Liebesbrief an 2017

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Musikuntermalung zum Abschied 2017 

https://extremunlimited.com/wp-content/uploads/2017/12/sc3b6hne-mannheims-das-hat-die-welt-noch-nicht-gesehen-official-video.wav  

(sollte man sich dazu anhören!)

Liebes Jahr 2017!

Da heute Dein letzter Tag ist, ist es an der Zeit Dir einige Dinge – die ich verabsäumt habe Dir im Laufe Deiner Tage (aus was für Gründen auch immer) zu sagen. Es ist wichtig für mich, diese Dinge mal auszusprechen, denn ich möchte das neue Jahr 2018 unbelastet und frei von negativen angehen.

Ich danke Dir für 365 Tage die ausgefüllt waren. Ausgefüllt mit Lachen, Liebe und auch Gemeinsamkeiten. Deine Tage im neuen Jahr begannen mit neuen Ideen und Projekten, die wir beide voller Tatendrang umsetzten. Wir sprühten beide über voller Energie und Enthusiasmus. Wir beide konnten die Welt erobern,wenn wir wollten, davon waren wir überzeugt – und wir taten es auch. Wir gingen die Dinge immer in Absprache an, und kein Gedanke blieb unausgesprochen. Je mehr wir unsere Gedanken miteinander teilten, desto enger wuchsen wir zusammen. Unsere Tage waren auch stressig und hektisch, aber Du hast mich mit deinen Tagen auch über diese Zeiten getragen.

Deine Tage im Februar allerdings – das muss ich dir sagen – haben mich geschwächt und verletzt. Du warst fordernd und auslaugend, und ich musste flüchten vor Dir, aber wie es halt so ist für ein Jahr das noch so jung war, hast Du mich eingeholt und auch zurückgeholt. Du hast mir in stillen Stunden  -wenn wir beide für uns waren – wieder die Zuversicht gegeben, die ich so dringend gebraucht habe. Du hast nicht gelogen, Du hast dich an alle Versprechen gehalten. Wir lernten uns fast neu kennen, und wir waren enger miteinander verwoben als vorher.

Du hast mich mit deinen Tagen, deinen Sonnenschein, und deiner warmer Luft des Frühlings eingehüllt in einen Mantel der Sicherheit. Den Sommer den Du mir geschenkt hast war der Schönste Sommer meines Lebens. Wir entdeckten sogar ein gemeinsames Lied, dass wir bis zum heutigen letzten tag deines Daseins immer wieder spielten. Du bist mit mir durch Gegenden gefahren, wo kein Mensch wohnt, und das wir als „unseren“ Ort bezeichneten. Du konntest Ausfahrten so gestalten als wären wir auf Urlaub, und für uns sollte dieser Urlaub auch nicht enden. Wir hatten Zeit noch mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken, als wir ohne hin schon hatten.

Der Herbst kam immer näher, und Du hast mir gezeigt dass die Bäume nicht ewig im saftigen Grün stehen. Du wurdest kühler, und die leichte Brise der Kühle wurde zur Kälte. Je wärmer ich mich einpackte, desto kälter wurdest du. Selbst wenn du die Sonne hast scheinen lassen, und die Farben des Herbstes sich darin gespiegelt haben, war es kalt. Es gab keine Ausfahrten mehr, keine Träume und keine Gemeinsamkeiten. Ich bat und bettelte um ein wenig Wärme die auf mich abstrahlt, aber alle meine Bitten wurden ignoriert. Ich wehrte mich gegen dich und deine Jahreszeitenstimmung, ich lehnte mich auf gegen den eisigen Wind den du mir immer wieder ins Gesicht gepeitscht hast. Dann kam das was kommen musste.

Ich wurde müde, und immer müder. Vielleicht so wie Du auch im Winter. Müde vom Jahr. Erschöpft vom tun und machen. Du hattest deine Aufgaben, und ich ebenso. Du und ich – wir haben uns verloren in deinen Tagen. Es gab keine Pläne und Projekte und Träume mehr miteinander. Wir redeten nicht mehr miteinander. Du hast deine gezählten Tage versucht irgendwie über die „Bühne zu bringen“. Ich war nur mehr Statist in deinen letzten Tagen und Stunden. Und dann – irgendwie hast du mich doch noch in eine warme Decke gewickelt mich umschlungen, und mir gezeigt, dass die vergangenen 365 Tage mit Dir als Jahr 2017 wundervoll waren. Ich danke Dir, aber jetzt heißt es Abschied nehmen. So schwer es mir auch fällt, so weh es mir auch tut, aber eines kannst Du Dir sicher sein- ich werde Dich NIEMALS vergessen.

Prosit Neujahr 2018 

2 Gedanken zu „Liebesbrief an 2017

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