Hommage an meinen DOM

Dominanz bedeutet nicht eine Frau in die Knie zu zwingen, sondern in ihr das Verlangen zu wecken auf die Knie gehen zu dürfen

Wieso reagierst Du nicht mehr wenn ich Dich anschreibe, wenn ich versuche mich Dir zu nähern? Warum senkst Du deine Stimme nicht mehr so wie ich es liebte? Hast Du alles vergessen was wir miteinander erlebt haben? Hast Du verdrängt – oder willst es verdrängen – in welche Welt Du mich geführt hast? Die Welt, die ohne Dich nicht mehr denkbar für mich ist. Ohne die ich sein kann, aber nicht mehr sein will.

Gibt es eine Neue, die Du unterrichten kannst? Die dieses wunderbare Gefühl mit Dir gemeinsam erleben darf, wie es ist, wenn Du sie das Erste mal in die Knie zwingst, ihr über den Kopf streichelst, und sie dann aufforderst ihre lange Haare zu einem Knoten zusammen zu binden, damit Du ihr das Halsband anlegen kannst? Deiner rauhen und bestimmenden Stimme zu lauschen, wenn Du Ihr Deine Regeln erklärst. Ihr erklärst, dass sie Dich nur ansehen darf, wenn Du es ihr erlaubst. Das Seil aus deiner Tasche nimmst, es ihr zeigst, es sie anfassen lässt, dass sie sich an das Material gewöhnt, und ihr dann sagst Sie soll die Hände hinter ihren Rücken verschränken. Wenn Du das Seil kunstvoll und geübt um ihre Handgelenke legst, und sie den ersten Schritt in die Unterwürfigkeit gehen lässt?

Ich weiß, wie es sich anfühlt wenn dabei Deine Hände warm und weich über den Rücken gleiten, wenn Du das Seil verknotest, mich verknotest. Wenn mit jedem Knoten mein Atem schneller wird, und das Herz lauter klopft. Ich fühle noch die Unentschlossenheit in mir, beim ersten Mal, wo ich das Bedürfnis hatte aufzuspringen und weg zu laufen. Ich blieb. Ich blieb bei Dir, weil ich wusste, dass Du mir nichts Schlechtes willst. Du hast mich angeleitet. Du hast mir gezeigt, das Regeln nichts einengendes sondern befreiendes sein können. Ich spüre Deine Wärme noch immer in meinen Nacken, als Du mit deiner großen Hand darüber streichelst, nachdem Du das Halsband geschlossen hattest. Ich kniete vor Dir, den Kopf gesenkt, meine Hände am Rücken. Nackt. Es störte mich nicht. Mehr noch – es machte mich frei. Frei von Verantwortung, frei von Gedanken, und es machte mich ruhiger.

Die Erregung wuchs mit der Ruhe die Du mir gabst. Nimmst Du jetzt bei Ihr den Paddel in die Hand, um ihm dann  – kalt und doch angenehm – über ihren Rücken gleiten zu lassen? Geniest Du jetzt ihren Körper, der leicht erzittert, voller Ungeduld und Erwartung auf Deinen nächsten Schritt? Auf Deine Hand die ihre Schenkel auseinander drückt, nur um zu fühlen wie heiß und feucht sie schon ist? Ich wusste schon dass ich nie kommen durfte ohne deine Erlaubnis. Wenn Du bemerkt hast, dass ich es fast nicht mehr halten konnte hasst Du mich gefragt „Brauchst Du Hilfe um Dich zu beherrschen?“ Ich Lechzte manchmal danach wenn du mich mit der schwarzen kleinen Peitsche „erzogen“ hast gehorsam zu sein. Es war mir immer eine Freude Dir Freude zu machen, Dir zu gefallen.

Du warst niemals verletzend. Du warst strafend, schlagend, streng, aber Du warst und bist selbstsicher, beeindruckend, beherrschend. Du beherrscht mit Dominanz, Zärtlichkeit und Respekt. Du hast dann immer gesagt, ich könnte Dich besänftigen. Du hast Dich vor mich hingestellt, und ich sah Deine Erregung. Ich fühlte die Hitze Deines Penis knapp vor meinen Gesicht. Du hast dann deinen Schwanz  knapp vor meinen Gesicht platziert, und ich konnte es kaum erwarten, meine Lippen an Deine Eichel zu legen. Meine Zunge über Deine Spitze gleiten zu lassen. Deine Hand – die mich am Halsband packte, und mich warten ließ, und mich zur Mäßigung ermahnte. Ich fühlte in solchen Momenten immer meine Nässe die Schenkel hinab laufen, und hatte immer die Befürchtung Du würdest es merken, und mir den Genuss Deines Schwanzes in meinen Mund entziehen.

