Schatz, ich bin heute im Bordell!

Liebe Extrem Unlimited Leserin!

Frauen im Bordell

Stelle Dir vor, du gehst mit Freundinnen in ein Lokal um einen schönen Abend zu verbringen. Dieses Lokal ist angenehm und einladend eingerichtet. Es hat große, ausladende Sitzgruppen, eine Bar aus dunklen Holz, überall stehen kleine Kerzen, es riecht angenehm nach Leder, Holz und herben Männer Parfüm. Das klingt alles völlig normal, nur das dieses Lokal im hinteren Bereich ebenso große Zimmer zur Verfügung stellt, und die Herren in diesem Lokal gegen Bargeld zu haben sind – für eine bestimmte Zeit – versteht sich. Willkommen Du bist in einem Bordell für Frauen!

Auf nach Las Vegas

Bei der Recherche für diesen Beitrag sind wir noch nie auf so viele unterschiedliche Meinungen gestoßen, und – Du wirst lachen – ein eindeutiges Ergebnis, ob es denn jetzt ein Frauen Puff gibt oder nicht, haben wir nicht herausgefunden. Das was wir wirklich herausgefunden haben, ist das das im Jahr 2001 ein Betreiber in der Schweiz ein Frauen Bordell betrieben hat, und dieses nach kurzer Zeit wieder geschlossen wurde. Allerdings teilen sich hier die Meinungen, ob es an der mangelnder Kundschaft lag, oder es gab auch Spekulationen, dass er sich finanziell völlig übernommen hat. Es gibt Gerüchte, dass es in Deutschland auch Frauen Bordelle gibt, aber da gibt es keine genauen Angaben. In Amerika – in der Nähe von Las Vegas – gibt es allerdings seit knapp 17 Jahren ein Etablissement, dass von einem schon etwas betagtem Ehepaar geführt wird, und angeblich sehr gut läuft.

Irgendwie schlechte Stimmung

Was uns aber wirklich mehr als gewundert und erstaunt hat, ist der Aspekt, dass in allen Foren, Communities und auch in persönlichen Gesprächen mit Leuten zu 80% negative und auch beleidigende Worte und Aussagen über Frauen Bordelle kamen. Diese Kommentare wollen wir Dir in einem kurzen Auszug vorstellen, und unseren Senf dazu geben, denn bei einigen Sprüchen hat es uns die Haare aufgestellt.

  • „Es gibt überall Frauen Bordelle, wo sollen denn die Weiber (O-Ton) sonst arbeiten.“ (also noch abwertender geht es ja dann wohl nicht?)
  • „Da gehen sicher nur die Hässlichen hin, denn die Hübschen bekommen auch gratis einen Stecher ab.“ (aber ja, sicherlich, weil in „Männer Bordellen“ nur die Märchenprinzen herein spazieren)
  • „Frauen brauchen für Sex nicht bezahlen, die bekommen den auch gratis.“ (Männer nicht, diese armen Würmchen?)
  • „Eine Frau hat in einem Puff nichts verloren, außer sie arbeitet dort“ (fühlen sich da einige Männer in einer Domäne angegriffen?)
  • „Die Frauen sollen in eine Schwulen Bar gehen“ (Ja, über diese Aussage haben wir sehr lange nachgedacht. Was soll das bitte bringen? Warum soll ich als Frau die Sex haben will in eine Schwulenbar gehen?)
  • „Es gibt doch genügend Escort Service, wenn Frau schon dafür zahlen WILL“ (Über diese Alternative haben wir natürlich nachgedacht, aber wenn ich als Frau spontan Lust habe – statt einem Absacker 😉 )
  • „Wie armselig ist das denn, wenn Frau dafür bezahlen muss?“ (armselig?, also bitte, es steht doch jeden Menschen frei wofür er Geld ausgeben will, oder? Und leider kam diese Aussage von einer Frau)
  • „Na, die Weiber (O-Zitat) müssen ja einen enormen Notstand haben“ (:) ja die Männer die zu einer Prostituierten gehen sind sicher voll sexuell ausgelastet)
  • ….und zu guter Letzt – ein POSITIVE Meldung. „Warum gibt es so etwas noch nicht, und warum schreien die Frauen immer nach Gleichberechtigung, und lassen dann den Moralapostel raushängen?“ (wir wollen uns der Meinung in Bezug  auf den Moralapostel nicht anschließen, aber das mit der Gleichberechtigung stimmt schon irgendwie?)

