Bitte warten – Hold the Line please

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte warten – Hold the Line please

Normalerweise schreibe ich (wir) immer über das was ich höre, sehe, oder meine (unseren) persönlichen erotischen und/oder witzigen Erlebnisse. Ich habe bis jetzt noch nie einen Beitrag geschrieben, um es als reinen Tagebucheintrag („Auskotzmodus“) zu verwenden, weil ich der Meinung bin, dass Dinge die mich privat belasten hier nichts verloren haben. (Auskotzen – Bitte warten Hold the Line please). Allerdings mache ich heute mal eine Ausnahme, denn das was ich heute zu schreiben habe, dass schleppe ich mit mir bereits fast ein ganzes Jahr mit mir herum, und das muss einfach mal raus. Es hat mit den eigenen Vorsätzen zu tun, und auch mit Mut. Den Mut zu haben – auch wenn es für einen selbst unangenehm ist – einen Vorsatz den man sich selbst schon lange vorgenommen hat auch durch zu ziehen.

Irgendwann…

Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Jede Art von Konflikt im privaten Bereich macht mich unrund. Also vermeide ich sie soweit es mir möglich ist. Ich bin immer der Ansicht, dass man sich alles „ausreden“ kann. Das funktioniert aber nur so lange, so lange der andere auch reden will, oder bereit ist auf Fragen EINDEUTIG zu antworten. (Bitte warten auf Antworten -Hold the Line please!) Wenn er das nicht tut, dann geht einem irgendwann die Puste aus. Man versucht es immer wieder, und immer wieder, aber es nützt nichts. Das Einzige was man bekommt ist entweder gar keine Antwort oder ein Witz, der in diesem Moment für einen gar nicht lustig ist. Oft will man schon alles hinwerfen, aber man probiert es ja dann doch immer wieder. Denn irgendwann war es ja mal möglich – neben allen Spaß und Witz – den anderen ernst zu nehmen.

Denn es fühlt sich noch immer richtig an..

Man sieht sich (natürlich nur wenn man alleine ist) die alten Fotos an, und denkt sich „Ab wann fing es an, dass mein Raum in seinem Leben nicht mehr größer war als ein Mülleimer?“ Man schreit, tobt, weint Eimer voll, (natürlich auch alleine) – die Antworten bleiben aber trotzdem aus. Also rafft man sich auf, und fragt mal vorsichtig nach. Fragt nach Zeit für einen, vielleicht mal nach einen Kaffee, oder zumindest nach einem! fixen Tag im MONAT. Es kommen immer die gleichen Antworten :“ Heute nicht, schauen wir mal wann es sich ausgeht. Du weißt doch das es nicht am „wollen“ liegt, sondern am können.“ (Bitte warten auf Zeit – Hold the Line please) Weiß ich das???? Am Anfang wusste ich das noch, denn da hast Du mir den Eindruck vermittelt noch wichtig für dich zu sein, aber irgendwann bemerkte ich, dass immer weniger Nachrichten kamen, die Telefonate immer weniger wurden, und jegliche Art von verbaler Gefühlsregung im Keim erstickt wurde mit „Na sowas schmalziges“.

..und doch wieder nicht

Also verkneift sich Frau irgend welche Bemerkungen wie „Du fehlst mir“, „Ich vermisse Dich“, „Schön wenn Du jetzt da wärst“, denn es kommt entweder ein „mmmm“, oder ein „Na bist sentimental?“. Meine Frage: Ist die Zeit irgendwann vorbei wo man sich so etwas sagen kann? Ist es nicht mehr „nötig“? Überflüssig? (Bitte warten auf Gefühl – Hold the Line please) .Ich finde nicht, dass die Zeit für Gefühl irgendwann vorbei sein sollte. Das geht immer, auch wenn man schon länger ein Paar ist. Da komme ich schon zum nächsten Punkt. Was sind wir überhaupt GEMEINSAM? Sind wir ein Paar? Sehen tun wir uns alle heiligen Zeiten mal, telefonieren im Durchschnitt einmal am Tag, und wenn es hoch kommt haben wir 5 Mal im Jahr Sex (und das auch mit Zeitdruck). Wenn man nach dem „Beziehungsstatus“ fragt bekommt man die Antwort „Muss man immer alles benennen?“. DAS fühlt sich jetzt nicht richtig an, denn jeder Mensch will wissen wo er steht.

Auch wenn es jetzt Sentimental klingt…

Wo bist DU mir abhanden gekommen? – der, der mich bis zu zwanzig mal am Tag angerufen hat? Der mir hunderte von verrückten, irren und wunderbaren Nachrichten geschrieben hat. Der es geschafft hat mit mir gemeinsam zwei Drittel des Tages zu lachen? Ist wirklich alles für Job, Erfolg, und Firma auf der Strecke geblieben? Interpretiere ich wieder mal zuviel hinein? (Bitte warten auf Antworten- Hold the Line please) Ich kann nur vermuten ….nein das kann ich auch nicht nicht. Ich habe KEINE AHNUNG. Wenn du das allerdings für NORMAL hältst was wir seit Monaten praktizieren, dann tut es mir leid. Das verstehe ich nicht mehr, und DU erklärst es mir nicht. Du glaubst es ist alles ok, solange ich nicht „zicke“. Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist – ich zicke seit Monaten nicht mehr, denn es hätte keinen Sinn. Ich würde trotzdem nur ein „mmmm“ zu hören bekommen.

Du bist grausam und stolz darauf

Jeden Menschen kann man mürbe machen. Der Stärkste Mensch knickt ein, wenn man ihn lange genug als „gegeben“ sieht. Ich bin da. Bereit auf vieles einzugehen, auf vieles Rücksicht zu nehmen, auch dir zu helfen wenn es nötig sein sollte, aber Du nimmst es nicht an – Warum? Du bist oft stolz darauf dass Du kein gefühlsduseliger Mensch bist. Das du das alles nicht brauchst. Du bist stolz darauf das Du niemanden brauchst. Kannst Du auch, und es ist dir dabei auch völlig egal ob ich nun da bin oder nicht. Denn Du bist der „Meister“. Du kannst stolz darauf sein mich mürbe gemacht zu haben. Nur mehr nach deinen Spielregeln zu spielen. (und trotzdem weiß ICH das Du auch eine ganz andere Seite hast)

Gutmütig, noch immer verliebt, aber nicht mehr blöd

JA, ich weiß, ich kann Deine Nummer aus meinen Telefon löschen und dich vergessen. Leider ist da meine dumme, unrationale, völlige schmalzige Gefühlswelt. Gegen die kann man leider nichts tun. Ich kann Dir aber sagen was ich will (Du hast ja mal zu mir gesagt, du magst Frauen die sagen was sie wollen!) . Ich will, dass Du Dir Zeit nimmst, wenn ich noch immer wichtig sein sollte in deinem Leben. Wenn ich das nicht mehr bin, dann kannst Du meine Nummer aus deinem Telefon löschen. Denn (im Gegensatz zu Dir wie Du mir ja mal gesagt hast) bin ich noch immer in dich verliebt, schäme mich auch nicht dafür, bin noch immer da, und bereit mit Dir jeden Blödsinn zu machen, aber sicher nicht mehr unter deinem Motto „Bitte warten – Hold the Line please“. Ich will ein Leben mit Dir, aber keines in deiner – auf Abruf bereit stehenden Warteschleife. Für das bin ich zu wertvoll.

Bis dahin alles Liebe

(ausnahmsweise nur) C.

Bildquele: www.google.com

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Deine Geschichte, meine Geschichte

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Geschichte ohne Ende – der Beginn!