Dann diese Erlösung, wenn Du ihn mir an meine Lippen gelegt hast, und ich auf dieses Kopf nicken von Dir gewartet habe, um meinen Mund zu öffnen, und ihn komplett in mir aufzunehmen. Gleichzeitig die Anweisung von Dir mich zu beherrschen, nicht zu kommen, bevor Du es mir erlaubst. Dieser Druck der sich dann immer in mir aufgebaut hat, diese Erwartung, diese unbeschreibliche Geilheit. Dann war es soweit, Du hast mich erlöst. Du hast mit fester Stimme und mit wahnsinnig viel Zärtlichkeit gesagt dass ich kommen darf. ich fühlte dann dieses Pulsieren, deine Hand an meinen Kopf wie Du mich näher an Dich gedrückt hast. Dir war nie wichtig ob Du zu deinem Orgasmus gekommen bist. Ich war Dir wichtig.

Mich zärtlich nachher los gebunden hast, und mich auf das Bett gelegt hast, mich versorgt hast mit Getränken und deinen warmen Händen die mich zärtlich und fürsorglich gestreichelt haben. Deine Lippen, die meine Stirn geküsst haben, und Deine Worte, die mir versicherten, dass ich heute Dein ganzer Stolz war, und das DU DA bist. Du warst da, ich konnte mich an Dir festhalten. Du hast nachher mit mir geredet,- mich immer wieder gefragt ob es mir gut geht. Du wusstest immer wo die Grenze erreicht war, aber trotzdem hast du mich beim nächsten mal noch ein Stück weiter gebracht. Du hast mich selbstbewusster gemacht, stärker und FREI.

Wo ist deine Stimme, deine Hände, deine Strenge, und deine Zärtlichkeit? Hast und willst du alles vergessen was wir hatten, und uns beiden so viel bedeutet hat? Ich werde eine gute Sub sein,- und warten bis du mich aufforderst meine Haare wieder zu einem Knoten zu binden, damit Du mir das Halsband anlegen kannst.

Bis dahin alles Liebe

Eure C.

Sub(optimal)

„Frei sein, heisst wählen zu können, wessen Sklave man sein will.“

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Mein letzter Beitrag „Rien na va plus“ ist erst der Anfang gewesen meiner persönlichen Dramatik die sich gerade in meinen Leben abspielt. Ich wusste, dass dies noch nicht das Ende war, aber ich glaubte daran das WIR das wieder hin bekommen. Es wird vielleicht dauern, es wird uns einiges abverlangen, aber ich glaubte an UNS, – an unser gemeinsames Wollen dass wir auch Krisen überstehen können. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass dieser Mann bei seiner Entscheidung bleibt. Ich dachte, dass er es so wie ich empfindet,- dass die vielen schönen, positiven und auch erregenden Momente überwiegen.

Ich habe mich gründlich geirrt. Wir hatten gestern Abend das erste Telefonat seit ich aus dem Auto am Donnerstag ausgestiegen bin. Das Gespräch war gut, es dauerte fast zwei Stunden, und ich fühlte mich wohl dabei seine Stimme zu hören. Ich versuchte ihm meinen Standpunkt zu erklären, er sagte dass er sich „bestraft“ fühlte durch mein eisernes Schweigen, und dass dies in ihm sehr unangenehme Erinnerungen aus seiner Vergangenheit hoch brachten. Ich hatte das nicht bedacht. Ich entschuldigte mich – nicht nur einmal, versicherte ihm, dass ich niemals so „grausam“ wäre, bewusst und gezielt etwas zu tun ,nur um ihm weh zu tun, sondern dass ich es aufgrund meiner Selbsteinschätzung für besser hielt zu schweigen,- eben weil ich sonst vielleicht in der angespannten Situation was gesagt hätte was mir leid tat.

