Was ist Intimität?

KakaoTalk_738fbb04463bb76d

Quelle Bild

Hallo liebe(r) Extrem Unlimited Leser(in)!

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, was Intimität eigentlich ist, bzw. was Du selber darunter verstehst? Oft wird Intimität mit Lust und Sex verwechselt. Ich habe selber in der letzten Woche gelernt von P. was Intimität ist, bzw wie ich sie selber für mich neu definiere. Du kennst sicher das Gefühl wenn Dir ein Mensch zu nahe kommt, und Du diesen nicht gut genug kennst. Du wirst automatisch einen Schritt zurück weichen, und Deinem Gegenüber damit zu verstehen geben, dass er in deinen Intimbereich eingedrungen ist. (Experten für Körpersprache sprechen meistens von einer Armlänge zum Vis aVis, sonst fällt es unter die Definition Indiskretion). 

Ich fühle mich in so einer Situation immer ungeheuer bedrängt, und auch unwohl, obwohl mein Gesprächspartner gar keine unsymphatische Art an den Tag legt. Intimität bedeutet einen Zustand der tiefsten Vertrautheit. Alleine wenn ich diese Worte lese wird mir warm ums Herz, und ich empfinde die totale Befriedigung. Das ist genau der springende Punkt. Das Wort Intimität wird oft „falsch“ eingesetzt. Hier sollte man genau unterscheiden, denn es gibt die emotionale, körperliche und auch sexuelle Intimität. (Aber das klingt wie ein wissenschaftlicher Beitrag, – wir versuchen an Hand von uns zu beschreiben was wir meinen). 

P. und ich hatten seit Wochen einmal wieder Zeit füreinander. Einen ganzen Nachmittag,- für uns bereits wie ein Kurzurlaub. Wir hatten keinen besonderen Zeitdruck, und hatten sogar die Zeit eine vollständige Mahlzeit bei Tisch einzunehmen (und nicht wie sonst ein drei Minuten Menü aus der Mikrowelle, beim Stehpult). Es läutete kein Telefon, kein Pc blinkte auf. Keiner wollte irgend etwas von uns. Wir hatten sogar die Möglichkeit über Dinge wieder mal zu lachen, und unseren eigenen derben Humor freien Lauf zu lassen (Heureka!!!). Wir haben uns gedacht, dass wir es sexuell richtig krachen lassen werden. Beide waren wir ausgehungert, geil, und wollten essen, und dann ficken, dass die Fensterscheiben klirren. Geklirrt hat aber zu Anfang nur das Geschirr das ich in den Geschirrspüler gestellt habe.

Denn P. wurde müde, und ich auch. Wir beschlossen uns mal den Luxus zu gönnen mitten unter der Woche, mitten am Tag ins Bett zu gehen – um zu schlafen. Zu erst war ich ja nicht so begeistert von der Idee, aber als wir dann nebeneinander lagen, P. seinen Arm um mich legte, und ich meinen Kopf auf seiner Brust platzierte, war alles gut. Es war mir egal, dass es jetzt nicht krachte. Diese Ruhe und diese Situation entschädigten mich für vieles der letzten Wochen. P. sagte dann etwas, dass diesen Beitrag wieder mal begründet. „Diese Intimität jetzt, hier mit dir finde ich sehr schön“. Ja, er hatte Recht. DAS WAR INTIMITÄT. Emotionale und auch körperliche. Es fühlte sich wunderbar an, und das was uns sehr verblüffte, war, dass  – obwohl wir beide keine „Klammerer“ beim schlafen sind – konnten und wollten wir uns nicht loslassen. Wir schliefen ein, und der Körperkontakt riss nicht ab.

Als ich wach wurde schlief P. noch, und die Lust ihn mit einem Blowjob zu wecken war zu verlockend um diesem zu wieder stehen. Er genoss es, ich genoss es, und dann klirrten die Fensterscheiben. Der Fick kam, und kam, und kam (Verzeihung – ich schweife ab). Als P. nachher in den Dienst musste, und ich alleine für mich nachdachte wurde mir schlagartig eines klar, dass ich bei anderen Pärchen sicher sofort entdeckt hätte, aber bei mir selber völlig außer acht ließ. Der ständige Stress, und der zeitliche Druck hat uns nicht unseren Sex gekostet, sondern unsere Intimität, die wir beide immer so hoch gehalten haben. Und Sex ohne Intimität ist maximal ein Quickie mit einem guten Freund ,oder ein ONS.

Wenn sich ein Paar „verliert“ in den Alltäglichkeiten, und das gemeinsame lachen (bei uns noch wichtiger als Sex), das gemeinsame Essen, oder das gemeinsame einschlafen verloren geht, dann verabschiedet sich still und leise die Intimität zwischen zwei Menschen. Der berühmte Satz, den jeder sicher schon mal gehört oder auch selbst gesagt hat „Wir hatten (haben) uns einfach nichts mehr zu sagen“. Würdest Du einem Fremden Deine Ängste oder Wünsche mitteilen? Das seit ihr dann – Fremde. Die Intimität hat die Koffer gepackt und hat sich mal verabschiedet. Frauen leiden in solchen Situationen meistens wie geschlagene Hunde, und Männer nehmen es oft gar nicht wahr (Nach dem Motto “ ist halt so nach …..der Zeit“), obwohl es ihnen genau so fehlt. Sie gehen nur anders damit um.

Schaffe Dir und Deinem Liebsten Raum für Intimität. Vor allem für emotionale und körperliche. Schmiegt Euch aneinander, geniest jeden Atemzug des anderen, und das Gefühl von Wärme. Eure Probleme (falls ihr welche habt) werden sicher nicht weniger dadurch, aber diese Intimität verschafft Energie und Kraft die man nicht unterschätzen sollte. Die sexuelle Intimität kommt dann von ganz alleine. Du glaubst alles von Deinem Schatz zu kennen, alles schon gehört zu haben, und Du glaubst Du weißt was er denkt? – Wir korrigieren dich echt nur ungern, aber NEIN. Wann hast du das letzte mal laut den Satz ausgesprochen „Ich will Dich in den Arm nehmen“, oder „Ich habe schon vergessen wie Du riechst“? Das sind nämlich die Kleinigkeiten die verloren gehen, und die aber das Bild der Intimität vervollständigen, und die auch (und Gerade) Männer benötigen.

Obwohl das Ficken kolossal war, aber die Stunde in den Armen von P. die waren unbezahlbar. Wir waren nämlich intim.

Bis dahin alles Liebe

Eure C. und P.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s