Bitte nicht küssen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte nicht küssen

Bitte nicht küssen? Ja du hast richtig gelesen! Der Kuss – so oft wurde er beschrieben, er kommt in jeden guten (oder auch weniger guten) Film, Buch oder in einem Gedicht vor. Er wird ausführlich beschrieben. es wird gezeigt wie der „perfekte“ Kuss zu sein hat. Ein Kuss ist  intimer als jeder Geschlechtsverkehr. Jedes nur erdenklich positive Gefühl, dass man für einen Menschen empfindet, legt man vielleicht in nur einen einzigen Kuss. Der erste Kuss in seinem Leben von einem Menschen den man liebt, den vergisst man niemals, oder aber auch den ersten Kuss von seiner „großen Liebe“. Man kann Jahre später noch ausführlich beschreiben wie er sich angefühlt hat, wie er geschmeckt hat, und was daran so besonderes war, dass man ihn nie vergessen wird können.

Der Kuss

Gustav Klimt hat ihn auf einen Bild dargestellt, und dieses Bild ist fast jeden bekannt, oder man hat zumindest schon davon gehört. Ich habe mich sehr lange mit dem Kuss im Allgemeinen beschäftigt. Es gibt so gar eigene Tutorials die zeigen die intimsten, geilsten, aufregendsten und innigsten Küsse, und wie man sie richtig ausführt. Ich finde das etwas übertrieben. Ich kann in einen Kuss ALLES hineinlegen. Mein Herz, meine Seele, meine Leidenschaft, mein ganzes Gefühl für einen Mann. Je besser der Kuss, desto inniger empfinde ich die Verbundenheit mit einen Mann. Wenn jemand jetzt erwartet, dass ich Ratschläge für den „besten“ Kuss seines Lebens gebe, den muss ich enttäuschen. Weil man so etwas eben nicht beschreiben kann.

Die Liebe in einem Kuss

Ich sehe förmlich die Frage in deinen Kopf herum schwirren. Wenn das küssen so toll ist, warum will man es sich abgewöhnen? Geht das denn überhaupt? Ich denke ich sollte hier mehr ausholen, denn ich rede hier nicht von den Küssen an Freunde, oder Verwandte, sondern von dem küssen als Zeichen von Liebe und Zuneigung zu einem Mann. Die große Liebe die man eben nicht nur einmal geküsst hat,  sondern mehrmals, oft, unersättlich. Wo jeder Kuss immer besser wurde. Kein Kuss dem anderen gleichte , und doch vertraut war – er nie an Spannung nach gelassen hat, und sich bei jedem Kuss noch immer die Gewissheit breit machte „JA, genau auf diesen Menschen habe ich (vielleicht) mein Leben lang gewartet.“

Mit dem Kuss wächst das Vertrauen

Ich weiß, das klingt jetzt sehr weit her geholt, weil zur Gewinnung von Vertrauen natürlich viel mehr gehört als ein Kuss. Aber es beginnt mit ihm. Ein Kuss kann nach jeden Streit etwas erlösendes sein, einen die Sicherheit wieder geben die ins wanken geraten ist. Er kann heilend für die Seele sein. Wenn aus irgendeinen Grund die (nehmen wir mal an), Deine große Liebe auf einmal endet, und du machtlos gegen diese Entscheidung bist, dann beginnst Du (so wurde es uns geschildert) zu „zerfallen“. Wie ein hauchdünnes Glas das in tausend Scherben zerspringt. Genauso zerspringst auch Du.

Auf einmal ist alles weg

Dein Leben ändert sich von einer Sekunde auf die andere. Es scheint so,  als ob du in einem Karussell sitzt, dass sich immer schneller dreht, und du nicht in der Lage bist es anzuhalten. Dein Halt, deine Sicherheit, und dein Vertrauen – ALLES WEG! Von jetzt auf gleich! Du hast das Gefühl ewig zu brauchen, um es zu realisieren was passiert ist. Du schwörst Dir niemanden mehr so nah an sich heran zu lassen. Da ist der Knackpunkt, denn wo lassen wir jemanden an uns das erste Mal körperlich heran – beim Kuss.

