Dunkle Erotik

 

 

30.11.2017

Orgasmuskontrolle!

Im Bereich von BDSM spielt sich sehr viel über verbale Anweisungen ab. Mit klar definierten Anweisungen. Das ist gut, und macht mich als devoten Part immer sehr sicher. Es ist unmissverständlich. Leg Dich hin, bücke Dich, spreize die Beine, usw. Diese kurzen, knappen Ansagen machen nicht nur sicher sondern steigern natürlich auch das Verlangen. Bei der Kontrolle meines Orgasmus läuft es eigentlich genauso, nur mit dem kleinen Unterschied, dass alleine die Anweisung im nötig strengen Ton „Du kommst erst dann wenn ich es dir erlaube“, sich mein Becken wie von alleine zusammenzieht, und ich es einfach nicht aufhalten kann. Dies hat natürlich zur Folge, dass ich auch für mein Ungehorsam dementsprechend bestraft werde.

Die skeptische Leserin unter Euch wird natürlich jetzt annehmen, dass diese Bestrafung bewusst von mir herbei geführt wird. Nein! Aber das Verbot zu kommen, wenn die Lust so groß wird, stachelt es nur noch mehr an. Um das geht es auch bei der Orgasmuskontrolle. Dies kann bis zur Keuschhaltung führen. Aber der Reihe nach. Wie erkennt Mann eigentlich wenn ein Orgasmus bei einer Frau im anrollen ist. Da gibt es einige Möglichkeiten:

  • Zum einen kann man einen Finger auf den Muttermund der Frau legen um zu bemerken, dass dieser stark anfängt zu kontrahieren. Dies ist aber bei manchen Frauen nicht so leicht zu spüren, und darum funktioniert bei Frauen und Männern die Methode einen Finger zwischen Anus und Scheide bzw und Hoden zu legen. Dort spürt man nämlich den Orgasmus wenn er im anrollen ist. Wenn man an dieser Stelle ein „zucken“ bemerkt, sollte man die Stimulation sofort einstellen.
  • Wenn man bei Dir den sogenannten Point-of-no-return noch nicht erreicht hat, dann kann man auch durch Zuführung von Schmerz (Nippelklemmen, leichte Schläge auf die inneren Oberschenkel) den Orgasmus verzögern.
  • Bei Frauen (und natürlich auch bei Männern), kann man den Orgasmus auch völlig ruinieren, indem man zwar den devoten Teil kommen lässt, der oder diejenige aber keine Befriedigung erlangt. Dies kann ebenfalls durch einen plötzlichen Lustschmerz herbeiführen, oder bei Frauen funktioniert es auch dadurch, dass man den Schaft der Klitoris mit Daumen und Zeigefinger zusammendrückt.
  • Man kann den devoten Teil auch damit dominieren, indem man ihn in einer angenehmen Position fesselt, und die Sub immer wieder stimuliert, und dann abrupt damit aufhört, allerdings ihn weiterhin anderwertig erregt. Diese Handlung nennt man Cum Control. Wenn man diese Variante der Orgasmuskontrolle als Spielart wählt, kann es auch zum spontanen Orgasmus kommen, der eine enorme Gefühlswelle in einen auslöst. Er wird von vielen Praktizierenden als der intensivste Orgasmus beschrieben.

Wir haben mit der Orgasmuskontrolle  begonnen, und uns langsam an die verschiedenen Varianten heran getastet, und wir haben auch ausprobiert, die Kontrolle über den Orgasmus ins alltägliche Leben hin und wieder einfließen zu lassen. Wenn mir P. zum Beispiel per Whats App oder auch telefonisch den „Auftrag“ gibt mich zu befriedigen, und dann per Telefon während ich es mir gerade mache sagt „STOP“, und jetzt „hör auf, und warte darauf, bis ich mich wieder melde, und dir sage wann du weiter machen darfst“, hat das einen Erregungsfaktor der nicht zu unterschätzen ist. Die Spannung auf das erneute Klingeln des Telefons,  das Bedürfnis zu haben es sich einfach weiter selbst zu befriedigen, und auch dieses hin und her gerissen sein zwischen Ungehorsam und Geilheit.

Diese Spiel kann wunderbar als „Vorspiel“ genutzt werden, es hält die Erregung mehr als aufrecht, und man kann ein wenig die eigene Devotheit im Alltag mit erleben. Ich finde diese Art mehr als geil und aufregend. Aber ich gebe zu, manchmal (aber wirklich nur manchmal 😉 ), bin ich absichtlich ungehorsam, denn die Bestrafung für einen nicht erlaubten Orgasmus kann auch Lust bereiten.

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

 

16.11.2017

Die dunkle Seite von BDSM!

Wir haben uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt, und das „dunkle“ meinen wir heute mal nicht erotisch. Wir haben in den letzten Wochen BDSM immer als positive sexuelle Praktik hervorgehoben, aber natürlich dort wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten. Es fängt schon damit an, dass man nicht so einfach einen passenden Partner für BDSM findet, und mit dem man auch dann kompatibel ist, und natürlich auch Gefühle hat (wenn daraus eine Beziehung werden soll).  Wie Du ja schon öfters bei uns gelesen hast , gibt es auch beim BDSM viele Abstufungen und Variationen. 

Viele Menschen glauben noch immer (entweder aus Unwissenheit oder aber auch aus Desinteresse) BDSM Beziehungen bestehen aus „Schläge austeilen“ (Zitat), und auch jemand „der es sich gefallen lässt“. Das ist von der Realität weit entfernt. Die Menschen die BDSM leben, laufen nicht den ganzen Tag in Lack und Leder herum, und denken auch nicht daran so in den Supermarkt einkaufen zu gehen. Eben weil es noch schwieriger ist ein Pendant zu finden, geht man mit viel mehr Umsicht vor, wenn man auf der Suche ist nach einer Beziehung. Denn hier ist Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit noch wichtiger, und für diese Praktik existenziell notwendig.

Nur was passiert, wenn man vielleicht sexuelle kompatibel, fast süchtig wird nach diesem Gefühl des „angekommen seins“, aber die zwischenmenschlichen Dinge ungleich sind? Ein Beispiel aus meinen Freundeskreis zeigt das vielleicht deutlicher. Zwei Menschen lernen sich kennen. SIE – sehr taff in leitender Position, geschieden, Kinder, sehr selbstständig, und nicht so schnell emotional zu berühren. ER – taff, eloquent, charismatisch, beeindruckend, nett. Sie verabreden sich, stellen schnell Gemeinsamkeiten fest, und nach einigen Dates kommt es zum Sex und zu BDSM. Sie wollte schon immer einen dominanten Mann (und nicht nur einen der so tut als sei er dominant), der weiß was er tut, und wie er es tut. Sie wollte schon immer den Kopf ausschalten können mit dem nötigen Vertrauen und dem Gefühl der Sicherheit.

Es stimmte alles, der Sex und das BDSM, das Vertrauen, die Sicherheit. Warum ich Sex und BDSM immer extra erwähne? – Weil es die Session gibt, und es gibt den „normalen“ Sex. In diesem Fall gab es beides und es war GRANDIOS. So weit – So gut! Es gefiel beiden Parteien gut (zumindest nach den Schilderungen von IHR), und ab dem nächsten Tag, nach diesem prägenden Erlebnis, meldete er sich spärlich bis gar nicht. Wenn man aber als Frau im Regelfall sehr schwer Emotion spürt, und dann aber plötzlich davon geflutet wird, die auch anhalten und bleiben, dann fängt es an verdammt weh zu tun (und das leider nicht erotisch). Man hat mehr als Liebeskummer. Es verursacht nicht nur ständiges denken (war es für ihn doch nicht so toll?, bilde ich mir das alles nur ein?, was ist wenn er mich nicht mehr will als Sub?, war ich zu ungeschickt?………), sondern man hat das Gefühl wirklich wie einen „Entzug“ zu durchleben.

Endlich hat man DENJENIGEN gefunden, und ER ist es – in allen Belangen (abgesehen jetzt mal davon, dass man sich sehr wohl auch im Alltag kennen lernen muss, denn das ist genauso wie bei allen anderen Partnerschaften). Doch plötzlich verspürt man etwas was einen Angst macht: Unsicherheit, Unwohlsein, Leere. Eine Leere die in einem hoch steigt, und die man nicht ausfüllen kann. Egal wie viel Zeit vergeht, oder was man auch versucht – ER bleibt präsent. Falls jetzt Du auf die Idee kommen solltest zu sagen „Na, da suchst Du dir halt einen Anderen“, dann hast Du dieses Feeling noch nicht erlebt. Auch hundert andere Männer können diesen nicht ersetzen, denn er hatte etwas was man leider nicht beschreiben kann.

Ob es die Präsenz ist, oder die Eloquenz, oder das Aussehen, wie er riecht oder spricht wenn er dich fesselt, oder züchtigt, – Du kannst es nicht auf irgend einen Punkt festmachen. Es ist ein Gesamtpaket – ER ist ein GESAMTPAKET. Eine selbstbewusste, taffe, und selbstständige Frau wird unerwartet emotional instabil. Sollte der Dominante Teil einer solchen Bindung nicht auch die Verantwortung übernehmen, dass sich seine Sub wohlfühlt und vor allem SICHER? Warum ist es aber dann so, dass eine SUB unsicherer wird, als sie jemals vorher in ihrem Leben war? Ist man daran selber schuld? Hat man zuviel hinein interpretiert?

