Gesprengte Ketten Teil 5

Das war Alexander noch nie passiert. Als er von hinten an Sophie herantrat und sie berührte, sah sie ihn über die Schulter so verschreckt an, dass sie Hals über Kopf einfach davon lief. Er hätte sie gerne noch intensiver berührt und sie gespürt als vorher an der Bar im oberen Teil der „Black Bar“. Als er ihr seine Finger über ihre Oberschenkel gleiten ließ und sie sich von ihm führen ließ. Er genoss dieses Gefühl wenn eine Frau so willig war und er ihre Nässe spürt. Sophie war ihm gleich aufgefallen, als sie da an der Bar stand. Diese roten wuscheligen Haare, und ihre Art an der man merkte, dass sie nicht auf Beutefang nach einem gut situierten Mann aus war. Sie war rebellisch, aufmümpfig, selbstbewusst und trotzdem hatte sie etwas weiches an sich, dass seine Aufmerksamkeit erregte. Er hatte sie hier noch nie gesehen. Er war dafür bekannt, dass er die meisten seiner Gäste mit Namen kannte und regelmäßig jeden Abend seine Runde durch den Club macht. Rainer – sein bester Freund und auch sein Finanzmanager – begleitete ihn immer wie ein Schatten, denn falls Alexander mal ein Gesicht oder aber auch einen Namen vergessen hat, half ihn Rainer immer wieder aus der Klemme.

Als er Rainer kennen lernte war er Türsteher in einem anderen Club. Dieser war für Schlägereien bekannt, und Rainer mit seiner fast Hünenhaften Figur, und seinen oftmals finsteren Gesichtsausdruck und den stechend blauen Augen war genau richtig als Türsteher wo die Gäste regelmäßig Ärger machten. Alexander war damals nur durch Zufall in diesen Club geraten. Er war betrunken und frustriert, weil er sich wieder mal mit seiner Frau Viktoria gestritten hatte. Also torkelte er in den Club und Rainer wollte ihn davon abhalten. Es kam zu einem heftigen Wortgefecht und es wurden Faustschläge ausgetauscht, wobei Alexander keine gute Figur abgab. Rainer half ihm trotzdem auf die Beine, und gab ihm ein Tuch zum abwischen des Blutes, dass ihm aus der Nase lief.

„Ich denke nicht das du der Typ bist der sich jeden Tag voll laufen lässt, um dann Streit anzufangen. Also wenn du wieder nüchtern bist, kannst du gerne wieder kommen“. Rainers Worte hatten irgendwie etwas in Alexander etwas ausgelöst. Er war wirklich nicht die Art von Mann der sich jeden Tag den Alkohol hingab. Er war eher der Genießer, der einen guten Whiskey zu schätzen wusste, und ihn genoss. In letzter Zeit allerdings hatte er seinen ersten Drink bereits um 10 Uhr morgens, um den Anblick seiner Frau Viktoria zu ertragen. Rainer hat mit seinen sicher oft gesagten Worten etwas bewirkt. Ab diesen Abend hat sich Alexander geschworen, dass er sein eigenes Leben führen will. Er kann sich von Viktoria vielleicht nicht scheiden lassen, aber er kann sich selbst aus einem gemeinsamen Leben ausklammern.

Rainer und er wurden irgendwann Freunde. Alexander kam einige Tage nach dem Vorfall zu dem Club zurück und entschuldigte sich für sein Benehmen. Da fiel ihm auch das erste Mal auf, dass Rainer ein fast fotografisches Gedächtnis hatte, denn er konnte ihm ganz genau sagen was er an diesem Tag an Kleidung trug. Rainer wurde aber nicht nur sein Freund, er wurde auch sein Finanzmanager. Er hatte eine Wirtschaftsschule besucht und abgeschlossen. Alles mit Zahlen war für Rainer eine Spielerei. Warum er in diesen Club gearbeitet hat, oder was vor dieser Zeit sein Leben bestimmt hat, oder woher er kommt weiß niemand. Alexander hat ihn mal danach gefragt, aber er hat nur die Augenbrauen zusammen gezogen, irgend etwas in seinen Bart gemurmelt, und ab diesen Zeitpunkt meidet Alexander dieses Thema.

Als er gestern die Runde durch das Lokal machte fragte er Rainer wer die „Rothaarige“ an der Bar war. Rainer kannte sie ebenso wenig, und da hakte Alexander bei Patrick dem Barmann nach. Siehe da er wusste ihren Namen – Sophie, und dass sie auf ein Blind Date wartet.

Alexander konnte nicht mehr sagen was ihn getrieben hat sie anzusprechen. Von der Optik her war sie nicht mal sein Typ. Irgend etwas hatte sie an sich dass ihn reizte.

Vielleicht wollte er auch nur wissen ob sie wirklich so taff war wie sie es versuchte auszustrahlen.

Dieser kleiner Rotschopf tat nicht nur so taff – sie war es auch, aber er bemerkte auch die Bereitwilligkeit sich auf ein Spiel einzulassen. Als er  seine Finger über ihre Oberschenkel gleiten ließ und dann bemerkte wie sie sich seinen Berührungen hingab als er seine Finger in ihrer nassen Spalte gleiten ließ, da passierte auch etwas mit ihm. Er hatte lange Zeit nichts mehr empfunden außer Lust oder Geilheit, aber das hier war mehr.

Er spürte eine Wärme die ihn einlullte, die Sophie über ihn breitete wie einen Mantel. Er sah sie mal an, als er sie in der dröhnenden Musik des Clubs, und den vielen Menschen um sie herum, mit den Finger befriedigte. Dieser Gesichtsausdruck war echt, unverfälscht. Die pure Lust und gleichzeitig ein fallen lassen, dass man nur bei jemanden macht den man lange kennt und vertraut.

In diesen Moment wollte er das Spiel weiter treiben. Als Sophie plötzlich aus der Bar lief und er nicht wusste ob sie wiederkommt hinterließ er bei Patrick die Karte für den unteren Bereich in der „Black bar“, und falls Sophie fragen sollte, sollte Patrick ihr sie geben.

Er wollte wissen ob sie wirklich weiterhin so kampflustig und doch so neugierig war wie er sie einschätzte.

Als er dann einige Zeit später in den unteren Bereich der „Black Bar“ ging , sah er sie dort stehen, wie sie wie ein kleiner giftiger Zwerg vor Sarah – seiner Concierge im „Under“ – stand und sie gerade fragte ob sie „von der Mode Polizei“ war. Sarah hatte ihr – wie jeden anderen Gast auch der ins „Under“ kam – etwas bequemere Kleidung angeboten. Im Under gab es die Möglichkeit kurzfristig seine sexuelle Träume auszuleben, ohne das jemand strafend den moralische Zeigefinger erhob.

Die Black Bar ist Alexanders ganzer Stolz und auch sein Zuhause. Er hatte oberhalb des Lokals die Wohnung. Eigentlich war sie zu Anfang gedacht als Lager, aber er wusste das die Ehe mit Viktoria böse enden wird, wenn er noch länger unter ihrem Dach wohnt. Das Haus indem sie als Ehepaar wohnten, ist aus Viktoria Vermögen gekauft worden. Genauso wie alles von Viktoria gekauft wurde. Auch Alexander. Die Black Bar war schon vor der Ehe in seinem Besitz, allerdings hatte nach einem Brand die Versicherung nicht den kompletten Schaden bezahlt. Viktoria – als seine Ehefrau griff ihn unter die Arme und hatte ihn jetzt an seinen Eiern, denn falls er sich scheiden lassen will, müsste er eine enorme Summe an Viktoria zurück zahlen, oder er verlor die Black Bar.

Er hat sich vorgenommen sich die nächsten Jahre einfach durchzubeissen bis er jeden Cent an Viktoria zurück gezahlt hat, um dann endlich wieder frei zu sein.

Bis dahin musste er sich arrangieren. Viktoria wusste sicher, dass er hin und wieder andere Frauen mit in seine Wohnung nahm, aber sie war so von sich eingenommen dass sie in keiner anderen Frau eine ernsthafte Gefahr sah. Das war ihr das Wichtigste – sie musste die Nummer eins in Alexanders Leben bleiben. Aus Liebe sicher nicht, sondern einfach weil sie „optisch so gut zueinander passen“ und sie auch als das ideale, erfolgreiche Paar galten. Dieses Bild nach außen war Viktoria wahnsinnig wichtig. Alexander fand es nur zum kotzen. Ihm waren solche Dinge völlig egal. Allerdings hatte er dadurch etwas gelernt. Frauen sind berechnend, und wollen auf jeden Fall einen Vorteil aus einer Beziehung mit einem Mann ziehen. Davon war Alexander überzeugt. Gefiel ihm eine Frau, und sie ihn, nahm er sie mit, vögelte sie ordentlich durch, und ließ anschließend keinen Zweifel daran, dass es kein weiteres Treffen geben wird. Falls doch eine mal ziemlich hartnäckig sein sollte, könnte er noch immer seine Ehefrau als Vorwand nennen warum ein weiteres Zusammensein nicht möglich ist.

Sarah aus dem Under hat ihm das Telefon, dass sie am Boden gefunden hatte, ins Büro gebracht. Irgendwie hatte er das Gefühl dass es IHR gehört. Er hat nicht damit gerechnet dass der Bildschirm ohne Pin Code zu öffnen sei, aber so war es. Das Hintergrundbild zeigte eine Eule.

„Seltsamer Hintergrund“ murmelte Alexander. Er musste lächeln, denn genau dieses Tier erinnerte ihn an Sophie.

Es war Samstag Abend und diese Zeit verbrachte er immer in seinen Büro um die Bestellungen zu machen. Rainer saß am Schreibtisch gegenüber und machte die Abrechnung der Woche.

„Sag mal wieso starrst du das Smartphone so an?“ fragte Rainer.

„Hat ein Gast vergessen. Sarah hat es mir mit einer Notiz auf den Tisch gelegt.“

„Und du wartest jetzt darauf,  dass es mit dir spricht und dir sagt wem es gehört, oder was?“ Rainer verzog den Mund zu einem kleinen spöttischen Lächeln hinter seinem gut gepflegten langen Bart.

„Rede keinen Unsinn.“  Alexander sagte das in einem schärferen Ton als er es beabsichtigt hatte.

Rainer nahm das ohne weiteren Kommentar zur Kenntnis und vertiefte sich wieder in seine Zahlen.

Alexander driftete mit seinen Gedanken immer wieder ab, und hielt dann das Telefon zwischen seinen Finger. Was sollte er tun? Er wusste, dass das IHR Telefon ist. Er wusste es einfach. Er könnte zumindest nachsehen wem sie als letztes angerufen hat. Falls er sich irrte, und es doch jemanden anderen gehörte, dann würde er einfach sagen, dass das Telefon gefunden wurde, und wo es sich der Besitzer abholen könne.

Und wenn es IHR gehört? WAS will er dann sagen? Das er sie scharf findet, sie ihn nicht mehr aus dem Kopf geht, er ihren Geruch nicht vergessen kann, oder wie sie sich an ihn festgehalten hat als er ihr ihren Orgasmus beschert hat??