Im Chaos erscheint ein Punkt der Klarheit

Du versuchst  – für dich selber – (das ist sicher bei jedem anders) ein Sicherheitsseil zu finden, indem Du nie wieder in so eine Lage kommst. In die Lage der absoluten Bodenlosigkeit in die Du fällst. Du entscheidest Dich dafür (auch wenn es so unwahrscheinlich für andere klingt, und auch undurchführbar), NIE wieder einen Mann zu küssen. Du erstickst damit jede aufkeimende Vertrautheit und auch ein „Wohlfühl Gefühl“ im Keim. Verstehe mich nicht falsch – Küsse auf dem Körper oder aber auch im Intimbereich, alles kein Thema, aber der Kuss auf dem Mund das geht nicht ohne sich fallen zu lassen, und auch sich irgendwie hinzugeben. Plötzlich hast du einen Punkt der Klarheit und Sicherheit dich selber zu „schützen“.

Es befremdet andere

Du wirst jetzt nicht gerade auf Freudentaumel stoßen, wenn Du ihm offenbarst, dass er Dich überall küssen darf, nur nicht auf den Mund, denn immerhin ist das küssen ist ja auch irgendwie ein Vorspiel beim Sex. Ja, das stimmt, aber in der Angst verletzt zu werden nimmt man auch in Kauf, dass man den anderen ein wenig vor den Kopf stößt. Man findet dann auch Ausreden, oder man lenkt vom Kuss einfach ab. In der Art von:  „Du ich mag das nicht so auf den Mund geküsst zu werden“, oder “ Ich bin so geil, steck mir deinen Schwanz einfach rein“. Man will Sex, geilen Sex, aber ja nur nicht auf den Mund küssen. Das ist Dir zu nah, zu viel, zu vertraut.

Die Mauer steht

Wenn Du das oft und auch lange genug machst, dann wächst eine Mauer um dich die dich beschützt. Natürlich werden jetzt diejenigen sagen, die diese Methode zu extrem finden „Du weißt ja dann gar nicht was dir alles entgeht? Du verbaust Dir selber vielleicht die nächste „große Liebe“.“  Ich sage nicht, dass das falsch ist, aber man will es nicht ausprobieren, und „große Lieben“ – die gibt es nur einmal im Leben, die ist nicht austauschbar. Die Mauer die einmal steht, die verschafft einen Sicherheit und Vertrauen – nämlich in sich selbst. Auch wenn man in tausend Scherben zersprungen ist, versucht man weiter zu leben, und man tut es auch, aber eben  SEHR VIEL vorsichtiger.

Noch immer das Schönste

Der Kuss ist und bleibt etwas wunderbares, einmaliges, und auch inspirierendes. Man sollte aber akzeptieren, dass Menschen (egal ob Mann oder Frau),  die so verletzt und verlassen wurden,  jeder auf seine eigene Art damit umgehen, um sich selber zu schützen,  und das für sich zu bewahren was ihnen heilig war und ist – DER KUSS DER GROßEN LIEBE.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Bildquelle

 

Lass uns streiten und vögeln

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Die Vorweihnachtszeit sollte ja die besinnliche Zeit sein. Wo alles friedlich und harmonisch ist. Meistens ist es aber nicht so. Die Erwartungshaltung ist bei einigen Menschen so hoch, dass sich dann bei den kleinsten und nichtigsten Anlässen die Spannung entlädt und der Streit vorprogrammiert ist. Das war es dann mit Harmonie und besinnlich. Aber auch wenn nicht Weihnachten ist, ist oft eine Partei einer Beziehung oder Partnerschaft so bemüht, jeden Streit zu vermeiden, dass sich der Frust zu einem Zeitpunkt zeigt, wobei der Anlass nur eine Kleinigkeit ist. Der andere Teil der Partnerschaft ist dann meistens so überfordert, und reagiert FALSCH.