Wir sind aber auch – wie immer – auf unsere eigene Erklärung gestoßen: Viele Frauen haben, Männer für (und verzeihe uns diesen überspitzten Ausdruck) „Notgeile Böcke“ gehalten, wenn sie ins Puff gehen. Es kann natürlich möglich sein, dass Frauen die Befürchtung haben, genauso gesehen oder noch schlimmer verurteilt zu werden? Wir haben herausgefunden, dass Frauen nicht so wie Männer die schnelle Befriedigung suchen, sondern es bei ihnen meistens um die Aufmerksamkeit und die Zuneigung geht.

Warum nicht?

Jetzt muss ich mich aber fragen – wenn ich heute geplant mit meinen Mädels weggehe, und mir dann  für 23 Uhr einen Callboy buche, wo liegt da jetzt bitte der Unterschied zu einem Frauen Bordell? Ich stelle mir das auch irgendwie lustiger vor, mich nachher gleich mit den Mädchen darüber auszuquatschen, und gechillt etwas zu trinken. Wir denken, die Zeit für ein Frauen Bordell ist eindeutig noch nicht reif, weil die Gesellschaft noch nicht reif dafür ist. Alles benötigt eben seine Zeit. Es geht hier immerhin um Spaß und Sex, und da sollte es jeden überlassen sein wie er dazu kommt.

Anmerkung: Als dieser Beitrag fertig war, haben wir doch noch eine Homepage aus Deutschland entdeckt, mit einem Frauen Bordell, allerdings ist die Seite aus dem Jahre 2002 und wir sind nicht sicher, ob es dieses noch existiert?

Frauenpuff

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Bildquelle

 

Wenn der Callboy zweimal klingelt

Liebe Extrem Unlimited Leserin!

Seit dieser wahnwitzigen, unter Alkoholeinfluss und Frust enstanden Idee einen Callboy zu bestellen,  waren fast vier Tage vergangen. Es war bereits Donnerstag, und nur mehr drei Tage bis zur Stunde Null. Natürlich habe ich mit Marion und den anderen Mädels jeden Tag telefoniert, und die „Details“ besprochen. Was soll ich anziehen, soll ich eher cool, oder selbstbewusst auftreten, was wünsche ich mir von Chris? Das war die Einzige Frage die mich wirklich beschäftigt. Denn als mich Chris nach meinen Wünschen fragte wie ich mit ihm den Termin für Samstag vereinbart habe, musste ich nachdenken. Sollte man nicht wissen was man im Bett mag und was nicht?

Ich hatte bereits vier Tage Zeit über das nach zu denken, und Du wirst lachen ich kam auch auf eine Antwort. Ich habe mich jahrelang immer darum bemüht meinen Partner zu befriedigen, seine Wünsche und sexuellen Phantasien zu kennen, und mir fiel jetzt erst auf, dass ich mir nie über meine Wünsche in diese Richtung Gedanken gemacht habe, und – das ist entscheidend – mich hat auch nie jemand danach gefragt. (Dürfte dann ja wohl doch nicht so interessant gewesen sein was ich mir wünsche?) Es stellte sich mir aber jetzt automatisch die Frage „Bin ich so untervögelt und verzweifelt, dass ich für Sex bezahlen muss?“ Und – Bezahlte ich wirklich nur für den Sex,  oder auch für die Aufmerksamkeit, die man mir entgegenbringt?

Bis Samstag waren meine Nerven so dünn wie Seidenfäden. Wenn man mich kennt, weiß man, dass mich normalerweise nichts so schnell etwas aus der Ruhe brachte, aber der Besuch von einem Callboy in meiner Wohnung war schon etwas nervenzerfetzendes. Ich verbrachte den halben Samstag damit, mich zu duschen, zu cremen, mich schön zu machen, und vor allem die passende Unterwäsche und das ideale Outfit auszusuchen, denn ich wollte auf gar keinen Fall zu lässig, aber auch nicht Over Dressed sein. Ich war schon eine Stunde vor dem vereinbarten Zeitpunkt fertig, und saß wie auf Nadeln auf meiner Couch. Immer wieder beschlich mich das Gefühl alles abzusagen. Ich wollte aber auch nicht feige sein.

Pünktlich um 20 Uhr klingelte es. Ich saß steif wie ein Baguette Brötchen da, und wusste nicht was ich machen sollte. Es klingelte nochmal. Jetzt erst war ich in der Verfassung logisch zu denken, aufzustehen und die Türe zu öffnen. Ich hatte mir das Geld bereits auf der Vorzimmer Kommode bereit gelegt, und nahm es in die Hand. Ich öffnete die Türe, und in der Minute wusste ich, dass es kein Fehler war. Chris sah genauso aus wie auf seinem Foto im Netz. Er hatte braunes kurzes Haar, diese wunderschönen grau-grüne Augen, ein selbstbewusstes aber nicht aufdringliches Auftreten, und vor allem – er strahlte eine Ruhe aus, die mir jede Aufregung nahm.