Der Beginn der Geschichte ohne Ende kommt um einen Tag verspätet als angekündigt, aber manchmal passieren Dinge die man nicht vorhersehen kann, und  gegen die man machtlos ist,- wie der Besuch einer lieben Freundin die man fast acht Wochen nicht gesehen hat, und sich mal wieder heillos verquatscht hat, weil man sich so viel zum erzählen hatte. Also verzeih mir meine Nachlässigkeit, dass Du erst heute die Gelegenheit bekommst deine Phantasie, oder deine persönlichen Erlebnisse in eine vorgegebene Geschichte zu integrieren, oder sie einfach weiter zu spinnen wie Du es dir denkst oder fühlst.

Der Beginn

Die vorgegebenen Zeilen sollen für dich alle Möglichkeiten bieten, wie denn die  Geschichte enden soll. BITTE – ALLES ist erlaubt ausser die erwähnten Dinge in meinen letzten Beitrag.      Es beginnt mit Caroline und einem Waldlauf, denn laufen ist das Einzige das hilft ihren Kopf frei zu bekommen. Es läuft in der Beziehung mit Paul schon lange nicht mehr so wie es sein sollte, aber da sie eine Frau ist, die gelernt hat auch Dinge einzustecken, und nicht bei der kleinsten Problematik davon zu laufen schweigt sie. Sie lächelt und schweigt. Doch an diesen Tag bei einem ihrer gewohnten Waldläufe – und nach einem – wie in letzter Zeit öfters – kaltschnäuzigen, gefühllosen Kommentares von Paul fällt ihr die Zeit – wie das alles war mit ihm – früher, und sie stellt sich  – für sich – die Fragen die sie sich schon längst hätte stellen sollen.

Caroline und Paul

Caroline und Paul sind das klassische Paar das sich nicht gesucht aber gefunden hat. Sie lernten sich auf einer Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes kennen, und konnten sich auf den ersten Blick nicht leiden. Sie gingen sich den ganzen Abend aus dem Weg, und bemühten sich beide – so gut es ging – niemals alleine mit dem anderen zu sein. Caroline hielt Paul für den Aufsteiger in einer Pharmafirma, der alles tun würde,  um irgendwann den Chefsessel des Unternehemns zu erklimmen, egal wieviele soziale „Leichen“ er hinter sich bringen müsste. Er sah ohne Zweifel gut aus. Paul hatte dunkle Haare, hatte eine athletische Figur, ohne dabei so zu wirken wie wenn er mit einem Fitnessgerät „verlobt“ wäre, und hatte ohne Zweifel sehr schöne, hervorstechende blaue Augen, die aber nicht einheitlich blau waren, sondern sehr viele Schattierungen hatten. Paul konnte – ohne Zweifel – Menschen in seinen Bann ziehen.

Mr. Perfect

Er wusste bei den Leuten immer das Richtige zu sagen, und traf immer den richtigen Ton, obwohl, wenn man ihn länger beobachtete, den Eindruck gewann , dass er das nur tat um sich bei den anderen einzuschleimen. Mr. Perfect quasi. Caroline haßte solche Exemplare der menschlichen Spezies. Sie war auch überzeugt davon, dass er jede Nacht eine andere im Bett hatte, um sie dann am nächsten Tag so schnell wie möglich zu vergessen. Er vermittelte den Eindruck, dass alles was er tat aus Berechnung geschah, nur das er sich bestätigt fühlte. Caroline malte sich aus wie er sein „schwarzes Buch“ indem in ihrer Phantasie sicher tausend Frauennamen standen, jeden Tag an sich drückte, und sich selbst vorsagte wie toll er denn nicht sei.

Unterschiede

Sie ist die Bodenständige, die immer nur das verspricht was sie auch halten kann. Der es auch egal ist, wie sie denn aussieht wenn plötzlich Freunde zu Besuch kommen. Ob ihre Haare jetzt zu Berge stehen, oder sie nur ein Schlabber T Shirt an hat. Paul muss immer perfekt aussehen, und er muss in einer Gesellschaft glänzen. Er könnte ohne Zweifel einen Mann der in der sibirischen Eiswüste wohne einen Eisschrank verkaufen, aber sonst ist er nur eine nett anzusehende Hülle ohne Inhalt. Caroline ist Buchhändlerin, und hat vor Jahren den alten Buchladen ihrer Eltern umgebaut und einen ruhigen und entspannten Treffpunkt für Leseratten geschaffen. Die alte braune englische Couch – die sie vor Jahren auf einem Flohmarkt erstanden hat – steht einladend in dem kleinen Buchladen, und soll Kunden dazu animieren, sich hinzusetzen, zu schmökern, und auch einen Kaffee zu trinken. Dieser kommt aber nicht aus einem unpersönlichen Automaten, sondern Caroline macht ihn auf einer alten Espressomaschine der sich hinten im Laden befindet.

Mann muss sich bemühen

Caroline mag den Geruch von Büchern. Sie kann mit einem elektronischen Buch nicht viel anfangen, weil es für sie keine Seele besitzt. Carolines Haare gleichen einer Mähne die sich aus den Farben des Herbstes zusammensetzt, und bis auf ihre Schultern reichen. Sie hat die braunen Augen ihres Vaters geerbt und die langen dunklen Wimpern ihrer Mutter. Caroline  kümmert sich wenig um Konventionen und gesellschaftlichen Druck. Meistens tut sie das was sie möchte, hegt und pflegt ihren Freudeskreis und trinkt auch hin und wieder einen über den Durst wenn es sich ergibt. Viele glauben – wenn sie Caroline das erste mal sehen – dass sie ein völlig asexuelles Wesen ist, dass niemals nur einen Finger krumm machen würde um einen Mann zu bekommen. Egal ob für eine Nacht, eine Affäre lang, oder für eine Beziehung. Caroline lebt nach dem Prinzip, wenn sie ein Mann will, dann muss er sich eben bemühen sie zu bekommen.

Tag und Nacht

Caroline konnte sich bei ihrem Waldlauf – der fast zwei Jahre nach dieser besagten Geburtstagsfeier statt fand – noch an den Augenblick erinnern, als Paul es doch schaffte ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, obwohl sie davon überzeugt war, dass sie wie Tag und Nacht sind. Er stand in einer Ecke mit einer Gruppe von Leuten und lachte plützlich so herzlich und laut auf, dass sie sich automatisch umdrehen musste. Dieses befreite Lachen und die strahlenden Augen dabei,  waren der Moment, wo sie das erste mal an diesen Abend dachte, dass er vielleicht im Innersten , wenn er sich mal nicht unter Kontrolle hatte, doch ein Mensch war der eine echte Emotion zeigen konnte. Sie dürfte ihn dabei so lange angestarrt haben, dass auch er sie wahr nahm, und anlächelte. Nicht auf diese arrogante Art und Weise, sondern aus echten Interesse. Das erste mal fühlte Caroline etwas in sich, dass sie sich selbst nicht erklären konnte. Sexuelles Interesse an einen Mann. Sie dachte so bei sich, dass er eine Heruasforderung darstellte, wenn sie diejenige war, die ihn abschleppte, und am nächsten Tag schon seinen Namen vergessen hat.

Der Plan

Also fasste sie den Plan,  sich diesen arroganten Schnösel zu ihrem eigenen Vergnügen zu angeln, und ging geradewegs auf ihn zu. Sie versuchte sich auf ihren Absätzen noch etwas größer zu machen , denn sie wollte auf gar keinen Fall den Eindruck erwecken, dass sie ihm unterlegen war – auch körperlich nicht. Als er sie auf sich zu kommen sah…………………………………………………………….

JETZT BIST DU DRAN….

