Emotionale Abhängigkeit

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Emotionale Abhängigkeit

In meinen Freundeskreis spielt sich gerade ein „Drama“ der besonderen Art ab, nämlich das der emotionalen Abhängigkeit von einem Partner. Diese Frau um die es geht, ist mir sehr ans Herz gewachsen, und ich leide jedesmal mit ihr mit, wenn sich wieder mal so ein Drama abspielt. Diese emotionale Abhängigkeit ist zwar ständig präsent, nur kommt sie negativ zum Vorschein, wenn ihre „bessere“ Hälfte mal wieder den egomanischen, narzisstischen, unsensiblen Vollidioten raus hängen lässt, und sie sich die Augen aus dem Kopf weint.

Was ist das überhaupt

Was hat es damit auf sich, dass man – obwohl man es sich so sehr wünscht – emotional nicht in der Lage ist sich von einem Menschen zu trennen, der einen nicht gut tut, und der es fast schon genießt einen leiden zu sehen. Es gibt sicher hundert fachmännische Berichte zu diesen Thema, aber wie immer interessieren uns die nur nebenbei. JA – es gibt so etwas  – eine emotionale Abhängigkeit, entweder einseitig oder beidseitig. Wie bei allen, ist es in Ordnung wenn keiner darunter leidet. Wenn aber ein Teil es ausnützt, dass der andere – egal was man tut – eh immer wieder kommt, weil er nicht „ohne“ kann, dann ist das ein Machtmissbrauch der Sonderklasse.

Es kann keiner erklären

Außenstehende werden so eine emotionale Abhängigkeit nicht verstehen oder nachvollziehen können. Sie sehen das Ungleichgewicht zwischen zwei Menschen, sehen auch, dass einer von Beiden leidet, und der andere es fast schon diabolisch genießt, den „Leidenden“ an der Leine zu haben. Er braucht diese Macht, dieses „oben auf“ Gefühl um sich selber aufzuwerten. Diese Menschen sind um keine Lüge oder „schleimige“ Erklärung verlegen. Jeder andere erkennt das ,- nur nicht der Betroffene. Im Gegenteil – Es werden abstruse „logische“ Erklärungen gesucht, zurecht gebogen, dass der „Liebste“ weiterhin in einem strahlenden Licht dasteht. Das ist Liebe???

Ein Kampf ohne Gewinner

Oft halten solche Verbindungen Jahre an. Man reibt sich auf, versöhnt sich wieder, gelobt Besserung, und es passiert NICHTS. Alles fängt wieder von vorne an, und im Endeffekt,  wo außer verschwendende Lebenszeit nichts dabei rauskommt, vergehen Lebensjahre die man nicht wieder bekommt, und dabei auch vielleicht nie kennen gelernt hat wie sich echte Liebe und Zuwendung von einen Partner anfühlt. Auch der Teil der leidet,  ist vernebelt mit einem Bild der Liebe, die gar keine ist. Es ist ein Kampf wo es keinen Gewinner geben kann.

Verlust auf der ganzen Linie

Wenn man als Betroffene nicht aufpasst, verliert man alles was einem lieb und teuer ist. Freunde, Kollegen und Familie die sich immer wieder aufs Neue das Schauspiel der Trauer, Wut und Enttäuschung ansehen und anhören. Die trösten,  Taschentücher reichen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Irgendwann aber einmal kapituliert der beste Freund oder Familienmitglied vor so viel Gutgläubigkeit. Demjenigen geht einfach die Luft aus, und er/sie macht eigentlich dann das was der Betroffene vom „Machtpartner“ machen sollte – er löst sich von ihm.

Rat gibt es keinen

Im Grunde genommen kann man solchen Menschen nur beistehen aber nicht helfen, denn sie sind oft schon viel zu tief in dieser emotionalen Abhängigkeit gefangen, kennen es nicht anders und wollen da vielleicht auch gar nicht wirklich raus. Wenn man aber als Familienmitglied oder Freund fair sein will, dann sollte man auch hier die eigenen Grenzen aufzeigen und sagen „Du mir gehen die Ratschläge aus. Du musst wissen was du tust“, auch wenn man weiß, dass der nächste negative emotionale Supergau schon wieder vor der Türe steht.

Hilfe nur wenn man sie annimmt

Menschen die von so einem Szenario betroffen sind, sitzen in einem Käfig aus dem sie nicht alleine raus kommen. Es wäre aber auch ratsam, heraus zu finden ob sie das überhaupt wirklich wollen, denn nur dann kann man als Freund, Kollege oder Familienmitglied denjenigen beim aufstehen und beim Neubeginn wirklich helfen. Einer Abhängigkeit setzt auch immer ein wenig ein Suchtverhalten voraus, und eine Sucht kann man überwinden wenn man das wirklich möchte. Du hast es in der Hand,- Du hast die Macht, und kein anderer über Dich.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Liebe, Lust und Leiden

 

liebe augen
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Heute morgen als ich bei meinen Morgen Kaffee saß, und wie gewöhnlich meine Tweets auf Twitter durch sah,- fiel mir ein Tweet einer ganz lieben Twitter Freundin ins Auge. Sie stellte die Frage „Was ist Liebe“? Diese Frage war so simpel, und obwohl ich mich (auch wissenschaftlich) schon hundert mal damit befasst habe, musste ich für mich darüber nachdenken, was für mich Liebe ist. Natürlich kann man für viele Menschen Liebe empfinden – Familie, Freunde, Kinder , Geschwister oder aber auch natürlich Tiere oder Pflanzen, aber die Liebe zu einem Partner, die kann man am schwersten beschreiben.

