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Geh aus meinen Kopf

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Kennst du das? – Du warst längere Zeit Single, deine letzte Beziehung ist seit seiner Beendigung schon einige Zeit her, und nach dem üblichen Trauerprozeß, der sich meistens in der Abfolge von Wut, Rachegefühle, Weinkrampf Attacken gefolgt von innerer Aufmüpfigkeit, wobei man sich selber meistens komplett neu erfindet (was sich oft darin äußerst, dass Frauen zum Friseur gehen und sich einen Haarschnitt verpassen lassen, den sie dann monatelang bereuen) , um dann endlich das erste Mal nach gefühlten Jahren (obwohl es vielleicht nur Wochen sind), wieder aufzuwachen und an etwas anderes denkt als an IHN.

Nachdem dieser schmerzhaften und Substanz raubender Zeit, ist man endlich wieder bereit für etwas Neues. Man versucht sich langsam wieder  an den Gedanken zu gewöhnen sich zu öffnen, und wieder auf die Suche zu gehen nach Mr. Right. Also was tut die Frau – sie geht mal wieder mit Freunden aus, ihre Antennen auszufahren, und neue Kontakte zu knüpfen. Wenn man allerdings noch nicht so weit ist, sucht man vielleicht im Internet, und sieht sich mal um. UND – lernt einen Mann kennen, der nicht nur sympathisch ist,  bei der „Gesichtskontrolle“ nicht nur nicht durchfällt, sondern der ein angenehmes Gefühl im Magen auslöst.

Frau ist vorsichtig, ist noch zurückhaltend, und tastet sich nur langsam daran,  auch Dinge von sich preis zu geben. Also ich hab mich meistens wie ein geprügelter Hund sehr langsam „heran geschnüffelt“. Wenn man mir eine  vertrauliche Frage gestellt hat, war ich immer sehr allgemein in meinen Antworten, nur um zu vermeiden zu viel hinter meine – mir selbst errichtete Mauer – zu sehen. Aber natürlich wurde ich bei hartnäckigen Interesse , und nach endlosen Telefonaten und What’s App Nachrichten „weicher“ ,und lies mir etwas hinter die Kulissen blicken. Dann kam bei mir immer erst das erste Date.

Wenn auch da alles super lief, man gemeinsam gelacht und Spaß gehabt hat, verabredet man sich noch einmal, und noch einmal. Ja,- und dann küsst man sich, schmust miteinander, und landet im Bett. Alles bestens, man bebt fast vor Geilheit, will nur noch eines – gefickt werden (nach dem Motto „ficken bis ich abwinke“). Inmitten dieser Extase (wo Frau denkt „endlich ein Mann der mich durch vögelt bis ich wie eine Katze anfange zu miauen“), kommt es wie ein Blitz Einschlag – das BILD VOM EX IM KOPF. Er taucht plötzlich vor dem inneren Auge auf, und wie ein Film im Schnell Vorlauf spielt einem der Kopf all die geilen, aufregenden, lustigen und voller Liebe erfüllenden Szenen ungewollt ab.

Na ganz toll – da liegt man voller Geilheit im Bett mit einem tollen Mann, der nichts falsch macht, und trotzdem nistet sich der Ex ein wie eine kleine Zecke. Je mehr man ihn dann aus der Gedankenwelt vertreiben will, desto präsenter wird er. Bitte – wie kann das passieren? Ist es eine Situation, ein Witz den der andere macht, oder auch eine Geste (z.Bsp über das Haar zu streicheln) , wo sich die Erinnerung wie ein gut geöltes Uhrwerk einschaltet? – ES KANN ALLES SEIN, und nein wir sind nicht Schuld daran. Es ist etwas das uns in positiver Erinnerung geblieben ist. Noch schlimmer (oh ja es kommt noch dicker) wenn plötzlich auch alte Gefühle für den EX auftauchen. Sich wieder daran erinnert, wie das war, als man sich gefetzt hat, und dann der wilde, aufregende und leidenschaftliche Versöhnungssex mit anschließenden Schmusen und lachen im Bett war.

Plötzlich ist der Mann der einen gerade mit den Hände, der Zunge oder seinem Schwanz verwöhnt irgendwie falsch. Es fühlt sich nicht mehr richtig an. Nicht mehr neu und aufregend, sondern nur eine schlechte Kopie von? – ja irgendwas. Man will nur raus aus dieser Situation, denn je mehr man sich bemüht sich fallen zu lassen, desto weniger funktioniert es. Sex ja, aber nicht mit dem Mann den man sich gerade unter oder über sich liegen hat. (Ich habe mal ausprobiert in so einer Situation den Ex mit Gewalt weg zu blenden, und mir ist es dann sogar passiert – in der Exstase – dass ich den Namen voller Geilheit raus gebrüllt habe, nur nicht den von dem Mann mit dem ich im Bett war 😉 )

Manchmal kann man den Eindruck haben, man hat den Ex überwunden, und Dein Leben läuft endlich wieder in halbwegs geordneten Bahnen, und trotzdem schleicht sich der Verflossene in dein Gehirn ein. Ich habe versucht mir nie zu sehr den Kopf darüber zu machen (was mir nicht wirklich gelungen ist). Solche Situationen zeigen uns nur, dass wir uns einfach noch nicht vollständig vom Ex Liebsten gelöst haben, und das kann verschiedene Ursachen oder Gründe haben. Es ist nicht leicht, denn man hat immer kurzfristig dann das Gefühl, man kann sich nie wieder wirklich bei einem anderen fallen lassen, und den Sex mit einem neuen Mann genießen, weil der „andere“ die Messlatte einfach ziemlich hoch gesteckt hat, und uns Wünsche und sexuelle Phantasien erfüllt hat, die wir uns nicht mal zu träumen gewagt haben. Der Nachfolger hat es schwer, und manchmal ist es sogar für ihn unmöglich uns wirklich sexuell zu befriedigen.