Wir sagen – NEIN! Man hat losgelassen, im intimsten und verwundbarsten Moment, und man wurde dabei nicht verletzt oder enttäuscht. Das alleine kann die eigene Welt schon auf den Kopf stellen. Wenn aber die Welt für uns auf den Kopf gestellt bleibt, und er diese Emotion nicht erkennt und nicht darauf eingeht, dann ist er für unser dafürhalten noch nicht reif dafür ein Dom zu sein. Ein Dom sollte sprach gewandt genug sein, um zu sagen was er will, sich wünscht und auch vorstellt. Wenn er das nicht kann, dann sollte er es bleiben lassen.

Bis dahin alles L(H)iebe

 

Eure C. und P.

 

 

 

 

9.11.2017

Baumarkt – Wir kommen!

Nachdem mich gestern eine liebe Freundin darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Trailer des dritten Teiles von Shades of Grey bereits im Internet ist, und der Film im Februar 2018 in die Kinos kommt, war mein erster Gedanke – ah ja, Umsatzsteigerung in den Baumärkten! Seit der erste Teil in die Kinos kam, stieg der Umsatz für Kabelbinder und Seile rapide an. Ich frage mich ja manchmal, ob sich ein Baumarktverkäufer (falls man denn einen mal findet), nicht jedesmal wenn man ihn fragt wo denn die Kabelbinder, Ketten oder Seile zu finden sind, im Hinterkopf die Frage geistert „Umbau oder Sex“? Die Autorin der Erfolgsgeschichte hat sich sicher auch nicht gedacht, dass so eine kleine Szene im ersten Teil so einen Hype auslösen kann. Aber ist wirklich alles aus dem Baumarkt als Sexspielzeug geeignet?

Wir haben einiges getestet, und sind der Meinung – Nein. Nicht alles ist geeignet dafür. Wir wollen Dir einige Beispiele nennen, die wir für gut befinden, und die in Sexshop um teures Geld angeboten werden.

Seile: Kann man meterweise im Baumarkt kaufen, und sind sehr günstig zu erwerben. Man sollte aber darauf achten, dass sie aus Baumwolle oder anderen Naturmaterial ist. Auf gar keinen Fall solltest du Seile aus Plastik oder Kunststoff verwenden. Die schneiden beim fesseln unangenehm ein, und können auch gefährlich werden, denn z.Bsp. Wäscheleinen aus Plastik sind zwar kostengünstig, aber zu dünn, und können die Haut richtig gehend „aufschneiden“.

Gepäcksgurt: Die Gurte die man normalerweise für Große Reisekoffer zum verschnüren verwendet sind ausgezeichnet geeignet, um den Partner zu fesseln bzw sich selber fesseln zu lassen. Sie sind zwar aus Kunststoff, sind aber breit genug, um sich keine Verletzungen zuzuziehen. Das Einzige auf was man achten sollte, ist ob die Kanten des Bandes „weich“ genug sind. Die Billigware aus dem 1€ Shop sind oft so schlecht vernäht, dass die Naht Kante so scharf ist wie eine Rasierklinge. Hände weg davon.

Kabelbinder: Wir halten davon gar nichts. Zu dünn, aus Plastik, und wenn es schnell gehen soll, sind sie wahnsinnig schwer wieder aufzuschneiden. Da sollte man wirklich schöne breite Klett Manschetten (ca. 10€ im Sexshop) investieren. Wir waren von den Manschetten deswegen so begeistert, weil sie angenehm zu tragen sind, verstellbar sind, und wirklich gut halten. Auch nach mehrmaligen benützen, halten die Klettverschlüsse noch immer sehr gut. Oft gibt es sie für Hand,- und Fußgelenken, und die man auch miteinander verbinden kann 😉 .

Handschellen: Wenn es jemand etwas „kühler“ haben möchte kann auch auf die klassischen Handschellen zurückgreifen, aber auch da gibt es massive Qualitätsunterschiede. Lass die Finger von Billigware, denn hier leiert das Schloss rasch aus, oder lässt sich nur mehr schwer öffnen. (Wie peinlich muss es da wohl sein, die Feuerwehr wegen so etwas zu rufen. Ein lieber Freund von mir ist bei der Feuerwehr – O mein Gott – ich will diesen Gedanken gar nicht weiterknüpfen). Hier kannst Du aber sehr wohl im Baumarkt ein sehr gutes Equivalent in Form von Stahlketten und Karabinern. Diese lassen sich an das jeweilige Hand oder Fußgelenk in der Größe anpassen, und mit den Karabinern schnell schließen und öffnen.

Andreaskreuz: Der Klassiker unter den BDSM Fixierungen. Auch hier braucht man nicht auf den teuren Versandhandel zurück zu greifen, sondern kann sich das aus guten Holz selber bauen. Außerdem finden wir, dass es ein sehr schöner Wandschmuck im Schlafzimmer ist ;). Wir haben eine tolle Seite gefunden wo eine genaue DIY Anleitung zu finden ist. Hier findet ihr die Anleitung:  Andreaskreuz

Flogger: Auch hier gibt es teure Varianten aus den einschlägigen Internetseiten, aber auch eine etwas günstigere Alternative. Man kann sich Flogger auch selber herstellen. Flogger sind als Einstieg sehr gut geeignet. Sie sind weicher, hinterlassen ein leichtes brennendes Gefühl, und man kann sie auch zum streicheln verwenden, oder aber auch für etwas härtere Schläge. Wir haben hier eine wunderbare Anleitung gefunden, die wirklich schnell selber herzustellen ist. Flogger selbst gemacht

Fixierung: Wenn jemand jetzt noch eine Steigerung der Bewegungsunfähigkeit anstrebt, der kann sich auch eine Spreizstange selbst bauen. Auch hier haben wir eine Anleitung gefunden, wo alle Materialen aus dem Baumarkt oder auch von IKEA (ja meine Herren, also nie wieder maulen wenn die Frau zum Ikea fahren möchte – könnte von Vorteil für Euch sein 🙂 ) zu bekommen sind. Auch hier gibt es die „Bauanleitung“ hier Spreizstange

Spieltisch: Über die Macht des Tisches haben wir ja schon mal einen ausführlichen Beitrag auf dieser Seite gebracht. Auch da braucht man nicht den Tisch verwenden wo die Schwiegereltern am Sonntag Kaffee und Kuchen zu sich nehmen (wir denken auch, dass das nicht so toll für das Kopfkino wäre), aber wenn Du die Möglichkeit hast einen kleinen Teil deiner Wohnung oder deines Hauses frei zu machen um einen massiven Holztisch (gibt es tolle am Flohmarkt) aufzustellen, dann kannst du ihn mit Ringen und Seilen aus dem Baumarkt wunderbar ausstatten.

Du siehst also, es gibt einige Dinge die man günstig aus dem Baumarkt ummodifizieren kann, aber auch Sachen von denen man besser die Finger lässt weil sie nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich werden können. Also kannst Du dich das nächste mal wenn Du durch den Baumarkt gehst ruhig mal fragen, „Bastelst Du noch, oder schlägst Du schon?“ 😉

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

2.11.2017

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Die Geschichte der O

Die selbstbestimmte Abhängigkeit

Wir haben in letzter Zeit immer öfters von diversen Seiten gelesen und gehört, dass die Frauen „gezwungen“ werden, den immer stärker werdenden Trend zum BDSM zu unterwerfen, vor allem aber weil es den Männern gefällt. Ich als Frau kann da nur dazu sagen – was ist das für ein Blödsinn? Keine Frau, die genügend Selbstbewusstsein besitzt, wird sich zu etwas zwingen zu lassen (vor allem in diesem Bereich), dass sie nicht möchte oder sogar ablehnt. Bei der heutigen Gesetzeslage wäre da sogar der Ehemann strafbar zu machen. Auf diese sexuelle Praktik lässt man sich nur ein, wenn man das wirklich möchte, oder wenn man noch nie daran gedacht hat, und es mit dem Partner einmal ausprobiert, und sich dann – bei Gefallen – langsam steigert.

Natürlich wird kaum eine Frau (oder auch Mann) sich von heute auf morgen dazu entschließen, sich nackt an einen Tisch binden zu lassen, um sich mit Brustwarzenklemmen , und Anweisungen wie „Du wirst nur das tun was ich Dir sage“ beglücken zu lassen. Also wenn mir das ein Mann vorgeschlagen hätte vor einigen Jahren, hätte ich ihm gesagt er soll doch bitte die Türe von außen schließen. So eine freiwillige Abhängigkeit entsteht nicht mit jeden Partner, und basiert vor allem auf Vertrauen, und das Gefühl von Sicherheit. Diese Form der Abhängigkeit wird von Teilen der Gesellschaft oft in einem völlig falschen Licht gesehen. Es gibt BDSM Beziehungen die auf eine 24/7 Regelung hinauslaufen. Das bedeutet soviel, dass beide Teile auch im alltäglichen Leben die Dominanz und auch die Devotheit leben.(also 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche).

