Liegt es an mir?

Es kiegt an mir
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Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wie oft haben sich Frauen schon diese Frage gestellt, oder aber auch ihren Liebsten? Wenn jetzt eine Frau unter den Leserinnen sein sollte, die behauptet sie hätte diese Frage noch nie gestellt, dann gratulieren wir recht herzlich. Du bist Gewinnerin des „Nicht  – Selbstzweifel – Preises! Aber wie kommt es, dass wir Frauen uns immer wieder diese Frage stellen, und im Gegenzug nur ganz wenig Männer (vielleicht ist aber auch die Dunkelziffer so hoch und nicht erfasst, dass wir jetzt völlig falsch liegen?). 

In diesem Fall kann ich nur von mir ausgehen (bitte um andere Ansichten wenn Du sie parat hast). Ich denke, wenn ein Problem auftaucht, eine Situation die unangenehm ist, oder P. mal keine Lust auf Sex hat, dann muss ich es bereinigen, eine Lösung finden, oder das ich nicht mehr so attraktiv und begehrenswert bin. Also was tut Frau? Sie bereinigt ein Problem, sucht Lösungen (und findet sie auch meistens),  wandert ins Fitness Studio und ernährt sich mal wieder ausschließlich von Smoothie’s. Aber ist das der Richtige Weg. Was, wenn sich trotz aller Bemühungen nichts ändert? SEIN Interesse an meiner Person nicht mehr so groß ist, oder noch schlimmer,  ich an seinen Handlungen bemerke, dass ich in der Wertigkeitsskala nach unten gerutscht bin? Auf einmal jeder Termin, jedes andere Freizeit Vergnügen (wie das wahnsinnig wichtige Skirennen im Fernsehen zum Beispiel) wichtiger ist, als mit mir Zeit zu verbringen? Sätze wie „Ach, Du das geht sich heute nicht aus.“ Meine lieben Männer – das Lösungswort heißt  Zeitmanagement? – FANGT AN ES ZU LERNEN. (Wir können es ja auch!). Oder bin ich es? Will er gar keine Zeit mit mir verbringen?

Da kann sich nur die Frage aufdrängen „LIEGT ES AN MIR“?

Wenn man dann als Frau (weil man ja nicht über hysterisch sein will) mal versteckt nachfragt „Du, im August haben wir uns fast jeden Tag gesehen. Wahnsinn oder, wenn man bedenkt wie wenig wir jetzt dazu kommen.“ , und dann nur ein lapidares „ja, ja lang ist es her.“, dann hat man zuerst das Bedürfnis und den fast unbändigen Wunsch irgend eine Vase oder einen Aschenbecher auf seinen Kopf zu zerschmettern, aber dann stellt sich die Enttäuschung ein, und die immer sich drängender Frage „Kann ich etwas daran ändern, dass er sich ändert, oder bzw wieder mehr Interesse an mir hat.“ (Das klingt wie eine Frage aus dem Frauenmagazin ..igitt).

Der absolute Höhepunkt an Selbstzweifel wird dann noch erreicht, wenn beim Sex nichts mehr läuft. Jede schelmische Doppeldeutigkeit die SIE am Telefon oder per Whats App abgibt, wird mit einem grummelnden  „Mmmmmm“ kommentiert, und dann wird das Thema gewechselt. Charmant! Ach ja–und wenn es dann endlich mal Sex gibt, dann wird anschließend nicht mehr darüber geredet, gelacht oder geschwärmt, sondern auf Aussagen von IHR wie :“ Wahnsinn wie kompatibel wir noch immer sind, und wie viele neue Ideen wir haben, die wir auch mal ausleben sollten,oder?“ nur ein schwammiges „JA ist eh nichts neues das das passt bei uns.“ (Ach ja nicht neues? Na dann werde ich mich nächstes Mal vielleicht vom Luster hängen!) 

Ja eh, nach diesem wirklich erschöpfenden Dialog, ist man dann soweit, dass man sagt „Warum sage ich noch was? Ist ungefähr so unnötig wie Oliven in den Griechenland Urlaub mit zu nehmen.“ Du wunderst Dich jetzt dass ich das so genau schildern kann? Mir passiert das mit P. sehr oft, und das Beste was ich in so einem Fall tun kann, ist NICHTS zu tun. Es kommen keine Anspielungen auf Sex, keine neugierigen Fragen wie sein Tag war, alles wird irgendwie besprochen, aber von meiner Seite nur halbherzig. Denn ich bin nach endlosen Tagen, und Wochen darauf gekommen, dass es NICHT AN MIR LIEGT, sondern SEIN Problem ist.

Frauen neigen ja fast oft schon manisch dazu Probleme von anderen lösen zu wollen (und sie können es auch meistens), und eine Entlastung für den anderen zu sein und keine zusätzliche Belastung. Aber genau da sind wir beim Paradoxen. Männer wollen keine „leichte“ Frau die einen alles abnimmt. Sie wollen sich anstrengen, und müssen immer irgendwie den Eindruck haben – alles ist erkämpft. (wie pervers ist das denn?) Aber auch nicht zuviel anstrengen, sonst wird es mühsam. Also wie jetzt?

Die Abende und Nächte die ich meinen Freunden schon die Ohren voll gesungen habe, die gehen auf keine Kuhhaut, aber entscheiden was man tut, kann man nur individuell und von sich selbst heraus. Ich höre auf ,SEINE Bedürfnisse über meine zu stellen, SEINE Wünsche größer werden zu lassen als meine sind, und vor allem mir nicht das Gefühl vermitteln zu lassen „Es läge an an mir.“ Nur weil ihm gerade ein Tampon quer im Arsch sitzt, und er gerade nicht weiß „Was denn mit ihm  los sei“, ja dafür ist niemand verantwortlich. Man kann da sein und ihm das Ohr leihen, aber SEIN Problem lösen — NEIN! Ich oder Du bist ja nicht seine Mutter. (Natürlich muss gesagt werden, ER verlangt ja nicht, dass wir Seine Probleme lösen, aber ganz angenehm ist es natürlich schon!)

Ich kann jetzt nur MEINE Vorgehensweise schildern (und die ist sicher nicht das Universal Rezept). Überlegt mal wie ihr „VOR IHM“ wart? Was habt ihr getan, und was habt ihr in der Zeit mit IHM vernachlässigt? Lasst das wieder aufleben! Stellt EUCH in den MITTELPUNKT Eures Lebens. Versteht mich bitte nicht falsch–Die Liebe zu einem Menschen –die bleibt, und man kann sich auch nicht vorstellen ohne IHN zu sein, aber man sollte hin und wieder nicht vergessen, dass man nicht die ganze Last eines Problems auf sich laden sollte.

„Liegt es an mir“? – Nein! Er soll sich das Tampon aus dem Arsch ziehen, und sich mal ganz genau überlegen, was er an euch hat, und vor allem wenn DU ganz genau weißt was DU WERT bist, dann wird er diesen Wert auch erkennen, und wenn er das nicht tut – ja dann ist das SEIN Problem, und mach es ja nicht zu DEINEM.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und (nur abschnittweise) P.

 

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