Auch eine emotionale Lösung einer Beziehung (egal wie kurz oder wie lang sie gedauert hat) braucht seine Zeit. Die Sexuelle Verbindung kann die Stärkste sein die es gibt, denn hier zeigt es sich ob man sich von Anfang an ohne Worte versteht, und darum dauert die Auflösung dieser Beziehung oft länger als unsere Entscheidung sich eine neue Frisur machen zu lassen. Lass Dich nicht entmutigen wenn so etwas passiert, denn irgendwann wird der Moment kommen wo Dein Ex beim Sex mit einem anderen auch aus deinem Kopf verschwunden ist.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Liegt es an mir?

Es kiegt an mir
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wie oft haben sich Frauen schon diese Frage gestellt, oder aber auch ihren Liebsten? Wenn jetzt eine Frau unter den Leserinnen sein sollte, die behauptet sie hätte diese Frage noch nie gestellt, dann gratulieren wir recht herzlich. Du bist Gewinnerin des „Nicht  – Selbstzweifel – Preises! Aber wie kommt es, dass wir Frauen uns immer wieder diese Frage stellen, und im Gegenzug nur ganz wenig Männer (vielleicht ist aber auch die Dunkelziffer so hoch und nicht erfasst, dass wir jetzt völlig falsch liegen?). 

In diesem Fall kann ich nur von mir ausgehen (bitte um andere Ansichten wenn Du sie parat hast). Ich denke, wenn ein Problem auftaucht, eine Situation die unangenehm ist, oder P. mal keine Lust auf Sex hat, dann muss ich es bereinigen, eine Lösung finden, oder das ich nicht mehr so attraktiv und begehrenswert bin. Also was tut Frau? Sie bereinigt ein Problem, sucht Lösungen (und findet sie auch meistens),  wandert ins Fitness Studio und ernährt sich mal wieder ausschließlich von Smoothie’s. Aber ist das der Richtige Weg. Was, wenn sich trotz aller Bemühungen nichts ändert? SEIN Interesse an meiner Person nicht mehr so groß ist, oder noch schlimmer,  ich an seinen Handlungen bemerke, dass ich in der Wertigkeitsskala nach unten gerutscht bin? Auf einmal jeder Termin, jedes andere Freizeit Vergnügen (wie das wahnsinnig wichtige Skirennen im Fernsehen zum Beispiel) wichtiger ist, als mit mir Zeit zu verbringen? Sätze wie „Ach, Du das geht sich heute nicht aus.“ Meine lieben Männer – das Lösungswort heißt  Zeitmanagement? – FANGT AN ES ZU LERNEN. (Wir können es ja auch!). Oder bin ich es? Will er gar keine Zeit mit mir verbringen?

Da kann sich nur die Frage aufdrängen „LIEGT ES AN MIR“?

Wenn man dann als Frau (weil man ja nicht über hysterisch sein will) mal versteckt nachfragt „Du, im August haben wir uns fast jeden Tag gesehen. Wahnsinn oder, wenn man bedenkt wie wenig wir jetzt dazu kommen.“ , und dann nur ein lapidares „ja, ja lang ist es her.“, dann hat man zuerst das Bedürfnis und den fast unbändigen Wunsch irgend eine Vase oder einen Aschenbecher auf seinen Kopf zu zerschmettern, aber dann stellt sich die Enttäuschung ein, und die immer sich drängender Frage „Kann ich etwas daran ändern, dass er sich ändert, oder bzw wieder mehr Interesse an mir hat.“ (Das klingt wie eine Frage aus dem Frauenmagazin ..igitt).

Der absolute Höhepunkt an Selbstzweifel wird dann noch erreicht, wenn beim Sex nichts mehr läuft. Jede schelmische Doppeldeutigkeit die SIE am Telefon oder per Whats App abgibt, wird mit einem grummelnden  „Mmmmmm“ kommentiert, und dann wird das Thema gewechselt. Charmant! Ach ja–und wenn es dann endlich mal Sex gibt, dann wird anschließend nicht mehr darüber geredet, gelacht oder geschwärmt, sondern auf Aussagen von IHR wie :“ Wahnsinn wie kompatibel wir noch immer sind, und wie viele neue Ideen wir haben, die wir auch mal ausleben sollten,oder?“ nur ein schwammiges „JA ist eh nichts neues das das passt bei uns.“ (Ach ja nicht neues? Na dann werde ich mich nächstes Mal vielleicht vom Luster hängen!) 

Ja eh, nach diesem wirklich erschöpfenden Dialog, ist man dann soweit, dass man sagt „Warum sage ich noch was? Ist ungefähr so unnötig wie Oliven in den Griechenland Urlaub mit zu nehmen.“ Du wunderst Dich jetzt dass ich das so genau schildern kann? Mir passiert das mit P. sehr oft, und das Beste was ich in so einem Fall tun kann, ist NICHTS zu tun. Es kommen keine Anspielungen auf Sex, keine neugierigen Fragen wie sein Tag war, alles wird irgendwie besprochen, aber von meiner Seite nur halbherzig. Denn ich bin nach endlosen Tagen, und Wochen darauf gekommen, dass es NICHT AN MIR LIEGT, sondern SEIN Problem ist.

Frauen neigen ja fast oft schon manisch dazu Probleme von anderen lösen zu wollen (und sie können es auch meistens), und eine Entlastung für den anderen zu sein und keine zusätzliche Belastung. Aber genau da sind wir beim Paradoxen. Männer wollen keine „leichte“ Frau die einen alles abnimmt. Sie wollen sich anstrengen, und müssen immer irgendwie den Eindruck haben – alles ist erkämpft. (wie pervers ist das denn?) Aber auch nicht zuviel anstrengen, sonst wird es mühsam. Also wie jetzt?

