Verlassen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Verlassen

Wir haben vor längerer Zeit eine Geschichte einer jungen Frau gehört die uns damals wie heute so berührt hat, dass wir die Geschichte nochmal online stellen. Zum einen weil wir sie für traurig und schön gleichzeitig finden, und auch deshalb weil die Gesellschaft oft noch immer in der Annahme ist, dass die Spielform des BDSM ohne Gefühl oder eigenen Willen abläuft. Diese Geschichte beweist das Gegenteil. Wenn man Verlassen wird ist das schon schlimm genug, aber wenn man in einer BDSM Beziehung verlassen wird, dann verliert man weit mehr.

Verlassen von der Hand die mich führte

Wieso siehst Du mich nicht mehr an, wenn ich an Dir vorbei gehe? Warum senkst Du deinen Blick, wenn ich versuche ihn zu einzufangen? Warum begrüßt Du mich wie wenn ich eine Fremde wäre, obwohl wir Haus an Haus wohnen? Hast Du alles vergessen was wir miteinander erlebt haben? Hast Du verdrängt – oder willst es verdrängen – in welche Welt Du mich geführt hast? Die Welt, die ohne Dich nicht mehr denkbar für mich ist. Ohne die ich nicht mehr sein will.

Gibt es eine NEUE?

Gibt es eine Neue, die Du unterrichten kannst? Die dieses wunderbare Gefühl mit Dir gemeinsam erleben darf, wie es ist, wenn Du sie das Erste mal in die Knie zwingst, ihr über den Kopf streichelst, um dann ihre langen Haare um Deine Hand zu schlingen wie ein Seidentuch, und ihren Kopf so weit nach hinten ziehst, dass sie gezwungen ist, Dich anzusehen.? Deiner Rauhen und bestimmenden Stimme zu lauschen, wenn Du Ihr Deine Regeln erklärst. Ihr erklärst, dass sie Dich nur ansehen darf, wenn Du es ihr erlaubst. Das Rauhe Sisal Seil aus deiner Schublade nimmst, es ihr zeigst, es sie anfassen lässt, dass sie sich an das grobe Material gewöhnt, und ihr dann sagst Sie soll die Hände hinter ihren Rücken verschränken. Wenn Du das Seil kunstvoll und geübt um ihre Handgelenke legst, und sie den ersten Schritt in die Unterwürfigkeit gehen lässt?

Frei sein

Ich weiß, wie es sich anfühlt wenn dabei Deine Hände warm und weich über den Rücken gleiten, wenn Du das Seil verknotest, mich verknotest. Wenn mit jedem Knoten mein Atem schneller wird, und das Herz lauter klopft. Ich fühle noch die Unentschlossenheit in mir, beim ersten Mal, wo ich das Bedürfnis hatte aufzuspringen und weg zu laufen. Ich blieb. Ich blieb bei Dir, weil ich wusste, dass Du mir nichts Schlechtes willst. Du hast mich angeleitet. Du hast mir gezeigt, das Regeln nichts einengendes sondern befreiendes sein können. Ich spüre Deine Wärme noch immer in meinen Nacken, als Du mit deiner großen Hand darüber streichelst, nachdem Du das Seil fixiert hattest. Ich kniete vor Dir, den Kopf gesenkt, meine Hände am Rücken. Nackt. Es störte mich nicht. Mehr noch – es machte mich frei. Frei von Verantwortung, frei von Gedanken, und es machte mich ruhiger.

Was geniest Du jetzt?

Die Erregung wuchs mit der Ruhe die Du mir gabst. Nimmst Du jetzt bei Ihr den Leder Flogger aus der Schublade, um ihm dann  – kalt und doch angenehm – über ihren Rücken gleiten zu lassen? Geniest Du jetzt ihren Körper, der leicht erzittert, voller Ungeduld und Erwartung auf Deinen nächsten Schritt? Auf Deine Hand die ihre Schenkel auseinander drückt, nur um zu fühlen wie heiß und feucht sie schon ist? Ich wusste schon dass ich nie zu feucht sein durfte. Wenn ich es doch war, hast Du mich bestraft, indem Du mir gesagt hast, dass ich erst zu kommen habe wenn Du es mir es gestattest. Ich habe den Flogger dann auf meinen Rücken und meinen Arsch gefühlt. Zuerst leicht – fast nur wie ein starker Luftzug, aber dann stärker, kräftiger, aber niemals verletzend.