Er öffnete das Anruf Register. Die letzte Nummer die angerufen wurde, war an eine Marlene, um 0.54 Uhr. Er dachte nach. Das war unmittelbar nach dem Intermezzo an der Bar, als sie plötzlich weg lief.

„Wahrscheinlich eine Freundin?“ dachte er…

Er drückte auf den grünen Button. Es meldete sich nach dem vierten Läuten zaghaft eine Frauenstimme.

„Hallo“.

„Guten Abend, mein Name ist Alexander Black“ …..

Fortsetzung folgt…….

Gesprengte Ketten Teil 4

Als Sophie aufwachte war es draußen schon hell, und die Sonne schien in ihr Schlafzimmer. Sie versuchte die Augen zu öffnen, und schön langsam kehrte die Erinnerung an den gestrigen Abend zurück. Das Blind Date, die Black Bar, der Bereich unterhalb des Lokals, Sarah die Frau die sie so berührt hat wie sie es nie von einer gewöhnt war und Er. – Alexander. Als er auftauchte als sie gerade völlig nackt war, und sich von Sarah zärtlich verwöhnen ließ, da war der Moment da wo sie Angst bekam.

Er hat ihr leise ins Ohr geflüstert dass er ihre Welt zum erschüttern bringen würde. Das war der Augenblick wo sie etwas tat was sie sonst nie tut.. Sie ist geflüchtet. So schnell sie konnte schnappte sie sich ihre Kleidung die sie an hatte als sie herkam, und die Sarah fein säuberlich auf gestapelt hatte. Sie rannte los, und sie versuchte sich an den Lichtstreifen am Boden zu orientieren wo der Ausgang war. Während sie lief zog sie sich so weit es ging an, allerdings verzichtete sie auf Strümpfe und die Schuhe behielt sie in der Hand. Sie wusste eigentlich gar nicht mehr so genau wie sie aus dem Club kam. Sie konnte sich aber daran erinnern, dass sie den Barkeeper noch wahrnehmen konnte wie sie auf den Ausgang zusteuerte.

Sie hielt das erst beste Taxi an und fuhr heim. Sie fühlte sich erschlagen, müde und doch aufgewühlt. Marlene jetzt noch anzurufen war selbst für sie schon zu spät, obwohl Marlene ja immer sehr lange wach wahr. Trotzdem traute sich Sophie das dann doch nicht. Immerhin war es Drei Uhr morgens, und sie war froh morgen ausschlafen zu können. Sie arbeitete in einer Buchhandlung und da musste sie nur jeden zweiten Samstag arbeiten. Sie goss sich einen Whiskey ein, vielleicht konnte der es schaffen sie zum einschlafen zu bringen. Als sie das Glas ansetzt zum trinken, musste sie wieder an das denken was Alexander ihr gesagt hat. „Trink ihn langsam und genieße die Sinnlichkeit wenn er dir die Kehle hinunter läuft“

Also Whiskey war offensichtlich keine gute Idee, weil sie hatte vor diesen Abend, und alle daran beteiligten Personen aus ihren Gedächtnis zu löschen. Und zwar für immer. Als sie sich dann ins Bett legte wälzte sie sich ständig hin und her weil sie keine Ruhe fand. Sie wusste nicht ob es der Abend, das Lokal – die „Black Bar“ war, oder ER. – Alexander. Eine Mischung aus intellektueller, Businessman und Frauenheld… Eine Sorte von Mann die für Sophie eine Horrorvorstellung war. Wenn sie so einen Mann traf sagte sie immer zu ihrer Freundin Marlene „Hör mal, wenn ich emotionalen Selbstmord begehen will, dann hänge ich mir gepflegt eine Nitroglyzerin Ampulle um den Hals, warte auf den nächsten fahrenden Zug der vorbei kommt, und springe auf.“ Als sie Marlene das das erste mal gesagt hatte, blieb ihr damals der Mund offen stehen. Heute fragt Marlene maximal“ Ist die Ampulle wenigstens aus Gold oder Platin, oder hat sie einen Diamanten irgendwo darauf, denn wenn man stirbt sollte man das immer mit Stil tun. „

Als sie endlich einschlief blinzelte die Sonne bereits am Horizont.

Als sie realisierte, dass sie das alles nicht geträumt hatte, sondern der gestrige Abend tatsächlich passiert ist, nahm sie sich fest vor Marlene ordentlich die Meinung zu sagen, und sie davor zu warnen je wieder ein Blind Date für sie zu organisieren. Bevor sie das aber tat, benötigte sie einen starken Kaffee, eine heiße Dusche und sicherlich frische Freizeitkleidung. Sie wollte den Tag heute damit verbringen, sich auf sich selbst zu konzentrieren, Ordnung in das vorhandene Chaos in ihrer Wohnung zu bringen, und vor allem den gestrigen ABEND komplett aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Sie war überzeugt davon, dass bis heute Abend alles vergessen und als schlechte Erinnerung abgehackt ist.

Es ließ sich nicht verhindern, dass dabei ihre Gedanken weg drifteten zu der „Black Bar“, dem Keller, Sarah die sie als erste Frau intim berührt hatte, und Alexander. Sie schloss kurz die Augen, und es war ihr einen Augenblick so, als ob sie noch immer den Duft von ihm und auch seine Hände an ihr spüren konnte. Das rattern der Kaffeemaschine rieß sie aus ihren Gedanken. Sie goss sich Kaffee in ihre Lieblings Tasse – mit einer Bücher Eule – darauf ein, und genoss etwas vertrautes zu sehen und zu riechen. Sie liebte Eulen in jeder Form. Eulen hatten für sie etwas weises, ruhiges und auch etwas nicht durchschaubares. Man wusste nie was sie dachten. Sophie fühlte sich von diesen Wesen angezogen. Vielleicht war das auch der Grund warum mich dieser Alexander so fasziniert??? Schluss damit- sie ermahnte sich selbst dazu diesen Mann jetzt mal zu den Akten zu legen. Sie erhob sich energisch von ihrem Küchenstuhl den sie – wie die anderen Küchenmöbel auch – am Flohmarkt erstanden hat. Die Küche war aus den fünfziger Jahren und sie mochte den Gedanken daran, was diese Küche  erzählen könnte. Alexander hatte sicher einer dieser neumodischen, aus Edelstahl blitzender Küche, die so viel Charme hatte wie eine Bahnhofstoilette. Sophie schüttelte den Kopf, als ob sie etwas wegwischen will. Es kann nicht sein, dass sie bei so etwas banalen wie Küchenmöbel an ihn dachte. Sie trank ihren Kaffee aus, ging ins Bad und nahm eine ausgiebige heiße Dusche.

Als sie ihre roten locken wusch, schloss sie die Augen. Da waren sie wieder die Bilder von gestern Nacht. Als sie nackt vor Sarah stand, sie berührte und Sophie diese zärtlichen Berührungen erregt haben. Als Alexander hinter stand und sein Atem ihren Hals gestreift hat, da wusste sie, sie musste sofort flüchten. Sie hat beim abschweifen ihrer Gedanken gar nicht bemerkt wie ihre Hände zwischen ihren Beinen war, und sie feucht war – und heiß. Sie konnte nicht anders. Sie wollte sich noch einmal dieser Phantasie hingeben, die sie gestern nicht ausleben konnte bzw wollte. Sie stellte sich vor wie Alexander sie berührte, seine schlanken und doch männlichen Hände über ihre Schultern und Brüste gleiten lässt, und wie sie vor lauter Erregung ihren Kopf nach hinten auf seine Brust fallen ließ.

Aua… Sie hat sie den Kopf an der Badezimmer Wand angeschlagen, und die Erregung war mit einem Schlag weg. „So was dämliches auch. Ich lasse mich doch normalerweise auch nicht von einem Mann so schnell aus der Fassung bringen.“

Nach der Dusche sprang Sophie in ihre Wohlfühlklamotten, schnappte sich Putzutensilien, und war bis in den späten Nachmittag hinein damit beschäftigt „klar Schiff“ in ihrer Wohnung zu betreiben. Sie sortiert Dinge aus, ordnete ihre Bücher neu und wusch endlich die Wäsche die sich seit Wochen im Bad stapelt. Dann ging sie noch einkaufen, und belohnte sich mit Pizza und einer Flasche Wein. Als sie dann in ihrer Wohnung saß und sich die, von ihr mit extra Käse belegten Tiefkühlpizza, heiss und fettig schmecken ließ, war der gestrige Abend eigentlich nur mehr eine blasse Erinnerung. Sie war mit sich selbst wieder im reinen.

Plötzlich läutete es an ihrer Wohnungstüre. Sie sah auf die Uhr- es war fast neun Uhr abends, und sie erwartete niemanden. Außerdem hatte sie sich auf einen gemütlichen Abend eingerichtet. Es klingelte stürmischer. Sie stand auf ging zur Türe und sah durch den Türspion. Marlene schwang zwei Sektflaschen in ihren Händen. Sophie öffnete die Türe, und Marlene ging mit den zwei Flaschen bewaffnet an ihr vorbei direkt ins Wohnzimmer.

Sophie stand etwas perplex noch immer bei der Eingangstüre und rief ins Wohnzimmer „ja komm doch rein“. Sophie schlurfte ihr ins Wohnzimmer nach, und sagte „Marlene konntest du vorher nicht anrufen? Ich wollte es mir gerade bequem machen. Nicht das ich dich nicht gerne sehe, aber der Abend gestern war lang und ich habe heute den ganzen Tag in der Wohnung geschufftet.“

Marlene stand mitten im Zimmer drehte sich mit den Flaschen im Kreis und fragte“ hast du keine sektgläser hier? „

“ Marlene hast du mir überhaupt zugehört??“

“ Ja, Süsse habe ich. Mir ist schon aufgefallen das es hier aussieht, als wäre die Putzpolizei durch gestapft. War der Abend gestern so miserabel? ‚“ Marlene zwinkerte ihr lächelnd zu.

Sophie stand auf ging in die Küche, und stellte dann wortlos die Gläser auf den Tisch. Sie liebte Marlene mit ihrer schrillen Art wie eine Schwester, aber es gab Momente da ging sie ihr wahnsinnig auf die Nerven.

“ Marlene was willst du? Wieso bist du um diese Zeit hier?

Marlene setzte sich neben sie auf die Couch, öffnete die erste Flasche und goß Sophie und dann sich selbst ein.

“ Warum werde ich wohl hier sein? Wie war es gestern? Ich habe übrigens einige Male versucht dich zu erreichen, aber du hast nicht abgenommen. Da ich eine liebe Freundin bin, und ich mich um dich gesorgt habe, bin ich einfach hier her gefahren.“

Sophie lächelte. Niemand anderer wie Marlene konnte so unbeschwert äußern das sie sich sorgte.