Wir kennen so eine 24/7 Verbindung nicht persönlich, aber wir kennen Pärchen, die entweder diese Neigung der Dominanz oder der Devotheit immer schon in sich spürten, aber nie auslebten, aber auch Paare, die sich „ausprobierten“ oder „zufällig“ in die Welt des BDSM hinein gewachsen sind. Keiner der beiden Teile wird dabei zu nichts gezwungen, und das was man dabei immer außer Acht lässt, dass auch der dominante Part in eine Abhängigkeit gleitet. Er (oder auch Sie) braucht ja das devote Pendant, um die Sexualität zu leben. Es geht nicht ohne den anderen. Da bedeutet aber nicht – so wie bei mir – das ich  entmündigt bin. Ich entscheide trotzdem für mich selber, treffe mich trotzdem wann und wo ich will mit Freunden, und bin im Job selbstbewusst. Meine Sexualität spiegelt ja nicht mein ganzes Leben, sondern ist nur ein Teil davon.

Ich schenke meinen Partner über einen gewissen Zeitraum meinen Willen, meinen Körper und ein Stück meiner Seele. Er schenkt mir dafür uneingeschränkte Aufmerksamkeit, er übernimmt für und über mich die Verantwortung, und er sorgt dafür das es mir gut geht, dass ich mich wohl und sicher fühlen kann, und mich dabei meiner Lust in vollen Zügen hingeben kann, ohne mich um seine Befriedigung kümmern zu müssen,  denn ich bin als Ganzheit die Befriedigung für ihn. Diese Beschreibung, die ich hier wiedergebe, die kommt nicht von mir. Diese Formulierung hat P. mal gemacht (obwohl er ja normalerweise nicht der Mann der großen Worte ist) , und ich muss sagen, dass war für mich die schönste Liebeserklärung. Denn als Ganzes die Befriedigung für einen Mann zu sein, was kann für eine Frau schöner sein.

Ich liebe meine sexuelle freiwillige Abhängigkeit, und ich würde sie auch nicht mehr aufgeben wollen. Jeder der jetzt noch behauptet, ich oder eine andere Frau mit der gleichen Ansicht wird zu BDSM gezwungen, ja- diesem Menschen ist jetzt auch nicht mehr zu helfen.

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

26.10.2017

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Quelle: www.google.at

Interview mit einem DOM! 

Ein sehr netter Kollege der selbst einen Blog über BDSM betreibt, hat sich bereit erklärt uns sehr kurzfristig ein Interview zu gewähren, und Fragen zu beantworten, wo man die Antworten sicher noch nicht kennt. Wenn Ihr Euch mal seinen Blog ansehen möchtet, der wirklich zu empfehlen ist, dann schaut mal auf :

Father Dominus

Und jetzt wünschen wir euch viel Vergnügen beim lesen:

.) Wann hast du gemerkt, dass du dominant bist und das in deine Sexualität übergreift?

Das ist wohl in zwei Stufen erfolgt. Die ersten Gedanken und Fantasien in diese Richtung hatte ich im pubertären Alter, ich muss damals so 14-15 gewesen sein. Damals war mir BDSM natürlich noch kein Begriff. Es war ja auch zu einer Zeit, wo „Eis am Stiel“ ja schon fast als Porno galt und wo man sich „echte“ Ware noch als Raubkopie über den Klassenkollegen beschaffte, der zwei Videorekorder daheim hatte.
Meine Eltern nahmen sich nicht sehr viel Zeit, mit mir über Sexualität zu sprechen, ich wurde durch Dolly Buster und Theresa Orlowski aufgeklärt. Mein Sexleben war sehr lange 08/15. Ich war zwar immer Nahe an der Fetischszene unterwegs, da ich als Jugendlicher in der Alternativen und Goth-Szene unterwegs war, aber auf mein Sexleben hat sich das nicht wirklich ausgewirkt. Ich hatte auch recht spät mein erstes Mal, mit 23. Chancen waren zwar vorher schon da, aber entweder war ich selbst zu naiv und habe es nicht kapiert oder ich wollte es nicht in einem One-Night-Stand erleben.

Ich hatte dann auch längere Beziehungen, aus meiner eigenen Sicht war ich aber nicht richtig gut im Bett. Ich bin ein Kopfmensch. Das heißt, ich tue mir schwer, mich fallen zu lassen. Ich habe mich auch immer sehr auf meine Partnerin konzentriert, dadurch das fallen lassen weiter erschwert. So ist das nichts Wirkliches geworden.

Gegen Ende 20 habe ich meine jetzige Frau kennen gelernt. Von ihr wusste ich, dass sie sowohl Bisexuell ist, als auch SM sehr erregend fand. Ich konnte damit aber überhaupt nichts anfangen, denn es widersprach meiner Erziehung und auch meinem linken Gedankengut. Wir probierten es zwar, aber für mich war das sehr…schwierig. Vom Charakter her bin ich immer schon ein sehr dominanter Mensch gewesen, allerdings habe ich gelernt diese Dominanz gezielt einzusetzen. Meinen Vorgesetzten sehen mich eher als hartnäckigen Diplomaten, der manchmal allerdings ziemlich laut werden kann, wenn es nötig ist.

Wir bekamen dann Kinder, dadurch veränderte sich unsere Beziehung sehr. Sie wurde recht „gewöhnlich“ und wenig romantisch. Sex hatten wir nicht mehr so oft, das lag an mir, da ich mich in meinem Körper nicht wohl fühlte und mir der Sex eigentlich auch keinen richtigen Spaß machte. Meine Frau lernte dann (über ein Mütterforum im Internet) jemanden kennen. Diese Frau weckte schnell Interesse bei ihr und ich wurde bald eifersüchtig. Mir war klar, dass sie eine Gefahr für meine Beziehung darstellte.

Aus dem was mir meine Frau erzählte, lebte sie polyamor und war in der SM Szene. Da läuteten damals alle Alarmglocken. Es gab dann einmal einen entscheidenden Moment, wo ich wieder die Initiative ergriff, weil ich bereits erkannte, dass ich entweder handeln musste, oder alles verlieren würde. Daraus ergaben sich viele Gespräche über unsere Bedürfnisse im Leben und beim Sex. Ich begann auch sehr viel mit ihrer Bekannten zu reden. Da wir viele Gemeinsamkeiten haben, wurden wir schnell Freunde.

Über ihre Erfahrung und Erzählungen begann ich über die eigene Sexualität zu reflektieren und mir fielen wieder die Fantasien meiner Jugend ein. Mit diesem Rückhalt begannen wir zu experimentieren.

Bei einer Geburtstagsfeier unserer Freundin hatte ich dann den ersten richtigen Kontakt zu SM. Die Feier war in einem Studio, die Gäste alle entsprechend und es war sehr interessant, bei einigen Dingen zuzusehen. Das Geburtstagskind als lebende Pinata, eine Shibari Vorführung (Shibari). Als wir dann in der Nacht noch nach Hause gefahren sind, hatten wir im Auto und an einem Platz am Waldrand noch viel Spaß 😉 Seitdem hat sich unsere Welt ziemlich verändert und ich bin mir sicher, es gibt einige in meinem Umfeld die neidisch wären, wüssten sie über mein Sexleben Bescheid, sowohl was Qualität als auch Quantität angeht.

Inzwischen sind wir ja nicht nur dem BDSM zu getan,  sondern leben polyamour.

.) Wann hattest du deine erste Erfahrung in einer Session, und was war das für dich für ein Gefühl?

Ich bin langsam Schritt für Schritt hinein gewachsen. Wir haben gemeinsam experimentiert und es ist immer mehr Teil des Sexlebens geworden. Eine „erste“ richtige Session gab es also nicht. Aber es gab immer wieder einmal neue Grenzen die wir überschritten haben. Das ist ein sehr großer Adrenalinkick bei mir. Ich erreiche einen Punkt, bei dem mein Hirn abschaltet und ich ganz aufgehe. Wenn ich diesen Zustand habe, dann gelingt es mir auch, meine Partnerin in sehr kurzer Zeit ebenfalls in den „Subspace“ zu bringen.

.) Wenn man jetzt Dom ist, und Single und aber eine feste Beziehung anstrebt, wie schwer ist es dann eine Partnerin zu finden?

Ich denke, das ist wie bei jedem anderen Menschen. Ich habe vor einigen Monaten aktiv eine weitere Partnerin gesucht, ohne mich auf den BDSM Teil zu konzentrieren. Da habe ich meine Liebste kennen gelernt, ohne anzusprechen, dass ich noch einen „dunklen“ Part habe. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass sie zufällig genau ebenso der richtige Gegenpart ist. Derzeit lebe ich also in einer ziemlich großen Poly-SM-Familie 😉

Ich muss von großem Glück sprechen, dass ich meine Frau habe und dass es für beide perfekt passt. So etwas ist nicht leicht zu finden. Wir haben gemeinsam so viele Entwicklungsschritte gemacht, nicht viele Beziehungen überstehen das.

.) Wäre es für dich ein großes Problem, wenn du jemanden kennenlernst, und diejenige nur auf Blümchensex steht?

 Nein. Ich bin auch ganz gut in Blümchensex. Außerdem denke ich, dass in jedem Menschen ein „wilder“ Teil steckt. Und wilder Blümchensex ist auch gut 😉 Aber die Erfahrung sagt mir, dass mich solche Frauen sowieso nicht sehr anziehend finden. Eine Bekannte, der ich erzählt habe, wie ich drauf bin meinte mal: „Ach, das weiß ich doch eh schon lange…das sieht man dir sofort an.“ Dabei bin ich körperlich jetzt kein besonders „männlicher“ Typ.

.) Wie hoch ist die Verantwortung die man als Dom hat, auf was muss man achten?

 Ich vergleiche das mit einem Bergführer. Er trägt Sorge, dass der richtige Weg genommen wird und das seine Seilschaft mitkommt, niemand zurückbleibt, oder gar abstürzt. Und oben freuen sich dann alle über das Hochgefühl am Gipfel.