Du warst…

Du warst niemals verletzend. Du warst strafend, schlagend, streng, aber Du warst und bist selbstsicher, beeindruckend, beherrschend. Du beherrscht mit Dominanz, Zärtlichkeit und Respekt. Du hast dann immer gesagt, ich könnte Dich besänftigen. Du hast Dich vor mich hingestellt, und ich durfte Dir den Reissverschluß Deiner Hose mit den Zähnen öffnen. Ich fühlte die Hitze Deines Penis knapp vor meinen Gesicht. Du hast Dir dann deinen Schwanz  aus der Hose geholt, und ich konnte es kaum erwarten, meine Lippen an Deine Eichel zu legen. Meine Zunge über Deine Spitze gleiten zu lassen. Deine Hand – die mich an den Haaren packte, und mich warten ließ, und mich zur Mäßigung ermahnte. Ich fühlte in solchen Momenten immer meine Nässe die Schenkel hinab laufen, und hatte immer die Befürchtung Du würdest es merken, und mir den Genuss Deines Schwanzes in meinen Mund entziehen.

…meine Erlösung

Dann diese Erlösung, wenn Du ihn mir an meine Lippen gelegt hast, und ich auf dieses Kopf nicken von Dir gewartet habe, um meinen Mund zu öffnen, und ihn komplett in mir aufzunehmen. Gleichzeitig die Anweisung von Dir mich zu beherrschen, nicht zu kommen, bevor Du nicht abgespritzt hast. Dieser Druck der sich dann immer in mir aufgebaut hat, diese Erwartung, diese unbeschreibliche Geilheit. Dann war es soweit, ich fühlte dann dieses Pulsieren in deinem Penis, deine Hand an meinen Kopf wie Du mich näher an Dich gedrückt hast, und dann Deinen warmen Saft in meinen Mund. Meistens hast Du mir dann gleich erlaubt zu kommen. Mich zärtlich nachher los gebunden hast, und mich auf Dein Bett gelegt hast, mich versorgt hast mit Getränken und deinen warmen Händen die mich zärtlich und fürsorglich gestreichelt haben. Deine Lippen, die meine Stirn geküsst haben, und Deine Worte, die mir versicherten, dass ich heute Dein ganzer Stolz war.

Wieso siehst Du mich nicht mehr an, wenn ich an Dir vorbeigehe? ………..

(Angelehnt wurde diese Geschichte, an eine junge Frau die mir mal erzählt hat, dass sie von einem Mann der sie in die Welt des BDSM eingeführt hat, verlassen wurde. Die Worte und den Ablauf der Geschichte ist allerdings frei erfunden!!!)

Wir hoffen die Geschichte hat Euch gefallen, und Euch vielleicht auch zum nachdenken gebracht. Bitte sprecht mit Freunden, Bekannten die vielleicht ein verzerrtes Bild von BDSM haben darüber. Klärt sie darüber auf, dass es nicht um Macht geht oder erzwungene Unterwerfung, sondern um Respekt und um sehr sensible Menschen. Danke

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Emotionale Abhängigkeit

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Emotionale Abhängigkeit

In meinen Freundeskreis spielt sich gerade ein „Drama“ der besonderen Art ab, nämlich das der emotionalen Abhängigkeit von einem Partner. Diese Frau um die es geht, ist mir sehr ans Herz gewachsen, und ich leide jedesmal mit ihr mit, wenn sich wieder mal so ein Drama abspielt. Diese emotionale Abhängigkeit ist zwar ständig präsent, nur kommt sie negativ zum Vorschein, wenn ihre „bessere“ Hälfte mal wieder den egomanischen, narzisstischen, unsensiblen Vollidioten raus hängen lässt, und sie sich die Augen aus dem Kopf weint.