„Die zwei Flaschen Sekt hast du also auf Verdacht mitgenommen?“

Marlene sah sie mit hoch gezogener Augenbraue an und sagte“ Was wäre gewesen wenn du nicht zu Hause gewesen wärst? Ich wäre in der Zwischenzeit verdurstet. „

Sophie musste immer wieder über soviel Schlagfertigkeit lachen. Allerdings fiel ihr plötzlich ein, dass ihr Handy wirklich den ganzen Tag nicht geläutet hat. Sie stand auf, ging in ihr Schlafzimmer ,und sah in ihre Tasche die sie am Vortag dabei hatte. Aber egal wie oft sie die Tasche durchsuchte sie konnte ihr Handy nicht finden. Sie überlegte krampfhaft wo sie sie das letzte Mal hatte. Sie kam während sie darüber nach dachte ins Wohnzimmer zurück, und in der Sekunde fiel es ihr wieder ein. Sie starrte zu Marlene. Die sah sie an und sagte „Süsse, ich will dir ja nicht schmeicheln, aber du siehst aus als hättest du gerade einen Zombie gesehen. Besser gesagt du siehst gerade aus wie ein Zombie.“

Sophie hielt die Tasche in der Hand und ließ sich neben Marlene auf die Couch nieder.

„Mein Handy…… Der Club….. Alexander…. Oh mein Gott.“

„Also ich bin ja wirklich nicht die hellste, aber von dir als Buchhändlerin hätte ich schon erwartet das du mehr Vokabular drauf hast. Kannst du mir das bitte jetzt so erklären das ich es auch verstehe. – du weißt wegen meinen Handycap“. Dabei fasste sie in ihr Haar und hielt Sophie lächelnd eine blonde Strähne entgegen. Als sie aber bemerkte das Sophie noch immer wie erstarrt da saß, und ihre Tasche umklammert hielt wurde selbst sie ernst.

„Sophie du machst mir Angst. Was ist gestern in der Black Bar passiert.?“

Sophie drehte langsam den Kopf zu Marlene, und plötzlich brach es aus ihr heraus. Sie erzählte Marlene alles was am gestrigen Abend passiert war, auch wenn ihr einige Passagen peinlich waren, aber sie musste es jemanden erzählen, und sie wusste keine bessere als ihre beste Freundin, die ihr aufmerksam zu hört, und sie auch nicht unterbrach. Marlene war vielleicht etwas flatterhaft, und machte sich nicht über alles Gedanken, aber sie hatte ein untrügliches Gespür dafür, wenn jemand wirklich was zu schaffen machte, und da war es für sie kein Problem aufmerksam zuzuhören.

Als Sophie ihre Erzählung beendet hatte, und sich erschöpft zurück fallen ließ, hatte sie das Gefühl als wäre eine Tonnen schwere Last von ihr gefallen. Marlene hatte aufmerksam zu gehört.

„Was wirst du jetzt tun? So wie du mir das geschildert hast war das ja der super Gau Abend.“

„Marlene sag mir bitte wie ist das möglich das er meinen Namen kannte? Kennst du ihn? Ich meine Alexander?“

Marlene spürte wie aufgewühlt sie war. Sie legte ihre Hand beruhigend auf Sophies Arm.

„Süsse, natürlich kenne ich Alexander Black. Jeder kennt ihn. Immerhin hat er den angesagtesten Club in der Stadt. Allerdings habe ich ihn nie persönlich kennen gelernt. Den einzigen den ich von dort kenne ist der Barmann Patrick. Er ist der Sohn von einem Arzt den ich kenne. “ Sie verdrehte dabei leicht die Augen, und Sophie wusste genau was sie mit“ kennen“ meint.

„Marlene kannte dieser Barmann meinen Namen?“

Marlene sah auf den Boden und sagte Schuld bewusst „Ja. Ich habe ihn gebeten dich im Auge zu behalten, falls dein Date ein Serienmörder sein sollte.“

Sophie sah sie an und konnte ihr einfach nicht böse sein wenn sie aussah wie ein geprügelter Welpe. Trotzdem sagte sie „Marlene, wer war man date? War es Alexander Black?“

„Nein Sophie wirklich nicht. Es war ein Anwalt den ich im Netz in deinem Namen kennen gelernt habe. Er schien mir genau der richtige für dich zu sein.“

„In meinen Namen? Hast du etwa ein Profil in meinen Namen angelegt?“ Ihre Stimme wurde schrill und sie sprang vom Sofa auf und starrte Marlene an. Bevor Marlene antworten konnte läutete ihr Handy in ihrer Tasche. Sie nahm es heraus und starrte auf das Display.

“ Marlene was ist los? Wieso schaust du so entgeistert?

„Tja, du rufst mich gerade an.“ Marlene hielt Sophie das Display entgegen und da stand ganz gross „Sophie ruft an“.

„Marlene nimm ab. Ich will wissen wer mein Telefon benutzt.“

Marlene drückte den grünen Button am Telefon und sagte fast vorsichtig „Hallo“.

„Guten Abend. Mein Name ist Alexander Black………“

Fortsetzung folgt……..

Ich suche….SEX

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Es geht in unseren heutigen Beitrag um Internet Portale wo es ausschließlich darum geht sexuelle Kontakte zu finden. Wir haben uns mit einigen Leuten unterhalten, und alleine schon bei der Begriffsdefinition gab es unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen Fickseiten, Casual Dating, oder nennen sie einfach nur versaute Abzocke Seiten. Wir haben auch so gedacht, und vor allem hat uns bei sehr vielen die Aufmachung gestört. Blinkende Banners, alles in plüschiges Design gehüllt, überladen und auch unübersichtlich. Man(n) genauso wie Frau wird erschlagen von nackten Körpern, geilen und aufregenden Angeboten an Sex Dates,  und nach spätestens zwanzig Minuten verliert man die Lust auch nur auf ein Bild zu klicken, da man entweder den Überblick verloren hat, oder aber auch weil man von wackelnden Brüsten wie auch Schwänzen die Nase voll hat.

Wir waren auf der Suche nach einer Plattform wo man genau dieses Szenario nicht hat. Das gestaltete sich gar nicht so einfach. Außerdem haben wir den Eindruck gewonnen, dass diese Art von Seiten doch sehr auf Männer ausgelegt ist, und für Frauen nur wenig Raum lässt. Wir haben uns gezielt nach einer Seite umgesehen, die alles bietet. Für Frauen, Männer, ONS, Seitensprünge, BDSM, Parkplatzsex, usw. Es sollte für jeden etwas dabei sein, aber vor allem es sollte Stil haben, die Sache trotzdem beim Namen nennen (ohne falsche Versprechungen) , und etwas für Männer und Frauen bieten. Immerhin sind wir Frauen ja auch nicht abgeneigt einen ONS zu haben, oder die unausgelebte Phantasie mal von einem „Fremden“ am Parkplatz hart ran genommen zu werden. Nur wo findet man so etwas? Ein Internetportal oder eine Seite wo alle Informationen enthalten sind die man haben möchte?

Einige Leser(innen) haben uns dann auf diese eine Seite hingewiesen, und beim ersten Blick sah ich – ROSA . Ich dachte schon „Nicht schon wieder“!. Jeder der unseren Blog schon länger verfolgt, wird wissen, wie sehr ich diese rosa gestalteten Seiten hasse. Wir waren allerdings sehr erstaunt, dass wir zuerst einmal einiges zu lesen hatten. In einer informativen, und gut strukturierten Art. Hier wird genau beschrieben, um was es geht, was unter den verschiedenen Begriffen (wie z.Bsp. Casual Dating) verstanden werden kann, und vor allem wird in klaren Worten formuliert was bei einer Seite unter „Kostenloser Anmeldung“ verstanden werden kann, und wo sich die Abzocke Fallen befinden. Die Fotos sind erotisch, aber nicht ordinär, es gibt Verlinkungen zu anderen Seiten oder Portalen, aber es ist gut strukturiert und man findet auf Anhieb das was man sucht.

Wir haben dann einige Seiten die auf diesen Portal empfohlen werden angeklickt, und waren das zweite Mal erstaunt – im positiven Sinn. Viele Seiten sind ebenfalls gut gestaltet, und die Seite informiert über Anmeldung, Kosten die eventuell anfallen, und auch Kundenbewertungen. Das fanden wir besonders cool, dass immer eine Bewertung dabei war, ein Screenshot der jeweiligen Seite, und man schon auf den ersten Blick entscheiden kann, ob die Seite einen anspricht oder nicht.  Alles in allen können wir sagen, dass es doch jemanden gibt, der sich Gedanken darüber gemacht hat, dass es auch Informationsseiten über Sexkontakte geben muss, die übersichtlich und Zielgruppen orientiert arbeitet, und uns war wichtig, dass diese Seiten nicht nur für Männer gemacht wird sondern wo Frau sich ebenfalls damit wohlfühlt diese Seite zu besuchen und vielleicht jemanden findet um ihre sexuelle Phantasie auszuleben. Schaut mal….

https://www.sexportale.org/

Das Internet hat schon lange das kennen lernen in der Disco abgelöst. Auf der einen Seite sagen wir „Schade eigentlich, weil das persönliche Kennenlernen, und aneinander heran tasten fehlt“, auf der anderen Seite gibt das Internet vielen Menschen die Möglichkeit vorerst anonym zu bleiben und sich entspannt um zu sehen. Eines darf man allerdings trotz des Internets nicht vergessen – hinter jeden Profil steckt ein Mensch mit Wünschen, Träumen und Phantasien, die er oder sie sich erhofft erfüllen zu können. Darum ist auch hier ein respektvolles und ehrliches Miteinander das oberste Gebot.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Dunkle Doppelmoral

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Dunkle Doppelmoral? Wir geben zu das klingt zu aller erst nicht sehr einleuchtend, aber wir konnten in den letzten Monaten ein Phänomen beobachten, dass uns nicht nur verärgert sondern auch in irgend einer Weise sprachlos gemacht hat (jeder der uns kennt, weiß das dies nicht sehr oft vor kommt). 😉 Das Thema BDSM ist ja so wie so sehr umstritten. Die einen lieben es, die anderen verachten es, oder sind angeekelt vor so „viel Perversion“ . Selbstverständlich kann sich jeder dazu eine eigene Meinung bilden, leben und lieben wie er will. Unangenehm wird es erst dann, wenn jemand über „diese perversen BDSM’ler“ herzieht, aber selbst eine Form der Dominanz ausübt, die sehr fragwürdig ist.

Dominanter „Saubermann“ (-frau)

Da gibt es eine eigene Art von Spezies Mensch, die man dann wirklich nicht mehr verstehen kann. Menschen (egal ob Frau oder Mann) die über jede andere Art von Sexualität die außerhalb der „Norm“ liegt als Perversion und Abartigkeit herzieht, aber zu Hause selber eine Art von Dominanz ausübt die so subtil und unterschwellig ist, dass einem das kotzen kommt. Wir sprechen hier nicht von physischer Gewalt, aber von psychischer Manipulation. Menschen die immer in der Beziehung oder Partnerschaft die Kontrolle und auch das Sagen haben wollen. Die immer wieder unterschwellig die Fehler des Partners als Ausrede verwenden – um das tun zu können – worauf sie Lust haben. Was benötigen solche Menschen für Partner?