Die Abende und Nächte die ich meinen Freunden schon die Ohren voll gesungen habe, die gehen auf keine Kuhhaut, aber entscheiden was man tut, kann man nur individuell und von sich selbst heraus. Ich höre auf ,SEINE Bedürfnisse über meine zu stellen, SEINE Wünsche größer werden zu lassen als meine sind, und vor allem mir nicht das Gefühl vermitteln zu lassen „Es läge an an mir.“ Nur weil ihm gerade ein Tampon quer im Arsch sitzt, und er gerade nicht weiß „Was denn mit ihm  los sei“, ja dafür ist niemand verantwortlich. Man kann da sein und ihm das Ohr leihen, aber SEIN Problem lösen — NEIN! Ich oder Du bist ja nicht seine Mutter. (Natürlich muss gesagt werden, ER verlangt ja nicht, dass wir Seine Probleme lösen, aber ganz angenehm ist es natürlich schon!)

Ich kann jetzt nur MEINE Vorgehensweise schildern (und die ist sicher nicht das Universal Rezept). Überlegt mal wie ihr „VOR IHM“ wart? Was habt ihr getan, und was habt ihr in der Zeit mit IHM vernachlässigt? Lasst das wieder aufleben! Stellt EUCH in den MITTELPUNKT Eures Lebens. Versteht mich bitte nicht falsch–Die Liebe zu einem Menschen –die bleibt, und man kann sich auch nicht vorstellen ohne IHN zu sein, aber man sollte hin und wieder nicht vergessen, dass man nicht die ganze Last eines Problems auf sich laden sollte.

„Liegt es an mir“? – Nein! Er soll sich das Tampon aus dem Arsch ziehen, und sich mal ganz genau überlegen, was er an euch hat, und vor allem wenn DU ganz genau weißt was DU WERT bist, dann wird er diesen Wert auch erkennen, und wenn er das nicht tut – ja dann ist das SEIN Problem, und mach es ja nicht zu DEINEM.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und (nur abschnittweise) P.

 

Ich lasse los, ich lasse nicht los!

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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der heutige Beitrag wird sicher so manchen Psychologen oder auch Therapeuten sauer aufstoßen, weil unsere Ansicht oder auch das was uns Menschen (vor allem Frauen) erzählt haben, nicht ganz in die klassische Variation von Verarbeitung, oder um genauer zu sein, die Verarbeitung einer Trennung passt (soll ja nach Expertenmeinung sein wie ein Trauerjahr – ja wie auch immer!!) Auch gute Freunde – wirklich gute Freunde – können nicht wirklich helfen. Sie wollen es, aber sie können es in so einer Situation nicht. Redewendungen wie „andere Mütter haben auch schöne Söhne“, „denke jetzt mal nur an dich“, „die Zeit heilt alle Wunden“ (also bei dem Spruch könnte ich kotzen), oder aber auch ein Klassiker „in ein paar Monaten lachst du darüber“ (jaaaaa—-ganz sicher). Allerdings haben wir auch schon gehört „Du musst loslassen.“ Das ist der einzige Spruch, den wir ernsthaft aufgreifen möchten. Loslassen???– Wie funktioniert das?

Jeder kennt das. Die Beziehung (egal wie kurz oder lang sie gedauert hat), geht zu Ende. Im Idealfall im beiderseitigen Einvernehmen, weil man zu Zweit zu dem Entschluss gekommen ist, dass ein Leben getrennt voneinander besser ist. Was passiert aber, wenn es keine ausgesprochene Trennung gibt, sondern einer sich vom anderen immer weiter entfernt, und die Beziehung zum anderen einfach einschlafen lässt, bis der eine sagt „Was soll das alles überhaupt noch?“. In so einem Fall finden wir, dass es sich der eine Part sehr einfach macht, denn eigentlich will er/sie sich trennen, spricht es aber nicht aus, sondern zieht sich soweit zurück, bis der andere Part nicht „mehr kann“, sämtliche Bemühungen und Versuche sich zu nähern wieder gescheitert sind, und dem/derjenigen die Puste ausgeht, und das Handtuch wirft. Der Knaller ist dann aber, wenn derjenige der sich immer weiter zurückgezogen hat dann von sich gibt „Naja, Du hast dich ja von mir getrennt“.

Noch schlimmer (ja – es gibt noch eine Steigerung!) ist die oben beschriebene Situation, wenn man das Gefühl hat seinen Seelenpartner gefunden zu haben. Der skeptische und kritische Therapeut wird jetzt sagen „Das glaubt man nur, dass man ihn gefunden hat, denn sonst würde es so eine Trennung ja gar nicht geben“, aber wir sind – wie könnte es anders sein – anderer Meinung. Wir sprechen hier nicht davon, dass man dasselbe mag, oder die gleichen Vorlieben für Dinge hat, sondern von so einer Art von Verbundenheit, dass man das Gefühl hat, auch wenn mir der Partner weh tut, ist doch er der Einzige der mich trösten kann. Auch hier wird die hochgezogene Augenbraue des Psychologen zum zucken beginnen, denn in seinen Augen wird es dann (vermuten wir mal so ins Blaue hinein) sicher eine Art Abhängigkeit sein, die man unbedingt behandeln lassen sollte. Meine lieben Psychologen und Therapeuten – ein guter Ratschlag mal von uns – redet nicht mit, wenn ihr ES noch nie erlebt habt. Das gilt auch für alle guten Freunde, und das ist jetzt nicht böse gemeint.