Jetzt bist Du dran. Wie ist die erste Annäherung von Caroline und Paul? Schafft sie es wirklich ihnfür eine Nacht ins Bett zu bekommen?, und wenn Ja, wie verläuft die Nacht? Endet zwischen ihnen beiden alles, oder wird daraus eine Beziehung? Warum braucht es einen Waldlauf, damit sich Caroline an alles erinnert, und warum tut sie es gerade jetzt? Wir sind schon sehr gespannt auf deine Version. Schicke sie uns doch einfach per Mail zu, wie die Story enden soll. Wir freuen uns .

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

 

Verschiedene Sorgenkreise

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Verschiedene Sorgenkreise

Die immer wiederkehrende Frage in Beziehungen und auch im Bett Verhalten,- warum verstehen sich Mann und Frau plötzlich nicht mehr oder besser gesagt, – warum werden die Gedanken (auch die schmutzigen) nicht mehr miteinander geteilt? Warum macht sich jeder für sich selbst Gedanken, und spricht das aufgestaute Gedankengut nicht aus? Aus falscher Rücksichtnahme, oder aber auch um einen heftigen Krach aus dem Weg zu gehen? Wie du sicher bemerkst, beschäftigt mich dieses Thema persönlich (wie so vieles in letzter Zeit).

Gewitter oder Harmonie?

Ich schweige meistens aus Harmoniesucht, oder aber auch weil ich mir denke „Warum streiten, wenn die Zeit die wir haben eh so kurz und bemessen ist“. Da halte ich lieber meinen Mund, und schlucke alles hinunter. FALSCH!!!!!! – und ich weiß das! Trotzdem tue ich es immer wieder, obwohl ich davon überzeugt bin, dass ein Gewitter die Luft reinigen würde. Das ist falsche Harmonie, die man sich selber vorgaukelt. Diese Harmonie ist nicht echt.

Denken und denken unterscheidet sich

Bei P. und mir ist das klassisch. Ich denke immer in einem „WIR“,- er denkt noch immer in einem „DU“ und „ICH“. Wenn ich über ein gemeinsames Wochenende nachdenke, dann mache ich mir über ganz andere Dinge Gedanken als er. Ich denke darüber nach was wir gemeinsam tun könnten, wie wir die Zeit nicht nur ausfüllen sondern erfüllen könnten. ER denkt „Schauen wir mal was sich entwickelt. Schauen wir mal ob ich Zeit habe“. Keine Ideen, keine Phantasien, keine Spontanität. Unsere Sorgenkreise sind eben unterschiedlich. Wir denken vielleicht über das Gleiche nach, aber jeder halt für sich.

Ungewissheit ist der Tod

Seine Art mich im Ungewissen zu lassen, mag für einige reizvoll sein, aber auf Dauer ist es nur mühsam und frustrierend. Man schwebt dann immer so im „Na Ja , wird wahrscheinlich wieder nichts!“. Es zermürbt einen, und macht zornig, aber anstatt sich mal den Frust von der Seele zu schreien, bleibe ich meistens ruhig und lächle. Ich tue so als ob mir das alles sowieso am „A…..“ vorbei geht, und ich (z. Bsp. ein gemeinsames Wochenende) eh schon wieder „vergessen“ hätte. (Nach dem Motto “ Ach ja da war ja was). Ich sage mir dann immer selber „Warum aufregen, bringt ja eh nichts“. Wirklich nicht????

Verhungern und der andere merkt es nicht

Man sehnt sich nach dem anderen, nach seiner ungeteilten Aufmerksamkeit, nach seinem Wunsch die Zeit gemeinsam zu verbringen und die Stunden auszukosten, aber das Einzige, dass man immer öfters vor Augen geführt bekommt ist, dass man offensichtlich  die Einzige ist, die gemeinsam Zeit haben möchte. Für den anderen ist es „Halt so!“. – Punkt. „Frau“ verhungert am ausgestreckten Arm. Sie denkt nach, und natürlich nur für sich, denn sonst würde das Gewitter ja wieder näher sein, als die Harmonie  (obwohl von Harmonie gar keine Rede sein kann). Das Schlimmste ist, wenn es der andere nicht mal bemerkt wie ausgehungert man bereits ist, und man auf Reserve fährt, und eigentlich nur die Nähe des anderen genießen möchte.

Obwohl man es weiß…..

Obwohl man weiß, dass der eigene Sorgenkreis ruhig mal zu dem des Partners gemacht werden kann, tut man es nicht. Aus was für Gründen auch immer. Man schweigt, und dieses Schweigen erstickt einem fast. Obwohl man weiß, dass man keine Zweifel zu haben braucht, tauchen sie immer öfters auf, und nagen an einem selbst. Das Gedankenkarusell läuft unaufhörlich, und der eigene Sorgenkreis bleibt auch nur bei einem selbst.

Besserung geloben

Ich gelobe mir selber immer Besserung, dass ich mir sage „Jetzt ist es mir scheißegal wie viel Arbeit, Stress oder sonstigen Ärger ER hat, heute werde ich ihm mal meine Meinung geigen“. Ich habe ihm schon oft meine Meinung gesagt, aber meistens mit einem lächeln im Gesicht, ganz ruhig und besonnen (da war sie wieder die Sucht nach Harmonie). Ich weiß aber eines ganz genau. Einmal wird ein „Schauen wir mal was sich ergibt“ eines zuviel sein, und ein „übergangenes“ gemeinsames Wochenende ebenfalls, und dann wird es ein Gewitter geben mit Donner und Blitz. Vielleicht wird es für das mal wirklich Zeit.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Alles unter Kontrolle

Lieber Extrem Unlimited Leser(in)!

Alles unter Kontrolle – Wie jetzt genau?

In der Aufregung unseres Umzuges in eine neue Wohnung, habe ich trotzdem Zeit gefunden mit einer guten Freundin aus Berlin zu skypen (wenn Berlin anruft MUSS einfach Zeit sein). Diese Frau ist für mich das Sinnbild von Tugend und Moral, ohne dabei aber spießig oder verklemmt zu sein. Eine Frau Mitte dreißig, verheiratet, mit Zwillingsmädchen im Alter von 13 Jahren,  und mit dem klassischen Haus und Garten in der Nähe vom Grunewald. Also das perfekte Leben wie man es aus Filmen kennt. Wie man es sich vielleicht schon manchmal selbst gewünscht hat. Ich muss zugeben, dass ich mich selbst manchmal ertappt habe, wie ich sie still beneidet habe um diese innere Ruhe und diese Ruhe die sie auch ausstrahlt. Diese „Erdung“ habe ich immer gemünzt auf DAS perfekte Beziehungsleben, dass sie für sich selber führt.

Oder auch nicht

Mein Erstaunen war jedoch ziemlich groß, als sie mir fast „nebenbei“ erzählte, dass sie mit einem Kollegen, den sie auch schon ziemlich lange kennt, geknutscht hätte, aber mehr ist nicht passiert. Aber hallo – was heißt hier „nicht mehr“? Wir sind ja immer der Meinung, dass ein Kuss immer intimer ist als ein Geschlechtsakt. Der ist nur der fortlaufende „rote Faden“ des Knutschens (wenn das auch gut genug war um es fortzuführen 😉 ). Wie sie mir das so erzählte (jeder von uns mit einem Glas Wein in der Hand vor dem Bildschirm) versicherte sie mir ungezählte Male „Alles unter Kontrolle“ zu haben. „Es sei ja nichts passiert, und sie will das „Wohlfühlgefühl“ gar nicht abstreiten, aber das da sicher nicht mehr passieren wird als eben diese Knutscherei. Also „Alles unter Kontrolle“.

alles unter kontrolle
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Das Bild gerät ins Wanken

Abgesehen davon, dass ich beim ungezählten Male „Alles unter Kontrolle“ bereits Ausschlag bekam, erweckte es in mir eindeutig den Eindruck, dass da gar nichts unter Kontrolle war. Habe ich mich von meinem eigenen gemachten Bild dieser tugendhaften Frau täuschen lassen. JA! – und das war ein Fehler, denn die – nach außen hin – perfekteste Beziehung kann Risse haben, die Ausstehende nicht mal ansatzweise wahr nehmen, und vielleicht nicht mal die Betreffende Person erahnt. Es fehlt etwas in einer Beziehung, wenn man plötzlich (verzeiht mir die dramatische Darstellung) in den Armen eines anderen liegt, und dann dieses Szenario noch geniest. WAS ist „schief gelaufen“, dass man es selbst nicht bemerkt hat. Es ist doch alles so wie man es sich immer erträumt hat?, oder gerät das eigene gemachte Bild einer Beziehung plötzlich ins Wanken?

