Mädelsabend? Oder was ins Haus bestellen?

Hallo Liebe Extrem Unlimited Leserin!

Dir ist jetzt sicher aufgefallen, dass ich die Begrüßung heute nicht „gegendert“ habe, und dass ich heute nur in der „ich“ Form schreibe, denn das ist heute ein Thema, dass rein weiblich ist. Natürlich ist es jedem Mann freigestellt diesen Artikel zu lesen und zu lernen. 😉

Ich möchte heute mal anfangen, indem ich die Singles unter Euch anspreche. Ihr kennt das sicher. Freitag Abend. Man vereinbart mit den drei besten Freundinnen bereits am Montag einen fixen Termin in einer Bar zu einem Mädchen Abend. Du bist Single, Du bist frei, und Du benötigst DRINGEND SEX…ganz dringend. In Dir steigt das Gefühl hoch, wenn Du jetzt nicht bald mal wieder richtig durch gevögelt wirst, dass Dein Leben einsam, unbefriedigt mit unzähligen Katzen endet, und Du nicht mal mehr weißt wie man Sex schreibt. Du erkennst die Notwendigkeit, und Dringlichkeit? Ich sehe vor meinen geistigen Auge Einige zustimmend nicken. Also bietet sich so ein Mädchen Abend an – ein paar Cocktails, nette Unterhaltung, gute Musik, und vielleicht bietet sich ein Sahneschnittchen für eine Nacht an. Im Idealfall einer der weiß was er will, der einen richtig ran nimmt und den Takt angibt. So weit so gut!

Ich bin immer an solchen Abend mit enormer Motivation mit meinen Mädels los gezogen, denn ich war immer der Meinung – irgendwas lief immer. Das Einzige das meistens lief, war die Motivation  – lachend mit einem Cocktail in der Hand – an mir vorbei. Es spielte sich immer fast immer in der gleichen Abfolge ab: Man trank etwas, saß zusammen, lachte, und oft schon nach einer Stunde kam der erste „Anwärter“ auf uns zu. Na, zumindest hielt er sich für einen Anwärter, denn meistens war auch die Erscheinung nicht sonderlich sympathisch (hat nichts mit der Optik zu tun, sondern mit der Ausstrahlung). Entweder waren es ganz Schüchterne, die – bis sie bei uns angekommen sind – bereits ein durchgeschwitztes Hemd hatten, oder welche die dachten sie haben die Frauenwelt erfunden (denn sie wissen was Frauen wünschen – ah eh!), und vor Selbstüberschätzung nur so strotzten, oder aber die, die wirklich eine anziehende Erscheinung waren, wobei man sich schon im Kopf ausmalte wie sie einen durch fickten, und sich dann als Ehemann herausstellte, der nur jemanden suchte um seinen Kummer mit der rechtlich Angetrauten zu vergessen und einen als Beichtstuhl  oder Therapeuten Couch benutzt. 

Es ging nicht nur mir so, sondern auch meinen Freundinnen. An einem lauschigen Sekt Nachmittag, haben wir uns dann mal ausgerechnet, wie viel uns solche Abende immer kosteten. Vorher Essen gehen, dann in einen Club oder Tanztempel, das Taxigeld, denn keiner fährt dann noch mit dem Auto nach Hause wenn er was getrunken hat. Wir kamen auf eine pro Kopf Summe von fast €100,-. Ein Preis der gerechtfertigt wäre, wenn man wenigstens hin und wieder dafür etwas zwischen die Beine bekommt. Natürlich war es immer witzig mit den Mädels, aber wir alle waren immer ein wenig auf „Beutefang“. Selbstverständlich haben wir die Lokalitäten auch gewechselt, aber das Ergebnis war immer das Gleiche (in sechs Monaten hatten mal gerade Zwei von uns einen Fick,- und der war gerade mal im Mittelfeld von der Qualität). 