Als dominanter Part hat man nicht nur die Kontrolle über eine Person, sondern eben auch die Verantwortung, die Grenzen nur soweit zu erreichen und zu überschreiten, dass es für den Gegenpart gut ist. Wenn man mal wo landet, wo das Safeword gebraucht wird, hat man eigentlich schon was falsch gemacht.

Man muss ja auch bedenken, dass vor dem Gesetz BDSM als Körperverletzung gilt. Da ist es in Deutschland besser, da gibt es eine konsensuale Ausnahme. In Österreich ist es immer Körperverletzung, auch wenn beide Parts schriftlich einwilligen würden. Es gibt aber auch keine politische Lobby, die sich hier einsetzen würde. Ich glaube, deswegen passiert in Österreich auch sehr viel in den „Kellern“ der Nation.

Genau deswegen sind Vereine wie die Libertine (https://de.wikipedia.org/wiki/Libertine_Wien) so wichtig für uns, da sie diese Spielart der Sexualität aus dem Dunklen an die Öffentlichkeit bringt.

.) Gibt es auch Dinge die ein Dom nicht tut, auch wenn es die Sub wünscht?

Die Sub hat nichts zu „wünschen“. Sie kann um Dinge bitten und man entscheidet, ob der Gegenpart bereit dafür ist und ob es einem selbst Spaß macht.

Aber genauso wie der devote Part Dinge verweigern kann, darf das der dominante Part auch. Es gibt durchaus Sachen, die ich nicht mache, weil ich weiß, dass sie zu gefährlich sind (Blutflusskontrolle am Hals z.B.) oder die ich selbst noch nicht beherrsche.
Ich habe einige platonische Freundinnen die devot veranlagt sind. Da unterhält man sich schon mal über eine „verhaute“ Session mit jemanden, der in einer Sitzung etwas ausprobiert, was er nicht beherrscht. Viele Dinge muss und kann man üben. Gerade mit Peitschen, Gürteln und ähnlichem sollte man lieber mal trockenüben, bevor man sie in der Session herausholt. Gleiches gilt natürlich auch für Seile.

.) Gibt es auch bei Dom’s „schwarze schafe“?

 Natürlich. Da gibt es schon Menschen, die sich in die BDSM Szene einschleichen, ohne die Hintergründe zu verstehen. Menschen, denen es nur um Gewalt oder Sex geht, ohne die tiefere Komponente zu verstehen. Wir haben im Umfeld unseres Stammtisches immer wieder einmal damit zu tun, dass Neulinge in gefährliche Situationen geraten, weil sie von seltsamen Menschen angesprochen werden, die sie übers Internet kennen gelernt haben.

Jemand, der beim ersten Treffen gleich mal verlangt, dass man ohne Unterwäsche an einem abgelegenen Ort auf einen wartet…Finger weg davon!

Dazu gibt es  halt auch viele „Shades of Grey“ Menschen, die den Film 20 mal gesehen haben und jetzt denken, sie wissen, was BDSM ist. Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren mit dem Thema und würde sagen, ich muss selbst noch viel lernen, nicht nur „handwerklich“. Und dann trifft man immer wieder Menschen, die mit einer Lederpeitsche aus dem Sex-Supermarkt und ein paar Plüschhandschellen am Bettpfosten versuchen, eine „echte“ Sub zu beeindrucken. Das gibt immer herzhafte Lacher bei Stammtischen. J

.) Du betreibst ja selbst einen Blog im BDSM Bereich. Father Dominus

Mein Blog ist eher meine Psychohygiene, die ich vor allem in der Anfangszeit immer wieder brauchte. Ich schrieb darüber, weil ich nur mit sehr wenigen Menschen darüber reden konnte. In meinem Umfeld gibt es nur einige Menschen, die die gesamte Geschichte kenne. Mehr, dass wir polyamor leben, sehr wenige den SM Part. Das liegt auch daran, dass ich ein bunter Hund bin, und aufgrund von ehemalig ehrenamtlichen Engagements und Berufen in der Öffentlichkeit gestanden bin. Alles das habe ich aber sehr stark zurück geschraubt,  und bin fast nur mehr Privatmensch.


.) hast Du Dir deine Sub immer ausgesucht oder wurdest Du auch mal gefunden?

 Ich suche mir meine Partnerinnen sehr genau aus. Grundvoraussetzung ist, dass sie in der Lage sind, mir intellektuell ebenbürtig zu sein, da ich sapiosexuell (Sapiosexualität) bin, und Intelligenz sehr erregend finde.
Wenn kein intelligentes Gespräch zustande kommt, dann geht da auch nicht mehr, nicht einmal für eine schnelle Spielrunde. Je mehr Widerstand ein Mensch leistet, desto größer ist mein Lustgewinn beim Spiel. Mir geht es nicht um Schmerzen, sondern um Führung und Beherrschung – auch wenn Schmerz hier immer wieder eine Rolle spielt. Sowohl meine Frau als meine Liebste sind sehr intelligente Menschen, auch wenn sie von der Art her grundverschieden sind. Da ist der Machtkampf im Bett bzw. im Spiel immer sehr herausfordernd.

.) Und jetzt noch eine Frage die nichts mit dem Thema zu tun hat:
Darf ich Fragen wie alt du bist, was du vom Beruf machst und von wo du kommst?

Ich bin Anfang 40 und arbeite als leitender Angestellter im Vertrieb. Wir leben im Süden von Österreich.

Vielen Dank für das offene Interview, und wir wünschen Dir und deiner Familie alles Gute.
Alles Liebe

 

 

19.10.2017

Ein Interview mit einer SUB

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Ein Interview mit Ophelia, die eine bekennende Sub ist, und sich bereit erklärt hat einige persönliche und auch intime Fragen zu beantworten. Ophelia ist selber Bloggerin (noch dazu eine ganz, ganz Liebe 🙂 ) und hat einen interessanten, aufschlussreichen, und unterhaltsamen Blog aus dem Leben in der BDSM Welt. Sie war so nett, Fragen zu beantworten, über die man sonst nur spekulieren könnte.

My Life in Fur – Mein Weg in den BDSM Kaninchenbau

(Sie berichtet auch in ihrem Blog hervorragend über die letzte Woche veranstaltete VENUS in Berlin)
  • Dürfen wir Dich Fragen wie alt Du bist, wo Du lebst, und was Du von Beruf machst?

Natürlich dürft ihr – ich würde mich nur gern mit dem Antworten ein klein wenig zurückhalten ;). Ich bin 28 Jahre alt und ich lebe einer deutschen Großstadt. In Bezug auf meinen Beruf versuche ich diskret zu sein – so viel vielleicht: ich habe einen Uni-Abschluss und arbeite mit Kindern. Gerade in diesem Bereich kann Sex bzw. erst recht BDSM ein heikles Thema sein. Was ich sagen kann: ich bin sehr gut in meinem Job und im Alltag würde niemand vermuten, was ich an den Wochenenden so treibe… 😉

  • Bist Du gerade in einer festen Beziehung? – und wenn Ja, ist er auch ein Dom?

Nein, ich bin aus Überzeugung nicht in einer festen Beziehung. Zu festen Beziehungen und Monogamie weicht meine Ansicht wohl ein wenig von der Masse ab. 😉 Vielleicht irgendwann, wenn der Mann meines Lebens vor mir steht – aber wenn dann erst in einigen Jahren und definitiv nie monogam.

  • Wann war das Erste Mal, dass Du gemerkt oder gespürt hast devot veranlagt zu sein?

Hm. Vermutlich während der einen richtigen Beziehung, die ich hatte – von 20 bis 24. Er war mein erster Freund und mein erster Sex. Wir hatten von Beginn an tendenziell harten Sex für Vanilla-Verhältnisse, was ich immer schon mochte. Als er irgendwann anfing, mich ein klein wenig zu würgen oder meine Hände zu fesseln, merkte ich, was das Gefühl des Ausgeliefertseins mit mir machte – rückblickend betrachtet hatte ich damals nicht den Hauch einer Ahnung, was dahinter steckte und welche Auswirkung diese Neigung haben würde.

  • Kannst Du unseren Leserinnen einmal genau erklären was eine Sub ist, bzw was von Ihr erwartet wird.

Vorab: ich denke, es gibt so viele Antworten auf diese Frage, wie es Subs gibt. Eine Sub (von submissiv) ist grundlegend einmal der devote Part einer BDSM-Konstellation. Eine Sub (ich schreibe intuitiv über eine weibliche Sub – es gibt natürlich auch männliche) zu sein, kann verschiedene Dinge bedeuten. Das beginnt bei sogenannten 24/7-Beziehungen, in denen auch häufig eher der Begriff „Sklavin“ verwendet wird. Und endet bei….vielleicht bei mir? Ich persönlich zum Beispiel bezeichne mich grundlegend eigentlich nicht als Sub. Im Alltag bin ich alles andere als devot, selbst meinen Spielpartnern gegenüber. Wenn ich mit einem meiner beiden derzeitigen Spielpartner etwas außerhalb einer Session mache, dann erwarte ich, dass ich mit nichts als Respekt behandelt werde und auf Augenhöhe stehe. Sobald jedoch die Stimmung switcht – und das kann immer und überall passieren – kann ich sehr schnell zur Sub werden. Es schaffen nicht viele, aber wenn es einem Mann gelingt, mich zu dominieren, dann kann ich in Sekundenschnelle devot werden und mich vollkommen unterwerfen. Dann liebe ich es, auf die Knie zu gehen, ihm zur Verfügung zu stehen, mich so behandeln zu lassen, wie er es möchte. Um dann – im Anschluss – auf Händen getragen zu werden. Gefragt zu werden, ob es mir gut geht, ich etwas trinken möchte und ob ich bequem liege und schließlich einen sanften Kuss auf die Stirn zu bekommen. Was ich sagen will: Ob eine Sub 24/7 devot ist oder ob sie diesen Teil in sich nur im Rahmen einer abgegrenzten Session auslebt, hängt von der Sub ab.