Du funktionierst

Meine liebe Freundin tat genau das in unserer Unterhaltung, was mich noch hellhöriger werden ließ. Sie erzählte mir auf einmal in allen bunten Facetten wie toll ihr Mann ist, dass „alles in Ordnung sei“, und das mit der Knutscherei eben nur ein emotionaler Ausrutscher. Da ich sie für eine sehr kluge Frau halte, sah ich sie via Videochat an, als ob mich gerade der Bus überfahren hätte, denn es konnte nicht ihr Ernst sein, mir das wirklich verkaufen zu wollen. Sie musste doch selber wissen, dass etwas nicht stimmen konnte, wenn einem so etwas „passiert“. Ich fragte sie auf den Kopf zu ob sie das wirklich so meint, oder ob sie sich das nur selber einredet um sich besser zu fühlen? Dann stellte ich die Kardinalsfrage, die zwar unangenehm ist, aber wenn man sie sich nicht selber stellt, müssen es eben gute Freunde tun. „Sag mal lebst und liebst du noch wirklich, oder funktionierst du nur mehr?“.

Die Wahrheit ist nicht immer easy

Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Sie funktionierte, als Ehefrau, Mutter, Hausfrau. Sie stellte keine Anforderungen, und genau da lag aus meiner Sicht das Problem. Sie forderte nichts für sich als FRAU ein. Etwas das nur ihr gehörte, dass sie wollte, und auch benötigte, – nämlich die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, ohne eine Gegenleistung geben zu müssen. Diese Knutscherei mit dem Kollegen den man schon jahrelang kennt (und wo eine Vertrautheit vorhanden ist) war genau das. Er gab ihr die Aufmerksamkeit, das Gefühl begehrt und gewollt zu werden, und sich die ZEIT jetzt zu nehmen – für SIE. Das war der Knackpunkt.

Glückwunsch

Ich konnte sie zu diesem Schritt nur beglückwünschen, denn sie holte sich etwas, dass sie offensichtlich mehr als dringend benötigte. Zuneigung, das Feeling begehrt zu sein, Lippen wieder mal auf sich zu spüren, die nicht nach 2 Sekunden wieder verschwinden, sondern die „mehr wollen“ – von IHR mehr wollen – SIE wollen. Das ist legitim. Jeder Partner(in) sollte sich jetzt bei der Nase nehmen und sich selber die Frage stellen „Was habe ich nicht bemerkt, dass er/sie es sich von einer(m) anderen holt? Warum küsse ich ihn/sie nicht mehr so wie früher?“ Es wäre jetzt leicht mit dem Finger auf die Person zu zeigen und zu sagen „wie kannst Du nur deinen Mann hintergehen?“ VORSICHT vor solchen Anschuldigungen, denn oft steckt hinter so einer Geschichte eine ganz andere, längere Geschichte die dazu geführt hat, und wenn man Freund(in) ist, sollte man sich die Zeit nehmen und auch genau zuhören bevor man urteilt.

Alles unter Kontrolle – es geht weiter

Das mit „Alles unter Kontrolle“ endet nicht mit einer wilden Knutscherei, sondern hat eine Fortsetzung, aber ich habe sie mal in dem Glauben gelassen, die Situation völlig im Griff zu haben. Ich dachte es bringt jetzt gar nichts, ihr zu sagen, dass das noch nicht der Schlusspunkt war. Sie braucht die Sicherheit noch immer diejenige zu sein die alles im Griff hat. Sie wird noch früh genug dahinter steigen, dass sie nur mal gekostet hat von dem Dopamin Cocktail, und bekanntlich will man dann sehr oft das ganze Glas austrinken.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Bitte nicht küssen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Bitte nicht küssen

Bitte nicht küssen? Ja du hast richtig gelesen! Der Kuss – so oft wurde er beschrieben, er kommt in jeden guten (oder auch weniger guten) Film, Buch oder in einem Gedicht vor. Er wird ausführlich beschrieben. es wird gezeigt wie der „perfekte“ Kuss zu sein hat. Ein Kuss ist  intimer als jeder Geschlechtsverkehr. Jedes nur erdenklich positive Gefühl, dass man für einen Menschen empfindet, legt man vielleicht in nur einen einzigen Kuss. Der erste Kuss in seinem Leben von einem Menschen den man liebt, den vergisst man niemals, oder aber auch den ersten Kuss von seiner „großen Liebe“. Man kann Jahre später noch ausführlich beschreiben wie er sich angefühlt hat, wie er geschmeckt hat, und was daran so besonderes war, dass man ihn nie vergessen wird können.

Der Kuss

Gustav Klimt hat ihn auf einen Bild dargestellt, und dieses Bild ist fast jeden bekannt, oder man hat zumindest schon davon gehört. Ich habe mich sehr lange mit dem Kuss im Allgemeinen beschäftigt. Es gibt so gar eigene Tutorials die zeigen die intimsten, geilsten, aufregendsten und innigsten Küsse, und wie man sie richtig ausführt. Ich finde das etwas übertrieben. Ich kann in einen Kuss ALLES hineinlegen. Mein Herz, meine Seele, meine Leidenschaft, mein ganzes Gefühl für einen Mann. Je besser der Kuss, desto inniger empfinde ich die Verbundenheit mit einen Mann. Wenn jemand jetzt erwartet, dass ich Ratschläge für den „besten“ Kuss seines Lebens gebe, den muss ich enttäuschen. Weil man so etwas eben nicht beschreiben kann.

Die Liebe in einem Kuss

Ich sehe förmlich die Frage in deinen Kopf herum schwirren. Wenn das küssen so toll ist, warum will man es sich abgewöhnen? Geht das denn überhaupt? Ich denke ich sollte hier mehr ausholen, denn ich rede hier nicht von den Küssen an Freunde, oder Verwandte, sondern von dem küssen als Zeichen von Liebe und Zuneigung zu einem Mann. Die große Liebe die man eben nicht nur einmal geküsst hat,  sondern mehrmals, oft, unersättlich. Wo jeder Kuss immer besser wurde. Kein Kuss dem anderen gleichte , und doch vertraut war – er nie an Spannung nach gelassen hat, und sich bei jedem Kuss noch immer die Gewissheit breit machte „JA, genau auf diesen Menschen habe ich (vielleicht) mein Leben lang gewartet.“

Mit dem Kuss wächst das Vertrauen

Ich weiß, das klingt jetzt sehr weit her geholt, weil zur Gewinnung von Vertrauen natürlich viel mehr gehört als ein Kuss. Aber es beginnt mit ihm. Ein Kuss kann nach jeden Streit etwas erlösendes sein, einen die Sicherheit wieder geben die ins wanken geraten ist. Er kann heilend für die Seele sein. Wenn aus irgendeinen Grund die (nehmen wir mal an), Deine große Liebe auf einmal endet, und du machtlos gegen diese Entscheidung bist, dann beginnst Du (so wurde es uns geschildert) zu „zerfallen“. Wie ein hauchdünnes Glas das in tausend Scherben zerspringt. Genauso zerspringst auch Du.