Also ist ein Streit notwendig? JA! Es muss sein, obwohl sicher keiner gerne streitet, aber es ist nun mal so, dass es sein muss, um Spannung abzubauen, und seinen Frust Luft zu machen. Egal um was es geht. Je länger man versucht den Unmut hinunter zu schlucken, desto höher wird die Unzufriedenheit, bis einem dann schon jede Kleinigkeit am anderen auf die Nerven geht, und man (oder meistens Frau) explodiert. Ich bin immer diejenige die Streit vermeiden will, weil ich mir immer denke, die kostbare und kurz bemessene Zeit mit P. will ich nicht mit streiten vergeuden. Ist das klug, obwohl ich selbst an mir bemerke, dass es schon länger unter meiner Oberfläche brodelt? Es muss sein. Ich muss ihm mal sagen was mir höllisch auf die Nerven geht, und er mich damit in den Wahnsinn treibt.

Kann man aber einen Streit auch in etwas positives verwandeln? JA! Beim streiten ist der Vorteil, dass die Energie nur so fließt, und diese kann man sehr wohl in etwas angenehmes umwandeln. Jeder schreibt ja immer man muss eine Streitkultur pflegen. Bitte was ist eine Streitkultur (gibt es einen Knigge für sich befetzende Pärchen?). Wenn man sich streitet, dann tut man das eben, und es ist klar dass man verletzende Wörter vermeiden sollte, aber wer tut das schon? Es sprudelt alles aus einem raus, was sich angestaut hat, und man den anderen endlich mal an den Kopf werfen sollte. Ich gebe aber zu, dass Frauen da ein Gedächtnis wie ein Elefant haben. Die kramen dann Sachen hervor, die Monate zurück liegen und die Mann schon längst vergessen hat, und dann meistens nur mit einem Fragezeichen vor einem sitzt, und keine Ahnung hat von was das weibliche Geschlecht da überhaupt redet.

Umgekehrt kann aber auch ein Schuh daraus werden. P. macht es schon nervös, dass wir sehr selten bis nie streiten. (frei nach dem Motto – da muss was im Busch sein!). Macht euren Liebsten doch die Freude und streitet euch mit ihm. Aber was ist nachher? Nachdem Du alles rausgekotzt hast? Schweigen? Ärgerliche Gesichter? Auch wenn Dir nicht danach ist, aber versuche mal nach einen ordentlichen Gewitter deinen Liebsten spontan zu küssen (natürlich nur, wenn Du selber wirklich das Gefühl hast, es ist wirklich alles gesagt!). Diese Energie die noch immer im Raum ist, kann nämlich jetzt in etwas positives umgewandelt werden. Küsse voller Leidenschaft, denn auch wenn man sich streitet liebt man sich ja noch immer (sollte zumindest so sein!). Natürlich muss man damit rechnen, dass man sich einen Korb einfängt, aber vielleicht auch nicht, und der Kuss wird stürmisch erwidert, und meistens endet dann so ein Streit oft im Bett.

Die Versöhnung ist ja bekanntlich das Schönste an einen Streit, und so ein Versöhnungsfick kann voller Leidenschaft sein, wie man ihn schon lange nicht mehr erlebt hat, und wo man an sich selber auch bemerken kann, dass man sich auf einmal Dinge traut, die man in der Zeit der Anspannung lieber unterlassen hat, weil es sich Frau verkniffen hat. Dein Partner wird sich sicher wundern, wenn Du ihn einen nicht nur zur Overtüre mal „schnell einen bläst“, sondern es zelebrierst. Es selber auch geniest, und es dir auch ein Gefühl gibt dass Du das Einzige bist, was ER jetzt braucht und benötigt. Ich spüre in solchen Situationen immer wie ich entspannter und „weicher“ werde, und das schönste Kompliment bekomme ich wenn P. zu mir nachher sagt „Lass uns bald mal wieder streiten“.

Bis dahin eine besinnliche und streitlustige Zeit

Eure C. und P.