Ihr alle könnt Betroffenen nicht helfen, denn sie schwanken ständig zwischen rebellischer Auflehnung und gleichzeitig schwindender Kraft und dem Bedürfnis sich genau an denjenigen anlehnen zu wollen, von dem man sich versucht emotional zu lösen. Da sind die einzelnen Umstände (außer es handelt sich natürlich um psychische oder physische Misshandlung) völlig unerheblich. Ihr könnt keinen erklären „Das er/sie es eh nicht wert war oder ist ihm/ihr eine Träne nachzuweinen“. Vergesst das, denn das was diese Menschen empfinden – glaubt mir – ist ihnen selbst fremd und unheimlich, weil sie sich noch niemals in ihrem Leben so gefühlt oder aber auch verhalten haben. Sie erkennen sich selber nicht, denn vor IHM/IHR war eine Trennung oder das loslassen von einem Partner eine Geschichte von maximal ein paar Monaten und dann war das Thema durch.

Es ist eine Sache die man nicht benennen kann mit einem klugen Titel, oder aber auch mit schlichten Liebeskummer. Wir haben dafür auch keinen Namen, aber so etwas gibt es. Eine liebe Freundin von mir, macht das gerade durch, und glaub mir – die steht normalerweise mit beiden Beinen im Leben, ist ein durchwegs positiver und humorvoller Mensch –  aber der Humor ging bei ihr in den letzten Wochen irgendwo verloren, denn alleine der Umstand, dass sie sich selber in so einem emotionalen Zustand nicht wieder erkennt, macht ihr mehr als zu schaffen. Die innere Ruhe ist dahin, die Konzentration fährt schon seit Wochen U-Bahn, und auch die automatische Handlung zum Telefon zu greifen, weil man die lustigen oder auch traurigen Dinge des Alltags dem anderen sofort erzählen will – weil man es immer so getan hat – zehrt an den eigenen Kräften.

Gute Ratschläge sind hier so unnötig wie ein Solarium in der Wüste, einfach DA SEIN und vor allem zuhören ist da die Devise, und das Einzige was vielleicht den Schmerz – den man selber nicht in den Griff bekommt – lindern kann, ist demjenigen zu sagen „Ich habe so etwas leider (oder Gott sein Dank) noch nie erlebt, aber ich bin da für Dich“, denn der Betroffene  – glaub mir – liegt jeden Abend zu Hause in seinen Bett und schwankt zwischen „Ich lasse los, ich lasse nicht los…..“

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

Müde und erschöpft

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Du wirst Dich gestern sicher gewundert haben, dass nicht wie gewohnt der Montagsbeitrag in der Früh online war. Das hatte einen Grund. Ich hatte am Wochenende Dienst und P. ebenso. Wir waren müde und erschöpft. Wir waren erledigt. Ausgelaugt. Jeden Beitrag den wir online gestellt hätten, wäre eine lauwarme aufgewärmte Suppe gewesen,  ohne Witz und ohne Inhalt. Unsere Themen sind normalerweise im Vorfeld eingeplant, oder zumindest die groben Umrisse. Das war auch dieses Mal so, nur die Worte wollten nicht fließen, wie sie es sonst tun.

Warum? Weil im Augenblick alles und jeder von uns die volle Aufmerksamkeit einfordert. Die Arbeit, die Firma, und unseren eigenen Probleme miteinander, die sich aufgrund des immer stärker werdenden Zeitmangels auch bei uns schon in gegenseitiger Unverträglichkeit niederschlägt. Jedes Zeitfenster die wir uns vereinbaren, wird im letzten Augenblick immer wieder von irgendwelchen (auf beiden Seiten) unaufschiebbaren Dingen okkupiert. Ja ,– wir wissen was Du jetzt sagen willst. „Die schreiben vor nicht mal einer Woche, dass man sich Zeit füreinander nehmen soll und muss, und bekommen es selber nicht auf die Reihe“.

Auch wir haben Zeiten und Phasen wo es bei uns absolut nicht rund läuft, wo alles auf der Strecke bleibt, und wo sich bei mir immer die Angst einschleicht, dass dieser Zustand eventuell so bleiben könnte, und wir einander in dem Strudel aus Zeitmangel, Stress und sonstigen Dingen „verlieren“. Das dieser Zustand so lange anhalten könnte, bis wir zu einem Punkt kommen, wo wir einander gar nicht mehr wissen was wir einander erzählen sollten, weil wir über das geschäftliche „ganz wichtige, unaufschiebbare“ sich eine unerträgliche Sprachlosigkeit breit macht.

Und ja,- auch wir haben nicht für alles eine Lösung. Es ist so wie bei anderen  Dingen auch im Leben. Bei anderen weiß man immer was man zu raten hat, aber bei einem selber ist man oft so in seinen Gewohnheiten gefangen, dass man seine eigenen Ratschläge und Tipps gar nicht mehr weiß, oder etwas logisches, zielführendes erkennt. Wir laufen seit Wochen auf tausend Touren. Unsere ganze Kraft, unsere ganze Energie (die uns ja auch beflügelt) ging für unsere Projekte und auch unsere Arbeit dahin. Wir lieben all diese Dinge. Die Liebe füreinander ist sicher noch da, nur sie hat sich wie ein kleines Kind in sich zurück gezogen und trotzt.

Wir bemühen uns so sehr nicht gegenseitig anzuschnauzen, dass ich manchmal das Gefühl habe, die Last dieser Höflichkeit zueinander, liegt auf mir wie ein Hinkelstein. Wenn er gereizt ist, sage ich nichts, sondern lächle und schweige. Wenn ich gereizt bin versucht er mich krampfhaft aufzuheitern indem er alles relativiert. Genau das macht mich aber noch wütender, und ich lächle noch mehr, dass ich den Eindruck gewinne, ich müsste bereits aussehen wie eine aufgespritzte Botoxqueen der das Lächeln eingefroren ist. Wir tun alles um nicht zu streiten, und wir vermeiden alles das es uns mal Luft macht. Streiten!!!! Richtig fetzen!!