Suche….Partner mit wenig Selbstvertrauen

Solche Menschen suchen sich Partner die unsicher sind, sich selber wenig zutrauen, und auch oft unter Existenzangst leiden. Das ist der IDEALE Partner für Menschen mit einem leichten „Julius Cäsar Komplex“ (so nenne ich es immer). Sie wollen Macht besitzen, nicht ständig, aber immer dann wenn sie es für nötig befinden. Beispiel gefällig? – Der Partner will sich ein eigenes Auto zu legen um mobiler zu sein, und unabhängiger. Zuerst wird die Idee für gut befunden, und dann fängt der Machtmensch an Zweifel zu streuen. Das hört sich dann vielleicht so an :“ Generell finde ich das ja toll wenn Du unabhängig bist, aber sieh mal, ein zusätzliches Auto kostet  auch Geld, und das fehlt dann natürlich auch für unseren gemeinsamen Urlaub. Aber selbstverständlich, wenn Du es unbedingt brauchst, ist das kein Problem. Es wäre mir klarerweise lieber zwei Wochen Urlaub mit Dir  zu machen , aber mit einem zusätzlichen Auto ist halt nur eine Woche drinnen.“

Ist eh nicht so wichtig..

Die ersten Zweifel und Bedenken sind gestreut. Ein Mensch mit Existenzangst, oder aber auch in der Angst lebend dem Partner etwas zu verwehren aus puren Egoismus, ist fast unerträglich. Dieser Mensch möchte gefallen, nicht zur Last fallen, alles immer mit einem Lächeln hinnehmen, und nur im äußersten Notfall die Stimme erheben. Fazit – Das Auto ist vom Tisch. Und der andere Part? – Der jubelt innerlich, denn es wurde verhindert, dass der Partner zu viel „Freiheit“ geniest, und damit aus dem Kontrollfeld rückt. Da kamen wir auf die Frage – DAS IST KEINE DOMINANZ??? Natürlich ist das Dominanz, nur leider eine mit der der Partner nicht explizit einverstanden (da er ja nicht gefragt wurde) ist im Vorfeld. Hier herrscht eine Dom/Sub Beziehung  wo nur der Dom weiß, dass er eine Sub hat.

Wäre ja alles ok aber….

Wo ich mich persönlich aber dann schon aufrege, wenn genau diese Menschen bekennende BDSM Partnerschaften als „dominante /devote Schlampe“ bezeichnen, als Perverse die „Prügel brauchen“, keine Ahnung haben von „normalem Sex“, und, und, und…… An alle die mit solchen Ausdrücken um sich werfen —–Ihr seit arme Würstchen mit einem Minderwertigkeitskomplex, dass sich ein Psychologe davon ein neues Haus kaufen könnte. Ihr braucht einen anderen Menschen den ihr klein machen könnt, um eure eigene Unzulänglichkeit zu überdecken. Also bitte redet nicht über Menschen die BDSM ausüben, denn die haben so eine „Dunkle Doppelmoral“ nicht nötig. Die wissen was sie wollen, sprechen es aus, und vor allem –  man hat immer  die Wahl nein sagen zu können, und zu dürfen. Sie stehen mit beiden Beinen im Leben, und brauchen sich nicht ständig behaupten – bei Euch Doppelmoralisten sehen wir das nicht.

Bis dahin alles H(L)iebe

Eure C. und P.

Bildquelle

 

Gesprengte Ketten 3

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Hier ist vorerst der letzte Teil der „Gesprengten Ketten“ den wir in unseren erotischen Geschichten vor knapp 14 Monaten veröffentlicht haben, ABER es wird eine Fortsetzung geben. Wir machen jetzt bis nach Ostern Urlaub, und dann kannst Du dich jetzt schon über die Fortsetzung freuen. Wenn Du allerdings selber eine Idee oder einen Wunsch hast wie oder was diese Geschichte unbedingt beinhalten soll, dann schreibe uns doch bitte ein Kommentar oder eine E Mail.

GESPRENGTE KETTEN Teil 3

 

Sophie stand versteinert da. Sie brauchte einen kurzen Moment um zu realisieren, dass ER jetzt vor ihr stand. Alexander riss sie aus ihren Gedanken. „Was willst du mir denn so dringend sagen? Außer das ich ein Arschloch bin, und über den Punkt könnten wir jetzt streiten. Ich denke außerdem, dass Du mich nicht gut und lang genug kennst, um das beurteilen zu können.“ Während er langsam und mit tiefer Stimme sprach, grinste er unentwegt, und Sophie war über so viel Frechheit und selbstverliebter Selbstüberschätzung sprachlos. Wieder war es Alexander der sie aus ihren Gedanken riss. „Für jemanden der mir angeblich so viel zu sagen hat, höre ich ja gar nichts.“ Sein Grinsen wurde breiter und immer selbstsicherer. Sophie wurde durch dieses präpotente Grinsen aus ihrer Starre gelöst, und machte einen Schritt auf ihn zu. Sie stemmte die Hände in ihre Hüften, und genau so wie vorher  an der Bar, streckte sie ihren Körper durch um etwas grösser zu wirken.

„Hör mal genau zu Du narzisstischer, zu groß geratener Gummibär. Bei anderen Frauen wirkt das wahrscheinlich wahnsinnig erotisch, wenn Du hier den geheimnisvollen Macker raushängen lässt, und auf Andere wirkt Deine Art vielleicht einschüchternd, für mich wirkt sie nur lächerlich, und von enormer Selbstüberschätzung geprägt, und solche Eigenschaften beeindrucken mich ungefähr soviel,  wenn jemand die Schokoladenkekse im Supermarkt in ein anderes Regal räumt. Ich wollte Dich nur nochmal sprechen, weil ich wissen wollte, woher Du meinen Namen kennst, denn ich kann mich nicht erinnern ihn Dir genannt zu haben.“

Sie holte das erste Mal tief Luft seit sie angefangen hat zu sprechen, und ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell. Sie hatte sich in  Rage gesprochen,  und hatte nicht bemerkt, dass Alexander einen Schritt weiter auf sie zugekommen ist. Er stand ganz dicht vor ihr, und hat ihr aufmerksam zugehört, ohne jedoch sich sein Grinsen zu verkneifen. Er sagte vorerst kein Wort, sondern starrte nur in ihre grünen Augen die ihn anfunkelten. Sophie wurde nervös, weil er nichts sagte, und dieses Schweigen fing an sie unsicher zu machen. Was ist wenn er vielleicht ein Frauenschänder ist, und nur auf ein Opfer wie sie wartet, um sie in diesen Keller zu locken,  um sie dann womöglich irgendwo anzuketten oder sonstiges zu tun?

Sophie hielt dieses Schweigen nicht mehr aus. Sie setzte an um etwas zu sagen, als Alexander einen Finger auf ihre Lippen legte. Diese Berührung war wie ein ein angenehmer warmer Sonnenstrahl nach einem kalten Winter den man auf seiner Haut spürt, und gleichzeitig wie wenn sie sich elektrisiert hätte. Alexander stand vor ihr, seinen Finger noch immer auf ihren Lippen. „Sophie, Erstens einmal bin ich kein Gummibär, weil die sind bunt und fröhlich, und das bin ich ganz sicher nicht, zweitens weiß ich, dass Dich meine Art nicht beeindruckt, weil sonst würdest Du hier nicht stehen, glaube mir, und drittens, also mich macht das rasend wenn jemand die Schokoladenkekse im Supermarkt einfach in ein anderes Regal räumt.“ Wie er das sagte grinste er belustigt. Alexander beugte sich noch ein Stück näher zu ihrem Ohr, und flüsterte „Außerdem Sophie, wenn ich einer schönen Frau meine Finger in ihre nasse Spalte schiebe, dann kenne ich vorher auch ihren Namen, alles andere wäre unhöflich. Oder bist Du anderer Meinung?“

Sophie sprang wie von der Tarantel gestochen einen Schritt zurück, und starrte ihn an. Die Stelle wo noch gerade sein Finger auf ihren Lippen lag,  brannte wie wenn sie gerade Chilli gegessen hätte, und der angenehme Amber ähnliche herbe Geruch hat sich in ihrer Nase festgesetzt. Sag was Sophie dachte sie sich selbst. Ihre Gedanken und Emotionen fuhren gerade Achterbahn, und das ist ein Gefühl, dass Sophie nicht kennt. Sie ist immer auf alles vorbereitet, und selbst wenn es anders kommt, hat sie noch immer Plan B, C oder D in Petto. Jetzt war allerdings ihr Kopf wie leer gefegt. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Noch immer stand sie da, und sagte — NICHTS.

Sie hörte wie Alexander plötzlich zu Sarah – der Frau die noch immer mit einem Wäsche Paket in  der Hand da stand – sagte „Sarah, sei so nett, und bringe Frau Kessler wieder zum Ausgang. Ich denke sie ist nicht daran interessiert zu bleiben.“ Sarah nickte nur. Jetzt erst löste sich bei Sophie die Starre, und sie drehte sich zu Sarah und Alexander. Ihr Zorn war größer als je zuvor, und ihre Stimme überschlug sich fast als sie sagte: „Einen Moment mal – Erstens einmal möchte Frau Kessler noch nicht gehen, weil noch bestimme ich nach wie vor selbst wann und wo ich  hingehe und woran ich interessiert bin. Zweitens einmal – und dabei drehte sie sich lächelnd zu Sarah – Du wolltest mir doch vorher zeigen wo ich mich umkleiden kann, oder? “ Jetzt war es Sophie die Alexander süffisant angrinste. Sarah blickte zu Alexander, und erst als er nickte, wandte sich Sarah zu Sophie und sagte:“ Ja gerne Sophie. Folge mir einfach und achte auf die Lichtstreifen am Boden.“

Sophie folgte Sarah, blieb aber nach einigen Schritten stehen,  und ging noch einmal zu Alexander zurück. Dieses mal legte sie ihm den Finger auf den Mund und kam ihm ganz nah. „Hör mir mal ganz genau zu, denn ich werde es nur einmal sagen. Ich werde noch heraus finden woher Du mich und meinen Namen kennst, und ich werde jetzt hier bleiben und mir diesen komischen Laden ansehen,  und ich werde mich sicher nicht von Dir einschüchtern lassen, da kannst Du Dich auf den Kopf stellen, oder von mir aus auch Messer aus Deinem Hemd Ärmel springen lassen. Denn der Mann der mir Angst macht , oder mich in irgend einer Weise beeindrucken könnte, der ist noch nicht geboren, auch wenn er mir seine Finger in die Spalte geschoben hat. Oder glaubst Du wirklich, oder hab ich Dir den Eindruck vermittelt, dass das meine Welt erschüttert hat? So, und jetzt musst Du mich entschuldigen. Ich sollte Sarah nicht länger warten lassen.“ Während sie sprach wurde sie immer sicherer, und konnte sich bei den letzten beiden Sätzen ein Grinsen nicht verkneifen.

Sophie musste sich aber eingestehen, dass ihr ihr Herz bis zum Hals klopfte, weil Alexander sie die ganze Zeit – während sie sprach – mit seinen Augen fixierte. Diese warmen, braunen Augen die hier in dieser Umgebung noch dunkler wirkten. Sie konnte seinen Blick nicht eindeutig einordnen, denn so wie vorhin an der Bar, als fast seine ganze Hand in ihr steckte, war ein kurzer Moment, wo sich Sophie nicht sicher war ob er wirklich dieser selbstverliebter Macho war. Da war sein Blick zärtlich und er sah sie dabei an, als ob nur sie existieren würde für ihn. Genauso war es jetzt auch gerade. Sie drehte sich am Absatz wieder zu Sarah um, und gab ihr mit einer Handbewegung zu verstehen, dass sie bereit ist ihr zu folgen.