Nachdem wir an diesem Nachmittag in angetrunkener Laune festgestellt haben,  wie arm wir doch waren, wir alle miteinander vielleicht am „Markt“ nicht mehr vermittelbar sein – nicht mal für einen One Night Stand – und wir unser eigenes Selbstmitleid in der dritten Sektflasche ertränkten, kam Marion eine brillante Idee. Sie zückte ihr Handy, und hielt uns nach Minuten dann mit einem Grinsen das Display vor die Nase. Nachdem wir alle unsere Lesebrille aufgesetzt hatten (ich sagte ja – nicht mehr die Jüngsten!), sahen wir alle drei wie Schafe auf die Überschrift- der Escort für die Frau! Ernsthaft jetzt? Marion erwartete sich – denke ich mal – etwas mehr Begeisterung von uns. Wir sollen fürs Vögeln bezahlen? Das konnte nicht ihr Ernst sein. Und nachdem alle durcheinander sprachen, einige von uns dafür, und die anderen dagegen waren, gab Marion einen lauten Pfiff von sich. Wir starrten sie alle an (wieder wie Schafe), und sie sagte „Haltet mal alle die Klappe.“

Das wir in diesen Moment auf sie hörten kam uns dann allen noch erheblich zu Gute. Sie schlüsselte uns rein finanziell auf, dass wir zwar für Sex bezahlen, aber jetzt dafür bezahlen das wir keinen Sex bekommen. (Wo sie Recht hat, hat sie Recht! Ihre Feststellung der dramatischen Ausschmückung, dass wir keine knackigen 20 mehr sind hätte sie sich aber schenken können). Sie textete uns  mit den Vor- und Nachteilen zu,  bis fast unsere Ohren bluteten (also eine zweite Karriere als Sektenführerin wäre zu überlegen) . Das Fazit war – Wir TATEN ES. Eine nach der anderen. Natürlich nicht an einem Abend, aber wir beschlossen, dass jede von uns mal an der Reihe war,  an vier aufeinanderfolgenden Wochen. Die einzige Bedingung war, wir mussten uns auf einen Callboy einigen, um dann einen effektiven Erfahrungsaustausch zu betreiben. (Bei diesem Punkt öffneten wir gleich noch eine Flasche Sekt – so einen Entschluss fällte man ja nicht jeden Tag). 

Die Auswahl des passenden Kandidaten zog sich die halbe Nacht, und wir einigten uns dann auf einen 38 jährigen, großen, attraktiven Mann, der Augen hatte die uns alle umhauten. DAS WAR ER! Wer als Erste dran war, zogen wir mit einem Streichholz.- und jetzt darfst Du drei mal raten…….Ja..ich hatte das Vergnügen. Marion schrieb die Daten für mich auf, und sagte ich sollte gleich morgen anrufen um für diese Woche noch einen „Termin“ zu bekommen (wie beim Zahnarzt halt). Nachdem ich mir mal meinen angezüchteten Rausch ausgeschlafen hatte, mich geduscht und bei meiner dritten Tasse Kaffee saß – und beim überlegen was ich denn sagen sollte – den Zettel ständig hin und her schob auf meinen Tisch, schnappte ich mir das Telefon und wählte die Nummer. Beim zweiten Mal Läuten meldete sich jemand. Mein Mund war trocken wie die Wüste Gobi (weiß nur nicht mehr vor Aufregung, oder weil ich verkatert war). 

Chris war äußerst charmant am Telefon, er beruhigte mich (wer mich kennt weiß, dass das nur schwer möglich ist), fragte mich mal was ich mir vorstelle. Tja, was stellte ich mir denn vor? Ich musste echt darüber nachdenken, aber ich sagte ihm, ich stehe sehr auf aktiven und passiven Oralverkehr, mag mal hart mal zart, je nach Stimmungslage. Er konnte mit meinen Wünschen was anfangen (da war er auch einer von wenigen 🙂 ). Wir vereinbarten den kommenden Samstag um 20 Uhr bei mir. Er sagte mir den Preis und der war für mich völlig in Ordnung (nein, der wird jetzt noch nicht verraten). Ich informierte die Mädels per Rund SMS das „der Vogel am Samstag abhebt“, und alle gaben mir noch Hinweise, Ratschläge und gut gemeinte Tipps. Allerdings war mir das in dem Moment völlig egal. Was mir wirklich Kopf zerbrechen machte, dass ich bei dem Telefonat nachdenken musste was ICH WILL! 

Das kann ja heiter werden am Samstag!

Wie das Erlebnis mit Chris,  und die Erfahrungen mit ihm und den anderen Mädels ausging das erzähl ich Euch beim nächsten mal.

Wenn der Callboy zweimal klingelt

Bis dahin alles Liebe

Eure C.

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