Ich kann in diesem Fall nur für mich sprechen, aber die Angst die Situation durch den Streit noch schlimmer und verfahrener zu machen,  bringt mich jedes mal dazu meinen Mund zu halten. (Und zu lächeln). Ihn, glaube ich, macht aber unrund, dass ich immer alles weglächle, aber gleichzeitig ist er darüber auch ganz froh, weil er sich auch nicht streiten will, und ihn das noch mehr nerven würde. Männer und Frauen denken vielleicht über das gleiche Problem nach, reden aber nicht darüber oder nur wenig. Die Zeit die man nämlich miteinander hat, will man dann nicht noch mit unnötigen Befindlichkeiten des anderen vollstopfen.

Ich denke, ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass wir eifrigen Bienchen sogar für Sex zu müde sind. Nicht das uns die Lust aufeinander fehlt, aber selbst für das sind wir zu erschöpft, und ich denke das ist auch legitim. Soll aber jetzt nicht heißen, dass es prickelnd ist. Im Gegenteil. Es macht mich noch unverträglicher und aggressiver, und bei diesem Punkt lächle ich jetzt mal gar nicht mehr. Noch dazu wenn es dann um das Thema mit P. geht, und er es relativiert. Also ist es für ihn nicht mehr wichtig? Bin ich vielleicht nicht mehr interessant genug oder hab ich die sexuelle Anziehungskraft verloren? Zu all dieser kühlen Stimmung kommen jetzt noch diese Fragen auf, die ich natürlich nicht stelle, wegen der oben beschriebenen Situation. Ist das jetzt ein Dauerzustand?

Wir sehen sicher beide ein, dass dies kein Dauerzustand ist, und wir wissen, dass sich (so wie immer) plötzlich und unerwartet für uns beide der „Knoten“ zwischen uns lösen wird, und wir auch im nach hinein über alles in Ruhe und auch mit der nötigen Gelassenheit reden können. Bis dahin weiß aber niemand von uns beiden wie lange es noch dauern wird, und dass macht auch müde und erschöpft. Darum verzeihe uns wenn wir nicht den geplanten Montagsbeitrag gepostet haben. Vielleicht hast DU ja für uns einen guten Ratschlag (wäre mal was anderes 😉 ). 

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Dessousfoto oder Schnitzelsemmel?

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der Titel verwirrt Dich jetzt? Können wir verstehen, aber eigentlich geht es in den heutigen Beitrag von uns um ein Thema das viele Beziehungen, Partnerschaften und auch Ehen in die Brüche gehen hat lassen. Erotisches, oder der sexuelle Verlust von Spannung und Neugierde. Jetzt werden Deine Stirnfalten sicher noch tiefer, und Dein Kopf rattert vor sich hin mit der Frage „Was hat das alles mit einer Schnitzelsemmel zu tun“? Die Frage ist berechtigt, aber Du wirst gleich wissen, warum es geht, und das sexuelle Spannung zwischen zwei Menschen gar nicht so schwer ist zu erhalten.

Eine liebe Freundin von mir erzählte mir, dass sie ihren Mann bat, doch mal frische, knusprige Schnitzelsemmel vom Laden zu holen. Weil er ein ganz Lieber ist (ist er wirklich 😉 ), machte er sich auf dem Weg. Kaum bei der Türe draußen, überkam meine Freundin eine Idee. Sie warf sich in Dessous, machte einen Schnappschuss, und schickte es per Whats App an ihren Mann. Du kannst dir vielleicht denken, dass er schneller wieder zu Hause war, als man sich vorstellen kann. (Uns hat es ja gewundert, dass die Schnitzel nicht roh, oder überhaupt das ganz Schwein im Schlepptau war, bei der Geschwindigkeit wie er wieder zu Hause war). Eines ist aber sicher, das Schnitzel war bei weiten nicht so knusprig wie sie Spannung zwischen den Beiden! 😉 (Und nachher auch kalt, aber das ist natürlich nur eine Vermutung von P. und mir)

Die häufigste Ursache von sexuellen Desinteresse, ist die nachlassende oder fehlende Spannung zwischen beiden Partnern. Man kann ein Experte sein in Sachen Sexspielzeug, ein Künstler der Sexstellungen, oder aber einen Wortschatz in Sachen Dirty Talk haben, dass jeder Pornostar erblassen würde, aber wenn die Spannung nicht erhalten wird zwischen Mann und Frau, dann nützt Dir das andere gar nichts. Warum ist das so? Weil wir mit der Zeit anfangen zu werten. Mit zunehmender Zeit der Beziehung, denken wir oft „Das gefällt ihm/ihr sicher nicht“, oder „Da mach ich mich ja lächerlich“. Stimmt nicht. Falls Du so denken solltest – Lass es!

Umgekehrt wird nämlich auch ein Schuh daraus. Hast Du dir schon mal überlegt, dass Dein Partner denkt „Das macht sie nie“, oder aber auch „Bevor ich nicht mit einer Überraschung komme, passiert gar nichts.“ Hier haben wir wieder mal das Problem, dass wir schon öfters angesprochen haben – Wir denken zuviel und reden zu wenig! Natürlich ist uns unser Partner nach einem Jahr nicht mehr so fremd oder „neu“ wie nach zwei Monaten, aber versetze Dich mal genau in diese Zeit zurück. Denke daran wie wagemutig Du warst, um ihn/oder sie zu beeindrucken. Was hast Du Dir alles einfallen lassen um ihn scharf zu machen? Deine Ideen sprühten Funken. Und heute?

