Der Rest ist Schweigen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Der Rest ist Schweigen bei einer Trennung

Der Rest ist Schweigen–oder so ähnlich gestaltet es sich manchmal wenn eine Trennung plötzlich präsent ist. Ich greife aber schon wieder vor. Beginnen wir von Vorne. Trennung ist immer schwer. Trennung tut immer weh, und hinterlässt oft dicke Narben oder seelischen Schmerz den es zu überwinden gilt. Manche Menschen scheitern an diesem Überwinden des Schmerzes. Sie hören auf zu Vertrauen, und lassen keinen Menschen (oder Partner) in ihren emotionalen Bereich. Sie werden oft kalt, unnahbar, vielleicht sogar abstoßend durch ihre Art und für das andere Geschlecht äußerst unattraktiv.

Greif mich nicht an

Die „Unattraktivität“ äußert sich oft schon wie man einen anderen ansieht. Immer Kampfbereit, immer in Abwehrstellung – frei nach dem Motto „Greif mich ja nicht an“. Ich selber habe gelernt, dass dieses abwehrende Verhalten immer dann entsteht, wenn die Trennung von einem Partner nicht vorhersehbar war. Wo keine Szenen, Exzesse oder Streitereien den Alltag bestimmten, und eine Beendigung der Beziehung abzusehen war. Die Trennung spürte ich nicht, ahnte sie nicht mal auf mich zukommen, und doch plötzlich war sie da. Kurz, knackig, und mit vielen unbeantworteten Fragen. Fragen die einen quälen und innerlich auffressen. Man sieht sich selber zu wie man zerfällt, und auseinander bricht wie eine hauchdünne Glasflasche.

Warum sprichst Du nicht mit mir?

Plötzlich bekommt man in einen Anruf, einen Brief oder aber auch bei einem  kurzen Treffen die Trennung präsentiert. Wenn dann noch der Nachsatz kommt „Es hat nichts mit Dir zu tun“, dann ist man knapp davor entweder zu explodieren, oder innerlich abzusterben. Hier geht es nicht um eine „Andere“, oder das die Beziehung langweilig geworden ist. Es gibt für Dich keine erklärbare Rechtfertigung für diesen drastischen Schritt. Bevor man dann auch noch irgendwelche klärenden Fragen bzw Antworten bekommt, ist der Andere schon weg. „Warum sprichst Du nicht mit mir?“ Man steht da, und die Welt beginnt still zu stehen. Dafür arbeitet das Gehirn wie auf Hochtouren. Tausend Fragen überschlagen sich, und man schafft es nicht irgend etwas zu ordnen oder auf die Reihe zu bekommen.

„Wie geht’s Dir?“ – Danke, ich funktioniere!

Was tut Frau in so einer Situation? Klar, die beste Freundin oder der beste Freund muss herhalten. Können sie auch helfen? – Ich bin der Meinung NEIN!. Keiner kann Dir helfen. Der Einzige der Dir helfen könnte, ist derjenige der Dich verlassen hast. Wenn Dich jemand fragt „Wie geht’s Dir“?, dann antwortest Du meistens „Gut, oder es geht so“, aber eigentlich funktionierst Du nur. Man isst, schläft, arbeitet, aber innerlich ist man wie gelähmt. Ich spreche hier nicht von Liebeskummer der in ein paar Wochen vorbeigeht, sondern davon wenn man seine „Zweite Hälfte“ verloren hat, und die man vielleicht lange gesucht hat. Wo alles funktioniert hat, und offensichtlich war doch der andere nicht so glücklich wie man selbst.

Kein Ratgeber der Welt hilft etwas

Kann man das wirklich übersehen haben? Ist es denkbar, dass man in seiner eigenen „Glücksblase“ nicht mit bekommen hat, dass der andere nicht so happy war? Diese und andere tausend Fragen kann kein „Trennungsratgeber“ beantworten. Diese  Ratgeber die man in jeder Buchhandlung kaufen kann,  finde ich so hilfreich wie eine Klimaanlage im Winter. Ja, sind nett zu lesen. Man findet tausend Tipps wie man wieder zu sich selber findet, und dass die Beziehung ja dann doch nicht das „Wahre“ war, und dass der Schmerz auch vorbei gehen wird (super,- aber wann schreiben sie nicht dazu), dass man sich nicht hängen lassen soll, und alles Alte auch etwas Neues in sich birgt. Kurze Frage? – Hat Dir das jetzt geholfen? Also mir nicht!

Was hilft?

Ich weiß es nicht! Ehrlich! Reden hilft sicher, auch wenn Freunde einen  nicht aktiv helfen können, aber das immer wieder erzählen des „Dramas“ hat sich etwas reinigendes an sich. Man kann sich versuchen irgendwie abzulenken, oder auch unter Menschen zu gehen, aber vor allem finde ich, dass man mal über sich nach denkt. In sich geht, und versucht mit dem Schmerz umgehen zu lernen. Das ist sicher bei jeden Menschen anders, und NEIN – da gibt es auch kein Universalrezept! Wenn eine Glasvase kaputt geht, wird man sie vielleicht versuchen zu kleben, aber es wird trotzdem nie wieder so sein wie man es geliebt, und sich in Sicherheit gewiegt hat.

Jeder Tag ist eine Herausforderung

Jeder Tag wird eine neue Herausforderung sein. Du wirst vielleicht an einem Tag wach werden und es wird Dir „leichter ums Herz sein“, aber genauso wird es Tage geben wo es genauso sehr weh tut wie in der ersten Stunde. Du kannst nur kleine Schritte tun, und dich mit deiner gefühlsmäßigen Tagesverfassung anfreunden und sie auch akzeptieren. Falls Du gerade in so einer Situation bist und jemanden zum auskotzen brauchst, kannst Du Dich gerne an unsere „Kotzbox“ wenden, aber den Schmerz werden wir Dir leider nicht abnehmen können. Wir können Dir nicht die Stunden abnehmen, wo Du in Tränen ausbrichst, weil Du in einen Supermarkt gehst, und die Quarktaschen die im Regal liegen,  Dich in einen Zustand der absoluten Bodenlosigkeit stürzen, weil „Ihr beiden die immer so gerne gegessen habt“. 

Der Rest ist Schweigen

Fragen die nicht beantwortet wurden, Antworten nach denen du förmlich schreist, und dieser immer wiederkehrende Schmerz den kann Dir niemand nehmen. Man kann nur versuchen Dir das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein, aber der Rest ist eben Schweigen……

Bis dahin alles Liebe

Eure C.und P.

Bildquelle

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