen?“. Ich verspreche Euch, jeder Mann wird  bei dieser Gegenfrage das Gesicht verziehen, wie wenn er in eine Zitrone gebissen hätte. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Lass uns streiten und vögeln

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Die Vorweihnachtszeit sollte ja die besinnliche Zeit sein. Wo alles friedlich und harmonisch ist. Meistens ist es aber nicht so. Die Erwartungshaltung ist bei einigen Menschen so hoch, dass sich dann bei den kleinsten und nichtigsten Anlässen die Spannung entlädt und der Streit vorprogrammiert ist. Das war es dann mit Harmonie und besinnlich. Aber auch wenn nicht Weihnachten ist, ist oft eine Partei einer Beziehung oder Partnerschaft so bemüht, jeden Streit zu vermeiden, dass sich der Frust zu einem Zeitpunkt zeigt, wobei der Anlass nur eine Kleinigkeit ist. Der andere Teil der Partnerschaft ist dann meistens so überfordert, und reagiert FALSCH.

Also ist ein Streit notwendig? JA! Es muss sein, obwohl sicher keiner gerne streitet, aber es ist nun mal so, dass es sein muss, um Spannung abzubauen, und seinen Frust Luft zu machen. Egal um was es geht. Je länger man versucht den Unmut hinunter zu schlucken, desto höher wird die Unzufriedenheit, bis einem dann schon jede Kleinigkeit am anderen auf die Nerven geht, und man (oder meistens Frau) explodiert. Ich bin immer diejenige die Streit vermeiden will, weil ich mir immer denke, die kostbare und kurz bemessene Zeit mit P. will ich nicht mit streiten vergeuden. Ist das klug, obwohl ich selbst an mir bemerke, dass es schon länger unter meiner Oberfläche brodelt? Es muss sein. Ich muss ihm mal sagen was mir höllisch auf die Nerven geht, und er mich damit in den Wahnsinn treibt.

Kann man aber einen Streit auch in etwas positives verwandeln? JA! Beim streiten ist der Vorteil, dass die Energie nur so fließt, und diese kann man sehr wohl in etwas angenehmes umwandeln. Jeder schreibt ja immer man muss eine Streitkultur pflegen. Bitte was ist eine Streitkultur (gibt es einen Knigge für sich befetzende Pärchen?). Wenn man sich streitet, dann tut man das eben, und es ist klar dass man verletzende Wörter vermeiden sollte, aber wer tut das schon? Es sprudelt alles aus einem raus, was sich angestaut hat, und man den anderen endlich mal an den Kopf werfen sollte. Ich gebe aber zu, dass Frauen da ein Gedächtnis wie ein Elefant haben. Die kramen dann Sachen hervor, die Monate zurück liegen und die Mann schon längst vergessen hat, und dann meistens nur mit einem Fragezeichen vor einem sitzt, und keine Ahnung hat von was das weibliche Geschlecht da überhaupt redet.

Umgekehrt kann aber auch ein Schuh daraus werden. P. macht es schon nervös, dass wir sehr selten bis nie streiten. (frei nach dem Motto – da muss was im Busch sein!). Macht euren Liebsten doch die Freude und streitet euch mit ihm. Aber was ist nachher? Nachdem Du alles rausgekotzt hast? Schweigen? Ärgerliche Gesichter? Auch wenn Dir nicht danach ist, aber versuche mal nach einen ordentlichen Gewitter deinen Liebsten spontan zu küssen (natürlich nur, wenn Du selber wirklich das Gefühl hast, es ist wirklich alles gesagt!). Diese Energie die noch immer im Raum ist, kann nämlich jetzt in etwas positives umgewandelt werden. Küsse voller Leidenschaft, denn auch wenn man sich streitet liebt man sich ja noch immer (sollte zumindest so sein!). Natürlich muss man damit rechnen, dass man sich einen Korb einfängt, aber vielleicht auch nicht, und der Kuss wird stürmisch erwidert, und meistens endet dann so ein Streit oft im Bett.

Die Versöhnung ist ja bekanntlich das Schönste an einen Streit, und so ein Versöhnungsfick kann voller Leidenschaft sein, wie man ihn schon lange nicht mehr erlebt hat, und wo man an sich selber auch bemerken kann, dass man sich auf einmal Dinge traut, die man in der Zeit der Anspannung lieber unterlassen hat, weil es sich Frau verkniffen hat. Dein Partner wird sich sicher wundern, wenn Du ihn einen nicht nur zur Overtüre mal „schnell einen bläst“, sondern es zelebrierst. Es selber auch geniest, und es dir auch ein Gefühl gibt dass Du das Einzige bist, was ER jetzt braucht und benötigt. Ich spüre in solchen Situationen immer wie ich entspannter und „weicher“ werde, und das schönste Kompliment bekomme ich wenn P. zu mir nachher sagt „Lass uns bald mal wieder streiten“.

Bis dahin eine besinnliche und streitlustige Zeit

Eure C. und P.