Chris gab mir seine warme Hand, und hauchte mir ein dezentes Küsschen auf die Wange. Das dürfte für mich der Auslöser gewesen sein, ihm das Geld in die Hand zu drücken. Chris schaute etwas verwundert, und lachte dann so befreiend und herzlich, dass jede noch verbliebene Nervosität dahin war. Er nahm mir das Geld aus der Hand und legte es auf die Kommode mit den Worten „Entspann Dich,-ein Küsschen auf die Wange ist nicht der dezente Hinweis auf die Bezahlung. Lass uns doch einfach mal was trinken zur Entspannung. Ich habe Dir ein Gastgeschenk mit gebracht.“ (ein Piccolo Sekt 🙂 ).

Und dann kam das, was mir trotz Beziehungen noch nicht passiert ist. Chris setzte sich mit mir hin, wir tranken etwas, und er wollte jedes Detail meiner Wünsche wissen. Er sprach locker darauf los.  Es fiel mir ein wenig schwer am Anfang darüber zu reden, denn ich wurde so etwas im Einzelnen ja noch nicht gefragt, aber er nahm mir die Scheu davor. Er fing dann an mir den Rücken zu streicheln, und ich bemerkte wie ich „runterkam“, ruhiger wurde, entspannter. Als er den Eindruck hatte, dass ich meinen Kopf frei hatte, begann er mir den Hals zu küssen, meinen Oberteil genussvoll – Knopf für Knopf – zu öffnen, und er küsste sich an meinen Hals hinunter bis zum Brustansatz. Er küsste nicht nur, er sprach auch. Er sagte mir immer wieder, dass ich nur zu sagen brauchte wenn mir etwas nicht gefällt oder etwas intensiver genießen möchte.

Als auch ich meine letzte Scheu verlor, und zugegebenermaßen schon sehr feucht war, fing auch ich an ihn auszuziehen. Er roch wahnsinnig gut, und seine Haut, oder – besser gesagt – er als ganzer Mann strahlten eine Wärme aus, die einen einlullte. Es war nur angenehm. Als ich ihn dann noch sein letztes Wäschestück ausgezogen habe, und seinen Penis sah, blieb mir kurz die Spucke weg. JA – er war sehr gut gebaut, und er war optisch auch noch wunderschön (da fragte ich mich kurz ob heute Weihnachten, Ostern, Pfingsten und mein Geburtstag war 🙂 ). Wie wir dann beide vollständig nackt waren, befriedigte er mich oral, dass ich nach kurzer Zeit dachte es wäre Silvester und die Pummerin läutet. Jeder Griff, jede Berührung, jede Zuneigung mit den Lippen oder der Zunge war der Knaller (der Mann wusste was er tat, und das war auch gut so 🙂 ). Er nahm mich in der Doggy Stellung, und zuerst hatte ich wegen seinem enorm gut bestückten Schwanz Sorge, es zerreißt mich. Er drang aber ganz vorsichtig in mich ein, und erst als bemerkte, dass ich mich an seine Größe gewöhnt habe, fickte er mich (da war dann das zweite Mal Silvester!). 

Insgesamt war bei mir vier mal Silvester, und ich konnte mich nicht erinnern je so entspannt und vollständig – also nicht nur körperlich – befriedigt zu sein. Natürlich war mir auch in diesem Augenblick der absoluten Entspannung bewusst, dass er dafür bezahlt wurde, aber das störte mich keineswegs. Es war nichts schmuddeliges, oder unangenehmes dabei. Er nahm mich nachher in den Arm, kuschelte mit mir. Wir lachten auch, und ich hatte wirklich die ganze Zeit das Gefühl – es ging nur um mich. Als die zwei Stunden vorbei waren sprang er nicht auf und sprintete nicht davon, sondern machte mich vorsichtig auf das Ende der Zeit aufmerksam, rauchte mit mir noch eine Zigarette, zog sich an, und erst dann sagte er schelmisch „Jetzt nehme ich mir das Geld von der Kommode.“ Selbst aus der Bezahlung machte er etwas angenehmes und lustiges. (ja, jetzt verrate ich es dir auch – für dieses unglaubliche Erlebnis bezahlte ich €150,-, und jeder Cent war es wert). 