Ehrlich! – Wann hast Du Dir etwas spontan ausgedacht um ihn zu „animieren“ schneller zu Hause zu sein? Wir reden hier nicht von dem lang geplanten romantischen Abendessen bei Kerzenschein. Du musst jetzt auch nicht Amok laufend in den nächsten Sexshop stürmen um das neueste Spielzeug oder Dessous einzukaufen. Ich finde diese spontane Idee mit dem Foto sehr gut. Er rechnet nicht damit, es ist eine plötzliche Spannung da, die vor zehn Minuten vielleicht noch nicht da war. Er in einer Erwartung die er vielleicht gar nicht mehr erwartet hat, und Du hast die Spannung der Reaktion von ihm. Egal wie Du es drehst oder wendest – es herrscht Spannung. Der Sex kommt dann ganz von alleine (vielleicht sogar mit Knutschflecken oder aufgeschürften Knien). 

Wenn Du dich aber nicht so ein Typ für Fotos bist, kannst Du auch mal probieren eine schlüpfrige Nachricht an Deinen Liebsten senden. Glaub mir, nichts wirkt so gut wie das Unerwartete. Wie Du siehst ist eine Schnitzelsemmel nicht nur dafür da, den Hunger zu stillen, sondern auch eine Menge sexuelle Spannung zu erzeugen. Und da sagen immer alle Schweinefleisch ist ungesund. 😉 

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Einmal jungen Mann bitte

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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir haben am Samstag eine kleine Umfrage in unseren Blog gestellt zum Thema Cougar, was soviel heißt wie Silberlöwe – es bezieht sich auf die Haarfarbe von Frauen die sich junge Männer für eine Beziehung, oder aber auch als Sexualpartner aussuchen. Meine Meinung zu jungen Männern ist sehr eigen. Ich bin 48 Jahre, und ich habe das sexuell natürlich auch mal probiert mit einem weitaus jüngeren Mann. Also  – nein. Für mich ist das nichts. Ich hatte „Nachher“ das Bedürfnis, ihm ein Brötchen zu schmieren bevor er loszieht, oder ihm zu sagen, dass er sich einen Schal umbindet das er sich nicht erkältet. Das Muttergefühl in mir war weit aus stärker ausgeprägt, als das Gefühl als Frau. (wie ekelig ist das denn?)

Vom Sexuellen her, hat er sicher mehr Ausdauer bewiesen, als ein Mann meines Alters, von der Technik allerdings, hat er das 08/15 Programm abgespult, und das war es auch dann schon. Es gab keine Unterhaltung nachher, kein Kommentar und sonst auch nichts. Da ich den Eindruck hatte, dass es auch für ihn jetzt nicht das war, was er sich erwartet hatte sprach ich ihn darauf an. Es folgte eine kurze, knackige Antwort „War eh ok.“ Ah Ja – Danke für das Gespräch! Das nächste was ich wahrnahm, war seine Rückenansicht wie er bei der Tür raus war. (so schnell flüchten sie ja normalerweise nicht vor mir  – die Männer!) . Man könnte jetzt annehmen, dass ich nie wieder was von ihm gehört habe, aber weit gefehlt. Er rief oft an, schrieb mir, und bat um ein weiteres Treffen, weil es doch letztes Mal so toll war. (Wie jetzt – Toll?)

Ich war mehr als verwirrt, also fragte ich nach. Er meinte, er liebt reife Frauen, die wissen was sie im Bett wollen, die unkompliziert sind, und auch sonst fest im Leben stehen. (Das Böse in uns, könnte jetzt davon ausgehen, dass auch bei ihm irgendwie das Bedürfnis nach einer Mutterfigur aufkam 😉  ). Wir Frauen sind aber nicht böse (bitte keine doofen Kommentar aus den männlichen Reihen bitte 😉 ), und darum denken wir erst einmal nach. In den letzten Jahren wuchs der Trend von Seiten der Männer unter 30 Jahre sich Frauen als Sexualpartner auszuwählen, die über 40 Jahre oder älter sind immer mehr an. Der Reiz daran war immer (was wir auf nachfragen als Antwort bekommen haben), die Reife, die sexuelle Erfahrung, und vor allem, dass  Mann bei Frauen in diesem Alter nicht raten muss was ihnen gefällt, sondern sie sagen oder zeigen es.

Wie sieht es umgekehrt aus. Was kann eine Frau reizen, sich einen jungen Mann fürs Bett oder ins Bett zu holen. Die Sexuelle Potenz, Die Ausdauer, oder sind sie wirklich zärtlicher und einfühlsamer als Männer die älter und reifer sind? Es ist eine Kombination aus allen Punkten. Frauen ab einem gewissen Alter fühlt sich von der Jugend angezogen. Vielleicht ist auch ein Grund dafür, dass Frauen ab 40 nochmal so richtig Gas geben wollen, und Männer im gleichen Alter eher dazu neigen in der Midlife Crisis stecken zu bleiben. Außerdem leben Frauen in dieser Lebensphase den sexuellen Höhepunkt, und bei Männern nimmt die Potenz dann schon eher ab. Aber wie sieht es aus, wenn die Beziehung über das Bett hinaus wächst, und sich was Ernsteres daraus entwickelt? Hat so eine Beziehung eine Chance?