Sophie spürte die Blicke von Alexander in ihren Rücken, und einen kurzen Augenblick war sie versucht sich noch einmal umzudrehen, aber diesen Triumph wollte sie ihm nicht gönnen. Sie ging hinter Sarah her, und achtete auf die eingearbeiteten Lichtstreifen am Boden. Als der Gang zu Ende war, kam ein großer Raum, und dieser war mit alten gusseisernen Kerzenleuchtern geschmückt, die den Raum in ein warmes Licht tauchten. In diesem Raum stand eine riesengroße schwarze Eckledercouch wo mindestens zwanzig Leute Platz hätten, ohne sich dabei berühren zu müssen. Davor stand ein alter Holztisch, der angepasst an die Größe der Couch ebenso riesig war, aber Sophie dadurch ins Auge fiel, weil er wunderschöne geschwungene stabil wirkende Tischbeine hat. Sophie mochte Holzmöbel, überhaupt wenn sie schon alt und fast antik sind. Sie mochte den Geruch, und sie dachte sich bei solchen Möbelstücken immer Geschichten aus, was diese Dinge schon alles erlebt oder gesehen haben.

Immer wieder hörte Sophie dieses Stöhnen, dass sie am Eingang zu dem unteren Bereich der Black Bar schon wahr nahm, aber noch immer sah sie niemanden zu dem dieses Stöhnen gehörte. Als sie Sarah gerade danach fragen wollte, drehte sich diese zu ihr um, und sagte:“ Sophie, ich führe Dich jetzt in den hinteren Teil dieses Bereiches. Allerdings muss ich Dir – bevor ich Dich hineinführe – eine Augenmaske anlegen. Bevor Du nicht umgekleidet bist darfst Du nichts sehen. Natürlich werde ich Dir beim wechseln deiner Kleidung behilflich sein, außer Du schaffst das auch alleine. Ich denke aber, dass es für Dich bequemer ist wenn ich Dir dabei zur Hand gehe.“

Sophie lauschte angespannt ihren Worten, und ihr fiel wieder ihre wunderschöne, gewählte Aussprache auf. Warum sollte sie sich eine Augenbinde anlegen lassen? Was sollte sie nicht sehen? Sarah dürfte ihren Gedanken erraten, denn bevor Sophie ihre Fragen laut aussprechen kann, sprach Sarah: “ Jeder der hier das Erste mal ist, muss die Augenbinde anlegen, dass hat nichts mit Dir zu tun. Falls Du nochmals hier sein solltest, ist das dann nicht mehr notwendig. Ich werde Dir helfen, und dann wird dich Alexander holen. Hast Du noch Fragen?“ Sophie hätte ungefähr tausend Fragen, aber weil sie nicht als dumm oder ängstlich wirken wollte, nickte sie nur. Sarah nahm die Augenbinde aus ihren Mantel, und legte ihr diese an. Sophie bemerkte sofort, dass sich ihre anderen Sinne verstärkten. Sie hörte das Stöhnen jetzt einen Tick lauter. Sie fühlte Sarahs Hand in ihrer, und wie sie sie hinter sich her zog.

Sophie hörte wie Sarah einen schweren Vorhang aufzog, und sie mit der Hand an ihren Rücken leicht nach vorne schob, und dann wieder den Vorhang, den Sarah offensichtlich wieder zuzog. Sie dürfte sich in einer Art Umkleide Kabine befinden. Sophie fühlte wie die Hände von Sarah ihr Kleid hinten öffnete. Sie hatte warme, weiche Hände, das fühlte sich angenehm auf der Haut an, und gleichzeitig erregend. Sarah ließ ihre Hände über Sophies Schultern gleiten, und streifte ihr die breiten Träger ab. Das Kleid fiel zu Boden. Sarahs weiche Stimme sagte:“ Steig aus dem Kleid Sophie. Du bist sehr schön, und die Unterwäsche die Du trägst unterstreicht das noch.“ Sophie bemerkte dass sie die Worte von Sarah erregten. Sie hob vorsichtig ein Bein nach dem anderen aus dem Kleid, und achtete darauf, dass sie sich nicht verhedderte.

„Vertrau mir. Ich achte darauf, dass Du nicht fällst.“  sagte Sarah. Sie streifte die Wade entlang, und Sophie vertraute ihr, was sie selbst erstaunte. Als sie nur mehr in Strümpfen, Höschen, und BH da stand fühlte sie sich etwas hilflos, verstärkt durch den Aspekt das sie nichts sah. Sie fühlte plötzlich den Atem von Sarah in ihren Nacken, und ihre Hände die auf ihren Hüften lagen. „Ist Dir das unangenehm wenn ich Dich so berühre, oder Dir so nah bin?“ Sarah wusste einen Moment lang nicht was sie antworten sollte, denn sie war von den Eindrücken,  die schon den ganzen Abend auf sie einwirkten,  völlig überrollt. Dann flüsterte sie “ Nein, es ist nicht unangenehm, aber ich wurde noch nie von einer Frau…“

„..so berührt?“ vollendete Sarah ihren Satz. Sophie nickte. „Sophie, du solltest lernen dich fallen zu lassen, und wo könntest Du das besser und leichter als bei einer anderen Frau. Ich werde nichts tun was Du nicht willst. Du kannst mir immer sagen,  wenn Du etwas nicht möchtest.“ Sophie dachte nach. Sie hatte noch nie mit einer Frau geschlafen, oder sich von einer sexuell berühren lassen, aber bei dem Gedanken fühlte sie sich nicht bedrängt oder überfordert. Sie fand keine passenden Worte, und darum sagte sie zu Sarah nur :“ Ich vertraue Dir.“ Sarah küsste ihren Hals, und ließ ihre Zunge langsam bis zu ihren Brustansatz gleiten. Die Zunge war warm, weich – fast wie Samt. Sophie war sofort hochgradig erregt, und die Reaktion ihres Körpers hatte sie nicht erwartet. Sie bemerkte wie sie feucht wurde.

Sarahs Hände wanderten gleichzeitig an der Seite ihres Körpers entlang, und Sophie hatte den Eindruck, dass Sarah sie erkunden wollte wie neues Land, denn sie sog auch ihren Duft ein, leckte an ihren Brüsten und ihre Hände ließen keinen Zentimeter ihres Körpers aus. Sophie bemerkte wie ihre Knie immer weicher wurden, und sie hatte das Gefühl sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Als sie fast den Halt verlor, und drohte nach hinten zu kippen, spürte sie zwei Arme die sie auffingen. Sie spürte einen harten Männerkörper, und den Geruch nach Amber den sie wahr nahm,  erkannte sie sofort. – Alexander!

„Ich dachte, wenn ich Dich nicht beeindrucken kann, dann kann es vielleicht Sarah, und wie ich bemerke, ist ihr das auch gelungen. Und Sophie – und höre jetzt genau zu – ich werde Deine Welt erschüttern.“

 

 

 

Gesprengte Ketten 2

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wie hat Dir der erste Teil der „Gesprengten Ketten“ gefallen? Wir wollen Dich auch gar nicht lange warten lassen. Hier kommt der Zweite Teil dieser erotischen Geschichte:

 

GESPRENGTE KETTEN TEIL 2

 

Sie stand wie angewurzelt am Ausgang der Black Bar. Was sollte sie jetzt tun? Woher wusste Alexander ihren Namen? Sie hatte ihn ihm nicht gesagt, dass wusste sie genau. Eigentlich konnte es ihr ja egal sein, aber sie wusste ganz genau, dass sie das nicht zu Ruhe kommen lassen wird. Sollte sie jetzt zurückgehen und ihn einfach fragen? – Nein, das würde sie nicht tun, da müsste sie ihn nochmal ansehen, und bei diesen Gedanken machte sich das Gefühl des Unwohlsein breit.

Sie griff in ihre Tasche, und suchte nach ihrem Handy. Warum fand man in kleinen Taschen – die sie hasste – genauso wenig wie in einer ihrer großen Beutel Taschen die sie bevorzugte. Als sie das Telefon endlich in der Hand hielt, drückte sie die Kurzwahltaste ihrer Freundin Marlene. Es war bereits nach elf Uhr abends, und sie wusste, dass Marlene noch wach war. Sie ging nie vor ein Uhr morgens ins Bett, denn sie hatte einen Job als Pharmareferentin, der es ihr erlaubte sich ihre Arbeitszeit frei einzuteilen. Marlene bevorzugte es erst gegen zehn Uhr vormittags mit der Arbeit zu beginnen, und dafür bis spät in die Nacht zu arbeiten. Man muss wissen, dass Marlene den Kontakt mit den Ärzten, mit der sie ihre Gespräche führte, auch nach der Dienstzeit gerne mal ihre Diskussion über die neueste Kopfschmerztablette weiterführt, allerdings dann in der horizontalen Ebene.

Es klingelte zweimal bevor Marlene abnahm. „Süße sag mir nicht, dass Du es vergeigt hast, und den Mann mit Deiner Art in die Flucht geschlagen hast?“ Sophie benötigte einen Moment um ihre Sprache wieder zu finden, und schrie fast in das Telefon „Hast Du dem Typen meinen Namen gesagt? Hast Du ihm ein Foto von mir geschickt? Was hast Du Dir dabei gedacht überhaupt für mich ein so beschissenes Date zu vereinbaren?“ Sophie holte tief Luft, und atmete vor lauter Aufregung schwer. Marlene war still am anderen Ende der Leitung. Sophie wartete ab, und fuhr dann fort, war aber dabei schon etwas ruhiger „Marlene, bist Du noch da?“

Marlene antwortete leise, aber sehr angespannt „Ist etwas passiert? Und nein, ich habe ihm weder ein Foto von Dir geschickt, noch Deinen Namen erwähnt. Ich habe ihm nur geschrieben, dass Du an der Bar sitzt mit einem Cosmo und einem Schirmchen dass euer Erkennungszeichen ist, und er Dich dann ansprechen wird. Sophie, was ist passiert?“

Sophie erzählte Marlene die ganze Geschichte die sich vor nicht mal einer Stunde abgespielt hatte, und die – das musste Sophie sich eingestehen – das Geilste war das sie in letzter Zeit erlebt hatte. Jetzt war Marlene diejenige die schwer zu atmen begann und mit jeden Wort, dass Sophie ihr erzählte, wurde sie aufgeregter. „Sophie, Du bist ein Glückspilz. Der Typ dürfte umwerfend aussehen, hat Klasse, weiß wie er es Dir besorgen soll, und nur weil er Deinen Namen kennt schiebst Du hier Panik? Manchmal verstehe ich Dich wirklich nicht. Lass mal die Kontrolle in Deiner kleinen Clutch stecken, und genieße es einfach, denn offensichtlich ist der Mann geil auf Dich.“