Was von ihr erwartet wird? Ehrlichkeit und die Fähigkeit zur Kommunikation gehören zur Grundlage. Es ist einem Dom nicht möglich, eine Frau in einem gesunden Maß zu dominieren, wenn er sich nicht darauf verlassen kann, dass sie ehrlich kommuniziert, was für sie geht und was nicht oder ob sie sich wohl fühlt, etc. Wenn Sub vorher sagt, dass Ohrfeigen in Ordnung sind, obwohl das nicht stimmt, der Dom genau das macht und sie dann weinend zusammenbricht, weil sie sich ernsthaft erniedrigt fühlt (sehr überspitzt gesprochen) ist das nicht nur für Sub, sondern auch für den Dom ein wirklich schlechtes Gefühl.

  • Welche Unterschiede hast Du schon erlebt oder kennst Du als Sub? Wir meinen, gibt es da überhaupt Unterschiede, oder Abstufungen?

Definitiv. Das ist das, was ich eben erwähnt habe: kann reichen von 24/7 bis hin zur abgegrenzten Session. Und natürlich auch in der Handhabung; die einen reagieren, wenn man sie Schlampe nennt, die anderen muss man ans Kreuz fesseln und auspeitschen — übertrieben gesagt und mit einem Schmunzeln natürlich 😉 Ich will sagen: es gibt zahlreiche Abstufungen und Unterschiede, so wie keine Sub einer anderen gleicht. Eben so wenig wie man sagen kann „alle Frauen stehen im Bett auf das gleiche“. Feine bis große Unterschiede sind immer da.

  • Sucht man sich als Sub aktiv einen Dom, oder wird man gefunden?

Sehr gute Frage! Ich denke, ein bisschen gefunden werden gehört immer dazu 😉 Ich zum Beispiel suche teilweise aber auch aktiv. Geht beides.

  • Kann es passieren, dass man sich in seinen Dom verliebt, oder gibt es da gar keine Diskussion darüber?

Definitiv. Man kann sich jederzeit in jeden Mann verlieben. Ich kenne auch viele Beziehungen, die aus einer reinen Spielbeziehung entstanden sind. Gilt natürlich für beide Seiten. Bei mir persönlich eher nicht, ich ticke da aber anders als die meisten Frauen. Eine andere Sache ist die Kommunikation: auch das sollte vorher geklärt sein, man redet natürlich – im Idealfall – darüber, ob eine Beziehung gewollt ist oder nicht und was man – im Idealfall – macht, falls es einem von beiden passiert, dass Gefühle entstehen. Ob der Idealfall eingehalten wird, steht auf einem anderen Blatt.

  • Gibt es auch ein NO GO für Dich als Sub?

Klar, einige. Ich habe meine Hard Limits, so wie wohl jede Sub. Die werden kommuniziert, damit nichts schief geht und keine Grenzen überschritten werden. Und unabhängig von den Hard Limits: wenn ich außerhalb vom Sex nicht mit Respekt behandelt werde.

  • Kann ein Dom auch dein Lebenspartner sein?

Für mich persönlich gilt: ich suche und will (zurzeit) keinen Lebenspartner, deshalb steht das für mich nicht zur Debatte. Wenn ich das tun würde, dann ja, definitiv. Wenn ich vielleicht in einigen Jahren an dem Punkt bin, an dem ich mir eine feste Partnerschaft wünsche, dann würde ich sogar eher sagen, dass ein Mann, der nicht in der Lage ist, mich zu dominieren, als Partner gar nicht erst in Frage kommt.

  • Kann eine Sub aus so einer Verbindung aussteigen, oder kann das nur der Dom?

Natürlich!! Immer. SSC ist das internationale, immer gültige Gesetz in diesem Bereich. Safe, sane, consensual. Consensual – einvernehmlich. Sobald einer von beiden aus irgendeinem Grund nicht mehr möchte, wird die Sache beendet.

  • Hast Du es je bereut eine Sub zu sein, oder willst dazwischen auch „normalen“ Kuschelsex?

Bereut nicht. Am Anfang habe ich es nicht verstanden und gedacht, ich sei aufgrund meiner nicht ganz einfachen Vergangenheit irgendwie… kaputt und stehe drauf, mich von Männern schlecht behandeln zu lassen. Dann kam der Punkt, an dem ich angefangen habe, es zu begreifen – ab da hat mich dieser Teil in mir aufblühen lassen. Ich fühle mich selbstsicherer, mit mir, meinem Körper und meiner Sexualität mehr im Reinen als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Ich liebe es, ich würde niemals mehr darauf verzichten wollen. Und ja, ich will durchaus auch mal „normalen“ Sex zwischendurch – aber eben nur zwischendurch 😉 . Kuschelsex nicht wirklich – das dann nur, wenn ich emotional sehr viel näher dran bin. Und auch der „normale“ Sex, den ich hin und wieder habe, darf gern ein wenig härter sein. 😉

  • Was soll ein Dom für Dich als Eigenschaften mitbringen, dass er interessant für Dich ist?

Selbstsicherheit!!! Das ist das A und O. Auch im Alltag, nicht nur beim Sex. Daher rührt dann auch die Dominanz. Ich kann nach einem ersten Gespräch schon sagen, ob ein Mann mich dominieren könnte oder auf keinen Fall. Ansonsten: Attraktiv sollte er schon sein, was auch immer das heißen mag. Älter als ich, wenn möglich einige Jahre mindestens. Intelligenz, Humor und Sympathie – ich will mich auch nach der Session gut unterhalten können und es muss menschlich passen.

 

Zum Abschluss noch einige Fragen die nichts mit Sex zu tun haben

  • Was tust Du gerne in Deiner Freizeit?

Ich bin leidenschaftliche Tänzerin. Mindestens 4mal die Woche gehe ich Salsa tanzen. Ich habe einen großen Hund, der Aufmerksamkeit und Zeit braucht. Ich liebe es, für meine WG zu kochen. Und wenn dann noch eine Stunde übrig ist, versuche ich tatsächlich mal, ein Buch zu lesen.

  • Welche Laster hast Du?

Ach herrje 🙂  Fies. Wo soll ich anfangen? Ich hab sehr viele Ticks, die teilweise aus meiner Vergangenheit kommen – ich schlafe extrem ungern mit jemandem in einem Bett. Wenn es irgendwie möglich ist, stehe ich auch nachts um 5 noch auf und fahre nach Hause, was meinem Gegenüber oft nicht gefällt. Ich kann ein kleiner Kontrollfreak sein . Ich kann bei Dates nichts essen, ich kann sehr stolz und unnachgiebig sein. Und ich fahre immer selbst, um unabhängig zu bleiben – ich hasse es, bei jemandem mitzufahren… Ich MUSS manchmal einfach sarkastisch antworten, obwohl ich vorher schon weiß, dass mein Gegenüber es nicht verstehen wird… Und und und 🙂

  • Auf was möchtest Du in deinem Leben nicht verzichten?

Das Tanzen. Das Ausleben meiner Sexualität. Und ein paar sehr wenige, sehr wichtige Menschen.

 

Vielen Dank Ophelia für Deine Bereitschaft zu diesem sehr intimen Interview. Du bist ein Schatz, dass Du Dich spontan dazu bereit erklärt hast.

Sehr, sehr gern. Falls noch weitere Fragen bestehen oder meine Antworten weitere Fragen aufgeworfen haben – einfach nachhaken. 😉

Nächste Woche haben wir wieder das Vergnügen ein interessantes Gespräch zu führen.

 

12.10.2017

Die Macht des Tisches

Gut, bevor Du jetzt vielleicht annimmst, wir fangen hier an  Möbel zu verkaufen,- NEIN, dass machen wir nicht, aber uns fiel auf, dass bei fast allen BDSM Darstellungen der Tisch eine große Rolle spielt. Wir haben sehr rasch erfahren, dass der Tisch nicht nur zum Mahlzeiten abstellen da ist, aber man kann es natürlich in ein strenges Spiel mit einbinden ;).  Man sieht Frauen wie Männer die auf Tischen liegen und knien, sieht wie sie/er angebunden sind, oder sich darauf wie erstarrt darbieten. Warum hat der Tisch beim BDSM eine  nicht unbedeutende Rolle? P. und ich gingen diesem Phänomen auf den Grund, und probierten natürlich auch selber aus, welche erotische Wirkung ein  Tisch haben kann.