Wir verblieben neutral, und ich schöpfte ehrliche Hoffnung, dass wir es hinbekommen. Das zu schaffen was wir uns immer versprochen haben – das wir daran denken, dass wir uns lieben. Gott habe ich mich geirrt!!! Heute gab es einen regen Whats App Verkehr, und es kristallisierte sich heraus, dass er nicht mal andenkt seinen „Entschluss“ zu überdenken. Es kamen Sätze wie “ es war eine gute Zeit für mich“, „ich will mal das du akzeptierst was passiert ist“, oder „aus dir sprechen verletzte Gefühle“. Ja ich bin verletzt,- genau so wie er. Egal was ich entgegnete oder versuchte richtig zu stellen, es kam immer auf das Gleiche raus, – ICH habe ihn verletzt,- Punkt. Was ist mit mir? Habe ich es mir selber zuzuschreiben – Pech gehabt? Oder wie jetzt?

Ich hatte das Gefühl, dass mir jemand endgültig den Boden der Sicherheit unter den Füßen weggezogen hat. Er „Will aber das es mir gut geht“. Wie soll das gehen? Wie soll es mir gut gehen, wenn ich wie ein Patient auf dem Op Tisch mit offenen Bauraum liege und jemand Salzsäure immer wieder reinkippt?? Da schlimmste für mich ist, dass er den Eindruck vermittelt, dass ihm das alles völlig egal ist. Hauptsache – er ist geschützt vor eventuellen neuerlichen Verletzungen. Würde man das glauben von einem Mann – einem DOM, dem man sich völlig ausgeliefert hat, der dieses Vertrauen das man ihm entgegen gebracht hat niemals missbraucht hat? Ich hätte es nicht geglaubt, denn nach diesem schriftlichen „Gespräch“ erschien mir eine Strombehandlung auf der höchsten Stufe in meinen Anus als äußerst angenehm.

Ich war soweit, dass ich bereit war mich von einer Decke hängen zu lassen, und er mich mit dem Paddel züchtigt, nur um mich zu bestrafen. Diese Art von Bestrafung allerdings geht über alles hinaus, was ich mir nicht mal in meinen irrsten Alpträumen ausmalen hätte können. Wo habe ich versagt? -Als Frau, als Mensch, als Sub? Wo lag mein Fehler? – Das ich überhaupt einen gemacht habe? – Ja das denke ich. Die Bestrafung allerdings endet nicht- wie in einer Session – in einem fest halten, auffangen, Wärme und Zärtlichkeit. Sie endet in einem nicht enden wollenden Schmerz, in Kälte, Härte, Unerbittlichkeit und vor allem in Leere und Unsicherheit.

Unsicherheit die sich nicht so schnell reparieren lässt, die nicht einfach verschwindet. Unsicherheit die sich wie ein zu schwerer Mantel anfühlt, und den man nicht einfach ablegen kann. Er wollte immer das ich mich sicher und geborgen fühle, dass es mir gut geht,- das er mich glücklich macht. Das tat er auch, aber so wie ich das sehe jetzt in diesem Moment- ich konnte ihm dieses Gefühl nie vermitteln, denn wenn es so wäre, dann würde er den Wunsch genauso wie ich haben, unsere Probleme in den Griff zu bekommen.

Spannend fand ich nur, dass mir beim durch scrollen durch unseren What App Verlauf mir ein Satz von IHM in die Hände gefallen ist, dem ich ihn dann noch geschickt habe:

“ Ich bin auch nicht immer einfach..aber es liegt an UNS das zu meistern…Und eines ist klar wir sind starke Charaktere…aber eigentlich müssen wir uns in kritischen Situation nur bewusst werden wie sehr wir uns lieben.“

Die kritische Situation wäre dann da. JA ich habe das nicht vergessen, er – denke ich – schon, denn auf diese Nachricht die ich ihm zu Erinnerung geschickt habe, kam nichts mehr. Also im Augenblick läuft es eher Sub(optimal) bei mir. Ich werde damit beschäftigt sein, meinen Trümmerhaufen irgendwie wieder auf die Reihe zu bekommen, aber das wird dauern, und nicht ohne Narben die erheblich sind (und ich denke er unterschätzt das sehr) für mich ablaufen. Zur Zeit vermittelt er eigentlich nur den Eindruck, dass ihm das alles ziemlich egal ist. Wo ist nur ein Paddel oder ein Stromstab wenn man ihn braucht?

Bis dahin alles Liebe

Eure C.