Sophie konnte nicht glauben, was sie da von ihrer besten Freundin hörte. Sie konnte sich doch nicht einfach jeden X-beliebigen Typen hingeben oder von ihm vögeln lassen? Und die Kontrolle aufgeben – Niemals! Da Sophie wusste, dass es keinen Sinn hätte jetzt mit Marlene zu diskutieren, versuchte sie ihre Stimme so entspannt wie möglich klingen zu lassen und sagte “ Ja Marlene, vielleicht hast Du Recht. Ich sollte wirklich mal die Kontrolle abgeben. Ich werde einfach zurück gehen, und den restlichen Abend genießen.“ Marlene atmete hörbar auf. „Na endlich Süße, endlich geht  Dir der Knopf auf. Also geh jetzt zurück, und erzähl mir morgen wie der restliche Abend gelaufen ist. Und Sophie? – nicht nachdenken, einfach nur fallen lassen, versprich mir das!“

Sophie wusste, dass es Marlene nur gut mit ihr meinte, und sie lächelte als sie antwortete “ Ja mach ich Marlene, und entschuldige, dass ich Dich vorher so angeschnauzt habe. Hab Dich lieb“. Marlene gab ihr zu verstehen, dass sie ihr das nicht übel nahm, und Sophie sah vor ihrem geistigen Auge wie Marlene ihr zuzwinkerte. Sie verabschiedeten sich voneinander, und als Sophie ihr Handy in ihre Tasche gepackt hatte, und sie wieder zum Eingang des Lokals blickte, straffte sie ihre Schultern und ging zurück. Sie würde diesem Alexander jetzt mal ordentlich die Meinung geigen, und ihn mal in seine Schranken verweisen.

Als sie auf den Platz an der Bar zusteuerte, war Alexander nirgends zu entdecken. Eigenartigerweise spürte sie so etwas wie Bedauern in ihrem Bauch. Sie konnte aber nicht sagen, ob es die Enttäuschung war, dass er nicht mehr da war, oder das sie ihm nicht mehr das sagen konnte was sie sich vorgenommen hatte. Plötzlich wurde sie vom Barmann angesprochen. Sie drehte sich zu ihm, und sah ihn erstaunt an. Er fragte “ Suchen sie vielleicht den Herrn mit dem sie vorher hier gestanden sind? Ich soll Ihnen sagen, dass er in den unteren Bereich der Black Bar gegangen ist.“ Der Barmann schob ihr eine Plastikkarte über den Tresen und ein Glas Whiskey. Sophie starrte die Karte und den Whiskey an und verstand jetzt gar nichts mehr. Der Barmann bemerkte ihren erstaunten Blick, und lächelte. „Gehen sie ruhig in den unteren Bereich. Mit der Karte lässt sich die Türe öffnen, und Alexander meinte, sie könnten den Drink vorher vertragen.“

„Woher kennen sie Alexander?“ fragte Sophie. Sie hatte das Gefühl dieser Barmann – auf seinen Namensschild stand Patrick – der sie mit freundlichen Augen ansah, und der sicher den Job nicht erst seit gestern machte, war eine Informationsquelle.  Patrick kannte diesen Alexander offensichtlich, und sie sah ihre Chance auch mehr über ihn zu erfahren. Patrick antwortete „Jeder hier kennt Alexander“. Dann drehte er sich wieder zu den anderen Gästen, und ging weiter seiner Arbeit nach. Na, das war ja eine erschöpfende Auskunft. „Jeder kennt Alexander?“ Warum kannte ihn „jeder“? Sophie hatte jetzt noch mehr Fragen im Kopf als vorher.

Sie nahm die Plastikkarte in die eine Hand und den Whiskey in die andere. Sie setzte das Glas an, und wollte es schon in einem Zug austrinken, aber plötzlich kamen ihr wieder die Worte in den Sinn die „Er“ vorher gesagt hat. „Sie sollten ihn mehr genießen, und nicht so hinunter stürzen.“ Sophie setzte das Glas an, schloss dabei die Augen und lies das goldene Getränk langsam ihre Kehle hinunter laufen. Alexander hatte Recht. Er schmeckte besser wenn man ihn mit Genuss trinkt. Sie stellte das Glas an die Bar, klemmte sich ihre Tasche unter den Arm, und ließ die Plastikkarte zwischen ihren Fingern hin und her gleiten. Was war im unteren Bereich der Bar, dass man eine Karte benötigte? Sie beschloss, dass heraus zu finden, um diesen Menschen endlich das sagen zu können was ihr auf der Seele lag, und um zu erfahren woher er ihren Namen wusste.

Sophie ging an das Ende der Bar, und sah ein kleines Schild an der Wand auf dem stand „Der untere Bereich der Black Bar ist nur mit Schlüsselkarte erreichbar“. Wieder sah Sophie die Karte an. Sie war schwarz, und es waren nur die Buchstaben BB in Gold eingraviert. Was sollte sie tun? Sie überlegte kurz, und kam zu dem Entschluss, dass sie nicht zu feig war, um die Treppe – die vor ihr lag – runter zu gehen, egal was sich da unten befand. Trotz dieses eigenen Zuspruchs bemerkte sie, dass ihr Herz klopfte. Sie war aufgeregt. Was war da unten?

Sie stieg langsam die geschwungene Eisentreppe hinunter, und sie bemühte sich langsam einen Fuß vor den anderen zu setzen. Die hohen Absätze machten es ihr auch unmöglich schneller zu werden, ohne sich dabei den Hals zu brechen. Sie sah die schwarze Türe erst als sie kurz davor stand. „Himmel,  ist hier alles schwarz angemalt? Welcher Idiot hat sich dieses Lokal Konzept bloß ausgedacht?“ dachte Sophie. Sie nahm die Karte, und zog sie durch einen Scanner, der schwach grün leuchtete. Die Türe öffnete sich, und sie sah – Nichts. Nur Dunkelheit. „Super“  dachte Sophie, ein schwarzer Raum. Na sehr beeindruckend. Wahrscheinlich ist es das Lager, und es stapeln sich hier die Flaschen und die Bierfässer die bei Bedarf an die Bar geholt werden.

Sie wollte sich schon wieder umdrehen und wieder zurück in den oberen Bereich gehen, als sie etwas hörte. Es war ein leises Stöhnen das an ihr Ohr drang. „Hallo?“ fragte Sophie in die Dunkelheit hinein. Sie lauschte angestrengt ob eine Antwort kommt. Nichts. Nur wieder dieses Stöhnen. Sophie machte einen Schritt in die Finsternis hinein, und plötzlich gingen am Boden kleine Lichter an, so wie ein Lichtweg. Sie ging diesen Weg langsam entlang, und je mehr sie vorwärts ging, desto lauter wurde das Stöhnen. Ihr Herz klopfte so laut, dass sie den Eindruck hatte,  jeder der ihr jetzt zu nah kam, konnte es hören.

Sie sah einen helleren Lichtkegel vor ihr. Sie ging auf dieses Licht zu, und plötzlich stand eine Frau vor ihr. Sophie erschrak und zuckte zusammen. „Himmel , müssen sie mich so erschrecken? Wer sind Sie?“ Die Frau vor ihr trug eine schwarze enge Lederhose, und einen eng anliegenden Oberteil der wie eine Korsage geschnitten war, und ihre Brüste betonten.Sie hatte einen freundlichen Gesichtsausdruck und lächelte Sophie an. Die schlanke und groß gewachsene Frau trug einen schwarzen dünnen Mantel der aber offen war und der aussah als wäre er aus Seide. Ihre Haare waren lang und Sophie konnte nicht sagen welche Farbe sie hatten, aber in dem schwachen Licht erschienen sie hellblond. „Guten Abend in der Black Bar Under. Alexander hat Dich schon angekündigt. Mein Name ist Sarah, und ich bin Dein Empfangskomitee, um Dir alles zu erklären was Du wissen musst, um Dich hier wohl zu fühlen. Ich gebe Dir jetzt Deine passende Kleidung, und Du kannst Dich im hinteren Teil umkleiden.“ Sophie sah die Frau, die sich Sarah nannte, mit riesen großen Augen an, und bemerkte wie die Wut in Ihr hoch stieg.

„Sag mal ist Dir nicht ganz wohl? Was passt Dir an meiner Kleidung nicht, dass Du meinst, ich müsste mich umkleiden? Was ist das überhaupt für ein Wort  – umkleiden? Das sagt kein Mensch. Und ich werde einen Scheiß tun, und mich in ein anderes Outfit zu werfen. Bist Du vom Vogue Secret Service ausgesendet, und ihr veranstaltet heute hier eine Razzia? Außerdem bin ich nur hier um Alexander zu sehen, um ihm zu sagen, was er für ein Arschloch ist.“

„Ich sehe ich komme im Richtigen Augenblick. Also Sophie, was willst Du mir denn alles sagen?“ Sophie’s Kopf fuhr blitzschnell herum, und da stand er …..Alexander.

Fortsetzung folgt………..

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Gesprengte Ketten 1

Es geht weiter….

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Wie angekündigt gibt es in den nächsten 14 Tagen alle drei Teile der „Gesprengten Ketten“ hier zu lesen. Wir haben Sie deshalb wieder zum leben erweckt, weil wir immer wieder gefragt wurden warum wir die Geschichte nicht weiter gesponnen haben. Wir denken sehr intensiv darüber nach, und haben uns durch Anregungen und eigenen Ideen immer wieder Notizen zu unseren „Helden“ in dieser Geschichte gemacht.

Hier erstmal wie alles begann…..

GESPRENGTE KETTEN Teil 1

 

Na ganz toll! Jetzt saß Sophie in diesem Lokal um auf einen Mann zu warten den sie nicht mal kannte. Warum sie sich immer wieder von ihrer Freundin Marlene dazu überreden lässt, zu irgendwelchen Blind Dates zu gehen, die meistens damit endeten, dass der angepriesene Traummann sich als kleiner, untersetzter und mit übersteigerten Egoismus ausgestatteter notgeiler „Barheld“ ist. Von gefühlten hundert Dates war vielleicht ein Kandidat halbwegs annehmbar, und der war dann meistens noch in seine Ex Frau verliebt, und versucht sich nur zu beweisen, dass er „es“ noch kann.

Also ging Sophie immer wieder alleine nach Hause. Das war ihr auch Recht. Ihr stand – seit ihrer letzten Beziehung die vor drei Jahren endete – nicht der Sinn danach Männer Bekanntschaften zu schließen. Marlene war der festen Überzeugung, dass ihr irgendwann die Vagina zuwachsen würde wenn sie nicht bald einen gut gebauten und ausdauernden Fick Partner finden würde. Sophie lächelte in solchen Momenten immer in sich hinein, und stellte sich bildlich vor wie es wohl aussieht wenn eine Vagina zuwächst.

Sophie stand eher der Sinn danach, es sich in Schlabber Klamotten auf ihrer Couch, einen großen Glas Rotwein und einer ihrer Bücher – die sie als Lektorin zu bearbeiten hatte – zurück zu ziehen. So saß sie aber jetzt in einem schwarzen engen Kleid, viel zu hohen High Heels und halterlose Strümpfen – die für ihr Verständnis nur unbequem und Geldverschwendung waren – hier wie auf dem Präsentierteller. In einem Lokal das „Black Bar“ heißt, und angeblich der angesagteste Club in der Stadt war, und noch dazu mehr als die Hälfte der Leute hier in Schwarz gekleidet waren.