Zuerst stellten wir mal fest, dass der Tisch gut ausgewählt sein sollte. Also bei einem Glastisch hätte ich persönlich immer die Angst, dass das Ding durchkracht, und es hat den Nachteil, dass man nirgends Fesseln, Handschellen oder auch Seile fix montieren kann. Marmortische sind zwar sehr stabil und edel, aber auch auf Dauer sehr hart. Die Gefahr des Wundliegen oder des „Wundkniens“ ist bei dieser Variante sehr hoch ;). Vor allem bei Sessions die lange dauern. Wir halten den Holztisch für die Beste Möglichkeit seine BDSM Phantasien auszuleben. Er ist hart, aber nicht so sehr wie der Marmortisch. Er ist stabil, ist nicht zu kalt, und  – das war für uns der Wichtigste Aspekt –  man konnte alles mögliche darauf montieren. Wir haben hier mal ein Bild als Beispiel für Dich gefunden:

tisch12 (1)
Es ist angerichtet

Bildquelle

Weil Du uns jetzt sicher schon kennst, haben wir natürlich ausprobiert. Für mich war das Gefühl, auf einen Tisch zu liegen bzw drapiert zu werden, schon etwas eigenartig, aber das meine ich nicht negativ, sondern es war eben „anders“. Ich fühlte mich sofort in der Position der Passiven – war aber auch irgendwie klar, denn der Dominante Part steht oder geht ja um den Tisch, ist also schon automatisch in der „höheren“ Position. Es fühlte sich aber nicht unangenehm  an. Der Tisch wurde schnell warm unter meiner Haut, und er war sehr stabil. P. brachte mich in die gewünschte Lage, und diese Aktion war für mich eine Art „Vorspiel“ der Dominanz. Das Zurechtrücken der Arme und Beine, sein streng unterlegter Tonfall, und das doch fast zärtliche Nachfragen ob ich bequem liege, war die ideale „Mischung“ (übrigens, wenn wir im Bett liegen werde ich nie gefragt ob ich genügend Platz habe 😉 – ich sollte nur mehr am Tisch schlafen). 

Er überprüfte die Haken und Ösen, kontrollierte die Ketten (Da würden wir aber eher stabile Lederriemen nehmen, denn die sind geschmeidiger), und fing an mich fest zu binden.  Er machte es langsam, mit Genuss, und auch mit einer gewissen Qual für mich, denn dieses Warten, und auch abwarten auf seinen nächsten Schritt, machte mich mehr als kribbelig, erregt, und hilflos. Aber um das geht es ja auch – der Tisch bzw auf dem Tisch liegen, liefert einen seinen Dom aus. Als ich komplett an Armen und Beinen festgebunden war, kostete P. das sehr aus. Er sagte mir, dass es ihn mehr scharf macht, als wie wenn ich zum Beispiel am Bett festgebunden wäre.  Den Anblick, die für ihn – auch ohne das er mich noch benutzt hatte  – Überlegenheit, erregte ihn. Er sagte mir, dass ich mich nicht bewegen dürfte, strich immer wieder genussvoll mit den Fingern über meinen Körper, und ich wusste nicht, wann der erste Schlag mich trifft.

Ich bemerkte wie meine Atmung immer schneller wurde, und das irritierte mich, denn normalerweise spürte ich diesen hohen Grad der Erregung immer erst viel später bei unseren Spielen. Wir waren aber um eine riesen Erfahrung reicher, denn der TISCH hat auch bei uns eine Macht übernommen.  P. und ich haben beschlossen, dass dieses Utensil in Zukunft eine entscheidende Rolle bei uns einnehmen wird.

Für nächste Woche haben wir die große Freude die außergewöhnliche, und ganz liebe Blogger Kollegin Ophelia im Interview zu haben. Sie ist eine Sub, und sie hat sich bereit erklärt, alle Fragen die wir ihr stellen zu beantworten, denn P. und ich lieben zwar das Spiel der Strenge, aber das Leben einer Sub oder eines Doms ist in einer ganz anderen Liga. Wir stellten uns die Frage:

Wie wird man eigentlich eine Sub?

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

 

 

 

5.10.2017

Die Erotik der Strenge

Wir haben uns gefragt, warum BDSM und die verschiedenen Praktiken immer beliebter in den Schlafzimmern wird? Selbstverständlich haben Bücher, und auch Filme dazu beigetragen, BDSM zum Thema zu machen, und das man auch offen darüber reden kann, ohne sich dafür zu schämen. Wir haben nachgeforscht, und waren erstaunt, dass BDSM bereits seit zirka 1890 besteht. Was früher aber noch als psychische Störung galt, ist heute eine sexuelle Praktik in der Beziehung, denn BDSM ist darauf ausgerichtet, dass man es innerhalb einer Beziehung auslebt, und es immer ein Gegenstück benötigt.

Da kamen wir der Frage nach der Erotik schon ein ganzes Stück näher. Eine Beziehung, die vielleicht seit Jahren besteht, und der Sex schon ein wenig zur Routine geworden ist, benötigt oft einen neuen Impuls. Dieser Impuls kann BDSM sein, muss es aber nicht, denn die Voraussetzung ist hierbei – viel mehr als bei anderen sexuellen Experimenten – Vertrauen, und die Bereitschaft sich auf dieses Spiel einzulassen (von BEIDEN SEITEN!). Aber wir sind heute tiefsinniger und genauer (mehr als sonst  😉 ) in der Betrachtung, und wollen sogar wissen was genau Erotik ist. Da fanden wir eine sehr schöne Bezeichnung dafür. Erotik ist

Die sinnliche Anziehung zweier oder mehrerer Menschen.

Die Gesamtheit der Erotik umfasst die geistige, körperliche und emotionale Liebe und Sinnlichkeit. Wenn wir also den Bogen jetzt wieder zum Sadomasochismus spannen, dann liegt die Erotik darin, sich voll und ganz auf einen Menschen einzulassen (obwohl man vielleicht schon Jahre mit ihm zusammen ist) bzw die volle Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen (dieser aber normalerweise fest im Leben steht). Hierbei geht es nicht um Techniken, Praktiken oder WIE hart man an die Sache herangeht, sondern wir sehen es so, dass hierbei die Grenzen des anderen mehr zu beachten und respektieren sind. Hier kann es ein klares „nein“ für Dinge geben, und dieses „nein“ würde niemand – außer er will seine Beziehung aufs Spiel setzen – missachten.

Es geht um Respekt, Vorsicht, Umsicht und Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber. Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass dies die Schlagwörter dafür sind, warum BDSM immer beliebter wird, und so eine enorme Erotik auf die Menschen ausstrahlt. Es vermittelt einem das Gefühl, sich hierbei wieder mehr miteinander zu beschäftigen, und das es hier nicht um nur irgendwelche neuen Stellungen oder vorübergehendes „prickeln“ in der Beziehung handelt, sondern etwas längerfristiges, Verbindliches ist. Das Band wird enger gezogen (im Wahrsten Sinne des Wortes).

Wir haben uns auch bei den Frauen umgehört die gerne Romane mit BDSM Inhalt lesen, und sie gefragt, warum sie sich darin so „verlieren“ können. Die meisten gaben nicht nur alleine die Erregung während des Lesens an, sondern die Kombination zwischen tiefer Verbundenheit und Erregung. Einige sagten sogar, dass kein Liebesroman diese Zuneigung ausdrücken könnte. Wenn man also in einer Beziehung steht, und sadomasochistische Praktiken „ausprobiert“, dann lernt man sich auf einer anderen Ebene neu kennen, und die Gewohnheiten oder Selbstverständlichkeiten – die man beim Partner kennt – treten für eine bestimmte Zeit in den Hintergrund.

Unsere Erkenntnis im Bezug auf Sadomasochismus wurde durch diesen Beitrag ebenfalls erweitert, denn dass was viele nur als – aus der Langeweile der Beziehung heraus entstandene – sexuelle Praktik ansehen, hat nicht nur etwas mit dem „Machen“ zu tun, sondern mit der Bereitschaft eine Welt zu betreten, die einem dem Partner aus einer anderen Sicht zeigt, und in den man sich sogar dabei nochmal verliebt.

Unser nächster Beitrag hat einen etwas eigenartigen Titel, Du kannst Dich aber darauf freuen, denn da geht es um

Die Macht des Tisches

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

 

28.9.2017

Ich nehme Dir die Luft zum atmen – und Du wirst mich dafür lieben!

Wie immer bei P. und mir rollen wir alles verkehrt auf. Angefangen mit Klapsen auf den Hintern, leichten Schlägen auf die Brust, – und dann (durch Zufall entdeckt) die Atemkontrolle. Für uns war das jetzt nichts besonderes. Einmal probiert und von meiner Seite her für SEHR GUT befunden. Wir haben uns für diesen Beitrag genauer informiert, weil ich selbst nicht verstehen konnte, warum ich es eigentlich so sehr liebe, und dabei dahin schmelze. Ich greife aber schon wieder vor.

Wie meistens bei uns entstand alles durch einen Reflex (wie beim ersten Klaps auf den Arsch). Wir lagen im Bett – entspannt, befriedigt und gesättigt – und P. streichelte mir am Hals entlang. Beim rumalbern, schloss er die Hand um meinen Hals,  und meinte „manchmal könnt ich dich erwürgen, so frech wie Du bist“. Ja, und die Wirkung dieses Griffes verblüffte mich. Ich bekam Gänsehaut, und die Erregung war wie bei einem Lichtschalter auf „an“. Natürlich lief mein Gesicht jetzt nicht blau an, und ich bekam auch keine Atemnot, aber es war trotzdem so ein Gefühl der Hilflosigkeit, und auch eine gewollte Unterwürfigkeit. Wie bei allen Dingen sprachen wir darüber. Warum? Weshalb? Wieso jetzt?