Auf einmal ist alles weg

Dein Leben ändert sich von einer Sekunde auf die andere. Es scheint so,  als ob du in einem Karussell sitzt, dass sich immer schneller dreht, und du nicht in der Lage bist es anzuhalten. Dein Halt, deine Sicherheit, und dein Vertrauen – ALLES WEG! Von jetzt auf gleich! Du hast das Gefühl ewig zu brauchen, um es zu realisieren was passiert ist. Du schwörst Dir niemanden mehr so nah an sich heran zu lassen. Da ist der Knackpunkt, denn wo lassen wir jemanden an uns das erste Mal körperlich heran – beim Kuss.

Im Chaos erscheint ein Punkt der Klarheit

Du versuchst  – für dich selber – (das ist sicher bei jedem anders) ein Sicherheitsseil zu finden, indem Du nie wieder in so eine Lage kommst. In die Lage der absoluten Bodenlosigkeit in die Du fällst. Du entscheidest Dich dafür (auch wenn es so unwahrscheinlich für andere klingt, und auch undurchführbar), NIE wieder einen Mann zu küssen. Du erstickst damit jede aufkeimende Vertrautheit und auch ein „Wohlfühl Gefühl“ im Keim. Verstehe mich nicht falsch – Küsse auf dem Körper oder aber auch im Intimbereich, alles kein Thema, aber der Kuss auf dem Mund das geht nicht ohne sich fallen zu lassen, und auch sich irgendwie hinzugeben. Plötzlich hast du einen Punkt der Klarheit und Sicherheit dich selber zu „schützen“.

Es befremdet andere

Du wirst jetzt nicht gerade auf Freudentaumel stoßen, wenn Du ihm offenbarst, dass er Dich überall küssen darf, nur nicht auf den Mund, denn immerhin ist das küssen ist ja auch irgendwie ein Vorspiel beim Sex. Ja, das stimmt, aber in der Angst verletzt zu werden nimmt man auch in Kauf, dass man den anderen ein wenig vor den Kopf stößt. Man findet dann auch Ausreden, oder man lenkt vom Kuss einfach ab. In der Art von:  „Du ich mag das nicht so auf den Mund geküsst zu werden“, oder “ Ich bin so geil, steck mir deinen Schwanz einfach rein“. Man will Sex, geilen Sex, aber ja nur nicht auf den Mund küssen. Das ist Dir zu nah, zu viel, zu vertraut.

Die Mauer steht

Wenn Du das oft und auch lange genug machst, dann wächst eine Mauer um dich die dich beschützt. Natürlich werden jetzt diejenigen sagen, die diese Methode zu extrem finden „Du weißt ja dann gar nicht was dir alles entgeht? Du verbaust Dir selber vielleicht die nächste „große Liebe“.“  Ich sage nicht, dass das falsch ist, aber man will es nicht ausprobieren, und „große Lieben“ – die gibt es nur einmal im Leben, die ist nicht austauschbar. Die Mauer die einmal steht, die verschafft einen Sicherheit und Vertrauen – nämlich in sich selbst. Auch wenn man in tausend Scherben zersprungen ist, versucht man weiter zu leben, und man tut es auch, aber eben  SEHR VIEL vorsichtiger.

Noch immer das Schönste

Der Kuss ist und bleibt etwas wunderbares, einmaliges, und auch inspirierendes. Man sollte aber akzeptieren, dass Menschen (egal ob Mann oder Frau),  die so verletzt und verlassen wurden,  jeder auf seine eigene Art damit umgehen, um sich selber zu schützen,  und das für sich zu bewahren was ihnen heilig war und ist – DER KUSS DER GROßEN LIEBE.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Sex mit dem Ex

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Sex mit der Vergangenheit

Sex mit dem Ex – Manche werden den Kopf schütteln, und sich denken „Wie kann man so blöd sein mit jemand ins Bett zu steigen, von dem man sich getrennt hat?“. Nicht so voreilig, denn das kann jeden(r) passieren. Die Frage ist aber berechtigt – „Wie kann das passieren?“. Wir werden versuchen mit einen imaginären Beispiel (mit realen Hintergrund aus unseren Bekanntenkreis)  zu erklären.

Alles hat einen Beginn…

Zwei Menschen die eine Beziehung miteinander gehabt haben, haben auch eine gemeinsame Geschichte. Gute und schlechte Zeiten, und eben am Ende nur mehr schlechte Zeiten, Erinnerungen, und alles was einem im Gedächtnis bleibt sind die Streitereien, Schuldzuweisungen und vielleicht sogar Beschimpfungen („Wie konnte ich mich bloß in dich verlieben?“). Beide Beteiligten wollen nur mehr „ihre Ruhe“ haben, und einen Neuanfang starten. Sie schwören sich, niemals mehr in ihrem Leben mit dem Ex-Partner etwas zu tun haben zu wollen.

…und eine Ruhephase

Meistens ist es ja so, dass einer der Partner aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Er oder Sie beginnen das neue Zuhause neu zu gestalten, alles raus zu werfen was von Ihr/ihm noch da ist, und nur einen Brechreiz verursacht, sich einfach neu einzurichten. Weiter geht es dann oft mit der Garderobe die man verändern will, und der Hot Spot bei Frauen, ist oft eine neue Friseur. Wenn man das dann alles erledigt hat, was zu (glauben wir halt) auch zur „Trauerphase“ dazu gehört, ist man dann auch wieder bereit sich unter das Volk zu mischen. Auszugehen mit Freundinnen, einen Brunch zu veranstalten (den „ER“ immer für blöd hielt), oder Dinge zu tun, die man aus einer falschen Kompromiss Bereitschaft zu IHM sich jahrelang verkniffen hat. (Obwohl wir der Ansicht sind, das wir da selber schuld sind). 

Ein Neuer betritt die Bühne

Nachdem man alle Rituale durch hat, um sich „neu zu erfinden“,  ist man auch bereit wieder zu flirten und seine Chancen zu nutzen die man auf dem „Markt“  noch hat. Man will sich selbst auch beweisen, dass man noch attraktiv ist, Lust in einem Mann wecken kann.  Frau fühlt sich endlich wieder lebendig, bereit für Neues bzw einen Neuen. Dann lernt man einen Kandidaten kennen, und verliebt sich neu. Alles ist rosarot, perfekt, und nur wunderschön. Es läuft für einen selbst alles „rund“, man ist mit sich selbst im Reinen. Die schlechten Erinnerungen an den Ex verblassen,  werden weniger, sie sind nicht mehr bedeutend im eigenen Leben.

Oft ist es der Zufall

Oft ist es der Zufall, der Frau mit den Ex wieder zusammen treffen lässt. Das kann im Supermarkt sein, im Fitness Center oder bei einer Party von Freunden. In unseren Fall ist es die Party bei Freunden. Der erste Gedanke wenn man den Ex entdeckt „Oh mein Gott, nicht ernsthaft, dass er da ist?“. Man ist mit dem Neuen dort, denn immerhin will man ihn den Freunden vorstellen. Der Ex vielleicht mit der neuen Freundin. Man ist sehr bemüht höflich, aber trotzdem distanziert zu bleiben, vielleicht auch aus den Grund, dass sich die „alte“ Welt nicht mit der „neuen“ vermischt. Das würde ja gar nicht passen. Dann werden unter den Freunden Erinnerungen ausgetauscht, und plötzlich befindet man sich in einem Dialog mit dem Ex, der einen nun gar nicht mehr so unangenehm ist. Der Moment wo man sich – in Gedanken –  an den letzten Urlaub erinnert, an dem man es wild am Strand getrieben hat, was man sich alles ins Ohr geflüstert hat, lässt den Ex plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.