Als Chris dann weg war, schickte ich eine Rund SMS an die Mädels los, und verriet ihnen NICHTS. Nur soviel, dass sie sich auf einiges freuen dürfen. 🙂 Also, wenn man mich fragen sollte „Mädelsabend oder was ins Haus bestellen?“, dann bin ich ein Fan für Haus Lieferung, außer Männer wie Chris wären in einem Lokal oder in einem Bordell zu bekommen. Gibt es überhaupt Bordelle für Frauen, und wenn nicht, warum?

Damit beschäftigen wir uns (wieder gemeinsam mit P.) in unseren nächsten Beitrag. Es wäre doch nett, wenn wir Frauen mal ganz locker sagen könnten

Schatz, ich bin dann mal im Puff

Bis dahin alles Liebe

Eure C.

 

 

Mädelsabend? Oder was ins Haus bestellen?

Hallo Liebe Extrem Unlimited Leserin!

Dir ist jetzt sicher aufgefallen, dass ich die Begrüßung heute nicht „gegendert“ habe, und dass ich heute nur in der „ich“ Form schreibe, denn das ist heute ein Thema, dass rein weiblich ist. Natürlich ist es jedem Mann freigestellt diesen Artikel zu lesen und zu lernen. 😉

Ich möchte heute mal anfangen, indem ich die Singles unter Euch anspreche. Ihr kennt das sicher. Freitag Abend. Man vereinbart mit den drei besten Freundinnen bereits am Montag einen fixen Termin in einer Bar zu einem Mädchen Abend. Du bist Single, Du bist frei, und Du benötigst DRINGEND SEX…ganz dringend. In Dir steigt das Gefühl hoch, wenn Du jetzt nicht bald mal wieder richtig durch gevögelt wirst, dass Dein Leben einsam, unbefriedigt mit unzähligen Katzen endet, und Du nicht mal mehr weißt wie man Sex schreibt. Du erkennst die Notwendigkeit, und Dringlichkeit? Ich sehe vor meinen geistigen Auge Einige zustimmend nicken. Also bietet sich so ein Mädchen Abend an – ein paar Cocktails, nette Unterhaltung, gute Musik, und vielleicht bietet sich ein Sahneschnittchen für eine Nacht an. Im Idealfall einer der weiß was er will, der einen richtig ran nimmt und den Takt angibt. So weit so gut!

Ich bin immer an solchen Abend mit enormer Motivation mit meinen Mädels los gezogen, denn ich war immer der Meinung – irgendwas lief immer. Das Einzige das meistens lief, war die Motivation  – lachend mit einem Cocktail in der Hand – an mir vorbei. Es spielte sich immer fast immer in der gleichen Abfolge ab: Man trank etwas, saß zusammen, lachte, und oft schon nach einer Stunde kam der erste „Anwärter“ auf uns zu. Na, zumindest hielt er sich für einen Anwärter, denn meistens war auch die Erscheinung nicht sonderlich sympathisch (hat nichts mit der Optik zu tun, sondern mit der Ausstrahlung). Entweder waren es ganz Schüchterne, die – bis sie bei uns angekommen sind – bereits ein durchgeschwitztes Hemd hatten, oder welche die dachten sie haben die Frauenwelt erfunden (denn sie wissen was Frauen wünschen – ah eh!), und vor Selbstüberschätzung nur so strotzten, oder aber die, die wirklich eine anziehende Erscheinung waren, wobei man sich schon im Kopf ausmalte wie sie einen durch fickten, und sich dann als Ehemann herausstellte, der nur jemanden suchte um seinen Kummer mit der rechtlich Angetrauten zu vergessen und einen als Beichtstuhl  oder Therapeuten Couch benutzt. 

Es ging nicht nur mir so, sondern auch meinen Freundinnen. An einem lauschigen Sekt Nachmittag, haben wir uns dann mal ausgerechnet, wie viel uns solche Abende immer kosteten. Vorher Essen gehen, dann in einen Club oder Tanztempel, das Taxigeld, denn keiner fährt dann noch mit dem Auto nach Hause wenn er was getrunken hat. Wir kamen auf eine pro Kopf Summe von fast €100,-. Ein Preis der gerechtfertigt wäre, wenn man wenigstens hin und wieder dafür etwas zwischen die Beine bekommt. Natürlich war es immer witzig mit den Mädels, aber wir alle waren immer ein wenig auf „Beutefang“. Selbstverständlich haben wir die Lokalitäten auch gewechselt, aber das Ergebnis war immer das Gleiche (in sechs Monaten hatten mal gerade Zwei von uns einen Fick,- und der war gerade mal im Mittelfeld von der Qualität). 