Ich konnte mir dieses Feeling nicht erklären. Also stöberte ich im Internet nach, und verschlang jeden Artikel darüber. Zu aller erst war mal zu lesen, dass es zu einer BDSM Variante gehört die eigentlich erst dann praktiziert wird, wenn man alles andere schon probiert hat. Weiteres war überall zu lesen, dass es zu den gefährlichsten Dingen gehört beim BDSM und uneingeschränktes Vertrauen voraussetzt. Die Frage warum Gasmasken, komplette Latexhauben (ohne Mund oder Nasenöffnung), oder auch schwarze Plastiktüten in Sexshops zu kaufen sind, war uns dann relativ schnell klar. Das war aber sofort klar, dass uns das dann doch etwas zu „Hardcore“ war (Entschuldigung, ich stülpe mir sicher keine Gasmaske über – ich ziehe ja nicht in den Krieg). 

Bei der Variante die wir durch Zufall entdeckt haben (also mit bloßen Händen), lasen wir fast nur negative Berichte. Das es zu gefährlich ist, nicht wirklich kontrollierbar , und die Situation oft entgleist, und jemand zu Schaden kommt. Wir stimmten bei diesen Dingen jetzt nicht uneingeschränkt zu, allerdings eines war für uns ganz klar: Das Vertrauen das muss stimmen. Die zwei Parteien die dieses „Spiel“ treiben müssen sich gut kennen, und aufeinander eingespielt sein. Der aktive Part sollte schon bei der kleinsten Gesichtsveränderung der Partnerin erkennen können wenn es „zu viel“ ist. Das Safeword (bzw. ein Handzeichen) ist in diesem Fall ein MUSS! Wir haben uns darauf geeinigt, als wir die Atemkontrolle bewusst eingesetzt haben, dass es kein Fesseln oder anbinden gibt, denn ich muss die Hände frei bewegen können, um zweimal wo „aufzuklopfen“, dass P. weiß wenn es zu streng wird. (habe ich aber noch nie einsetzen müssen)

Der Aktive Teil trägt enorme Verantwortung, denn er muss nicht nur immer ein Auge auf seine Partnerin werfen, darauf achten wie es ihr geht, sondern er muss auch der Aufforderung des passiven Teils „mehr zu wollen“ widerstehen. Ja du hast richtig gelesen – widerstehen! Die Atemkontrolle hat einen Nebeneffekt. Durch das temporäre abdrücken der Sauerstoffzufuhr zum Gehirns, bildet sich zuviel CO2 im Körper (das man ja normalerweise ausatmet), und das führt zu einem euphorischen Zustand , und die daraus resultierende Erregung (vergleichbar mit Apnoe Tauchen). Man befindet sich in einem Zustand, in der man in dem Glauben ist alles „auszuhalten“. Bei diesen Punkt erkannten wir das Gefährliche an der Atemkontrolle. P. ist dominant und konsequent genug meinen Wunsch nach „mehr“ nicht nach zu kommen. Das ist gut so. 😉

Das Schöne bei der Atemkontrolle ist, dass man dabei die empfindlichste und sensibelste Stelle einer Frau berührt – den Hals. Wenn der aktive Partner der die Atemkontrolle durchführt seine Partnerin kennt, dann spürt er, wann sie es benötigt, und in welcher kontrollierbarer Intensität. Das Gefühl beim Orgasmus ist fantastisch, man hebt wirklich ab, ergibt sich vollständig und auch das Gefühl „nachher“ ist (zumindest für mich) intensiver, und vertrauter. Wir wollen aber trotzdem betonen, dass es nicht für jeden etwas ist, und das man diese Variante des BDSM wirklich nur dann machen soll wenn es BEIDE wollen. Es wäre in diesem Fall nicht nur „enttäuschend“ sondern auch gefährlich wenn sich beide Parteien nicht einig sind.

Wir sind sich einig, und ich persönlich liebe es wenn P. mir manchmal den Atem nimmt. 😉 , und auch sonst eher „Streng“ zu mir ist. Warum ist das eigentlich so? Das erzählen wir Dir das nächste mal, denn auch bei diesen Thema haben wir uns unsere eigenen Gedanken gemacht.

Die Erotik der Strenge

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

21.9.2017

Strenge? – Der Soft Sex von Morgen?

 

Der sogenannte „harte Sex“ wird immer beliebter, und man redet jetzt viel öfters darüber. Seit der Bibel des „Schlagens“ und des „Spielzimmers“ (und ich habe alle drei Bände verschlungen), ist BDSM in Aller Munde. Oft wird leider diese Sexualpraktik damit verbunden, dass ein leicht verhaltensgestörter, neurotischer reicher Mann nur so seine Zuneigung zeigen kann, indem er seine Dominanz an einer – meistens völlig ahnungslosen Frau die nicht mehr kennt als die Missionarsstellung – auslebt, und ihr damit eine Welt geöffnet wird, wo im Laufe der Geschichte der Glaube entsteht, SIE hat vorher nie wirklich gewusst was „richtiger“ Sex überhaupt ist, und Liebe erst dann entsteht, wenn man sich ordentlich den Arsch dabei versohlen lässt (und auf demselben mindestens drei Tage nicht sitzen kann).

Bei einigen wird das vielleicht auch so sein, aber da wird diese Sexualpraktik nur ein kurzes Strohfeuer sein. Aber wir geben zu, der Anstoß DES Buches hat die Sinne vieler Menschen erweitert und geschärft. Sie wollten probieren, und viele von Ihnen entdeckten wirklich eine neue Welt, und brauchen es auch – immer wieder.  Aber warum? Weil es sich geil anfühlt, wenn man gefesselt, unterwürfig und auch in einer gewissen Unsicherheit vor dem Dom kniet? Oder aber umgekehrt – Macht auszuüben? Wir haben in unseren ersten Beitrag in der Dunklen Erotik erklärt, dass es bei BDSM vor allem um Vertrauen und freiwillige Aufgabe von Kontrolle geht. Aber wieso war es auf einmal so leicht, dass Menschen die vorher nicht mal an diese Art von Sex gedacht haben zum Umdenken zu bringen?

Ja, das Buch war eventuell der Anstoß. Wir denken allerdings, dass auch die heutige Gesellschaft ihren Anteil daran hat, dass wir sehr leicht davon zu überzeugen sind, unsere Grenzen auszuloten. Es gibt immer mehr Vorschriften, Regeln, Verbote. Der Druck von außen wird immer höher. Wenn man sich nicht mindestens alle fünf Jahre ein neues Auto, jedes Jahr einen neuen Flatscreen, oder das neueste Handy leisten kann gehört man quasi schon zur Armutsgesellschaft. Bescheidenheit und auch die Freude über das was man hat und besitzt ist ein Fremdwort geworden. Und dieser ganze Druck staut sich auf. Viele Beziehungen gehen daran zu Grunde, oder der Partner geht fremd, oder man sucht sich ein anderes Ventil (Fallschirmspringen, extrem Sport usw.).  Dieses Ventil kann aber auch der Sex sein, denn wo spürt man sich Selbst mehr als beim Sex?

Nur da reicht es bei vielen Menschen auch nicht mehr aus mal schnell eine fünf Minuten Nummer zu schieben. Man will sich spüren. Fühlen, dass man noch nicht vollständig abgestumpft ist, empfinden dass man „lebt“. Wieder mal euphorisch sein, das Adrenalin soll in den Adern fliesen. Ich habe mit einer Domina ausführlich darüber gesprochen die 30! Jahre nichts anderes gemacht hat, als gegen Geld (sehr viel Geld!) Männer aber auch Frauen zu versohlen, und andere Dinge mit ihren Sklaven zu tun. Das Bild war fast immer das Gleiche sagt sie. Es waren Menschen mit hoher Verantwortung, und/oder die extrem hohen Druck ausgesetzt waren. Wenn man bedenkt, dass vor 30 Jahren der Berufliche, aber auch der Private Druck bei weitem noch nicht so hoch war wie heute, kann man sich vorstellen wie es 2017 aussieht. Alle sagten ihr das Gleiche: “ Hier kann ich abschalten. Bei Dir kann ich mich fallen lassen. Wenn Du dieses oder jenes tust spüre ich mich wieder.“

Die Frage die bei uns dabei aufgekommen ist, war die – wird der harte Sex der Soft Sex von Morgen werden? Wir meinen das jetzt nicht so extrem (mal ausnahmsweise 😉 ) wie es vielleicht klingt, aber die Frage ist doch berechtigt, oder? Egal ob Mann oder Frau, generell wird dem Mensch immer schneller langweilig. Auch beim Sex! Man probiert neue Dinge aus (Stellungen, Orte usw.), aber auch das ist nicht mehr neu. Man kennt alles am anderen, oder als Single denkt man sich irgendwann „ist ja eh immer das Gleiche“ (das habe ich mir immer gedacht in meiner Zeit als Single!) 