Zeitreise

Die Zeitreise mit dem Ex beginnt im Kopf. Plötzlich erinnert man sich wieder daran wie man sich kennen,- und auch lieben gelernt hat. Der Abend ist angenehm, die Gespräche aber auch Anekdoten sind zum lachen, und dann kann es sein, dass der Satz „Wann haben wir aufgehört zu lachen, reden  usw…..?“ fällt. Es erscheint alles in einem anderen Licht, die Streitereien und Beschuldigungen sind so blass geworden, dass man schon vergessen hat, wie sie überhaupt entstanden sind. Dann wird der Punkt erreicht Wo die Lust auf den Ex auf einmal riesig wird. Man sollte ja wissen wie er riecht, schmeckt, sich anfühlt, und doch ist alles irgendwie neu. Ist es das? – Vertraut und doch neu? Ist es, dass wir beim Sex mit dem Ex ruhig den Push Up BH abstreifen können, weil der Ex sehr wohl unsere Brüste kennt, und weiß, dass sie nicht mehr so straff sind, und er uns trotzdem ins Ohr flüstert wie geil und sexy man ist?

Endstation Bett

Der Abend endet vielleicht damit, dass man sich verabredet (denn immerhin ist jeder von beiden mit neuen Partnern auf der Party) ,- sich einen Termin ausmacht für einen Kaffee bei ihm (obwohl man vielleicht schon weiß, dass es den Kaffee höchstens nachher gibt). Frau geht zu dieser Verabredung. Frau ist geil, neugierig, will wissen ob sie sich das alles nur eingebildet hat, versucht alles auf sich zukommen zu lassen, und doch will man, dass ER einen bei der Türe die Kleider vom Leib reißt. Genauso passiert es dann auch! Der Sex mit dem Ex ist ekstatisch, geil, animalisch. Das eigene Universum verschiebt sich in der Sekunde. Der Sex dauert Stunden, und man kann vom Ex nicht genug bekommen. Und doch—-

Es hat sich nicht geändert

Wenn einem der Ex dann fast das Gehirn raus gevögelt hat, und man halbwegs in der Lage ist einen klaren Gedanken zu fassen, dann kommt der Vorschlaghammer der Erkenntnis. Es hat sich nicht geändert,- Er hat sich nicht verändert. Die Fehler die er damals hatte, hat er auch heute, und das was wir als Frau an ihm vor Jahren auszusetzen hatten, hätten wir auch heute noch. Es war nur Sex mit dem Ex, und das war geil, aber die Betonung liegt auf WAR!! Es meldet sich das schlechte Gewissen, nicht nur gegenüber dem neuen Partner, sondern einem selbst gegenüber. Frau hat für ein paar Stunden vergessen, wie sie sich damals „frei geschwommen“ hat von IHM. Wie viel Zeit sie vielleicht benötigt hat, um wieder zu sich selbst zu finden. Egal wie man es sieht, jeder muss wissen ob der Sex mit dem Ex erstrebenswert ist. Wir haben uns auch gedacht, dass es sein kann, dass Frau auch ein wenig mit dem Gedanken kokettiert „Kann ich den Ex noch sexuell reizen“? 

Nicht verurteilen

Wir verurteilen nicht, oder maßen uns ein Urteil an, denn auch wir sind nicht davor gefeit Sex mit Ex zu haben. Jeden kann es passieren, weil vielleicht die Situation gerade stimmig ist, oder die Stimmung erotisch aufgeladen ist. Wir verurteilen nicht, denn Sex mit dem Ex (wenn er so ist wie oben beschrieben), dann sollte man ihn genießen. So wie ein gutes Essen, dass man schon einmal in seinen Leben genossen hat.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

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Der Rest ist Schweigen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der Rest ist Schweigen bei einer Trennung

Der Rest ist Schweigen–oder so ähnlich gestaltet es sich manchmal wenn eine Trennung plötzlich präsent ist. Ich greife aber schon wieder vor. Beginnen wir von Vorne. Trennung ist immer schwer. Trennung tut immer weh, und hinterlässt oft dicke Narben oder seelischen Schmerz den es zu überwinden gilt. Manche Menschen scheitern an diesem Überwinden des Schmerzes. Sie hören auf zu Vertrauen, und lassen keinen Menschen (oder Partner) in ihren emotionalen Bereich. Sie werden oft kalt, unnahbar, vielleicht sogar abstoßend durch ihre Art und für das andere Geschlecht äußerst unattraktiv.

Greif mich nicht an

Die „Unattraktivität“ äußert sich oft schon wie man einen anderen ansieht. Immer Kampfbereit, immer in Abwehrstellung – frei nach dem Motto „Greif mich ja nicht an“. Ich selber habe gelernt, dass dieses abwehrende Verhalten immer dann entsteht, wenn die Trennung von einem Partner nicht vorhersehbar war. Wo keine Szenen, Exzesse oder Streitereien den Alltag bestimmten, und eine Beendigung der Beziehung abzusehen war. Die Trennung spürte ich nicht, ahnte sie nicht mal auf mich zukommen, und doch plötzlich war sie da. Kurz, knackig, und mit vielen unbeantworteten Fragen. Fragen die einen quälen und innerlich auffressen. Man sieht sich selber zu wie man zerfällt, und auseinander bricht wie eine hauchdünne Glasflasche.

Warum sprichst Du nicht mit mir?

Plötzlich bekommt man in einen Anruf, einen Brief oder aber auch bei einem  kurzen Treffen die Trennung präsentiert. Wenn dann noch der Nachsatz kommt „Es hat nichts mit Dir zu tun“, dann ist man knapp davor entweder zu explodieren, oder innerlich abzusterben. Hier geht es nicht um eine „Andere“, oder das die Beziehung langweilig geworden ist. Es gibt für Dich keine erklärbare Rechtfertigung für diesen drastischen Schritt. Bevor man dann auch noch irgendwelche klärenden Fragen bzw Antworten bekommt, ist der Andere schon weg. „Warum sprichst Du nicht mit mir?“ Man steht da, und die Welt beginnt still zu stehen. Dafür arbeitet das Gehirn wie auf Hochtouren. Tausend Fragen überschlagen sich, und man schafft es nicht irgend etwas zu ordnen oder auf die Reihe zu bekommen.

„Wie geht’s Dir?“ – Danke, ich funktioniere!

Was tut Frau in so einer Situation? Klar, die beste Freundin oder der beste Freund muss herhalten. Können sie auch helfen? – Ich bin der Meinung NEIN!. Keiner kann Dir helfen. Der Einzige der Dir helfen könnte, ist derjenige der Dich verlassen hast. Wenn Dich jemand fragt „Wie geht’s Dir“?, dann antwortest Du meistens „Gut, oder es geht so“, aber eigentlich funktionierst Du nur. Man isst, schläft, arbeitet, aber innerlich ist man wie gelähmt. Ich spreche hier nicht von Liebeskummer der in ein paar Wochen vorbeigeht, sondern davon wenn man seine „Zweite Hälfte“ verloren hat, und die man vielleicht lange gesucht hat. Wo alles funktioniert hat, und offensichtlich war doch der andere nicht so glücklich wie man selbst.

Kein Ratgeber der Welt hilft etwas

Kann man das wirklich übersehen haben? Ist es denkbar, dass man in seiner eigenen „Glücksblase“ nicht mit bekommen hat, dass der andere nicht so happy war? Diese und andere tausend Fragen kann kein „Trennungsratgeber“ beantworten. Diese  Ratgeber die man in jeder Buchhandlung kaufen kann,  finde ich so hilfreich wie eine Klimaanlage im Winter. Ja, sind nett zu lesen. Man findet tausend Tipps wie man wieder zu sich selber findet, und dass die Beziehung ja dann doch nicht das „Wahre“ war, und dass der Schmerz auch vorbei gehen wird (super,- aber wann schreiben sie nicht dazu), dass man sich nicht hängen lassen soll, und alles Alte auch etwas Neues in sich birgt. Kurze Frage? – Hat Dir das jetzt geholfen? Also mir nicht!