JA und NEIN. Es kann funktionieren. Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass es hier eine 5 Jahres Regel. Hält die Beziehung zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau länger als fünf Jahre hält, hat sie gute Chancen auch viele weitere Jahre zu bestehen. Kommt allerdings nicht so oft vor, und da liegt es oft an den Frauen, dass die Beziehung beendet wird, und auch das hat einen Grund. Bei Männern in diesem Alter ist die Familienplanung nicht abgeschlossen oder hat noch nicht mal begonnen, bei Frauen jenseits der 40 ist das ein Punkt, das gar kein Thema mehr ist. Wenn jetzt Liebe im Spiel ist, dann kann das zur Zerreißprobe werden.

Der nächste Grund der uns von Frauen mitgeteilt wurde , warum sie die Beziehung zu einem jüngeren Mann beendet haben, ist das klammern. Am Anfang kann das natürlich sehr schmeichelnd sein, aber mit der Zeit wird es zu einer Belastung. Junge Männer fangen an nach einer bestimmten Zeit immer bedrängender zu werden. Sie rufen ständig an, melden sich unentwegt, wollen bei allen Aktivitäten dabei sein, und wirken unselbstständig. Sie hinterlassen den Eindruck, dass der ganze Mittelpunkt ihres Lebens sich um diese eine Frau dreht, und sie kein eigenes Leben mit anderen sozialen Kontakten pflegt. Das ist nicht unbedingt sexy, (das macht der knackigste Hintern der Welt nicht mehr wett) und wirkt eher abstoßend und einengend. Frauen, die aber ihre Freiheit und auch ihre Sexualität in vollen Zügen genießen wollen, sehen dann dieses „binden wollen“ einfach nur als lästig an, und beenden in den meisten Fällen das Verhältnis. 

Andere Frauen in meinen Alter haben vielleicht einen anderen Zugang als ich zu diesem Thema, aber mir ist lieber, wenn P. mit seinen 45 Jahren weiß wann ich meine Ruhe brauche, sie mir auch einräumt, und sexuell kann er jederzeit mit einem „jungen“ mithalten. Und seine Brötchen schmiert er sich auch schon selbst. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Umfrage – Cougar? Warum wird es immer beliebter?

Hallo liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

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Wir können es förmlich sehen – deine Gedankenfalten auf der Stirn. Du fragst Dich jetzt sicher was ist bitte COUGAR? Es bedeutet, dass sich eine Frau um die 40 oder älter einen wesentlich jüngeren Partner sucht – egal ob für eine Beziehung oder als Sexualpartner. Das Wort ist ein Slang Wort. Cougar bedeutet wörtlich übersetzt Silberlöwe (auf die Haarfarbe der Dame bezogen. Im Zeitalter der Färbungen ist dieser Begriff wohl nicht ganz angebracht 😉 ). 

In einem sehr langen und intensiven Gespräch mit einer Freundin von mir, haben wir dieses Thema besprochen, und auf einige Vorzüge, aber auch auf einige Hindernisse dieser Art von Verbindung gestoßen.

Was meinst Du? Findest du, dass es Vorteile hat sich einen jüngeren Mann zu nehmen? Warum wollen immer mehr junge Männer ältere, reifere Frauen? Kommt es wirklich nur darauf an wie potent und aktiv ER beim Sex ist, dass Frauen lieber auf einen jüngeren Mann zurückgreifen? Und warum scheitert dann doch sehr oft die Beziehung zwischen einem altersbedingten ungleichen Paar.

Wie ist Deine Meinung dazu? Wir freuen uns jetzt schon über Deine Kommentare!

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

ONS, Seitensprung, Fremdgehen, Affäre, Verhältnis – 5 Unterschiede die Dich erstaunen werden

Hat alles mit Untreue zu tun?

Nein, hat alles mit falsch verstandener Treue zu tun. Was bedeutet Treue eigentlich wirklich bzw. wie wird es definiert. Treue bedeutet „fest sein“, „sicher sein“, „hoffen, glauben, wagen“. Und Vertrauen! – wir haben es nicht vergessen. Was geschieht wenn der Partner eines der oben genannten Dinge tut? Er missbraucht unser Vertrauen? Ja, wenn er uns davon nicht erzählt schon. Aber sonst? Was ändert es? Oder wärst Du dadurch vielleicht in der Situation Deine eigene Beziehung zu hinterfragen, und auch auf Deine Fehler zu schauen?

P. und ich reden immer wieder über dieses Thema, und haben viel recherchiert. Du wirst staunen, Männer verzeihen einen ONS oder sonstiges (vor allem wenn SIE sich „nur“ einen Callboy geleistet hat) viel eher als wir Frauen Warum? – weil sie so viel Selbstbewusstsein besitzen, um sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, und nicht so schnell eine äußerliche Bedrohung wittert. Für die Männer wird es erst dann heikel, wenn die Bedrohung besteht, dass seine Liebste ihn wegen eines Anderen verlässt. Frauen sind da leider nicht so einfach gestrickt (ja, wir sind wirklich manchmal ein wenig verbohrt). Es gibt meistens Szenen, Tränen, gekränkte Eitelkeit, und eben das Gefühl „Ich kann diesem Mann nie wieder vertrauen“.

Und leider in den wenigsten Fällen wird von uns Frauen die entscheidende Frage gestellt „Warum?“. Wir meinen damit nicht die Frage „Warum tust Du mir das an?“, sondern die Frage „Warum hast Du es getan?“. Wenn wir Frauen unseren Liebsten die Möglichkeit geben es uns zu erklären, ohne dass sie die Angst haben müssen bei jedem zweiten Wort angebrüllt zu werden, erfährst Du nicht nur die Motivation des Anderen, sondern vielleicht auch wo es bei Euch beiden eben nicht mehr einwandfrei funktioniert.