BDSM Praktizierende sagen durchwegs, dass es nie langweilig wird, weil sie der Meinung sind, dass es eine Lebenseinstellung ist. Wir finden das auch, aber außerhalb der „Hardcore“ Szene, wo man nicht 24 Stunden am Tag devot oder dominant ist (so etwas gibt es! Nennt man dann 24/7 – wir haben unser eigenes SM Wörterbuch auch gelesen 🙂 ) ist es dann nicht auch irgendwann langweilig? Wir können die Frage nicht eindeutig beantworten, denn es kommt doch auch immer darauf an, in wie weit man in dieser Sexualpraktik experimentierfreudig ist. Die möglichen Gründe warum man die „strenge Abteilung“ ausprobiert, haben wir ja schon in einem anderen Beitrag beschrieben bzw. unsere Sichtweise dargelegt. Und ein Punkt ist sicher auch, dass Mann/Frau sich wieder spüren will, und die eigenen Grenzen ausloten will. Wie viel halte ich aus? Wie viel kann ich ertragen und dabei aber auch Lust empfinden? Ab wann ist das Gleichgewicht zwischen Lust und Schmerz nicht mehr ausgeglichen?

Alleine diese Fragen werden Dich eventuell schon beschäftigt haben? Die Grenze ist dann nicht mehr ausgewogen, wenn sich ein Teil des Couples nicht mehr wohl fühlt, oder es einem Part zu heftig wird. Das Schlimmste was man tun könnte, ist das , um es dem anderen Recht zu machen. Also die BDSM Fans haben schon recht – es ist in gewisser Weise eine Lebenseinstellung. Wir wollen uns weder für ein Pro noch für ein Contra aussprechen, denn immerhin ist es immer eine sehr persönliche Entscheidung. Wir bekennen uns dazu, dass wir die „Strenge“ brauchen (hin und wieder),  aber wenn der Druck, vor allem der Leistungsdruck der Gesellschaft besonders heftig ist, dann ist es eine Wohltat sich „fallen lassen“ zu können. Für uns ist die „härtere Variante“ dieser Sex Praktik befreiend, und ich muss sagen, ich bin „Nachher“ entspannter, befreiter, und wieder gewappnet für den Druck von außen, und ich kann wieder durchatmen. Das kann ich beim „normalen“ Sex zwar auch, aber es hält nicht so lange vor.

Ob die „Strenge“ der Soft Sex von morgen sein wird, können wir nicht sagen (unsere Glaskugel ist leider in Reparatur), aber die Zeichen der Zeit stehen eher in diese Richtung, denn es wird ja auch sonst ja alles härter (Ops, das war wieder eine Doppeldeutigkeit), und es wird durch Bücher und Filme ja auch beworben. Fragt doch mal euren Partner, oder bei euren Freundinnen nach, was sie zu diesem Thema sagen, und wir freuen uns ein paar Kommentare von Euch zu bekommen.

Freuen darfst Du Dich auch, denn wir haben schon das Thema für nächste Woche am 28.9.2017 in der Dunklen Erotik

Ich nehme Dir die Luft zum Atmen, und Du wirst mich dafür lieben

Bis dahin alles L(H)iebe

Eure C. und P.

 

 

 

 

 

14.9.2017

Dunkle Erotik – das Wörterbuch

 

Hallo liebe dunkle Extrem Unlimited Leserin!

Wir haben es Dir ja schon vorangekündigt. Die BDSM Szene oder alles was damit zu tun hat, benutzt oft auch Abkürzungen oder eigene Worte die Du vielleicht noch nie gehört hast, und die Du eher für eine Programmierer Sprache halten könntest. Um es Dir einfacher zu machen – auch wenn Du andere Beiträge oder Artikel liest – haben wir uns gedacht, dass es hilfreich ist die häufigsten Dinge zu wissen.

Allerdings, – BITTE nicht falsch verstehen. Man benötigt jetzt keinen eigenen Vokabular Kurs an der Volkshochschule um sich alle Wörter und deren Bedeutung zu merken. (ob es so etwas überhaupt gibt an Volkshochschulen?). 

A
a – aktiv
Abattage – (frz. Schlachtung) Der Sklave wird einer anderen Person zur (sexuellen) Verfügung gestellt
Abduction – Entführung
AC/DC – bisexuell
AF – Algierfranzösisch (=Analverkehr mit der Zunge)
AFF – Anal-Faustfuck
AHF – Achselhöhlenfick
AO – Alles ohne – Kondom (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
AT – Von hinten (von lat. = a tegro)
Aufn. – Aufnahme von Körperflüssigkeiten i. d. Mund
AV – Analverkehr

B
Bakushi – Fesselmeister
Bagging – Hand über Mund HOME
BB/Bareback – Verkehr ohne Kondom (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
BBB – Bart, Bauch, Brille
BBW – Big Beautiful Women (mollige Frauen)
BD – Bondage/Fesselsex
BDSM – Überbegriff für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadismus & Masochismus
BHM – Big Handsome Man (= übergewichtiger Mann)
bi – bisexuell
BmB – Bitte mit Bild (bei Kontaktanzeigen)
Bottom – Der passive Partner
BW – Brustwarzen (-Spiele)
BWP – Brustwarzenpiercing
BZ/BIZ – bizarr

C
Caning – Züchtigung mit dem Rohrstock
CBT – Cock and Ball Torture (Crushing & Trampling)
cut – Penis, bzw. Vorhaut ist beschnitten
CNC – Consensual-Non-Consent (Die einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit)
C1, C2, C3 – Unterschiedliche Formen der Cuckolding-Beziehung*

D

D/s – das Machtverhältnis zwischen den Partner wird ständig aufrechterhalten, einzelne Bereiche können jedoch davon ausgenommen werden
DD – Dildo, oder: BH-Größe DD (= sehr große Brüste)
deutsch – Missionarsstellung oder BDSM-SEX
dev. – devot /unterwürfig/demütig/verlegen (s. a. submissiv)
dirty – Codewort für Spiele mit Körperausscheidungen
dom. – dominant/herrisch
DS – Dildo-Spiele
Dungeon – Folterkammer
DW – Damenunterwäsche
DWT – Damenwäscheträger

E
EL – Eierlecken
Engl. – Englisch (= Erziehung-, Disziplinierungsspiele)
ENVS – entirely non-vanilla sex (= die harte Nummer, komplett ohne Blümchensex)
ERZ – Erziehung
E-Stim – Siehe TENS
exhib. – exhibitionistisch veranlagt

F
FAa – Fingeranal aktiv
FAp – Fingeranal passiv
FE – Fußerotik (das Liebkosen der Füße etc.)
FemDom – Female Domination (= die Frau dominiert den Mann)
FF – Faustfick
FI – finanzielle Interessen
Figging – Eine anale Bestrafung mit einem Ingwer-Plug
flag. – Flagellieren (= Auspeitschen), Flagellant (= dominanter Partner, der aktiv auspeitscht)
FM – Französisch (= Oralverkehr) mit Kondom
FN – Französisch ohne Gummi (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
ForceFem – Forezed Feminization (Erzwungene Feminisierung)
Forniphilie – Der Bottom wird zum „lebendigen Möbelstück“
FS – Facesitting (= das Sitzen auf dem Gesicht des Bottoms)

G
GB – Gesichtsbesamung
Glory Hole – Ein Loch in einer Wand, durch das der Penis gesteckt wird; zum Zwecke anonymer Sexualkontakte
GR – Griechisch (= Analverkehr)
GS – Gruppensex
GV – Geschlechtsverkehr

H

Hentai – pornographische Anime- oder Manga-Filme (= japanische Comics)
het. – heterosexuell
HH – Hobbyhure
HV – Handverkehr (= Masturbation)
HOM(E) – Hand over Mouth (Exersize) – Hand über Mund ( = Exersize im Sinne von Übung/Praktik)

I
IS – Intimschmuck

K
KB – Körperbesamung (s. a. GB)
KFI – keine finanziellen Interessen
Klismaphilie  – sexuelle Vorliebe für Einläufe
Kinbaku – Kunstvolle japanische Fesselkunst (übersetzt = Bondage)
KS – Kuschelsex

L
LLL – Lack/Leder/Latex (-Fetischist)

M
mA – mit Aufnahme (s. Aufn.)
MILF – wörtl.: Mom I’d like to fuck (= attraktive reife Frau)

N
n.e.Z. – nur ernstgemeinte Zuschriften
NR – Nichtraucher
NS – Natursekt (= Urin)
NK – Naturkaviar (= Kot)

O
O – devote Frau (nach dem gleichnamigen Roman von Pauline Reage)
ONS – One Night Stand
OTK – „over the knee“ ( = über’s Knie legen)
OW – Oberweite

P

P – passive
Pegging – Analverkehr mit einem Strap-On
PG – Puffgänger
Philie – Anziehung durch oder Liebe zu….
Podophilie – Fußfetischismus (s. a. FE)
Polyamory – Liebesbeziehungen zu mehreren Partnern mit vollem Wissen und Einverständnis aller beteiligten Partner (s.a.: Cuckold)*
PP – Poppers (flüssige Drogen, denen aphrodisierende und schmerzhemmende Wirkungen zugeschrieben wird)
PPS – Parkplatzsex
Psycholagny – Orgasmus „ohne Anfassen“ nur durch Gedanken
PT – Partnertausch
P-Wert – Pornografischer Wert

Q

Queening – siehe Facesitting

R
ras. – rasiert
RACK – Risk-aware Consensual Kinks (Risikobewusste Einvernehmlichkeit)
Rimming – Stimulation der Darmregion mit der Zunge (s. a. AF)
RRR – Rein-Raus-Runter (= Synonym für schnellen Sex)
RS – Rollenspiele
RW – Reizwäsche

S
safe – geschützter Geschlechtsverkehr
Saliromanie – Besudeln Fetisch (franz.: salir = beschmieren)
SC – Swingerclub
Shibari – Erotische fesseln, die sich in Japan aus der m