Was hilft?

Ich weiß es nicht! Ehrlich! Reden hilft sicher, auch wenn Freunde einen  nicht aktiv helfen können, aber das immer wieder erzählen des „Dramas“ hat sich etwas reinigendes an sich. Man kann sich versuchen irgendwie abzulenken, oder auch unter Menschen zu gehen, aber vor allem finde ich, dass man mal über sich nach denkt. In sich geht, und versucht mit dem Schmerz umgehen zu lernen. Das ist sicher bei jeden Menschen anders, und NEIN – da gibt es auch kein Universalrezept! Wenn eine Glasvase kaputt geht, wird man sie vielleicht versuchen zu kleben, aber es wird trotzdem nie wieder so sein wie man es geliebt, und sich in Sicherheit gewiegt hat.

Jeder Tag ist eine Herausforderung

Jeder Tag wird eine neue Herausforderung sein. Du wirst vielleicht an einem Tag wach werden und es wird Dir „leichter ums Herz sein“, aber genauso wird es Tage geben wo es genauso sehr weh tut wie in der ersten Stunde. Du kannst nur kleine Schritte tun, und dich mit deiner gefühlsmäßigen Tagesverfassung anfreunden und sie auch akzeptieren. Falls Du gerade in so einer Situation bist und jemanden zum auskotzen brauchst, kannst Du Dich gerne an unsere „Kotzbox“ wenden, aber den Schmerz werden wir Dir leider nicht abnehmen können. Wir können Dir nicht die Stunden abnehmen, wo Du in Tränen ausbrichst, weil Du in einen Supermarkt gehst, und die Quarktaschen die im Regal liegen,  Dich in einen Zustand der absoluten Bodenlosigkeit stürzen, weil „Ihr beiden die immer so gerne gegessen habt“. 

Der Rest ist Schweigen

Fragen die nicht beantwortet wurden, Antworten nach denen du förmlich schreist, und dieser immer wiederkehrende Schmerz den kann Dir niemand nehmen. Man kann nur versuchen Dir das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein, aber der Rest ist eben Schweigen……

Bis dahin alles Liebe

Eure C.und P.

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VENUS 2018 und Erotik Blog App

Erotik Blog App

VENUS 2018 und Erotik Blog App News!

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wir haben für Dich die Erotik Blog App wieder ein wenig erweitert, und den Button „Dunkle Erotik“ dazu gefügt. Wenn Du ein(e) dauerhafte Leser(in) unseres Blogs bist, wirst Du schon längst wissen, dass wir von Anfang an die Dunkle Erotik mit allen Themen zu BDSM fest gehalten haben. Wir haben uns dazu entschlossen diesen Teil in unsere Blog App dazu zu nehmen. Wir werden wöchentlich einen Beitrag der dunklen EROTIK in unsere App mit rein nehmen.Wir haben nicht mal zu träumen gewagt, dass unsere App so liebevoll angenommen  wird von euch. Vielen Dank dafür.

Außerdem gibt es noch weitere News von Extrem Unlimited Erotik. Wir geben Dir die Möglichkeit – quasi hautnah – bis Oktober an unseren Vorbereitungen für die VENUS 2018 daran teil zu nehmen, und natürlich auch bei der Venus selbst. Wir bieten Dir ab Ende März einen

NEWSLETTER VENUS 2018

an, der Dich alle zwei Wochen über die neuesten Begebenheiten, Ereignisse und auch Missgeschicke der Vorbereitungen für die Venus 2018 informiert. Das ganze werden wir auch mit Fotos festzuhalten. Es werden noch viele Dinge bis zur Venus passieren, und daran wollen wir Dich teil haben lassen. Für uns ist es noch immer ein Wahnsinn, dass wir Live dabei sind, berichten dürfen und sogar unseren eigenen You Tube Kanal für eine Live Berichterstattung bekommen. Selbstverständlich gibt es den Newsletter dann auch auf unserer App. Wenn Du Dich aber genauer über die Venus 2018 informieren möchtest, dann findest Du auf dieser Seite alle Informationen:

Venus 2018

Das ganze Spektakel allerdings bis zur Venus 2018 hält uns nicht davon ab, weiter zu schreiben über Erotik, Lust, BDSM und Beziehung die uns auf der Seele liegen, und wo wir – wie immer – unsere eigene Meinung haben.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

 

Ich brauche es devot zu sein

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!
„Du kannst es vielleicht nicht nach voll ziehen, aber ich brauche es devot sein zu dürfen“. Ich habe diesen Satz erst vor einigen Tagen zu P. gesagt. Wir hatten schon sehr lange keinen Sex mehr (ich meine wirklich SEHR lange). Das hat nichts mit gegenseitigen Desinteresse zu tun, aber unsere Arbeit und anderweitige Probleme haben unsere Libido quasi auf Eis gelegt (so auf Eis, dass ich dachte mir wachsen schon Spinnweben zwischen den Beinen). Es ging aber für mich nicht um den Sex alleine, dass ich schon sozial unverträglich war.
Es fehlt mir…
Ich habe selbst nach ein paar Wochen gemerkt, dass es mir fehlt mich fallen zu lassen, und die Verantwortung abzugeben. Es fehlte mir devot sein zu dürfen. Wenn man eine Beziehung führt – so wie wir – ohne Eifersucht, und wir das Verständnis für den anderen haben,  auch mal „fremd naschen“ zu dürfen (ohne Angst vor Szenen), dann wäre es nahe liegend, dass man bei so einer Durststrecke mal auswärts „isst“. Genau das  ist aber der große Nachteil vom devot sein… Da geht man nicht so schnell auswärts zu einem Anderen. Zum devot sein gehört Sicherheit und Vertrauen, und das findet man nicht bei jeden Mann an jeder Ecke.
Vorurteil und Feministinnen
Wir möchten da mit einem Vorurteil aufräumen,  wo es mir jedesmal massiv sauer aufstößt. Devot sein hat nichts mit Schlägen oder Respektlosigkeit zu tun. Wir wissen, dass wir das schon einige Male in unseren Beiträgen geschrieben haben. Trotzdem fühlen sich einige Menschen (leider sind es zu 90%Frauen) dazu fast schon getrieben, mich anzuschreiben um mir ihre ungewollte Hilfe bei der Befreiung dieser – von Demütigung geprägten Verbindung – anzubieten. Am Anfang haben P. und ich noch darüber gelacht. Jetzt ist es nicht mehr lustig.
Diese Menschen wollen oder können nicht verstehen, dass ich es brauche devot zu sein. Ich brauche es devot zu sein, weil sich mein Kopf abschaltet, mein Körper sich entspannt obwohl er dabei unter Spannung steht. Diese Menschen verstehen es nicht, dass man devot sein möchte. Wir sind es ehrlich gesagt leid, hier Missionar Arbeit an den radikal Feministinnen dieser Welt zu leisten. Es ist uns zu mühsam und es bringt sowieso nichts.
Als P. und ich dann endlich vorige Woche (nach Monaten) wieder mal Zeit für uns hatten ,uns wir uns mit Wollust der Dom/Sub Rolle widmen konnten, hatten wir beide nachher das Gefühl als ob jemand eine Zentner Last von uns genommen hätte.
Der Dom braucht es auch…
Ja, auch ER braucht es dominant zu sein, und genießt es  dann auch sehr. Er genießt es, wenn er mir genau das gibt, was ich so dringend benötige – nämlich den Kopf abschalten zu können, zu dürfen, und sogar in dieser Situation zu müssen. Allerdings kann sich er in Bezug auf schlechte Laune wenn er es nicht bekommt mehr zurück halten als ich. Wir haben dann darüber gesprochen, und für uns fest gestellt, dass der devote Teil einer Verbindung ja meistens kein schüchternes Mäuschen ist, sondern – im Gegenteil – meist ein Mensch mit wahnsinnig viel Verantwortung und Selbstbewusstsein. Wenn dieser dann kein Ventil hat, um den Druck der Verantwortung abzubauen, dann läuft nicht nur das Sexleben unrund, sondern auch das Alltägliche.
Der Dominante ist es gewohnt, und liebt es ja auch, Verantwortung zu tragen, und diese auch ständig auszuleben. Wenn – in unserem Fall – P. diese Seite im Bett nicht regelmäßig ausleben kann, dann ist das für ihn jetzt nicht so dramatisch (allerdings hat er schon angemerkt, dass es ihm gefehlt hat ;)). 
Weiteres ist es für mich als Devote nicht ausschlaggebend in welcher Facette wir das ausleben. Also ob es jetzt Orgasmuskontrolle (es gibt dazu einen Beitrag in der Dunkle Erotik) ist, oder körperliche Züchtung, oder aber auch Bondage, es geht nur darum das ich die Verantwortung über meinen Körper, meine Lust und auch über meine Sinne abgebe. Für einen gewissen Zeitrahmen, und mit einem Mann dem ich mich völlig  – ohne Angst zu haben – unterwerfen kann.
…und liebt es
Bei P. weiß man nie vorher wie er seine Dominanz auslebt, und auch das ist sehr aufregend, aber NIE und ich meine wirklich NIEMALS ist es der Fall gewesen, dass ich nur eine Sekunde gezweifelt hätte, das er mir nicht etwas Gutes tun will. Sobald er mich – non verbal positioniert hat –  weiß ich, dass ich ab diesen Zeitpunkt los lassen darf, weil er weiß,  dass ich es brauche devot zu sein, und für das liebe ich ihn noch mehr.
Darum ersuche ich bzw wir, um wirklich mehr Toleranz und Verständnis bei den Leuten die Blogs – wie unserer einer ist – nur deshalb lesen, um sich dann aufzuregen, andere als blöd und psychisch geschädigt zu bezeichnen, und dann noch die Chuzpe haben uns „Anderen“ befreien zu wollen. Wir sind nicht anders. Wir haben genauso unsere Probleme und Sorgen, und P. und ich sind auch ein Paar, dass sich streitet und sich dann kurzweilig anschweigt, aber wir sind absolut in der physischen und auch psychischen Lage unserer Sexualität auszuleben, und zwar so wie wir es für uns richtig halten.
Bis dahin alles L(H)iebe
Eure C. und P.