Nachdem wir an diesem Nachmittag in angetrunkener Laune festgestellt haben,  wie arm wir doch waren, wir alle miteinander vielleicht am „Markt“ nicht mehr vermittelbar sein – nicht mal für einen One Night Stand – und wir unser eigenes Selbstmitleid in der dritten Sektflasche ertränkten, kam Marion eine brillante Idee. Sie zückte ihr Handy, und hielt uns nach Minuten dann mit einem Grinsen das Display vor die Nase. Nachdem wir alle unsere Lesebrille aufgesetzt hatten (ich sagte ja – nicht mehr die Jüngsten!), sahen wir alle drei wie Schafe auf die Überschrift- der Escort für die Frau! Ernsthaft jetzt? Marion erwartete sich – denke ich mal – etwas mehr Begeisterung von uns. Wir sollen fürs Vögeln bezahlen? Das konnte nicht ihr Ernst sein. Und nachdem alle durcheinander sprachen, einige von uns dafür, und die anderen dagegen waren, gab Marion einen lauten Pfiff von sich. Wir starrten sie alle an (wieder wie Schafe), und sie sagte „Haltet mal alle die Klappe.“

Das wir in diesen Moment auf sie hörten kam uns dann allen noch erheblich zu Gute. Sie schlüsselte uns rein finanziell auf, dass wir zwar für Sex bezahlen, aber jetzt dafür bezahlen das wir keinen Sex bekommen. (Wo sie Recht hat, hat sie Recht! Ihre Feststellung der dramatischen Ausschmückung, dass wir keine knackigen 20 mehr sind hätte sie sich aber schenken können). Sie textete uns  mit den Vor- und Nachteilen zu,  bis fast unsere Ohren bluteten (also eine zweite Karriere als Sektenführerin wäre zu überlegen) . Das Fazit war – Wir TATEN ES. Eine nach der anderen. Natürlich nicht an einem Abend, aber wir beschlossen, dass jede von uns mal an der Reihe war,  an vier aufeinanderfolgenden Wochen. Die einzige Bedingung war, wir mussten uns auf einen Callboy einigen, um dann einen effektiven Erfahrungsaustausch zu betreiben. (Bei diesem Punkt öffneten wir gleich noch eine Flasche Sekt – so einen Entschluss fällte man ja nicht jeden Tag). 

Die Auswahl des passenden Kandidaten zog sich die halbe Nacht, und wir einigten uns dann auf einen 38 jährigen, großen, attraktiven Mann, der Augen hatte die uns alle umhauten. DAS WAR ER! Wer als Erste dran war, zogen wir mit einem Streichholz.- und jetzt darfst Du drei mal raten…….Ja..ich hatte das Vergnügen. Marion schrieb die Daten für mich auf, und sagte ich sollte gleich morgen anrufen um für diese Woche noch einen „Termin“ zu bekommen (wie beim Zahnarzt halt). Nachdem ich mir mal meinen angezüchteten Rausch ausgeschlafen hatte, mich geduscht und bei meiner dritten Tasse Kaffee saß – und beim überlegen was ich denn sagen sollte – den Zettel ständig hin und her schob auf meinen Tisch, schnappte ich mir das Telefon und wählte die Nummer. Beim zweiten Mal Läuten meldete sich jemand. Mein Mund war trocken wie die Wüste Gobi (weiß nur nicht mehr vor Aufregung, oder weil ich verkatert war). 

Chris war äußerst charmant am Telefon, er beruhigte mich (wer mich kennt weiß, dass das nur schwer möglich ist), fragte mich mal was ich mir vorstelle. Tja, was stellte ich mir denn vor? Ich musste echt darüber nachdenken, aber ich sagte ihm, ich stehe sehr auf aktiven und passiven Oralverkehr, mag mal hart mal zart, je nach Stimmungslage. Er konnte mit meinen Wünschen was anfangen (da war er auch einer von wenigen 🙂 ). Wir vereinbarten den kommenden Samstag um 20 Uhr bei mir. Er sagte mir den Preis und der war für mich völlig in Ordnung (nein, der wird jetzt noch nicht verraten). Ich informierte die Mädels per Rund SMS das „der Vogel am Samstag abhebt“, und alle gaben mir noch Hinweise, Ratschläge und gut gemeinte Tipps. Allerdings war mir das in dem Moment völlig egal. Was mir wirklich Kopf zerbrechen machte, dass ich bei dem Telefonat nachdenken musste was ICH WILL! 

Das kann ja heiter werden am Samstag!

Wie das Erlebnis mit Chris,  und die Erfahrungen mit ihm und den anderen Mädels ausging das erzähl ich Euch beim nächsten mal.

Wenn der Callboy zweimal klingelt

Bis dahin alles Liebe

Eure C.