Sophie war ein bodenständiger Typ Frau, die sich nichts gefallen lässt, und zeitweise eine Wort Führung hatte wie ein Bierkutscher. Sie empfand es als völlig vergeudete Zeit sich stundenlang aufzubrezeln, sich über eine Stunde vor einem Club die Füße in den Bauch zu stehen, um dann eingequetscht zwischen schwitzenden Menschen zu stehen, oder das Höchste der Gefühle einen Platz an der Bar zu ergattern, und an einem lauwarmen Drink zu nuckeln. Außerdem benötigte sie jedesmal Stunden um ihre roten Haarmähne zu bändigen, und dieses „Tussi“ Outfit hat ihr mal wieder ihre beste Freundin Marlene eingeredet, für die das Tages Highlight ist, wenn sie nach Stunden des Shoppens ein Kleid das normalerweise €450,- um €420,- zu ergattern. Sie sprang dann meistens peinlich in die Luft, stieß einen spitzen Schrei aus, und man könnte in diesen Augenblicken meinen, sie hätte ein Heilmittel gegen Krebs entdeckt.

Obwohl Marlene und sie auch äußerlich nichts gemeinsam hatten, waren sie seit Jahren befreundet, und hatten keine Geheimnisse voreinander. Marlene war das genaue Gegenteil von ihr. Sie war groß, schlank, blond, besaß eine Oberweite die ihr ein Arzt – mit dem sie mal eine kurze Affäre hatte – gratis operiert hatte, und Lippen die jeden Mann eine Beule in der Hose verpasste. Sie liebte es sich heraus zu putzen, Männer mit ihren blauen Augen zu fixieren um sie dann reihenweise flach zu legen. Meistens sind es noch dazu Männer die genügend Geld hatten, um sich eine Affäre nach Marlenes Vorstellungen leisten zu können. Leider hielten diese Affären nur so lange, wie diese Männer ihre volle Aufmerksamkeit auf Marlene lenkten, denn sie brauchte dieses Gefühl angehimmelt zu werden, wie andere die Luft zum atmen. Hatte einer ihrer Männerbekanntschaften die Frechheit sich zum Beispiel etwas mehr um seinen Beruf zu kümmern, fühlte sich die sensible Marlene gleich vernachlässigt.

Sophie liebte sie trotzdem, denn sie war trotz aller ihrer neurotischen Eigenheiten ein Mensch auf den man sich verlassen konnte. Und weil sie Sophie so sehr liebte, hat sie sich wieder mal dazu breit schlagen lassen hier in dieser „Black Bar“ zu sitzen und auf den angeblichen Traummann zu warten. Sophie rechnete sich bereits aus, wie lange dieses „Drama“ wohl dieses mal dauern würde. Wenn sie Glück hatte war sie um 23 Uhr zu Hause, denn da wurde „Stirb Langsam“ mit Bruce Willis im Fernsehen gespielt. Sie liebte Bruce Willis. Marlene rügte sie jedesmal, denn Bruce Willis war der Einzige Typ von Mann bei dem Sophie schwach wurde. Marlene machte sich dann immer über sie lustig, denn sie ist der festen Meinung, dass Sophie viel zu engstirnig in ihrer Männer Vorstellung ist, und sie doch ihren Horizont erweitern müsste, denn immerhin wird Bruce Willis nicht an ihre Türe klopfen.

Sophie sah sich in dieser „Black Bar“ um. Wie immer war nicht ein Mann unter den Menschen die ihre Aufmerksamkeit erregt hätte. Sie sah sich meistens nur aus Langeweile um, denn wirkliches Interesse hatte sie so wie so nicht. Marlene hielt sich wie immer sehr bedeckt in ihrer Beschreibung des Blind Date Kandidaten. Sie gab nur so viel preis, dass er sie umhauen wird, und er genau derjenige ist, der Sophie’s Ketten – die sie sich – nach der Meinung der Freundin – selbst umgelegt hat – lösen wird. Sophie wusste bei dieser melodramatischen Aussage bereits, dass dieser „Kettenlöser“ wahrscheinlich nicht mal ein Fahrradschloss knacken könnte ohne sich dabei einen Nerv einzuklemmen.

Als Erkennungszeichen war vereinbart, dass Sophie sich einen – aus der Mode gekommenen – „Cosmopoliton“ mit einem Schirmchen drinnen bestellt. Sophie hasste dieses Gesöff. Sie trank lieber einen Whiskey der stark und scharf roch. Sie mochte diesen herben Geruch und das brennende Gefühl wenn das Getränk ihre Kehle runter lief. Sie entschied sich für einen Kompromiss. Sie bestellte sich einen Cosmo, und einen Whiskey. Der Cosmo stand vor ihr – war ja das Erkennungszeichen – und den Whiskey trank sie. Der Barmann hatte ihr aus versehen Eis in den Whiskey getan, denn sie mochte ihr Getränk eigentlich Hand warm. Trotzdem führte sie das Glas zu ihren Mund und nahm einen kräftigen Schluck. Als Stärkung für den Abend.

„Sie sollten ihn mehr genießen, und nicht so hinunter stürzen. Er ist viel zu gut um ihn wie einen Cocktail achtlos zu trinken.“ Sophie spürte Atem an ihren Ohr. Sie nahm einen angenehmen Geruch wahr, der sie an Zigarillos und herben Amber erinnerte. Sie drehte sich langsam auf ihren Barhocker um und sah einen großen Mann vor sich. Sie musste den Kopf in den Nacken legen um ihn in die Augen zu sehen. Das was sie sah, löste ein Gefühl in ihr aus, dass sie seit Jahren nicht mehr empfunden hat — Neugierde. Dieser Mann sah sie mit einem höhnischen lächeln an, und ihr Kampfgeist war bei dieser arroganten Art wie er sie angrinste sofort geweckt. „Sind sie von der Barpolizei?,  oder warum denken sie mir ungefragte Ratschläge erteilen zu können? Ich kann mein Getränk trinken wie ich es will.“

Dieser Mann sah sie einfach nur an. Er stand da und betrachtete sie. Sie wusste nicht genau, ob es abschätzend oder bewundernd war. Sie sah erst jetzt, dass er braune warme Augen hatte, die aber ein Funkeln in sich bargen das gefährlich wirkte. Er trug eine Stoppel Glatze, hatte regelmäßige Gesichtszüge, und strahlte etwas aus, das nicht mit einem Wort zu definieren war. Er war teuer gekleidet, dass bemerkte sie, als sie kurz seinen Ärmel streifte, und den weichen Stoff seines Sakkos spürte. Er hatte große Hände mit schlanken Fingern, die aber nicht knochig wirkten, sondern eher die eines Klavierspielers, geschmeidig eben. Er betrachtete sie noch immer von oben bis unten, und Sophie wurde das jetzt zu blöd. Sie war ja kein Auto, dass man begutachten musste, um festzustellen ob ihr irgendwo Lack abgegangen ist.

Sie stand von ihrem Barhocker auf um sich grösser zu machen, was aber angesichts ihrer 1,65 m nicht sehr viel brachte. Der Mann vor ihr war sicher 1,90 m groß. Sie richtete sich trotzdem soweit sie konnte auf, legte den Kopf in den Nacken, funkelte ihn mit ihren grünen Augen an, und sagte scharf :“ Sagen sie mal, suchen sie bei mir den gestrigen Tag, oder warum starren sie mich so an?, oder habe ich irgendwas an mir, dass ihnen signalisiert das ich zum Verkauf stehe?“ Der Mann mit den braunen Augen ging einen Schritt zurück, hatte eine Hand lässig in der Hosentasche und ließ sich durch die heftigen Worte von Sophie nicht aus dem Konzept bringen.

„Hallo…..!!!!“ – Sophie winkte aufgeregt vor seinem Gesicht herum. „Sind sie auf Droge, oder was? Oder sind sie stumm? Oder sind sie einfach nur ein Psycho, der Frauen zu Tode starrt.?“ Sophie stemmte ihre Hände in die Hüften, und für sie war völlig klar, dass dieser Abend für sie gelaufen war. Sie schnappte sich ihre Clutch vom Bar Tresen und war im Begriff sich umzudrehen um auf den Ausgang zuzusteuern. Plötzlich spürte sie eine kräftige Hand, dass ihr Handgelenk umschloss. Er zog sie mit einem Ruck an sich, und sagte :

“ Ich bin unhöflich. Ich habe mich Dir noch nicht vorgestellt. Ich heiße Alexander, und ich habe Dich nur so betrachtet, weil ich selten eine Frau getroffen habe, die sich so wenig von meiner äußeren Erscheinung hat beeindrucken lassen. Außerdem hast Du etwas an Dir, das mich reizt, und Du bist sehr schön.“

Sie stand so dicht vor ihm, dass sie eine Dominanz spüren konnte, und seine Wärme. Als sie ihn beim sprechen zuhörte ließ seine Stimme sie beben. Ja ein besseres Wort fiel ihr nicht dazu ein. Trotz allem, dass er ihre Aufmerksamkeit hatte, versuchte sie sich aus seinem Griff befreien. Er hielt sie fest zog sie nochmal zu sich, und sagte wieder in ihr Ohr:

„Ich will Dich ficken. und du willst es auch. So etwas spüre ich. Ich habe dafür einen Instinkt. Außerdem – warum sonst wärst Du denn hier?“ Sophie funkelte ihn an. Sie zischte ihm entgegen:

“ Sag mal bist Du noch ganz dicht? Was bildest Du Dir ein? Glaubst Du ernsthaft ich habe hier auf Dich gewartet?“

Alexander sah sie an und antwortete ruhig und souverän :“ Ja das hast Du.“

Sophie brauchte einen Augenblick um zu realisieren was hier gerade passiert. War er das Blind Date? War er der „Kettenlöser“? Als sie darüber nachdachte, und noch immer an seine Brust gepresst, und ihr Handgelenk wie in einen Schraubstock in seiner großen Hand feststeckte, Spürte sie seine andere Hand unter ihr Kleid gleiten. Er strich ihr am Oberschenkel entlang. Sie war unfähig sich zu bewegen, oder etwas zu sagen. Das war ihr noch nie passiert. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Seine Hand wanderte immer höher, und als er noch mit einem gekonnten Griff in ihr Höschen griff, bemerkte sie mit einem gewissen Schamgefühl wie nass sie war. ER lies sie nicht aus den Augen. Er fixierte sie, und Sophie konnte den Blick nicht abwenden. Sie stand einfach da, und tat nichts. Außer das sie etwas spürte, dass sie schon lange nicht mehr empfunden hatte. Geilheit. Es störte sie, dass sie so etwas fühlte, denn gleichzeitig hatte sie auch das Gefühl die Kontrolle zu verlieren.