Bad Boy und Softie

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)

Eine liebe Kollegin und ich unterhielten uns unlängst – na wie kann es anders sein – über unsere Männer. Ihre Eigenheiten, ihre Ticks, Dinge die wir an ihnen lieben obwohl wir sie nicht immer ganz verstehen. Irgendwann kamen wir auf die Frage, wenn die Männer (und nicht unsere im Speziellen sondern allgemein), sich im Lauf einer Beziehung, Partnerschaft oder Ehe vom Bad Boy zum Softie mutieren. Das Ganze auch noch ohne unser zu tun. Noch schlimmer wird die Situation, wenn wir als Partnerin uns nur geringfügig verändern, und dann unseren Partner selbstverständlich lieben, aber auch feststellen, dass er sich zum richtigen Familienmensch entwickelt hat, und vom Bad Boy den wir kennen gelernt haben nicht mehr viel über ist.

P. und ich haben mal so ansatzweise gesprochen, denn auch er hat sich verändert, allerdings ist er noch immer genug Bad Boy geblieben, in einer etwas abgespeckteren Version 😉 , aber nicht so das ich ihn nicht wieder erkennen würde. Was passiert mit Männern, die auf einmal zum Moralapostel werden, obwohl sie früher nichts „anbrennen“ haben lassen, es auf einmal nicht mehr spannend finden sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, oder aber auch es gar nicht „amused“ finden wenn die Liebste mal einmal alleine um die Häuser zieht (wobei aber nicht die Eifersucht im Vordergrund steht). 

Meine Kollegin hat einen „Bad Boy“ geheiratet, mit ihm eine Familie gegründet, und seine eigene  Familien Vorgeschichte ist weit weg von Perfekt, sondern fällt eher in die Kategorie „schwierig“. Wenn man als Kind in einer problematischen Familie aufwächst, selber dann als Jugendlicher nichts auslässt – egal ob es sich um Alkohol, Zigaretten oder Frauen handelt – , dann aber DIE FRAU kennen lernt, die einen zeigt, dass es auch andere Wertigkeiten gibt im Leben, dass man sich gegenseitig ohne Scham zeigen kann, das man sich liebt, ohne das Gefühl zu haben etwas für Zuneigung „leisten“ zu müssen. Unserer Meinung nach, und wenn man darüber nachdenkt, kann es passieren, dass dieser Bad Boy plötzlich päpstlicher wird wie der Papst.

Wir meinen nicht, dass er seine Frau unterdrückt – sondern eher alles das tut, was er in seiner eigenen Kindheit gerne gehabt hätte, aber nie erfahren hat. Wie beispielsweise alles mit der Partnerin aus zu diskutieren, gemeinsame Dinge zu unternehmen, sich ein stabiles Hobby zu suchen und auch auszuüben. Das ist alles eine positive Entwicklung. – ABER…….Alles hat seine zwei Seiten. Denn was für ihn jetzt das PERFEKTE ist, erhofft er sich auch von seiner Partnerin. Das Fortgehen mit Freundinnen wird mit schmollenden Gesicht zwar akzeptiert, aber er verabsäumt es nicht uns unter die Nase zu reiben das es ihm nicht gefällt, weil es für ihn keine Wertigkeit mehr hat. Wer in der Annahme ist, dass er Angst hat das man fremd geht, dann irrt Frau gewaltig. Auch wenn man ihn fragt ob  er mitkommt, lehnt er fast angeekelt ab.

Es geht um das Familienleben, die Perfektion seiner Frau (und das sieht er wirklich, und es ist ja auch das SCHÖNSTE KOMPLIMENT das er geben kann) , seiner Familie. Wozu braucht man da ausgehen, vielleicht noch dazu Alkohol trinken oder eine rauchen? Alles unnötig! Das Universum – sein Universum ist in seine Frau, sein Kind, sein Haus und das Hobby. Er ist ausgefüllt, und benötigt nichts mehr anderes. Das ist ja auch völlig in Ordnung. Wenn es aber die Partnerin einengt, dann wird es zum Problem. Man fürchtet sich vorher schon etwas von „Mädchenabend“ zu erwähnen, weil man jeder Debatte ausweichen will. Der Nachteil dabei – die Unzufriedenheit in einem selbst steigt. Natürlich ist der Mann und das gemeinsame Kind wichtig und auch das Haus, aber will man sich jetzt völlig kasteien und gar nicht mehr hin und wieder ausbrechen, weil ER das nicht mehr braucht und will?

Meine Kollegin macht es sehr klug – sie informiert, sie redet mit ihrem Liebsten, aber das sie weggeht steht nicht zur Debatte. Sie geht – und aus. Denn nur weil der Liebste jetzt Softie ist, und es ablehnt hin und wieder mal wieder zum Bad Boy zu werden bedeutet nicht, dass sie das Gleiche tun muss. Wir denken solange beide Seiten akzeptieren das man sich verändert, und auch nie wieder der Bad Boy im Liebsten zum Vorschein kommt, muss auch ER akzeptieren, dass Frau halt hin und wieder Bad Girl ist. Wichtig ist doch nur, dass sie dann auch zu ihrem  Softie gerne wieder nach Hause kommt. 😉

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.