Was ist das überhaupt

Was hat es damit auf sich, dass man – obwohl man es sich so sehr wünscht – emotional nicht in der Lage ist sich von einem Menschen zu trennen, der einen nicht gut tut, und der es fast schon genießt einen leiden zu sehen. Es gibt sicher hundert fachmännische Berichte zu diesen Thema, aber wie immer interessieren uns die nur nebenbei. JA – es gibt so etwas  – eine emotionale Abhängigkeit, entweder einseitig oder beidseitig. Wie bei allen, ist es in Ordnung wenn keiner darunter leidet. Wenn aber ein Teil es ausnützt, dass der andere – egal was man tut – eh immer wieder kommt, weil er nicht „ohne“ kann, dann ist das ein Machtmissbrauch der Sonderklasse.

Es kann keiner erklären

Außenstehende werden so eine emotionale Abhängigkeit nicht verstehen oder nachvollziehen können. Sie sehen das Ungleichgewicht zwischen zwei Menschen, sehen auch, dass einer von Beiden leidet, und der andere es fast schon diabolisch genießt, den „Leidenden“ an der Leine zu haben. Er braucht diese Macht, dieses „oben auf“ Gefühl um sich selber aufzuwerten. Diese Menschen sind um keine Lüge oder „schleimige“ Erklärung verlegen. Jeder andere erkennt das ,- nur nicht der Betroffene. Im Gegenteil – Es werden abstruse „logische“ Erklärungen gesucht, zurecht gebogen, dass der „Liebste“ weiterhin in einem strahlenden Licht dasteht. Das ist Liebe???

Ein Kampf ohne Gewinner

Oft halten solche Verbindungen Jahre an. Man reibt sich auf, versöhnt sich wieder, gelobt Besserung, und es passiert NICHTS. Alles fängt wieder von vorne an, und im Endeffekt,  wo außer verschwendende Lebenszeit nichts dabei rauskommt, vergehen Lebensjahre die man nicht wieder bekommt, und dabei auch vielleicht nie kennen gelernt hat wie sich echte Liebe und Zuwendung von einen Partner anfühlt. Auch der Teil der leidet,  ist vernebelt mit einem Bild der Liebe, die gar keine ist. Es ist ein Kampf wo es keinen Gewinner geben kann.

Verlust auf der ganzen Linie

Wenn man als Betroffene nicht aufpasst, verliert man alles was einem lieb und teuer ist. Freunde, Kollegen und Familie die sich immer wieder aufs Neue das Schauspiel der Trauer, Wut und Enttäuschung ansehen und anhören. Die trösten,  Taschentücher reichen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Irgendwann aber einmal kapituliert der beste Freund oder Familienmitglied vor so viel Gutgläubigkeit. Demjenigen geht einfach die Luft aus, und er/sie macht eigentlich dann das was der Betroffene vom „Machtpartner“ machen sollte – er löst sich von ihm.

Rat gibt es keinen

Im Grunde genommen kann man solchen Menschen nur beistehen aber nicht helfen, denn sie sind oft schon viel zu tief in dieser emotionalen Abhängigkeit gefangen, kennen es nicht anders und wollen da vielleicht auch gar nicht wirklich raus. Wenn man aber als Familienmitglied oder Freund fair sein will, dann sollte man auch hier die eigenen Grenzen aufzeigen und sagen „Du mir gehen die Ratschläge aus. Du musst wissen was du tust“, auch wenn man weiß, dass der nächste negative emotionale Supergau schon wieder vor der Türe steht.

Hilfe nur wenn man sie annimmt

Menschen die von so einem Szenario betroffen sind, sitzen in einem Käfig aus dem sie nicht alleine raus kommen. Es wäre aber auch ratsam, heraus zu finden ob sie das überhaupt wirklich wollen, denn nur dann kann man als Freund, Kollege oder Familienmitglied denjenigen beim aufstehen und beim Neubeginn wirklich helfen. Einer Abhängigkeit setzt auch immer ein wenig ein Suchtverhalten voraus, und eine Sucht kann man überwinden wenn man das wirklich möchte. Du hast es in der Hand,- Du hast die Macht, und kein anderer über Dich.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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