Sie fühlte seine Finger die gekonnt zärtlich ihre Schamlippen entlang strichen, und seinen Daumen, mit dem er  ihren Kitzler massierte. Sie hatte das Gefühl, dass ihr die Knie weich wurden, und sie gleich den Halt verliert. Er dürfte das bemerkt haben, denn er lies ihr Handgelenk los, und umfasste ihre Hüfte. Er war ihrem Gesicht jetzt so nah, dass sich sein Atem mit ihrem Atem vermischte. Sie spürte seine Erektion an ihren Oberschenkel. Seine Finger wurden immer schneller, und ab diesem Zeitpunkt hörte Sophie auf zu denken. Sie fühlte tausende von Emotionen, und sie spürte dieses heiße Gefühl in ihr hochsteigen. Sie wusste –  er brachte sie zum Orgasmus. Hier in dieser vollen Bar, in mitten all dieser Menschen brachte er sie dazu zu kommen. Er flüsterte ihr ins Ohr:“ Komm für mich Sophie. Jetzt. Lass es auf meine Hand fliesen.“

Sophie kam. Und sie kam für ihn. Sie schloss die Augen, und sie stöhnte auf. Ein Stöhnen, dass von der Lautstärke der Musik komplett verschlungen wurde. Sie hatte den Eindruck, dass der Orgasmus gar nicht mehr aufhörte. Als sie die Augen öffnete, sah sie Alexander in die Augen. Er sah sie an, und dieser Blick war stolz, und es war ein Funke von Zärtlichkeit darin zu erkennen. Sophie wusste im ersten Augenblick nicht, ob das wirklich gerade passiert ist. Alexander grinste sie an. Dieses Grinsen bewirkte das sich ihr Kampfgeist wieder meldete.

Sie löste sich von ihm, und zog ihr Kleid zurecht. Er führte seine Hand zu seinem Mund und leckte genüsslich jeden einzelnen Finger ab. Sophie’s Augen wurden bei dieser Geste immer größer. Er grinste noch immer, und sagte: “ Du schmeckst hervorragend. Davon will ich mehr, aber nur wenn ich es Dir erlaube.“

„Wenn DU es mir erlaubst? Wer glaubst Du eigentlich das Du bist? Nur weil Du mir einen Orgasmus beschert hast, hast Du nicht das Recht anzunehmen, dass Du über mich bestimmen kannst. Ich komme wann ich will, und wo ich will. Merke Dir das ALEXANDER.“

Sie griff nach ihrer Handtasche, und drehte sich um. Sie wollte nur weg hier. Sie war durch den Verlust der Kontrolle über ihren Körper,  und auch stellenweise ihres Willens völlig durcheinander. Als sie fast schon beim Ausgang war blieb sie plötzlich stehen, denn ihr fiel etwas ein —

Woher kannte er bloß ihren Namen?

Fortsetzung folgt……………

Wie oft habe ich die Aussage gehört: „Jahrelang dachte ich, Sex ist einfach nicht mein Ding. Und dann habe ich BDSM entdeckt und plötzlich wusste ich, was all die Jahre gefehlt hat.“ Ist das nicht toll? Wenn man plötzlich seine wahre Neigung entdeckt und versteht, was alle an Sex immer so toll finden? Plötzlich kann man ihn genießen und er befriedigt. Möglicherweise nach Jahrzehnten der Frustration?

über Ich gewöhne mir BDSM ab — Eisbär-Dom und sein BDSM

Verlassen

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Verlassen

Wir haben vor längerer Zeit eine Geschichte einer jungen Frau gehört die uns damals wie heute so berührt hat, dass wir die Geschichte nochmal online stellen. Zum einen weil wir sie für traurig und schön gleichzeitig finden, und auch deshalb weil die Gesellschaft oft noch immer in der Annahme ist, dass die Spielform des BDSM ohne Gefühl oder eigenen Willen abläuft. Diese Geschichte beweist das Gegenteil. Wenn man Verlassen wird ist das schon schlimm genug, aber wenn man in einer BDSM Beziehung verlassen wird, dann verliert man weit mehr.

Verlassen von der Hand die mich führte

Wieso siehst Du mich nicht mehr an, wenn ich an Dir vorbei gehe? Warum senkst Du deinen Blick, wenn ich versuche ihn zu einzufangen? Warum begrüßt Du mich wie wenn ich eine Fremde wäre, obwohl wir Haus an Haus wohnen? Hast Du alles vergessen was wir miteinander erlebt haben? Hast Du verdrängt – oder willst es verdrängen – in welche Welt Du mich geführt hast? Die Welt, die ohne Dich nicht mehr denkbar für mich ist. Ohne die ich nicht mehr sein will.

Gibt es eine NEUE?

Gibt es eine Neue, die Du unterrichten kannst? Die dieses wunderbare Gefühl mit Dir gemeinsam erleben darf, wie es ist, wenn Du sie das Erste mal in die Knie zwingst, ihr über den Kopf streichelst, um dann ihre langen Haare um Deine Hand zu schlingen wie ein Seidentuch, und ihren Kopf so weit nach hinten ziehst, dass sie gezwungen ist, Dich anzusehen.? Deiner Rauhen und bestimmenden Stimme zu lauschen, wenn Du Ihr Deine Regeln erklärst. Ihr erklärst, dass sie Dich nur ansehen darf, wenn Du es ihr erlaubst. Das Rauhe Sisal Seil aus deiner Schublade nimmst, es ihr zeigst, es sie anfassen lässt, dass sie sich an das grobe Material gewöhnt, und ihr dann sagst Sie soll die Hände hinter ihren Rücken verschränken. Wenn Du das Seil kunstvoll und geübt um ihre Handgelenke legst, und sie den ersten Schritt in die Unterwürfigkeit gehen lässt?

Frei sein

Ich weiß, wie es sich anfühlt wenn dabei Deine Hände warm und weich über den Rücken gleiten, wenn Du das Seil verknotest, mich verknotest. Wenn mit jedem Knoten mein Atem schneller wird, und das Herz lauter klopft. Ich fühle noch die Unentschlossenheit in mir, beim ersten Mal, wo ich das Bedürfnis hatte aufzuspringen und weg zu laufen. Ich blieb. Ich blieb bei Dir, weil ich wusste, dass Du mir nichts Schlechtes willst. Du hast mich angeleitet. Du hast mir gezeigt, das Regeln nichts einengendes sondern befreiendes sein können. Ich spüre Deine Wärme noch immer in meinen Nacken, als Du mit deiner großen Hand darüber streichelst, nachdem Du das Seil fixiert hattest. Ich kniete vor Dir, den Kopf gesenkt, meine Hände am Rücken. Nackt. Es störte mich nicht. Mehr noch – es machte mich frei. Frei von Verantwortung, frei von Gedanken, und es machte mich ruhiger.

Was geniest Du jetzt?

Die Erregung wuchs mit der Ruhe die Du mir gabst. Nimmst Du jetzt bei Ihr den Leder Flogger aus der Schublade, um ihm dann  – kalt und doch angenehm – über ihren Rücken gleiten zu lassen? Geniest Du jetzt ihren Körper, der leicht erzittert, voller Ungeduld und Erwartung auf Deinen nächsten Schritt? Auf Deine Hand die ihre Schenkel auseinander drückt, nur um zu fühlen wie heiß und feucht sie schon ist? Ich wusste schon dass ich nie zu feucht sein durfte. Wenn ich es doch war, hast Du mich bestraft, indem Du mir gesagt hast, dass ich erst zu kommen habe wenn Du es mir es gestattest. Ich habe den Flogger dann auf meinen Rücken und meinen Arsch gefühlt. Zuerst leicht – fast nur wie ein starker Luftzug, aber dann stärker, kräftiger, aber niemals verletzend.

Du warst…

Du warst niemals verletzend. Du warst strafend, schlagend, streng, aber Du warst und bist selbstsicher, beeindruckend, beherrschend. Du beherrscht mit Dominanz, Zärtlichkeit und Respekt. Du hast dann immer gesagt, ich könnte Dich besänftigen. Du hast Dich vor mich hingestellt, und ich durfte Dir den Reissverschluß Deiner Hose mit den Zähnen öffnen. Ich fühlte die Hitze Deines Penis knapp vor meinen Gesicht. Du hast Dir dann deinen Schwanz  aus der Hose geholt, und ich konnte es kaum erwarten, meine Lippen an Deine Eichel zu legen. Meine Zunge über Deine Spitze gleiten zu lassen. Deine Hand – die mich an den Haaren packte, und mich warten ließ, und mich zur Mäßigung ermahnte. Ich fühlte in solchen Momenten immer meine Nässe die Schenkel hinab laufen, und hatte immer die Befürchtung Du würdest es merken, und mir den Genuss Deines Schwanzes in meinen Mund entziehen.

…meine Erlösung

Dann diese Erlösung, wenn Du ihn mir an meine Lippen gelegt hast, und ich auf dieses Kopf nicken von Dir gewartet habe, um meinen Mund zu öffnen, und ihn komplett in mir aufzunehmen. Gleichzeitig die Anweisung von Dir mich zu beherrschen, nicht zu kommen, bevor Du nicht abgespritzt hast. Dieser Druck der sich dann immer in mir aufgebaut hat, diese Erwartung, diese unbeschreibliche Geilheit. Dann war es soweit, ich fühlte dann dieses Pulsieren in deinem Penis, deine Hand an meinen Kopf wie Du mich näher an Dich gedrückt hast, und dann Deinen warmen Saft in meinen Mund. Meistens hast Du mir dann gleich erlaubt zu kommen. Mich zärtlich nachher los gebunden hast, und mich auf Dein Bett gelegt hast, mich versorgt hast mit Getränken und deinen warmen Händen die mich zärtlich und fürsorglich gestreichelt haben. Deine Lippen, die meine Stirn geküsst haben, und Deine Worte, die mir versicherten, dass ich heute Dein ganzer Stolz war.

Wieso siehst Du mich nicht mehr an, wenn ich an Dir vorbeigehe? ………..

(Angelehnt wurde diese Geschichte, an eine junge Frau die mir mal erzählt hat, dass sie von einem Mann der sie in die Welt des BDSM eingeführt hat, verlassen wurde. Die Worte und den Ablauf der Geschichte ist allerdings frei erfunden!!!)

Wir hoffen die Geschichte hat Euch gefallen, und Euch vielleicht auch zum nachdenken gebracht. Bitte sprecht mit Freunden, Bekannten die vielleicht ein verzerrtes Bild von BDSM haben darüber. Klärt sie darüber auf, dass es nicht um Macht geht oder erzwungene Unterwerfung, sondern um Respekt und um sehr sensible Menschen. Danke

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Falscher Dirty Talk

Liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in) !

Wir haben einen Beitrag einer Blogger Kollegin entdeckt, den man unbedingt lesen sollte. Sehr aufmerksam lesen sollte. BDSM ist Spiel bzw eine Spielform, und hat nichts mit bösartiger, beleidigender Erniedrigung zu tun. Dann ist das ganze nämlich kein Spiel mehr.

Aber bitte lies den Beitrag selber. Wir können ihn nur empfehlen.

Grimson Gone Dark

https://crimsongonedark.wordpress.com/2019/02/16/erniedrigung/

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.