Ich habe auf die Frage geantwortet : „Wie wenn man in eine Decke gehüllt ist, die man nicht mehr ablegen möchte“. Jetzt denke ich, dass diese Beschreibung nicht mal annähernd reicht. Es ist viel mehr….Ich habe mir immer die Frage gestellt, warum ich gerade die Romane verschlinge, und die mir auch eine innere Zufriedenheit geben, wo es um Lust und unvorhergesehene Liebe geht. Warum wird mir warm ums Herz wenn ich so etwas lese? Warum werden die Augen der Protagonisten immer so genau beschrieben, und immer wieder betont? Ich habe angefangen – ausgelöst durch die Frage meiner Twitter Freundin – ernsthaft darüber nach zu denken, wann habe ich in meinen Leben von fast 49 Jahren ernsthaft nach gedacht.

Ich sage dir – ich bin richtig erschrocken, denn wirklich GELIEBT habe ich nur zweimal in meinen Leben, mit allen was dazu gehört, genauso wie in einem der unzähligen Romane , die wir Frauen so gerne lesen. Natürlich habe ich alle meine Partner sehr gerne gehabt, war in sie verliebt, und mich auch wohl gefühlt, aber wenn es vorbei war,- war es eben vorbei. Ohne großes Leiden oder Frust. Es war eben ein Abschnitt in meinen Leben, aus dem ich all meine Erfahrungen heute schöpfe. Warum ich das jetzt weiß? (und ich denke ich weiß es jetzt erst seit einigen Stunden).

Ich kam dahinter, dass es eine Sache gab, die ich nur zweimal gemacht habe. Ich habe den Männern die ich wirklich geliebt habe, ohne Schamgefühl, oder das es mir unangenehm war beim Sex in die Augen  gesehen, und zwar von der ersten Sekunde an. Instinktiv, ohne darüber nach zu denken. Ich konnte und kann mich in den Augen verlieren, und ich lasse sie in meine Seele blicken. Das klingt jetzt vielleicht sehr einfach und für einige sicher zu simpel gestrickt, aber bitte denke mal darüber nach. Man sagt doch immer die Augen sind die Spiegel der Seele. Wie oft hast du einen Mann schon von der ersten Sekunde an beim Sex in die Augen gesehen, hast nicht den Blick abgewandt, oder es mit einen doofen Spruch abgetan (nach dem Motto – „ich hab mir gerade die Lider straffen lassen, darum starre ich dich so an“)? 

Du dich ihm/ihr öffnest, und dieses in die Augen sehen, sich verlieren in dem anderen, dass ist etwas, dass man nicht leichtfertig tut, oder wenn – dann versucht man es doch auszukorrigieren, indem man den Blick abwendet, oder die Augen fort an immer geschlossen hält. Man macht sich ja selber damit verletzbar, denn in dem Blick eines Menschen sieht man die Dinge die er oder auch sie nicht ausspricht. Es sagt „Ich liebe Dich“ ohne Worte. Der Mund kann lügen oder besser gesagt, dass von sich geben was das andere hören möchte, (oder zu glauben was der andere hören will) aber die Augen die sagen, dass was man selber fühlt und spürt. Natürlich kannst du jetzt sagen „Ja das ist schon tausend mal in irgendeiner Frauenzeitschrift gestanden“. Ja das ist richtig, ABER, das ganze hat natürlich auch eine Kehrseite.

Wenn man einen Menschen so tief in sein Innerstes sehen lässt, und das auch noch beim Sex, (oder sollte ich sagen beim „liebe machen“?) wo man bekanntlich (oder meistens 😉 ) nackt ist, sich öffnet, alle Sinne geschärft sind, alle Lust Lucken offen stehen, und man sich körperlich öffnet bis zur Schmerzgrenze, dann ist die Gefahr umso größer, dass wenn es mal zu einer Trennung kommt (aus was für Gründen auch immer), diese nicht nur schmerzhaft, sondern unheimlich lange dauert, bis man es verdaut hat (bei mir hat es fast zwanzig Jahre gedauert, obwohl ich andere Partner hatte). Der Skeptiker wird natürlich jetzt einwenden, dass ist alles Einbildung, man redet sich das dann alles schön, man sieht die schlechten Dinge nicht mehr. Doch die schlechten Dinge bleiben genauso lebhaft in Erinnerung wie die Guten, aber durch Umstände oder andere Ereignisse hat die Beziehung nicht gehalten, aber das schmälert doch nicht die Liebe für einen Menschen?

Ich hatte Glück, denn mir ist es zweimal passiert, dass ich wirklich liebe. Als ich heute darüber nach gedacht habe „Was ist Liebe“, ist es mir bewusst geworden, dass das für mich persönlich die Erklärung ist. Der eine oder andere wird jetzt sagen „Quatsch, das hat mit den Augen gar nichts zu tun“, und es ist sicher eine Frage die jeder Mensch für sich individuell beantwortet, denn diese Frage löst seit tausenden von Jahren Diskussionen, Konflikte und sogar Kriege aus. Ich kann sagen,- auch heute noch – wenn ich P. in und bei der Lust in die Augen sehe, dann will ich den Blick noch immer nicht abwenden, im Gegenteil – da gibt es sicher noch einiges zu sehen, was sein Mund nicht ausspricht.

„Was ist Liebe“? – ich will meine Antwort von heute morgen ergänzen.  Es ist die Erfüllung, es ist der Gipfel der Lust, der Abgrund des Leidens, aber auch die Erkenntnis, dass man ohne das Ganze  nicht sein möchte. DAS IST für mich LIEBE.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.