Wir wollen aber mal versuchen Dir unsere Sichtweise und Unterschiede der sogenannten „Untreue“ zu zeigen:

One- Night – Stand: Passiert meistens ungeplant, aus einer spontanen Laune heraus (weil es gerade so lustig ist, und man vielleicht etwas beschwipst ist). In der Realität ist der One-Night-Stand oft nicht mal eine „One Night Hour“. Man geht „geknickt“ nach Hause und hat schon die Frage an sich selbst im Kopf „Was habe ich mir dabei gedacht?“ und „Wie war der Name von Ihr/Ihm noch mal?“

Fremd gehen/Seitensprung: Bei diesen zwei Begriffen haben wir fast immer die gleichwertige Erklärung gefunden. Hier handelt sich meistens um ein sogenanntes „Strohfeuer“. Mann/Frau findet plötzlich Gefallen an jemanden, den man schon besser kennt und auch eine gewisse Vertrautheit besteht. Das kann ein Kollege/in sein, oder ein Bekannte/r. Plötzlich knistert die Luft, man fühlt sich lebendig, und hat den Eindruck das Leben und den Sex neu zu erfinden. Dauert oft nur ein paar Wochen in unregelmäßigen Intervallen, und schläft dann wieder ein. Zurück bleibt ein unangenehmes Gefühl, und oft ein großes Schamgefühl allen Beteiligten gegenüber.

Affäre: Von der Definition her ist es dem Seitensprung gleich zu setzen, aber mit dem Unterschied, dass sich hier ein Gefühl von „Liebe“ bilden kann. Wir setzen den Begriff Liebe absichtlich in Anführungszeichen, denn bei einer Affäre ist man in einer Art Rausch. Meistens sexueller Natur. Der/Die Andere machen Dinge mit uns im Bett die wir nicht für möglich gehalten hätten zu erleben. Wir wollen dieses „Feeling“ nicht verlieren, weil es sich einfach so verdammt geil anfühlt, und das wird dann oft mit Liebe verwechselt. Bei einer Affäre gaben die meisten in einer Studie Befragten an, dass sie wissen, dass es nicht richtig ist den Partner zu „betrügen“, aber sie „nicht anders konnten“. Jeder Rausch hat nur mal irgendwann sein Ende, und das ist dann auch das Ende der Affäre.

Verhältnis: Bei dieser Form der „Untreue“ wird es kompliziert. Bei einem Verhältnis kommen ECHTE Gefühle ins Spiel. Man verliebt sich! Der Rausch der Affäre lässt nach, aber trotzdem will und kann man sich nicht vorstellen es zu beenden. Spätestens JETZT ist es an der Zeit mit dem Beziehungspartner/in zu reden. Hier geht es nicht mehr um eine Laune oder eine Möglichkeit die sich einfach mal so bietet. Dabei geht es um drei Menschen die darauf zusteuern unglücklich zu werden.

REDEN! REDEN! REDEN!— das ist das größte Sicherheitsnetz gegen „Untreue“. Leider mussten wir feststellen, dass das Reden zu aller erst verloren geht in einer Beziehung. Alles wird zur Routine, auch der Sex. Auch wenn Du jetzt vielleicht „aufschreien“ wirst, aber wenn es im Bett nur mehr Routine ist, dann ist deine Partnerschaft auch nur mehr Routine. Das höchste Glücksgefühl haben die Menschen, wenn sie Sex haben (das war immer so, und das wird sich auch nicht ändern, weil beim Menschen Essen und Sex die höchste Glückshormon Ausschüttung bewirkt). Leider ist der Mensch auch darauf programmiert, wenn dieses Glücksgefühl lange (oder auch sehr lange), nicht mehr in ihm ausgelöst wurde, dass er es unbewusst „sucht“. Jeder braucht dieses Feeling – abzuheben, wegzufliegen, nicht mehr „Ich selbst zu sein“.

P. und ich haben von Anfang an geredet, geredet und geredet. Gerade wir können ganz genau beschreiben wie sich ein Seitensprung, Affäre und dann ein Verhältnis anfühlt, denn das ist unsere Geschichte. Wir redeten am Anfang vor allem über die unangenehmen Dinge. Die Themen waren eben auch Eifersucht, Untreue, usw. Aber vor allem was wir wollen und was wir nicht wollen. Trotzdem war es schwierig, und wir hatten auch Probleme, aber Missgunst, Untreue und Eifersucht waren nicht dabei. Unser Gefühl von Treue ist, wenn man (auch wenn man nicht ständig zusammenlebt) der Routine keinen Raum gibt und sich ALLES erzählt. Wir meinen WIRKLICH ALLES! Wir führen keine offene Beziehung, wie viele annehmen. Wir sind uns treu, denn wir „sind fest und sicher“ und wir „hoffen, glauben und vor allem wagen“ – GEMEINSAM.

Wenn Dir „Untreue“ in deiner Beziehung passiert – egal ob Dir oder Deinem Partner (und ES KANN JEDEM passieren), dann bedeutet das nicht, dass Deine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist, sondern nur überarbeitet gehört. Und das Wort Treue hat nichts damit zu tun das Dich jemand mehr oder weniger liebt, sondern das man ehrlich genug zu sich selbst ist, und gemeinsam darüber spricht was Treue für den jeweils anderen bedeutet.
Genieße Deine Zeit mit Deinem Liebsten, und auch wenn Ihr schon Jahre zusammen seid, dann frag ihn doch einfach mal entspannt „Schon mal Lust auf Sex mit einer anderen gehabt?“ Alleine diese Frage – vielleicht begleitet von einem Glas Rotwein auf der Couch – beschert Euch sicher einen Abend von Gedankenaustausch und vielleicht MEHR. 😉

Apropos „Mehr“ –

Blowjob? Wirklich ein JOB oder Vergnügen, und 5 Tipps wie es für Dich zu einem wird!

Bis dahin alles Liebe
C. und P